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Lauf 5 - Red Bull Ring (AUT)

Zweiter Saisonsieg für Mattias Ekström / Maximilian Götz fährt erste Meisterschaftspunkte ein

Auf dem Red Bull Ring fällt die Entscheidung welcher Pilot sich den Titel des "DTM-Halbzeit-Champion" sichern kann. Gute Voraussetzungen hat der Audi Piloten Jamie Green, der sechs Punkte Vorsprung auf seinen Markenkollegen Mattias Ekström hat. Punktgleich wie Ekström liegt der Mercedespilot Pascal Wehrlein auf Rang drei. Mit Edoardo Mortara (Audi) und Robert Wickens (Mercedes) haben noch zwei Piloten Chancen auf den Titel. Die enge Ausgangslage in der Gesamtwertung und ein machen den Red Bull Ring in Spielberg zum Mekka für alle Motorsport-Enthusiasten.

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Hockenheim und der Lausitzring waren fest in der Hand von Audi, auf dem Norisring dominierte Mercedes-Benz und in Zandvoort fuhr BMW die Konkurrenz in Grund und Boden. Die Folge: ein dichtes Gerangel an der Spitze der Meisterschaftswertung. Zwar führt Audi-Pilot Jamie Green weiterhin mit 81 Punkten, der aktuell zehntplatzierte Gary Paffett im Mercedes-AMG C63 hat jedoch lediglich 44 Zähler Rückstand. Bei zwei Rennen pro Wochenende – für einen Sieg gibt es 25 Punkte – eine schnell zu schließende Lücke. Wer nach den Dünen im niederländischen Zandvoort nun in den Bergen Österreichs die Nase vorn hat, ist völlig offen. Besonders motiviert dürften jedoch die ersten fünf des Klassements ins Rennen am Samstag gehen. Mit gehörig Rückenwind reist die BMW-Equipe nach Österreich. Die Münchener tankten in Zandvoort mächtig Selbstvertrauen, belegten im Samstagrennen die ersten sieben und im Sonntagsrennen die ersten fünf Plätze. „Ich bin einfach super Happy. Jetzt heißt es auf dem Red Bull Ring: volle Attacke“, sagte der Sieger des Sonntagslaufs, António Félix da Costa. Und auch Vorjahressieger Marco Wittmann ist plötzlich wieder voll im Titelrennen mit dabei. Nach seinem Sieg am Samstag und dem fünften Platz am Sonntag hat der Fürther nun 49 Zähler auf dem Konto und belegt in der Fahrerwertung den siebten Platz. „Das war Balsam für die Seele“, sagte Wittmann. Zudem ist die Strecke in Spielberg ihm und BMW noch in guter Erinnerung. Im Vorjahr belegten die Bayern beim Sieg von Wittmann die ersten vier Plätze.

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Matthias Ekström: „Für mich ist das dortige Wochenende ein Heimspiel. Ich habe neben den Rennen auch schon viele Events in Spielberg bestritten. Ich mag die Strecke sehr. Wir wollen zwei harte, aber faire Rennen und maximale Punkte – das ist unser Plan.“

Ulrich Fritz (Mercedes-Benz-Teamchef): „Nach den Rennen in Zandvoort sind die Kräfteverhältnisse ausgeglichen. Ich glaube schon, dass wir in Spielberg etwas bewegen können.“

Die Piloten begaben sich am Freitagnachmittag bei schönstem Sommerwetter hinaus um ihr erstes freies Training unter die Räder zu nehmen. Zunächst kam es zu Positionswechseln. Bei noch 25 Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Edoardo Mortara mit vierzehn Runden und einer Zeit von 1:25,585 Minuten in Szene gesetzt, gefolgt von Paul di Resta und Marco Wittmann. Jamie Green, Mattias Ekström und Pascal Wehrlein mussten sich zunächst mit den Rängen 24, acht und 18 zufrieden geben. Maximilian Götz lag auf Platz 17. So nach und nach kamen sie dann in die Box hinein und wechselten nochmals auf neue Reifen. In der letzten viertel Stunde hatte sich Maximilian Götz auf Platz zehn katapultiert. In der Schlußphase hatte sich Daniel Juncadella auf Rang zwei geschoben, gefolgt von Gary Paffett.

