Mirko Bortolotti ganz oben auf dem Siegerpodest - 2. Qualifying
- Hauptkategorie: DTM Paket
- DTM
- 22. Juli 2026
- Cornelia Simon
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Das zweite Zeittraining nahmen die Fahrer am Sonntagmorgen um 9.25 Uhr unter die Räder. Die Piloten gingen dann für die letzten zehn Minuten auf die Jagd für die Pole Position hinaus. Jules Gounon hatte nach drei Runden eine Zeit von 1:27,079 Minuten für alle gefahren. Hinter ihm lagen Luca Engstler und Ben Dörr. Letzterer wird um drei Plätze in der Startaufstellung für das Sonntagrennen nach hinten zurückversetzt wegen Verursachen einer Kollision mit Jules Gounon. In der letzten Minute hatte Thomas Preining sich nach sechs Runden wieder auf Rang eins gefahren.
Er hatte eine Zeit von 1:22,400 Minuten in den Asphalt gebrannt. Luca Engstler hatte bei seinem letzten Umlauf Marco Wittmann von Rang zwei verdrängt. Im nachhinein konnte niemand die Zeit unterbieten, somit hatte der Österreicher die Doppel Pole nach Hause gefahren. Startplatz zwei und drei nahmen Luca Engstler und Marco Wittmann ein. Lucas Auer musste sich mit der achten Startreihe zufrieden geben. Nicki Thiim, der gestern seine Tabellenführung verloren hatte musste sich mit Startplatz 18 zufrieden geben. Maro Engel wird von Rang fünf ins Rennen gehen.
Thomas Preining (Manthey): „Das Wochenende läuft bisher einfach überragend! Die Rennen am Sonntag sind mit den zwei Boxenstopps allerdings völlig anders als die Samstagsläufe. Dazu könnte es noch regnen. Wir sind als Team aber gut vorbereitet, ich freue mich auf das Rennen.“
Rennen 2:
Als die Piloten sich in die Startaufstellung am Samstagmittag für ihren zweiten Lauf an diesem Wochenende begaben, wurde es immer dunkler. Das Rennen wurde als Wet Race erklärt. Thomas Preining konnte den fliegenden Start nach der Einführungsrunde nicht für sich verbuchen, denn Luca Engstler hatte sich vorbei geschoben. Es dauerte aber nicht lange und Thomas Preining holte sich seine Führungsposition wieder zurück. Der Porsche Pilot konnte sich sofort etwas absetzen. Überall im Feld wurde hart gefightet. Nach der ersten Runde führte weiterhin Thomas Preining vor Luca Engstler und Arjun Maini. Marco Wittmann hatte einen Platz eingebüßt. Maro Engel war nur noch auf Rang sieben unterwegs. Mirko Bortolotti und Kelvin van der Linde waren vorbeigezogen.
Der Pole Setter hatte sich mit 1,188 Sekunden vom Feld abgesetzt. Lucas Auer und Nicki Thiim lagen auf den Rängen 17 und 18. Die ersten zehn fuhren wie an der Perlenschnur aufgezogen hintereinander her. Danach riss das Feld ein wenig ab. Ben Dörr hatte Boden gut gemacht und war an Timo Glock vorbeigegangen und lag nach vier Runden auf Rang 15. Luca Engstler hatte sich von dem Inder etwas absetzen können. Unterdessen war die „gelbe Mamba“ etwas auf Abwegen unterwegs. Ben Dörr hatte sich Thierry Vermeulen zurecht gelegt und zog vorbei. Nach sieben Runden öffnete das Boxenzeitfenster und als Erster kam Nicki Thiim zu seinem ersten Stopp herein. Beim nächsten Umlauf kamen gleich vier Fahrzeuge heran. Bastian Bus führte diese Truppe an vor Thiery Vermeulen, Finn Wiebelhaus und Lucas Auer.
Nicki Thiim konnte an Lucas Auer vorbei gehen. Jules Gounon, Ben Dörr, Tom Kalender und Marco Mapelli vollzogen nun ihren Stopp. Nicki Thiim hatte nach zehn Runden gleich Thierry Vermeulen und Marco Mapelli niedergerungen. Finn Wiebelhaus musste erneut mit einem Reifenschaden hinten rechts herein kommen. So nach und nach kamen dann die nächsten Fahrer zum ersten Pflichtboxenstopp herein. Die Reihenfolge geriet dadurch durcheinander. Thomas Preining und Luca Engstler blieben weiterhin draußen. Luca Engstler suchte nach dreizehn Runden die Box auf. Der Boxenstopp war nicht besonders, da es beim Reifenwechsel vorne links etwas hackte. Unterdessen mussten Thomas Preining und Mirko Bortolotti ihren Stopp noch hinter sich bringen.
