Matteo Cairoli ist neuer Tabellenführer - 1. Rennen
- Hauptkategorie: DTM Paket
- DTM
- 17. Juni 2026
- Cornelia Simon
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Als die Piloten in der Startaufstellung standen wurde es immer dunkler und windiger und es fing heftig an zu regnen. Das Rennen wurde als wett race erklärt. Im nachhinein wurde das Rennen dann auch später gestartet und zwar um fünf Minuten. Es hatte zwischenzeitlich wieder aufgehört zu regnen und die Sonne kam wieder hinaus. Einige der Piloten blieben auf Regenreifen, andere wiederum pokerten und ließen die Slicks wieder montieren. Nach den zwei Einführungsrunden funktionierte der fliegende Start ohne Probleme und der Pole Setter konnte seine Position nicht behaupten, denn Lucas Auer hatte einen Bombenstart. In der ersten Kurve drehte sich Tom Kalender und konnte dem Feld hinterher eilen. Im gesamten Feld ging es hoch her. Nicki Thiim war bis auf Rang dreizehn zurück gefallen.
Zwischenzeitlich hatte sich Sebastian Buus im Kiesbett eingegraben. Die Rennleitung schickte sofort das Safety Car hinaus. Unterdessen führte Lucas Auer das Feld an vor Jules Gounon und Maro Engel. Arjun Maini konnte sich gegenüber Maro Engel nicht zur Wehr setzen und war nur noch auf Rang vier unterwegs. Finn Wiebelhaus hatte seinen sechsten Rang behaupten können. Tom Kalender war in der Safety Car Phase in die Box gekommen und wechselte die Reifen. Nach vier Runden erfolgte dann der Re-Start, der zu Gunsten des Österreichers ausging. Doch Jules Gounon drückte von hinten und setzte sich neben Lucas Auer. Dieser konnte sich zunächst zur Wehr setzen. Die Rennzeit war auf 55 Minuten plus drei Runden angesetzt worden.
An der Spitze behackten sich die zwei Mercedes Piloten immer wieder. Marco Wittmann hatte sich von Rang 19 bereits bis auf Platz 16 nach vorne gefahren. Das Geburtstagskind Kelvin van der Linde hatte schon mächtig an Boden gut gemacht. Er lag auf Rang zehn. Gestartet war er von Platz 16. Da die Strecke nun immer mehr abtrocknete, konnte Nicki Thiim mit riesen Schritten nach vorne kommen. Nach acht Runden lag der Pole Setter schon wieder auf Rang sieben. Rennleitung ordnete Platztausch zwischen Thomas Preining und Luca Engstler wegen unkorrektem Überholmanöver an. Zwei Runden später hatte sich Nicki Thiim bereits im Windschatten von Lucas Auer gefahren. Nach zehn Runden öffnete das Boxenstoppfenster.
Jetzt war Arbeit in der Boxengasse angesagt, denn es kamen zehn Fahrzeuge gleichzeitig in die Box. An der Spitze hatte sich Nicki Thiim mit über sechs Sekunden auf und davon gemacht. Unterdessen stand Timo Glock mit Problemen auf der Strecke. Finn Wiebelhaus hatte das Rennen zu dieser Zeit bereits in seiner Garage früher beendet als geplant. Der Däne hatte sich nach dreizehn Runden neue Reifen geholt und führte trotzdem weiterhin das Feld an. Full Course Yellow wurde angezeigt, weil Timo Glock auf der Strecke stand. Zu dieser Zeit hatte Marco Wittmann die Führung übernommen. Er war aber noch nicht in der Box gewesen. Nachdem das Rennen wieder frei gegeben worden war, schmiss Maro Engel das Fahrzeug weg. Er hatte Glück, dass er aus dem Kiesbett von alleine heraus kam.
