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Däne nach zwei Siegen Halbzeitmeister - 1. Rennen

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Ben Dörr wurde im nachhinein von der Rennleitung disqualifiziert wegen Unterschreitung des vorgeschriebenen Mindestgewichts um 8,5 Kilogramm. Er nimmt das Rennen aus der letzten Startreihe aus auf. Der fliegende Start nach den zwei Einführungsrunden funktionierte ohne weiteres. Nicki Thiim wurde direkt von Maro Engel attackiert, doch der Däne konnte seine Position verteidigen. Sie kamen auch alle mit viel Disziplin durch die Grundigkehre. Marco Wittmann kam bereits nach der ersten Runde in die Box. Er hatte zuvor einen Schlag von einem Kontrahenten erhalten. Wie an der Perlenschnur ging es zunächst über die Strecke. Marco Wittmann konnte dann beim nächsten Umlauf wieder auf die Strecke hinausgehen und reihte sich hinter Nicki Thiim mit einer Runde Rückstand wieder ein.

Der Däne hatte sich zwischenzeitlich mit über 1,3 Sekunden vom Feld abgesetzt. Der Tabellenführer hatte einen Rang eingebüßt. Marco Wittmann wurde im nachhinein dann von einigen Kontrahenten niedergerungen. Maximilian Paul bekam eine Penaltylap wegen eines Fehlstarts. Unterdessen war Marco Wittmann wieder zur Box zurück gekommen und gab dort das Rennen früher auf als geplant. Marco Mapelli hatte eine Verwarnung wegen unkorrekten Überholens bekommen. Ben Dörr hatte sich bereits auf Rang dreizehn nach vorne gearbeitet. Maro Engel war zwischenzeitlich etwas näher an Nicki Thiim heran gekommen. Lucas Auer hatte an Boden verloren und war auf Platz fünf zurückgefallen. Einen harten Fight lieferten sich Maximilian Paul und Marco Mapelli um Platz 19.

Thomas Preining musste sich mit Ben Dörr auseinander setzen. Hier ging es um Rang zwölf. Die ersten drei versuchten sich vom übrigen Feld abzusetzen. Dahinter lieferten sich Jules Gounon und Lucas Auer ein Duell. Bei noch 40 Minuten zu fahrender Zeit war Tom Kalender mit einem rechten hinteren abgeknickten Rad unterwegs. Zuvor hatte er die Mauer erneut touchiert. Das Rennen wurde nun neutralisiert, weil das Fahrzeug von Tom Kalender auf der Strecke stand. Der Re-Start erfolgte bei noch 34 Minuten zu fahrender Zeit und ging zu Gunsten des Aston Marin Piloten aus. Finn Wiebelhaus auf Platz sechs musste sich auch harten Attacken gegenüber Thierry Vermeulen erwehren. Nicolas Baert kam nun in die Box. Beim nächsten Umlauf folgten dann Maro Engel, Ben Dörr und Kelvin van der Linde.

Nach dem Boxenstopp von Maro Engel lieferte er sich ein hartes Duell mit Nicki Thiim. Dieser war aber noch nicht zum Reifenwechsel drin gewesen. Finn Wiebelhaus verlor gegenüber Thierry Vermeulen beim Boxenstopp einen Platz. Der Vorfall zwischen Ricardo Feller und Luca Engstler lag unter Beobachtung. Nicki Thiim vollzog einen Boxenstopp von 5,8 Sekunden. Er kam wieder vor Maro Engel auf die Strecke. Lucas Auer und Arjun Maini gerieten arg aneinander als der Inder an dem Österreicher vorbei ging. Ein teaminternes Duell war zwischen Timo Glock und Ben Dörr entstanden. Maximilian Paul hatte vieleicht Bremsprobleme bei der Anfahrt zur Grundigkehre bekommen. Um Geschwindigkeit abzubauen lenkte er in die Mauer, dabei riss bei ihm ein Reifen ab und er war jetzt nur noch Passagier. Letztendlich traf er Kelvin van der Linde beim Einbiegen in die Grundigkehre. Beide blieben stark havariert dort liegen. Der Südafrikaner klagte über Schmerzen. Die Fahrertüre bei dem BMW wurde herausgerissen.

