Erster Sieg für Marco Wittmann - 1. Rennen
- Hauptkategorie: DTM Paket
- DTM
- 12. August 2026
- Cornelia Simon
- Zugriffe: 1249
Beitragsseiten
Der Start am Samstagmittag fand bei heißen Temperaturen statt. Der fliegende Start nach der Einführungsrunde funktionierte ohne weiteres und der Pole Setter konnte sich gegenüber allen anderen behaupten. Lucas Auer verlor in der Anfangsphase einige Plätze. Kelvin van der Linde lag unter Beobachtung wegen Fehlstarts. Im nachhinein erhielt er auch eine Penaltylap. Zwischenzeitlich war Mirko Bortolotti auf Abwegen unterwegs. Finn Wiebelhaus und Arjun Maini vollzogen ihre Durchfahrtsstrafe wegen Verstoß gegen das Testreglement. Nach der ersten Runde führte weiterhin Matteo Cairoli mit 0,738 Sekunden vor Thomas Preining und Ben Dörr. Lucas Auer lag nur noch auf Rang fünf. Nicki Thiim konnte seine elfte Position verteidigen.
Einen harten Kampf lieferten sich Nicki Thiim und Luca Engstler. Mirko Bortolotti kam nach drei Runden in die Box. Zur gleichen Zeit stand Matteo Mapelli neben der Strecke. Zuvor hatte er einen kleinen Schubser von Timo Glock bekommen. Um Position sieben behackten sich Jules Gounon und Ricardo Feller. Ebenfalls war nach vier Runden Arjun Maini in die Box gekommen und gab dort das Rennen früher auf. Timo Glock erhielt drei Penaltylaps wegen der Aktion mit Marco Mapelli. Nicki Thiim und Tom Kalender gerieten ebenfalls aneinander. Dieser Zwischenfall lag auch unter Beobachtung. An der Spitze war der Pole Setter mit 1,940 Sekunden auf und davon gefahren. Finn Wiebelhaus beendete sein Rennen nach sechs Runden. Tom Kalender suchte nach sieben Runden seine Crew auf.
Nachdem Timo Glock seine drei Strafen abgesessen hatte kam auch er in die Box. Marco Wittmann auf Rang vier versuchte nun Ben Dörr unter Druck zu setzen. Nicki Thiim erhielt eine Penaltylap wegen Abdrängens von Tom Kalender. Wie an der Perlenschnur vor man aufgezogen hintereinander her. Nachdem der Wikinger seine Strafe hinter sich gebracht hatte, lag er nur noch auf Platz zehn. Thierry Vermeulen auf Rang elf hatte zwischenzeitlich Christian Engelhart und Bastian Buus im Schlepptau. Nach vierzehn Runden öffnete das Boxenzeitfenster und es kamen gleich sechs Fahrzeuge herein. Unter ihnen war auch Lucas Auer. Marco Wittmann, Jules Gounon, Luca Engstler, Nicki Thiim und Christian Engelhart vollzogen auch ihren Stopp sehr früh.
Beim nächten Umlauf kam Ben Dörr herein. Thomas Preining auf Rang zwei vollzog nach 16 Runden seinen Stopp, gefolgt von Maro Engel. Der Pole Setter blieb weiterhin draußen. Marco Wittmann konnte an Ben Dörr vorbeigehen. Maro Engel kam vor Lucas Auer, Marco Wittmann und Ben Dörr auf die Strecke hinaus. Er wurde aber von allen drei niedergerungen. Matteo Cairoli holte sich nach 17 Runden neue Pneus. Er kam vor Thomas Preining wieder auf die Strecke. Dieser hatte aber seine Reifen schon auf Temperatur gebracht und kam immer näher an Matteo Cairoli heran. Bastian Buus und Kelvin van der Linde waren die beiden letzten die noch ihren Stopp vollziehen mussten. Bei einem Zweikampf zwischen Jules Gounon und Ricardo Feller wurde der Schweizer umgedreht und schlug leicht in die Streckenbegrenzung ein. Er konnte seine Fahrt weiter fortsetzen. Lag jetzt aber nur noch auf Rang zwölf. Dieser Vorfall lag unter Beobachtung.