Hinter Marco Wittmann tobte ein harter Kampf zwischen Marco Mapelli und Tom Kalender. Nachdem dann alle ihren Stopp hinter sich gebracht hatten, führte Marco Mapelli das Feld an vor Ben Dörr und Ricardo Feller. Der Kampf um die zweite Position hielt rundenlang an. Ben Dörr musste absolute Kampflinie fahren um den Schweizer in Schach zu halten. Ben Dörr touchierte dann ganz leicht die Mauer eingangs Start und Ziel. Maro Engel stand unter Beobachtung wegen Überholens während der Full Course Yellow Phase. Die ersten drei waren mit riesen Schritten dem Feld enteilt. Marco Wittmann auf Platz fünf hatte gleich vier Fahrzeuge im Schlepptau. Luca Engstler musste das Rennen auch frühzeitig in der Box beenden wegen defekter Servolenkung.
Thierry Vermeulen auf Platz sechs hielt einen riesigen Zug von Fahrzeugen hinter sich auf. Unter ihnen war auch Lucas Auer. Maximilian Paul, Ricardo Feller, Tom Kalender, Marco Mapelli, Jules Gounon und Maro Engel lagen unter Beobachtung wegen zu hoher Geschwindigkeit bei Full Course Yellow. Die Sache wird nach dem Rennen von den Sportkommissaren bearbeitet. Nicolas Baert hatte es übertrieben und war im Kies gelandet. Er konnte sich aber von selbst befreien. Die Rennleitung ordnete Platztausch zwischen Maro Engel und Thomas Preining wegen unkorrektem Überholens an. Es ging um die vierzehnte Position. Zwei Minuten später erhielt Maro Engel eine Verwarnung wegen Abdrängens von Thomas Preining.
An der Spitze hatte sich Marco Mapelli mit 3,204 Sekunden abgesetzt, gefolgt on Ben Dörr und Ricardo Feller. In der letzten Runde hatte Lucas Auer alle Hände voll zu tun sich Jules Gounon vom Hals zu halten. Nach 38 Runden wurde Marco Mapelli als Sieger abgewunken vor Ben Dörr und Ricardo Feller. Nicki Thiim kam als Vierter ins Ziel. Maro Engel, Lucas Auer und Marco Wittmann überquerten die Ziellinie auf den Plätzen 15, acht und fünf. Das Ergbnis ist noch vorläufig.
Um 18.49 Uhr gab die Rennleitung ein neues Rennergebnis heraus. Unter anderem erhielten Marco Mapelli, Ricardo Feller, Maximilian Paul und Maro Engel jeweils eine 15-Sekunden-Ersatzstrafe anstelle von 3 Pitstop-Penaltys wegen zu hoher Geschwindigkeit bei Full Course Yellow. Damit wurde Ben Dörr als Sieger erklärt, gefolgt von Marco Mapelli und Ricardo Feller. Nicki Thiim und Maro Engel wurden auf den Rängen vier und 15 gewertet. Lucas Auer und Marco Wittmann sahen die Zielflagge auf den Plätzen sechs und fünf.
Ben Dörr (Dörr Motorsport): „Dieser Sieg ist etwas ganz Besonderes für mich! Am liebsten hätte ich diesen Erfolg natürlich auf dem Podium gefeiert, trotzdem ist dieser Moment für mich unbeschreiblich. In unserem dritten DTM-Jahr war es unser Ziel, ganz vorne mitzuspielen. Das ist uns gelungen und genauso wollen wir weitermachen.“
Ricardo Feller (Manthey): „Das war ein richtig gutes Rennen von uns“, bilanzierte Feller. „Ich freue mich riesig über mein erstes DTM-Podium für Porsche und Manthey. In den ersten Runden ging es einfach nur darum, das Fahrzeug auf der Strecke zu halten. Unser Matchplan ist voll aufgegangen, dazu hatten wir einen super Boxenstopp. Natürlich hätte ich gern um den Sieg gekämpft, doch dafür hat mir einfach die Pace gefehlt.“