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Paul di Resta und Marco Wittmann nahmen nun die Ränge vier und sechs ein. Der Rookie Maximilian Götz hatte unterdessen zwei Plätze gut machen können. Zu dieser Zeit war Lucas Auer auf Rang fünf der beste Rookie im Feld. Am Ende dieser Session wurde der Sektor zwei neutralisiert, d. h. alle Fahrer dürfen dort nur mit 80 km/h fahren, weil einer der Protagonisten dort von der Strecke abgekommen war und dort parkte. Früher wurde die Sitzung mit rot unterbrochen oder das Safety Car hinausgeschickt. Im Enddefekt konnte die Zeit von Edoardo Mortara nicht geknackt werden. Er war damit der schnellste Pilot im Feld, gefolgt von Gary Paffett und Timo Scheider. Lucas Auer war auf Rang sieben der beste Rookie im Feld. Maximilian Götz hatte sich auf Rang zehn platziert. Die ersten drei in der Tabelle mussten sich mit den Plätzen 17, 15 und 21 zufrieden geben.

Am Samstagmittag stand dann das zweite freie Training auf dem Zeitplan. Die Zeiten gegenüber gestern wurden schneller. Immer öfter kam es zu Positionsverschiebungen. Bei noch 27 Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Edoardo Mortara mit einer Zeit von 1:24,793 Minuten an die Spitze gefahren, gefolgt von Jamie Green und Gary Paffett. Miguel Molina auf Rang vierzehn liegend war unterdessen etwas auf Abwegen unterwegs. Der Tabellenzweite und Dritte lagen zu dieser Zeit auf den Plätzen zehn und elf. Maximilian Götz auf Rang dreizehn fahrend war nun der schnellste Rookie im Feld. Bis zum Schluß änderten sich die Zeiten aber immer wieder. In der Schlußphase hatte sich Pascal Wehrlein auf Rang drei geschoben. Mattias Ekström und Maximilian Götz waren auf die Ränge 15 und 16 zurückgefallen. Augusto Farfus auf Platz 19 liegend war bei seinem Versuch weiter nach vorne zu kommen von der Strecke abgekommen und musste durch den Kies. Auch Timo Glock verließ die Strecke und musste sich somit letztendlich mit Rang 23 zufrieden geben. Am Ende war niemand schneller als Edoardo Mortara. Jamie Green und Pascal Wehrlein hatten Rang zwei und drei verteidigt. Mattias Ekström und Maximilian Götz mussten sich zunächst mit den Plätzen zwölf und 16 zufrieden geben. Der Mercedes-Pilot war damit der schnellste Rookie im Feld.

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Ernst wurde es für die Fahrer dann am Samstagnachmittag, denn da stand das Qualifying auf dem Programm, in dem man die Startaufstellung für den späten Abend ausfuhr. Zunächst kam es immer wieder zu Positionswechseln. Bei noch vierzehn Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Pascal Wehrlein mit einer Zeit von 1:25,090 Minuten auf Rang eins gefahren, gefolgt von Paul di Resta und Mike Rockenfeller. Jamie Green und Mattias Ekström lagen auf den Rängen acht und 18. Maximilian Götz war als bester Rookie auf Platz zwölf unterwegs. Bei noch zehn Minuten zu fahrender Zeit waren sie noch einmal zur Box gekommen und zogen neue Reifen auf. Zu dieser Zeit hatte sich Jamie Green auf Rang drei gefahren. Zwei Minuten später wurde das Zeittraining mit der roten Flagge unterbrochen da Miguel Molina mitten auf der Strecke stand. Er hatte Platz vierzehn eingenommen.

Mattias Ekström hatte sich verbessern können und lag auf Rang vier. Hingegen hatte der Uffenheimer Plätze eingebüst und war bis auf Rang 17 zurückgefallen. Nachdem das Qualifing wieder freigegeben wurde konnte Edoardo Mortara einiges zulegen und fuhr sich mit einer Zeit von 1:24,714 Minuten auf Rang eins. Platz zwei und drei nahmen Paul di Resta und Pascal Wehrlein ein. Jamie Green und Mattias Ekström nahmen die Ränge fünf und acht ein. Am Ende konnte keiner die Zeit von Edoardo Mortara knacken, damit wird er am Abend von der Pole aus ins Rennen gehen, gefolgt von Jamie Green und Pascal Wehrlein. Mattias Ekström wird aus der fünften Startreihe starten. Schnellster BMW-Fahrer war Augusto Farfus. Er nimmt Startposition fünf ein. Maximilian Götz musste sich mit der vorletzten Startreihe zufrieden geben. Direkt vor ihm liegt der beste Rookie mit Tom Bomqvist.

