Erster Sieg für Marco Wittmann - 2. Rennen
- Hauptkategorie: DTM Paket
- DTM
- 12. August 2026
- Cornelia Simon
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Als die Piloten in ihre Startaufstellung fuhren war ein Fahrzeug nicht mit von der Partie. Der Bolide von Christian Engelhart war nach dem Einschlag von gestern zu sehr beschädigt. Damit waren dann nur 20 Piloten unterwegs. Jules Gounon konnte nach der Einführungsrunde den fliegenden Start für sich verbuchen. Lucas Auer wurde von Maro Engel getroffen und umgedreht. Dann kam es zu einer Kettenreaktion, in der mehrere Fahrzeuge verstrickt waren. Kelvin van der Linde und Lucas Auer traf es am Härtesten, denn sie blieben havariert neben der Strecke liegen. Maro Engel kam mit einem beschädigten Fahrzeug in die Box zurück. Das Rennen wurde neutralisiert, um die Havaristen in aller Ruhe bergen zu können. Der Vorfall zwischen Maro Engel, Kelvin van der Linde und Lucas Auer wird nach dem Rennen von den Sportkommissaren bearbeitet.
Der Re-Start erfolgte nach drei Runden und ging zu Gunsten des Pole Setters aus. Mirko Bortolotti erhielt eine Penaltylap wegen Fehlstarts. Er lag zu dieser Zeit auf Rang dreizehn. Jules Gounon hatte einen Vorsprung von 0,833 Seekunden vor Ben Dörr und Matteo Cairoli. Nicki Thiim war auf Platz fünf unterwegs. Bastian Buus hatte unterdessen drei Plätze verloren. Im Verlauf der fünften Runde lieferten sich Nicolas Baert und Mirko Bortolotti einen harten Kampf. Luca Engstler auf Rang acht bekam es mit Tom Kalender zu tun. Nach sechs Runden öffnete das Boxenstoppfenster. Vier Fahrzeuge kamen nach sieben Runden herein. Es waren Luca Engstler, Ricardo Feller, Thierry Vermeulen und Bastian Buus. Arjun Maini war der Nächste der seinen ersten Stopp absolvierte.
In der neunten Runde ging es zwischen Finn Wiebelhaus, Mirko Bortolotti, Marco Mapelli und Timo Glock mächtig zur Sache. Hier ging es um die Plätze neun, zehn, elf und zwölf. Marco Mapelli vollzog seinen Stopp nach neun Runden. Tom Kalender, Finn Wiebelhaus und Mirko Bortolotti waren die Nächsten die in die Box kamen. Die ersten sechs Fahrzeuge blieben weiterhin draußen. Marco Wittmann war der Erste aus der Spitzengruppe der zu seiner Crew kam. Mirko Bortolotti hatte zwischenzeitlich Ricardo Feller niedergerungen. Hier ging es um Rang elf. Die ersten fünf Fahrzeuge fuhren wie an der Perlenschnur aufgezogen hintereinander her. Zwei Minuten vor Schließung der Boxengasse kamen Ben Dörr und Nicki Thiim herein.
Das Rad bei Ben Dörr wurde vorne nicht richtig fest gemacht. Er merkte es beim Herausfahren und kam neben der Strecke Ende Start und Ziel zum Stehen. Beim nächsten Umlauf kamen dann die letzten drei Jules Gounon, Matteo Cairoli und Thomas Preining herein. Der Boxenstopp beim Sieger von gestern, verlief überhaupt nicht nach Plan. Er stand viel zu lange und musste sich hinter Finn Wiebelhaus auf Rang elf wieder einreihen. Zum zweiten Mal kam das Safety Car zum Einsatz wegen der Bergung von Ben Dörr. Unterdessen lag Jules Gounon unter Beobachtung wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse. Nach 20 Runden konnte das Rennen wieder im Renntempo aufgenommen werden. Zu dieser Zeit erhielt der Führende eine Penaltylap.
Der Re-Start konnte Jules Gounon für sich verbuchen. Hinter ihm lagen Marco Wittmann und Thomas Preining. Nicki Thiim lag auf Rang vier. Hinter dem Wikinger riss das Feld ein wenig ab. Nachdem Jules Gounon in der Penaltylap gewesen war musste er sich hinter Tom Kalender einreihen. Es dauerte nicht lange und der Franzose griff seinen Markenkollegen an. In der Kurzanbindung ging es dann mächtig zur Sache. Hier waren fünf Fahrzeuge im harten Kampf unterwegs. Zuvor hatte Jules Gounon von Mirko Bortolotti einen leichten Schubser erhalten. Das Feld wurde unterdessen von Marco Wittmann angeführt vor Thomas Preining und Nicki Thiim. Der Pole Setter lag auf Rang sieben. Als das Boxenfenster zum zweiten Mal öffnete kamen gleich sieben Fahrzeuge herein.
