Matteo Cairoli ist neuer Tabellenführer - 2. Rennen
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- DTM
- 17. Juni 2026
- Cornelia Simon
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Der Start zum zweiten Rennen am Sonntagmittag fand bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen statt. Auch dieser fliegende Start funktionierte nach der Einführungsrunde. Arjun Maini konnte seine Pole Position behaupten und bog als Erster in die erste Kurve. Mit viel Disziplin ging es her hindurch. Jules Gounon war im Dreck gewesen und verlor zwei Plätze. Auch Marco Wittmann war auf Abwegen unterwegs. Nach der ersten Runde führte weiterhin Arjun Maini vor Matteo Cairoli und Nicki Thiim. Marco Wittmann hatte einen Platz verloren. Nach der ersten Runde schickte die Rennleitung das Safety Car heraus, weil ein Karbonteil von einem Grasser Lamborghini auf der Start und Zielgeraden lag. Jules Gounon befand sich nur noch auf Platz 20. Der Re Start erfolge nach drei Runden und ging zu Gunsten des Pole Setters aus. Matteo Cairoli wurde direkt von Nicki Thiim bedrängt.
Einen harten Kampf lieferten sich Thomas Preining und Ricardo Feller um Platz zehn. Unterdessen war Marco Mapelli auf Abwegen in der Wiese. Lucas Auer hatte einen Rang verloren. Finn Wiebelhaus hatte seine vierte Position behauptet In der sechsten Runde berührten sich Kelvin van der Linde und Bastian Buus ganz leicht. Es ging um die zwölfte Position. Nach sieben Runde hatte das Boxenzeitfenster geöffnet. Es kamen auch gleich sechs Fahrzeuge herein. Unter ihnen war auch Lucas Auer. An der Spitze hatte sich der Inder mit einigen Wagenlängen absetzen können. Aus der Spitzengruppe kam Matteo Cairoli nach neun Runden in die Box. Es folgten ihm Thomas Preining und Marco Wittmann. Die Reihenfolge geriet erst einmal durcheinander.
So nach und nach vollzogen dann auch die anderen Piloten ihren Pflichtboxenstopp. Arjun Maini vollzog seinen Stopp nach elf Runden. Unterdessen führte jetzt Nicki Thiim das Feld an. Er musste aber noch in die Box kommen. Einen harten Kampf lieferten sich Ben Dörr und Lucas Auer. Dazu gesellten sich nun auch noch Jules Gounon und Ricardo Feller. Hier ging es um die zwölfte Position. Von alledem bekam Nicki Thiim an der Spitze nichts mit. Er war der Letzte der zum Stopp in die Box kam. Er reihte sich auf Rang zwei wieder ein. Doch Arjun Maini konnte mit warmen Reifen an dem Dänen vorbei gehen. Matteo Cairoli führte unterdessen was Feld mit einigen Wagenlängen an. Maro Engel hatte eine Penaltylap wegen Verstoß gegen die Boxenstopp-Regularien (Rad nicht dauerhaft festgehalten) bekommen. Danach war er nur noch auf Platz zehn unterwegs.
Matteo Cairoli führte das Feld mit 0,7 Sekunden an vor Arjun Maini und Nicki Thiim. Jules Gounon erhielt ebenfalls eine Penaltylap wegen des gleichen Vergehens wie Maro Engel. Die ersten beiden konnten sich von dem Dänen etwas absetzen. Finn Wiebelhaus auf Rang vier hatte nach vorne und hinten genug Luft. Zur gleichen Zeit wurde Ben Dörr von Lucas Auer unter Druck gesetzt. Letzterer hatte noch Maximilian Paul im Schlepptau. Im Verlauf der 24. Runde konnte der Österreicher endlich an dem McLaren vorbei gehen. Marco Wittmann auf Rang sieben hatte auch alle Hände voll zu tun sich Thomas Preining vom Hals zu halten. Dahinter lauerten noch Kelvin van der Linde, gefolgt von Maro Engel, Bastian Buus und Tom Kalender.