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Edoardo Mortara (Audi Sport Team Abt), Pole-Position: "Es war für mich bisher einfach ein echt guter Tag und natürlich bin ich sehr zufrieden. Wir haben bisher ganz klar gezeigt, dass wir das Auto haben, welches es zu schlagen gilt – wir sind die Schnellsten. Schon 2012 habe ich hier die Pole geholt. Die erste meiner Karriere. Im Rennen habe ich dann auch meinen ersten DTM-Sieg geholt. Ich mag Spielberg und die Strecke einfach unheimlich gerne. Das liegt nicht nur an den positiven Erinnerungen. Jamie steht direkt hinter mir und wenn wir unsere Positionen nach der ersten Runde halten, sollten wir sehr gute Aussichten auf den Sieg haben."

Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg), Startplatz zwei: "Die Strecke hier ist irgendwie komisch und für mich ist es schwer in einen Rhythmus zu kommen. Zum Glück hat es im Qualifying trotzdem funktioniert. In Zandvoort bin ich nicht in die Punkte gefahren, aber heute stehen die Chancen sehr gut. Besonders, weil Edo auf der Eins steht. Der hat an diesem Wochenende bisher wirklich einen ausgezeichneten Job gemacht."

Pascal Wehrlein (gooix/Original-Teile Mercedes-AMG), Startplatz drei: "Ich bin schon recht zufrieden mit dem Startplatz. Allerdings wäre, glaube ich, noch mehr drin gewesen. Das hat man in der ersten Hälfte des Qualifyings gesehen. Dort lag ich eigentlich fast immer ganz vorne. Vor dem Hintergrund des gestrigen Tages, ich bin am Freitag kaum gefahren, bin ich sehr, sehr happy. Meine Jungs haben die ganze Nacht hart gearbeitet und mir heute ein schnelles Auto hingestellt. Die Kommunikation zwischen mir und meinem Team läuft einfach extrem gut. Wir müssen wenig reden, vertrauen uns und können ohne weiteres zwei oder drei Dinge gleichzeitig testen. Nicht nur aus diesem Grund bin ich in Bezug auf das heutige Rennen sehr optimistisch."

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Das neunte Rennen fand am Samstagabend um 18.13 Uhr bei sommerlichen Temperaturen statt. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme. Der Pole-Setter konnte seine Position nicht behaupten, denn Jamie Green hatte ihn noch vor der ersten Runde niedergerungen. Überall im Feld wurden bereits harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Nach der ersten Runde führte Jamie Green vor Edoardo Mortara und Pascal Wehrlein. Augusto Farfus hatte einen Rang eingebüst. Im Verlauf der zweiten Runde wurde Jamie Green, immer langsamer und wurde nach hinten durchgereicht. Damit führte nun wieder der Pole-Setter vor Pascal Wehrlein und Paul di Resta. Maximilian Götz hatte sich auf Rang 19 nach vorne gearbeitet. Der Führende hatte sich nach zwei Runden bereits mit 1,4 Sekunden auf und davon gemacht. Mattias Ekström hatte zwei Plätze gut gemacht. Gary Paffett auf Platz sechs hatte das restliche Feld hinter sich. Wenig später war Robert Wickens mit Probelmen unterwegs, denn er wurde immer weiter zurückgereicht. Nach vier Runden belegte er nur noch Rang 19. Augusto Farfus versuchte unterdessen Christian Vietoris zu attackieren. Der Führende setzte sich Runde um Runde immer weiter ab.