Die ersten sieben Fahrzeuge blieben zunächst weiter draußen. Nach 26 Runden kamen Luca Engstler und Jules Gounon in die Box. Jules Gounon musste sich beim Herausfahren aus der Box Arjun Maini geschlagen geben und lag damit auf Platz neun. Er wurde nun von Ricardo Feller niedergerungen und Timo Glock versuchte auch an der Mamba vorbeizugehen. Nachdem alle das zweite Mal in der Box gewesen waren führte weiterhin Marco Wittmann mit einem Vorsprung von 1,498 Sekunden vor Thomas Preining und Tom Kalender. Nicki Thiim hatte unterdessen drei Plätze verloren und war in den letzten sechs Minuten nur noch auf Platz sechs unterwegs. Überall im Feld ging es zur Sache. In der Schikane ging es auch mal durch die Rabatten.
Jules Gounon war bis auf Rang zwölf zurückgefallen. Arjun Maini musste sich harten Attacken gegenüber Mirko Bortolotti erwehren. Dieser hatte noch Luca Engstler, Nicki Thiim und Timo Glock im Schlepptau. Der Vorsprung von Marco Wittmann war in den letzten drei Minuten auf 0,524 Sekunden geschrumpft. Hinter ihm waren Thomas Preining und Tom Kalender in einem harten Zweikampf verstrickt. Auf der Start und Zielgeraden setzte sich Tom Kalender neben Thomas Preining. Doch im nachhinein konnte der Porsche sich zur Wehr setzen und seinen zweiten Rang behaupten. Doch so leicht wollte der Mercedes Pilot nicht aufgeben. Beim nächsten Umlauf versuchte Tom Kalender es wieder außen Ende Start und Ziel an den Manthey Piloten vorbei zu gehen. Dieser schlug ihm aber wieder die Türe vor der Nase zu.
Zur gleichen Zeit war Ricardo Feller mit einem havarierten Porsche unterwegs. Zuvor hatte er sich mit Mirco Mapelli angelegt. In der vorletzten Runde hatte Tom Kalender es endlich geschafft Thomas Preining nach der ersten Kurve niederzuringen und sich auf Platz zwei zu fahren. Er konnte sich auch in der letzten Runde etwas von Thomas Preining absetzen. Jetzt versuchte er noch an Marco Wittmann vorbeizugehen. Doch Marko Wittmann konnte all seine Erfahrung ausspielen und überquerte die Ziellinie nach 39 Runden als Erster, gefolgt von Tom Kalender und Thomas Preining. Nicki Thiim wurde als Siebter gewertet.
Maro Engel führt weiterhin knapp die Meisterschaft mit 160 Punkten an vor Thomas Preining mit 159 und Nicki Thiim mit 139 Punkten. In der Rookie-Wertung liegt Tom Kalender mit 291 Zähler auf Rang eins, gefolgt von Nicolas Baert mit 272 und Finn Wiebelhaus mit 260 Zähler. Winward Racing hat in der Team-Wertung mit 231 Punkten die Nase vorne. Dahinter liegen Manthey mit 227 und Schubert Motorsport mit 201 Punkten. In der Manufacturer Classification führt Mercedes-AMG mit 328 Zähler. Auf Platz zwei und drei liegen Porsche mit 249 und Ferrari mit 214 Zähler.
Marco Wittmann (Schubert Motorsport): „Der 20. Sieg bedeutet mir enorm viel! In all meinen Jahren in der DTM habe ich viele Höhen und Tiefen erlebt. Es fühlt sich großartig an, aus eigener Kraft ganz vorne mitzufahren. Das Rennen verlief zeitweise chaotisch, aber ich habe einen kühlen Kopf bewahrt, auch wenn es hinten raus richtig eng wurde.“
Tom Kalender (HRT Ford Racing): „Als ich nach der Siegerehrung zu meinem Team gelaufen bin, habe ich so viele glückliche Gesichter gesehen wie noch nie. In nur vier Jahren habe ich es vom Kartsport bis aufs Podium in der DTM geschafft. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich. Nach meinem Ausfall am Samstag hatte ich noch einen frischen Satz Reifen in der Hinterhand. Das hat mir im Duell mit Thomas Preining natürlich geholfen.“
Thomas Preining (Manthey): „Ein super Heimrennen fürs Team! Beim Start hatte ich riesiges Glück, dass ich der Kollision der Fahrzeuge neben mir gerade noch ausweichen konnte. Ich hätte den zweiten Platz gern ins Ziel gebracht und habe alles gegeben, aber Tom Kalender war einfach nicht zu halten. In der Meisterschaft sind wir jetzt voll im Titelkampf angekommen und das haben wir uns hart erarbeitet.“