Als das Boxenzeitfenster zum zweiten Mal öffnete hatte Lucas Auer den Anschluss an Ricardo Feller gefunden. Beim Einfahren in die Boxengasse hätte Tom Kalender beinahe Sebastian Buus im Heck getroffen. Es kamen nun Runde um Runde immer mehr zum zweiten Boxenstopp. Maximilian Paul war unterdessen in langsamer Fahrt im Notausgang unterwegs. Der Führende vollzog seinen zweiten Stopp nach 31 Runden. Wenig später beendete Jules Gounon vorzeitig das Rennen in der Box. Nachdem die Reihenfolge das zweite Mal wieder hergestellt war, führte Matteo Cairoli mit einem Vorsprung von über zwei Sekunden vor Nicki Thiim und Arjun Maini. Zur gleichen Zeit musste Maro Engel absolute Kampflinie fahren, um sich Kelvin van der Linde vom Hals zu halten. Hier ging es um die siebte Position.
Es dauert auch nicht lange und der Südafrikaner ging außen an dem Mercedes Piloten vorbei. Lucas Auer legte sich zu dieser Zeit Bastian Buus zurecht. In Kurve eins konnte der Österreicher kurzen Prozess machen und ging vorbei und lag jetzt auf Platz elf. Finn Wiebelhaus auf Platz vier machte sich nun über den Inder her. Dieser musste absolute Kampflinie fahren. Der Däne legte sich in der Schlussphase den Italiener zurecht. Hier ging es um den Sieg. Finn Wiebelhaus hatte sich dann neben Arjun Maini gesetzt und konnte innen vorbeigehen. Er setzte sich auch direkt von dem Inder ab. Nicki Thiim biss sich an Matteo Cairoli die Zähne aus. Nach 42 Runden sah Matteo Cairoli als Erster die Ziellinie vor Nicki Thiim und Finn Wiebelhaus. Lucas Auer, Maro Engel und Marco Wittmann überquerten die Ziellinie auf den Plätzen elf, sieben und acht.
In der Meisterschaft hat Matteo Cairoli jetzt die Führung mit 78 Punkten übernommen, gefolgt von Maro Engel mit 77 und Lucas Auer mit ebenfalls 77 Punkten. Finn Wiebelhaus führt die Rokkie-Wertung oft the year Champion 2026 mit 150 Zähler an. Platz zwei und drei belegen Nicolas Baert mit ebenfalls 150 und Tom Kalender mit 147 Zähler. Auf Rang eins in der Team-Wertung befindet sich Schubert Motorsport mit 119 Punkten vor Emil Frey Racing mit 115 und Winward Racing mit 113 Punkten. Im Manufacturer Cup hat Mercedes AMG mit 161 Zähler das Sagen. Dahinter liegen BMW mit 123 und Ferrari mit ebenfalls 123 Zähler.
Matteo Cairoli (Emil Frey Racing): „Das ist einer der schönsten Siege meiner Karriere! Nicki Thiim hat mich bei den sowieso schon heißen Temperaturen ordentlich ins Schwitzen gebracht. Er hat in den letzten Runden unglaublich viel Druck gemacht. Meine Reifen waren ziemlich am Ende und die Hitze extrem herausfordernd. Ich wollte unbedingt gewinnen und bin überglücklich.“
Nicki Thiim (Comtoyou Racing): „Was für ein Achterbahn-Wochenende! Erst die Pole-Position am Samstagmorgen, danach den Sieg unglücklicherweise verpasst und zum Abschluss in einer Hitzeschlacht den zweiten Platz geholt. Das Rennen hat richtig Spaß gemacht, vor allem die Duelle mit Matteo Cairoli und Arjun Maini.“
Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing): „Mit dem Podium erfüllt sich für mich ein großer Kindheitstraum. Ich habe erst 2020 mit dem Motorsport begonnen und es innerhalb von sechs Jahren vom Kart bis in die DTM geschafft. Das macht mich unglaublich stolz. Mein Teamkollege Arjun Maini und ich hatten einen intensiven Zweikampf mit leichtem Lackaustausch, dabei ging es aber jederzeit fair zu.“