Mattias Ekström versuchte sich Gary Paffett zurecht zu legen. Hier ging es um Rang sechs. Es dauerte auch nicht lange und der Audi-Pilot ging an dem Mercedes-Mann vorbei. Mike Rockenfeller und Bruno Spengler tauschten bei einem Zweikampf etwas den Lack aus. Der Audi-Pilot konnte vorbei gehen, wurde dann aber wenig später von Adrien Tambay niedergerungen. Maximilian Götz als schnellster Rookie auf Rang 17 hatte alle Hände voll zu tun sich Miguel Molina vom Hals zu halten. Die ersten drei fuhren mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Robert Wickens hatte genauso wie Jamie Green die Box aufgesucht. Der Tabellenführer hatte dort das Rennen früher beendet als geplant. Im hinteren Feld ging es mächtig zur Sache. Timo Scheider hatte Maxime Martin vor sich und suchte einen Weg an dem Belgier vorbeizukommen. Maximilian Götz war nach acht Runden bis auf Platz 21 zurückgereicht worden. Marco Wittmann hatte endlich einen Weg gefunden an Gary Paffett vorbeizugehen und hatte damit Platz sieben eingenommen. Er konnte sich auch direkt vom Briten absetzen. Dieser bekam es jetzt mit Adrien Tambay und Mike Rockenfeller zu tun. Nachdem der amtierende Meister dann einen kleinen Fehler gemacht hatte, er war zu weit raus gekommen, musste er seinen Platz wieder an Gary Paffett abgeben.

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Von alledem bekam Edoardo Mortara an der Spitze nichts mit, denn er hatte seinen Vorsprung auf 2,5 Sekunden ausgebaut. Zur gleichen Zeit war für Martin Tomczyk das Rennen mit technischen Problemen in der Box früher zu Ende als gedacht. Daniel Juncadella auf Platz elf führte eine Gruppe von sieben Fahrzeugen an. Timo Glock auf dem 19. Platz musste sich den Attacken von Lucas Auer und Maximilian Götz erwehren. Nachdem Adrien Tambay sich neben Marco Wittmann gesetzt hatte ging es nebeneinander auf die nächsten Kurven zu. Dort kam der amtierende Meister mit mehr Schwung heraus und blieb vor dem Franzosen. Dieser hatte dann noch das Nachsehen, denn er wurde von Mike Rockenfeller auch noch niedergerungen. Auf den ersten sieben Plätzen tat sich rundenlang einmal nichts. Dahinter kamen dann die Kampfhähne mit Marco Wittmann, Mike Rockenfeller und Adrien Tambay. Der Audi-Pilot konnte dann in der letzten viertel Stunde kurzen Prozess machen und sich auf Rang acht vor dem amtierenden Meister schieben. Maximilian Götz war mit 0,1 Sekunden an Lucas Auer dran. Dieser musste absolute Kampflinie fahren. Nico Müller hatte es dann in der 18. Runde geschafft nach einem kleinen Rempler Bruno Spengler niederzuringen und fuhr somit auf Platz dreizehn.

An der Spitze fuhr der Pole-Setter ein einsames Rennen. Auch der nachfolgende Pascal Wehrlein und der Brite Paul di Resta konnten ein ruhiges Rennen fahren. Sie hatten nach vorne und hinten genug Luft. Zwischenzeitlich hatte der Uffenheimer es geschafft an dem Österreicher vorbeizugehen. Er hatte zu dem ehemaligen Formel-1-Piloten Timo Glock einen Abstand von 1,0 Sekunden. Der Tabellenzweite versuchte in der Schlußphase die Lücke zu Augusto Farfus auf Platz fünf zuzufahren. Zu dieser Zeit hatte sich Maxime Martin nach einem Rempler mit Bruno Spengler an den Francokanadier vorbeigedrängelt. Dieser bekam es jetzt mit Timo Scheider zu tun. Der Audi-Pilot hatte noch Miguel Molina und Tom Blomqvist im Schlepptau. In den letzten drei Minuten hätte Tom Blomqvist Miguel Molina bei einem Überholversuch beinahe umgedreht. Der Spanier konnte seinen Audi aber noch abfangen und seinen 17. Platz behaupten. In der vorletzen Runde hatten Timo Glock, Maximilian Götz und Lucas Auer es geschafft sich an Tom Blomqvist heranzufahren. In der letzten Runde konnte Mattias Ekström noch an Augusto Farfus vorbeigehen. Nach 28 Runden wurde der Pole-Setter als Sieger abgewunken, gefolgt von Pascal Wehrlein und Paul di Resta. Mattias Ekström überquerte die Ziellinie als Fünfter. Maximilian Götz kam auf Rang 20 ins Ziel. Bester Rookie war Tom Blomqvist auf Platz 17.