Kelvin van der Linde klagte über leichte Schmerzen. Maximilian Paul war ansprechbar. Zunächst wurde Full Course Yellow angezeigt. Aber im nachhinein wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen. Die Piloten stellen sich nun auf der Start und Zielgeraden auf. Sie verließen auch ihre Fahrzeuge und warteten erst einmal ab. Der Re-Start wurde für 15.00 Uhr hinter dem Safety Car angesagt. Es sollen zwei Runden hinter dem Safety gefahren werden. Um 15.05 Uhr machten sich die Fahrer für die letzten 20 Minuten plus drei Sekunden plus drei Runden bereit das Rennen hinter dem Safety Car aufzunehmen. Nicki Thiim konnte bei der Freigabe des Rennens seine Führungsposition verteidigen. Mit viel Disziplin ging es durch die Grundigkehre.

Die ersten drei versuchten sich unterdessen von der Meute abzusetzen. Mirko Bortolotti konnte sich gegenüber Ben Dörr zur Wehr setzen. Hier ging es um Platz neun. Thomas Preining musste absolute Kampflinie fahren, denn Lucas Auer setzte ihn immer weiter unter Druck. Der Österreicher hatte noch Thierry Vermeulen und Finn Wiebelhaus im Schlepptau. Zu diesen gesellten sich dann noch fünf weitere Kontrahenten. Lucas Auer hatte sich dann endlich an Thomas Preining vorbeigedrängt und konnte sich auch sofort mit einigen Wagenlängen von dem Porsche Piloten absetzen. Matteo Cairoli lag in den letzten neun Minuten nur auf Rang elf. Zwischenzeitlich versuchte Thierry Vermeulen an Thomas Preining in der Grundigkehre vorbeigehen. Doch durch die Bodenwellen ging die Sache schief und dies konnte sofort Finn Wiebelhaus nutzen und vorbeigehen.

Von alledem bekam Nicki Thiim an der Spitze nichts mit. Sein Vorsprung vor Maro Engel betrug eine Sekunde. Finn Wiebelhaus versuchte an Thomas Preining vorbeizugehen, dabei lehnte er sich an dem Porsche Piloten an und konnte vorbei gehen. Die Rennleitung ordnete nun den Platztausch wieder an. Für diese Aktion erhielt er eine Verwarnung wegen unkorrektem Überholmanöver. Wenig später konnten auch noch Jules Gounon und Mirko Bortolotti an dem Porsche Piloten vorbeigehen. Dieser befand sich jetzt nur noch auf Rang neun wieder. Arjun Maini auf Rang drei hatte nichts zu lachen, denn Lucas Auer war bis auf 0,301 Sekunden heran gefahren. Thomas Preining auf Rang neun hatte gleich sechs Fahrzeuge im Schlepptau.

In den letzten drei Runden war der Vorsprung des Dänen auf 0,801 Sekunden geschrumpft. Nach 63 Runden holte sich Nicki Thiim seinen zweiten Sieg auf dem Norisring mit einem knappen Vorsprung von 0,587 Sekunden vor Maro Engel und Arjun Maini. Lucas Auer beendete das Rennen als Vierter. Matteo Cairoli sah die Zielflagge auf Rang elf.

Nicki Thiim (Comtoyou Racing): „Den ersten DTM-Sieg für Aston Martin ausgerechnet auf meiner Lieblingsstrecke am Norisring zu holen, fühlt sich unglaublich an. Dieser Moment ist für mich schon jetzt das Highlight des Jahres. Das Rennen wurde zwischenzeitlich unterbrochen, das war eine große mentale Herausforderung. Umso glücklicher bin ich über den Erfolg.“

Maro Engel (Winward Racing): „Ein gutes Rennen von uns mit einem super Ergebnis! Nicki Thiim war einfach schneller und hat verdient gewonnen. Nach seinem Boxenstopp habe ich alles probiert, weil seine Reifen noch nicht ganz auf Temperatur waren. Ich bin nähergekommen, konnte den Abstand aber nicht entscheidend verkürzen.“

Arjun Maini (HRT Ford Racing): „Es ist bereits mein zweites Norisring-Podium, darüber bin ich sehr glücklich. Entscheidend für den dritten Platz war mein Manöver gegen Lucas Auer. Dabei haben sich unsere Fahrzeuge ein wenig berührt, aber das gehört zu den Rennen in der DTM dazu. Wir haben diese Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht, hoffentlich folgt bald auch mein erster Sieg.“

Zum Unfallhergang zwischen Maximilian Paul und Kelvin van der Linde war wohl eine Ölspur, die vom Fahrzeug von Timo Glock ausging schuld. Maximilian Paul kam auf diese und schlug dann zunächst in die Mauer ein, danach konnte er sein Fahrzeug nicht mehr lenken und traf dann Kelvin van der Linde in der Grundigkehre. Beide Piloten werden am Sonntag nicht am Start sein.

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Provided by Swen Wauer