Der Pole Setter hatte einen Vorsprung von 4,255 Sekunden herausgefahren. Maro Engel musste absolute Kampflinie fahren, denn Luca Engstler setzte ihn immer mehr unter Druck. Der Lamborghini Pilot hatte noch Arjun Maini und Marco Wittmann im Schlepptau. Thomas Preining kam nach 15 Runden in die Box. Als letzter vollzog Mirko Bortolotti seinen Stopp. Der Italiener kam hinter Thomas Preining wieder auf die Strecke. Es flogen nun aber Maro Engel, Luca Engstler, Arjun Maini und Marco Wittmann von hinten an. Diese hatten ihre Reifen schon alle auf Temperatur gebracht. Thomas Preining hatte sich mit 3,310 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Nicki Thiim und Lucas Auer waren auf den Rängen zwölf und 17 unterwegs. Bei noch 22 Minuten zu fahrender Zeit setzte leichter Regen ein.
Der Vorsprung von Thomas Preining schrumpfte nach 23 Runden, denn Mirko Bortolotti kam immer näher an ihn heran. Dahinter folgten dann Maro Engel und Luca Engstler. Jules Gounon setzte Ricardo Feller auf Platz acht arg unter Druck. Nach 27 Runden öffnete das Boxenzeitfenster zum zweiten Mal. Sieben Fahrzeuge aus dem hinteren Bereich kamen sofort herein. So nach und nach folgten dann die nächsten Piloten. Die ersten sieben kamen gleichzeitig in die Box. Thomas Preining verlor seine Führung in der Boxengasse. Hinten links ging das Rad nicht sofort runter. Mirko Bortolotti und Maro Engel konnten vor dem Österreicher wieder auf die Strecke hinausgehen. Alle hatten nun ihren zweiten Stopp vollzogen. Zwischenzeitlich hatte Marco Wittmann Luca Engstler niedergerungen und sich auf Rang vier gefahren
An der Spitze hatte Mirko Bortolotti sich mit 1,730 Sekunden auf und davon gemacht. Thomas Preining musste absolute Kampflinie fahren, denn der Druck vom BMW Piloten Marco Wittmann wurde immer stärker. Von alledem kam der Führende nichts mit, denn er baute Runde um Runde seinen Vorsprung immer weiter aus. Er war von Rang sechs aus ins Rennen gegangen. Nach 38 Runden holte sich Mirko Bortolotti mit einem Vorsprung von 3,027 Sekunden den Sieg, gefolgt von Maro Engel und Thomas Preining. Lucas Auer und Nicki Thiim überquerten die Ziellinie auf den Plätzen zwölf und dreizehn.
In der Meisterschaft führt Maro Engel mit 145 Punkten vor Nicki Thiim mit 124 und Lucas Auer mit 123 Punkten. In der Wertung DTM Rookie oft the year Champion 2026 liegt Tom Kalender auf Rang eins mit 246 Zähler, gefolgt von Finn Wiebelhaus mit 227 und Nicolas Baert mit 210 Zähler. Mercedes Benz hat in der Manufacturer Classification 277 Punkte. Dahinter liegen Porsche mit 193 und Lamborghini mit 175 Punkten. In der Team-Wertung hat Winward Racing mit 205 Zähler die Nase vorne. Platz zwei und drei nehmen Manthey mit 174 und Emil Frey Racing mit 160 Zähler ein.
Mirko Bortolotti (TGI Team by GRT): „Den weltweit ersten Sieg des neuen Lamborghini Temerario zu holen, macht mich unglaublich stolz. Und das in der stärksten Rennserie, in der das Fahrzeug zum Einsatz kommt. Diesen Erfolg widme ich meinem verletzten Teamkollegen Maximilian Paul. Wir hatten eine super Strategie, aber auch ich habe auf der Strecke den Unterschied gemacht.“
Maro Engel (Mercedes-AMG Team RAVENOL): „Unsere Strategie und die schnellen Boxenstopps waren entscheidend für den Sprung auf den zweiten Platz. Ich freue mich riesig über unser erfolgreiches Wochenende. In der Schlussphase war ich froh, dass Marco Wittmann und Thomas Preining hinter mir so intensiv miteinander gekämpft haben. Das hat mir ein bisschen Luft verschafft.“
Thomas Preining (Manthey): „Ich wollte unbedingt gewinnen, aber solche Fehler wie beim Boxenstopp können leider immer mal passieren. Trotz Platz drei war es ein mega Wochenende für uns. Wir haben wahnsinnig viele Punkte gesammelt und einen großen Schritt zurück im Titelkampf gemacht.“