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In der Meisterschaft führt nun Pascal Wehrlein mit 94 Punkten vor Mattias Ekström mit 86 und Edoardo Mortara mit 83 Punkten. Auf Platz eins in der Teamwertung liegt gooix/Original-Teile-Mercedes-AMG mit 146 Zähler, gefolgt von Audi Sport Team Abt Sportsline mit 113 und Silberpfeil Energy Mercedes-AMG mit 95 Zähler. In der Konstruktionswertung hat Audi mit 337 Punkten die Nase vorne. Dahinter kommen Mercedes-Benz mit 300 und BMW mit 247 Punkten.

Pascal Wehrlein (gooix/Original-Teile Mercedes-AMG / Mercedes-AMG DTM Team HWA): "Das war ein gutes Rennen. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meines Teams. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich das Freie Training am Freitag nach wenigen Minuten abbrechen musste, weil ich ein Problem mit dem Auto hatte. Dadurch hatte ich wenig Zeit, um mein Auto abzustimmen. Aber wir haben das Beste daraus gemacht. Die Zusammenarbeit mit meinem Team läuft super, dafür möchte ich mich bei ihnen allen ausdrücklich bedanken."

Paul Di Resta (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG / Mercedes-AMG DTM Team HWA): "Das war ein relativ einsamer dritter Platz für mich. Ich musste mich auf meine Aufgaben konzentrieren und das hat gut funktioniert. Unser Auto ist hier schnell und ich bin optimistisch mit meiner Reifenwahl für morgen. Heute sind die beiden Jungs vor mir weggezogen, aber für morgen sind wir in einer guten Position. Es wird ein langer Tag, aber hoffentlich sind wir dann wieder an der Spitze dabei. Das Auto war bislang an diesem Wochenende sehr gut zu fahren. Vielen Dank an mein Team für die harte Arbeit."

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Christian Vietoris (gooix/Original-Teile Mercedes-AMG / Mercedes-AMG DTM Team HWA): "Grundsätzlich war es bislang ein gutes Wochenende für uns. Es hat am Freitag schon gut angefangen. Dann haben wir über Nacht noch etwas am Auto verändert, das sich heute ausgezahlt hat. Wir sind ein gutes Qualifying gefahren und auch das Rennen verlief dementsprechend. Nach einem guten Start setzte mich Augusto Farfus relativ stark unter Druck. Aber mein Auto war stark genug, um dem standzuhalten. Unter dem Strich ist es wichtig, wieder Punkte gesammelt zu haben."

Maximilian Götz (PETRONAS Mercedes-AMG /Mercedes-AMG DTM Team Mücke): "Ich kam gut weg und habe auf den ersten zwei Runden einige Positionen gewonnen. Danach dachte ich, dass ich attackieren könnte. Aber leider bekam ich Bremsprobleme an der Hinterachse. Deshalb habe ich das Auto verloren und musste durch das Kiesbett fahren. Das hat mich etliche Plätze gekostet. In der Folge musste ich die Lücke wieder zufahren, aber leider war nicht mehr drin. Jetzt müssen wir uns für morgen verbessern und dann zuschlagen."

Lucas Auer (EURONICS/BWT Mercedes-AMG / Mercedes-AMG DTM Team ART): "Das war ein schwaches Rennen. Dafür war das Qualifying entscheidend. Leider gibt es in der DTM keinen Heimvorteil. Dennoch macht es riesigen Spaß, hier in Spielberg vor meinen heimischen Fans zu fahren. Ich genieße das sehr. Jetzt müssen wir hart arbeiten, damit es morgen im zweiten Rennen weiter nach oben geht."

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef: "Ein Doppelpodium und vier Fahrer in den Top-7 waren heute sicher das Maximum und sind gleichzeitig ein tolles Ergebnis für uns. Zur Mitte der Saison die Fahrer- und Teamwertung anzuführen, ist natürlich ein gutes Gefühl und ein verdienter Lohn für die Arbeit des gesamten Teams. Allerdings ist das Feld sehr nahe zusammen und morgen kann sich alles wieder ändern. Wenn man sieht, wie eng es heute war, erwartet uns morgen wieder eine schwere Aufgabe."

