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Mirko Bortolotti ganz oben auf dem Siegerpodest - 1. Rennen

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Ihren neunten Lauf nahmen die Piloten am Samstagmittag bei strahlendem Sonnenschein unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Start und Thomas Preining gab das Tempo vor und konnte im nachhinein die Meute in die erste Kurve führen. Mit viel Disziplin ging es her hindurch. Wenig später staubte es schon im hinteren Bereich. Ben Dörr war nach einem Kontakt mit einem Reifenschaden hinten rechts unterwegs. Der Pole Setter hatte einen sagenhaften Start und konnte sich bereits mit einigen Wagenlängen absetzen. Ben Dörr hatte sich nachdem der rechte hintere Reifen sich in seine Bestandteile aufgelöst hatte, noch zur Box schleppen können. Zuvor war er mit Jules Gounon aneinander geraten. Diese Aktion lag unter Beobachtung. Nach zwei Runden hatte Thomas Preining bereits einen Vorsprung von 1,951 Sekunden. Für Ben Dörr war zu dieser Zeit das Rennen bereits zu Ende bevor es überhaupt richtig angefangen hatte.

Maro Engel hatte unterdessen Luca Engstler niedergerungen und sich auf Rang zwei gefahren. Drei Plätze gut gemacht hatte Nicki Thiim. Kelvin van der Linde hatte sich in der vierten Runde an Tom Kalender vorbeigedrängt und war auf Platz neun unterwegs. Im gesamten Feld hatten sich Grüppchen gebildet, in denen hart um jede Position gekämpft wurde. Tom Kalender auf Rang zehn führte vor Ricardo Feller und Jules Gounon. Er musste sich schon harten Attacken gegenüber dem Schweizer erwehren. Dieser wurde von Jules Jounon beschäftigt. Die ersten drei hatten sich mit einem gewissen Respektabstand zueinander vom übrigen Feld etwas abgesetzt. Um Rang dreizehn war ein harter Kampf entstanden zwischen Thierry Vermeulen, Matteo Cairoli und Nicki Thiim.

An der Spitze hatte sich der Manthey Pilot mit 1,599 Sekunden auf und davon gemacht. Im Verlauf der zwölften Runde konnte der Südafrikaner an seinem Teamkollegen Marco Wittmann vorbeigehen und nahm Platz acht ein. Kelvin van der Linde setzte sich auch direkt ab und versuchte den Anschluss an Timo Glock zu bekommen. Marco Wittmann schoss einmal quer über die Wiese und hatte einen Reifenschaden. Er musste vorzeitig in die Box kommen und gab das Rennen auch dort vorzeitig auf. Nach vierzehn Runden hatte das Boxenzeitfenster geöffnet und als Erster kam Nicolas Baert hinein. Als nächste folgten Arjun Maini und Ricardo Feller. Auch Matteo Cairoli vollzog jetzt seinen Boxenstopp. Zwei Runden später folgten die nächsten vier Fahrzeuge. Ricardo Feller lag unter Beobachtung wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse.

Bei noch dreißig Minuten zu fahrender Zeit mussten die ersten acht Piloten ihren Stopp noch hinter sich bringen. Finn Wiebelhaus kam auch mit Problemen in die Box und steuerte direkt die Garage an. Tom Kalender war ebenfalls in der Boxengasse zu schnell. Er und Ricardo Feller erhielten dafür eine Penaltylap. Lucas Auer war der erste der aus der Spitzengruppe nach 19 Runden zum Reifenwechsel herein kam. Die Reihenfolge geriet unterdessen durcheinander. Lucas Auer kam vor Mirko Bortolotti wieder auf die Strecke hinaus. Der Italiener hatte aber seine Reifen schon auf Temperatur gebracht und konnte sofort auf den Österreicher aufschließen. Zu dieser Zeit war Luca Engstler in die Box gekommen. Die beiden Führenden Thomas Preining und Maro Engel kamen gleichzeitig in die Box.

