Doppelsieg für razoon - more than racing in Lauf 2 - 1. Rennen
- Hauptkategorie: DTM Paket
- ADAC GT Masters
- 23. April 2026
- Cornelia Simon
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Unfassbares Finale beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring: In letzter Sekunde haben sich Felix Hirsiger / Finn Zulauf im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 den Sieg gesichert. Ein rundenlanges Duell mit dem zweitplatzierten Ford Mustang GT3 von Niklas Kalus / Kiano Blum endete mit lediglich 0,143 Sekunden Differenz. Das Podium komplettierten Max Cuccarese / Alain in einem weiteren Ford.

Bei strahlendem Sonnenschein und 22 Grad gingen Finn Zulauf / Felix Hirsiger von der Pole-Position ins Rennen und hielten zunächst ihre Position, bis sie sich dem herannahenden Kiano Blum / Niklas Kalus geschlagen geben mussten. Konkurrent und Lokalmatador Kiano Blum und sein Teamkollege waren von Rang vier gestartet, bereits nach der ersten Runde hinter dem Engstler-Lamborghini und setzten sich kurze Zeit später an die Spitze. Nach der Übergabe von Kiano Blum auf Teamkollege Niklas Kalus schien es zunächst so, als könnte sich der Ford vorne behaupten, obwohl Felix Hirsiger, der von Finn Zulauf übernommen hatte, immer in Schlagdistanz blieb. Niklas Kalus / Kiano Blum hatten in Front ihrend Vorsprung gehalten und schon etwas durchgeatmet, als sich das Blatt in der vorletzten Runde nochmals wendete.
Niklas Kalus / Kiano Blum kamen etwas zu weit nach außen und Fekix Hirsiger / Finn Zulauf schlüpften innen an ihnen vorbei zum spektakulären Last-Minute-Sieg auf dem Red Bull Ring. Im Windschatten dieses spannenden Duells fuhren Alain Valente und Rookie Massimiliano Cuccarese in einem weiteren Ford auf Platz drei. Für den Italiener Massimiliano Cuccarese ist es das erste Podium in seinem ersten ADAC GT Masters-Rennen. Einen sehr starken Einstand in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC zeigte HGL Racing. Robin Rogalski / Simon Connor Primm waren im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 von Rang 13 ins Rennen gestartet und arbeiteten sich durch eine fehlerfreie Leistung bis auf Rang vier nach vorne. Die Top-5 wurden vom dritten Ford mit Max Reis / Emil Gjerdrum komplettiert. Dahinter kam mit Storm Gjerdrum / Fabio Rauer das bestplatzierte BMW-Duo auf Rang sechs ins Ziel.

Platz sieben und den Sieg im Pro-AM Cup feierten die Gaststarter Ernst Kirchmayr / Axcil Jefferies am Steuer des Ferrari 296 GT3. Die aus der ersten Startreihe losgefahrenen Neueinsteiger Jamie Day / Baudouin Detout fielen im Laufe des Rennens mit ihrem Aston Martin Vantage GT3 bis auf die achte Position zurück. Tim Zimmermann / Leyton Fourie wurden Neunte im zweiten BMW. Die Top-10 wurden vom österreichischen Team Razoon – more than Racing komplettiert, die viel Pech hatten. Mark Kastelic / Pavel Lefterov wurden gleich zu Beginn des Rennens gedreht und kämpften sich noch auf Rang zehn zurück, ihre Teamkollegen Leo Pichler / Colin Bönighausen schieden auf Rang vier liegend nach einem Defekt aus.

Felix Hirsiger (Liqui Moly Team Engstler Motorsport): „Die Leistungsunterschiede zwischen den Autos machen das Überholen nicht einfacher. Im Mittelsektor ist der Lamborghini etwas stärker, in den anderen beiden der Ford. Mir war klar, ich muss mein Auto richtig managen, um am Ende nochmal Druck aufzubauen. Das hat sehr gut funktioniert. Ich habe mich noch nie so sehr gefreut und glaube, das war die beste letzte Runde meines Lebens. Im Auto waren so viele Jubelschreie, die Onboard-Aufnahmen wären sicher lustig.“
Finn Zulauf (Liqui Moly Team Engstler Motorsport): „Ich habe gesehen, dass ich die Pace des Ford nicht mitgehen konnte und ihn passieren lassen. Ich wusste, dass unsere Longrun-Pace gut ist und habe darauf gebaut, dass Felix am Ende nochmal angreift. Ich hatte zuerst Ruhepuls, aber die letzten beiden Runden waren einfach unglaublich. Sowas habe ich noch nie erlebt. Wir haben in der Box mindestens genauso geschrien wie Felix im Auto. Vielen Dank ans Team, das Auto war mega.“
Kiano Blum (Haupt Racing Team): „Ich hatte einen Mega-Start und konnte den Abstand nach dem Führungswechsel gut halten. In den letzten beiden Runden ging mein Puls nochmal hoch. Es war spannend zuzuschauen. Leider haben wir nicht gewonnen, aber morgen ist nochmal ein Tag.“
Niklas Kalus (Haupt Racing Team): „Ich sah, dass er näherkam. Plötzlich war er direkt hinter mir und ich musste verteidigen. Ich hatte gehofft, mich nochmal freischwimmen zu können, aber er hat das sehr gut gemacht und in der letzten Kurve hatte ich keine Chance mehr.“
Massimiliano Cuccarese (Haupt Racing Team): „Ich freue mich sehr über dieses großartige Ergebnis. Alain hat in seinem Stint einen super Job gemacht und viele Positionen gewonnen. Ich musste dieses Ergebnis sicher ins Ziel fahren und das ist mir gelungen.“