Matteo Cairoli hatte zwischenzeitlich seinen Vorsprung wieder ausbauen können. Kelvin van der Linde kam nachdem er seinen Stopp vollzogen hatte mit technischen Problemen in die Box und damit waren sieben Fahrzeuge nicht mehr mit von der Partie. Der Vorfall zwischen Jules Gounon und Ricardo Feller wird nach dem Rennen von den Sportkommissaren bearbeitet. Bastian Buus war der Letzte der seinen Stopp nach 25 Runden vollzog. Matteo Cairoli führte unterdessen mit einem Vorsprung von 3,174 Sekunden vor Thomas Preining und Marco Wittmann. Lucas Auer und Nicki Thiim lagen auf den Rängen fünf und neun. In der letzten viertel Stunde hatte der Wikinger nichts zu lachen, denn Ricardo Feller drückte mächtig von hinten.
Beim Beschleunigen konnte der Aston Martin Pilot immer weg ziehen, doch eingangs Start und Ziel drückte sich der Porsche Fahrer innen an Nicki Thiim vorbei. Der Wikinger spielte aber auch fair mit. Ende Start und Ziel versuchte Nicki Thiim sich seine Position wieder zurückzuholen, aber er war viel zu schnell unterwegs und musste weit nach außen gehen. Somit konnte Ricardo Feller seinen neunten Rang behaupten. Von alledem bekam Matteo Cairoli an der Spitze nichts mit, denn er war mit 9,073 Sekunden auf und davon gefahren. Marco Wittmann musste sich rundenlang mit Ben Dörr auseinander setzen. In der Schlussphase hatte Bastian Buus Christian Engelhart niedergerungen. Jetzt machte er sich über Thierry Vermeulen her.
Ende Start und Ziel ging Bastian Buus außen an Thierry Vermeulen vorbei. Damit hatte er sich auf Platz elf gefahren. Zu dieser Zeit hatte sich Lucas Auer bis auf 0,503 Sekunden an Ben Dörr herangefahren. Hier ging es um den vierten Platz. Marco Wittmann hatte sich gegenüber Ben Dörr Luft verschaffen können. In der letzten Runde waren sich Thierry Vermeulen und Christian Engelhart nicht ganz einig, mit der Folge, dass Christian Engelhart Thierry Vermeulen abschoss und beide heftigst von der Strecke flogen und beschädigt liegen blieben. Nach 39 Runden holte sich Matteo Cairoli seinen dritten Saisonsieg mit einem Vorsprung von 9,973 Sekunden vor Thomas Preining und Marco Wittmann. Lucas Auer, Maro Engel und Nicki Thiim sahen die Zielflagge auf den Plätzen fünf, sechs und elf.
Matteo Cairoli (Emil Frey Racing): „Dieser Sieg fühlt sich nach zuletzt eher enttäuschenden Wochenenden überragend an. Unser Team hat in der vergangenen Woche einen mega Job gemacht und alles dafür getan, dass wir wieder in die Erfolgsspur kommen. Das hat sich voll ausgezahlt. Erst die Pole-Position, dann der Sieg und die schnellste Rennrunde – das Fahrzeug war einfach eine Rakete.“
Thomas Preining (Manthey): „Ein super Rennen von uns! Wichtig war, dass ich beim Start meinen zweiten Platz verteidigen konnte. Matteo Cairoli war einfach zu schnell, um ihn ernsthaft unter Druck zu setzen. Die 20 Punkte sind wichtig für die Meisterschaft, genauso müssen wir am Sonntag weitermachen. Ich fahre schon so viele Jahre für Manthey, dass sich das Nürburgring-Wochenende für mich als Österreicher schon wie ein Heimspiel anfühlt.“
Marco Wittmann (Schubert Motorsport): „Der Nürburgring ist eine Strecke, die mir einfach gut liegt. Seit der ersten Trainingssession am Freitag sind wir vorne dabei und mussten übers Wochenende keine großen Setup-Anpassungen vornehmen. Das gibt dir als Fahrer das nötige Selbstvertrauen, was du in einem DTM-Rennen brauchst. In den letzten Runden musste ich viel in den Rückspiegel gucken, umso glücklicher bin ich über das Ergebnis.“