Bei Maro Engel gab es vorne ein Problem, denn das Rad wollte nicht drauf gehen und dadurch dauerte Stopp länger als geplant. Thomas Preining konnte vor Maro Engel die Box wieder verlassen. Maro Engel bekam es beim Verlassen der Boxengasse sofort mit Luca Engstler zu tun. Der Lamborghini Pilot konnte sich gegenüber dem Mercedes Fahrer durchsetzen. Jules Gounon und Marco Mapelli waren die einzigen die noch nicht in der Box waren. Bastian Buus erhielt auch eine Penaltylap wegen Verstoß gegen die Boxenstopp-Regularien (Rad nicht dauerhaft festgehalten). Als Marco Mapelli aus der Boxenasser herauskam wurde er von Bastian Buus getroffen, danach war das Fahrzeug von dem Italiener nicht mehr fahrbar und der Lamborghini Pilot gab das Rennen auch früher in der Box auf.

Diese Aktion wird nach dem Rennen von den Sportkommissaren bearbeitet. In der letzten viertel Stunde kam auch Jules Gounon mit Problemen vorzeitig in die Box gefahren. Auch für den Franzosen bedeutete es das Ende des Rennens. Thomas Preining führte unterdessen weiter das Feld an mit einem Vorsprung von 1,031 Sekunden vor Luca Engstler und Maro Engel. Lucas Auer und Nicki Thiim waren auf den Rängen vier und zwölf unterwegs. Zu dieser Zeit waren bereits sechs Fahrzeuge nicht mehr im Rennen. An der Spitze schrumpfte nun der Abstand, denn Luca Engstler kam immer näher an den Porsche Piloten heran. Auch Lucas Auer konnte sich nicht ausruhen denn Mirko Bortolotti lag ihm mit 0,776 Sekunden im Nacken. Um Platz sieben war ebenfalls ein harter Kampf zwischen Kelvin van der Linde und Timo Glock entstanden.

Der Wikinger war in der Schlussphase harten Attacken gegenüber Tom Kalender ausgesetzt. Da diese beiden sich rundenlang behackten versuchte Bastian Buus näher an dieses kämpfende Duo zu kommen. In den letzen vier Minuten hatte sich Lucas Auer bis auf 0,608 Sekunden an Maro Engel herangefahren. Thomas Preining hatte seinen Vorsprung weiter ausbauen können. Er war mit 2,145 Sekunden an der Spitze unterwegs. Zur gleichen Zeit war Timo Glock an Kelvin van der Linde dran. Dieser durfte sich keinen Fehler erlauben. Nach 40 Runden wurde Thomas Preining als Sieger abgewunken vor Luca Engstler und Maro Engel. Lucas Auer und Nicki Thiim sahen die Zielflagge auf den Rängen vier und zwölf. Kelvin van der Linde auf Rang sieben war der beste BMW Pilot.

Thomas Preining (Manthey): „Wir wollen um den Titel kämpfen, daher war dieser Sieg super wichtig für uns. Unsere Strategie ist voll aufgegangen. Denn das richtige Timing für den Boxenstopp ist in Oschersleben entscheidend, weil man auf dieser engen Strecke schnell in den Überrundungsverkehr gerät. In der Schlussphase ist Luca Engstler immer dichter an mich herangekommen, da war höchste Konzentration gefragt.“

Luca Engstler (Red Bull Team Abt): „Wir hatten einen schwierigen Saisonstart, was im ersten Jahr mit einem völlig neuen Fahrzeug auch zu erwarten war. Als Team haben wir Rennen für Rennen einen Schritt nach vorne gemacht und endlich gezeigt, dass wir ganz vorne mitfahren können. Ich kenne Oschersleben seit meiner Kindheit, habe hier die Rennen meines Vaters verfolgt, meinen ersten DTM-Sieg geholt und dadurch eine besondere Verbindung zur Strecke.“

Maro Engel (Mercedes-AMG Team RAVENOL): „Ein Podiumsplatz in der DTM ist immer ein super Ergebnis. Dazu sind wir nach einer bisher starken Saison zurück an der Tabellenspitze. Aber natürlich ärgert es mich, dass wir den zweiten Platz nicht ins Ziel gebracht haben. Fehler wie beim Boxenstopp können allerdings passieren. Für uns geht es darum, solche Dinge abzustellen und am Sonntag wieder anzugreifen.“

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Provided by Swen Wauer