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Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das war ein schwieriges Rennen für uns. Uns war klar, dass die Karten nach unseren herausragenden Ergebnissen in Zandvoort hier wieder neu gemischt werden. Wir haben es nicht geschafft, in der Breite das Optimum aus unserem Paket herauszuholen. Augusto Farfus hat seine gute Leistung aus dem Qualifying bestätigt und war der beste BMW Fahrer. Martin Tomczyk hatte leider zum wiederholten Mal Pech und musste mit einem beschädigten Auto aufgeben. Nach den Block-Ergebnissen in den vergangenen Rennen haben wir diesmal alle drei Hersteller in den Top-6 gesehen. Das ist eine gute Entwicklung.“

Augusto Farfus (BMW Team RBM, 6. Platz): „Das ist ein gutes Ergebnis, denn ich konnte mich lange dort halten, wo ich gestartet bin. Schade, dass ich in der letzten Runde noch einen Platz verloren habe, aber als ich Mattias Ekström im Rückspiegel gesehen habe, habe ich schon damit gerechnet, dass er mit allen Mitteln versuchen würde, an mir vorbeizugehen. So ist es dann auch gekommen. Generell ist unser Auto hier nicht so konkurrenzfähig wie wir gehofft hatten, das macht es schwierig. Trotzdem haben wir einen guten Job gemacht. Mehr war heute nicht drin.“

Das sonntägige warm up nahmen die Fahrer bei starkem Regen unter die Räder. Mattias Ekström und Timo Glock waren nach kurzer Zeit schon auf Abwegen unterwegs. Bei noch acht Minuten und 50 Sekunden wurde rot gezeigt. Zu dieser Zeit hatten nur Edoardo Mortara und Bruno Spengler drei Runden absolviert. Der Audi-Pilot hatte eine Zeit von 1:57,597 Minuten und der BMW-Fahrer eine Zeit von 2:05,561 Minuten gefahren.

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Um 12.40 Uhr am Sonntag stand das zweite Zeittraining auf dem Programm. In denen fuhren die Piloten die Startaufstellung für ihren zweiten Lauf an diesem Wochenende aus. Gegenüber morgens hatte sich das Wetter nicht viel gebessert. Der Regen hatte aufgehört, aber die Strecke war immer noch naß. In der Anfangsphase hatte Mike Rockenfeller für alle anderen eine Zeit gesetzt von 1:46,830 Minuten, gefolgt von Antonio Felix da Costa und Timo Scheider. Maximilian Götz lag auf Rang vierzehn. Die Fahrer hatten aber mit der Strecke so ihre Schwierigkeiten. Mike Rockenfeller verließ diese unfreiwillig. Marco Wittmann schoß ab durchs Kiesbett. Genauso erging es auch Daniel Juncadella. Von einem Ausrutscher war auch Paul di Resta nicht verschont geblieben.

Bei noch acht Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Mattias Ekström auf Platz eins geschoben. Mike Rockenfeller und Gary Paffett nahmen die Plätze zwei und drei ein. Der Tabellenführer Pascal Wehrlein fuhr auf Rang sieben. Direkt hinter ihm lag Maximilian Götz. Jamie Green und Edoardo Mortara waren auf den Plätzen 16 und zwölf unterwegs. Es gab zu dieser Zeit aber immer noch Positionsveränderungen. In der Schlußphase setzte dann wieder Regen ein. Zwischenzeitlich hatte sich Mike Rockenfeller wieder auf eins geschoben. Mattias Ekström hatte sich beim letzten Umlauf mit einer Zeit von 1:42,010 Minuten auf Rang eins geschoben und holte sich damit die Pole-Position, gefolgt von Mike Rockenfeller und Gary Paffett. Edoardo Mortara und Jamie Green werden von den Rängen sechs und 17 aus ins Rennen gehen. Als schnellster Rookie war Maximilian Götz unterwegs und nimmt das Rennen aus der sechsten Startreihe aus auf.

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Bei Regen ging es dann am Sonntagnachmittag hinaus auf die 4,326 Kilometer lange Strecke um Rennen zehn hinter sich zu bringen. Aus Sicherheitsgründen startete man hinter dem Safety Car. Nach fünf Runden ging es dann endlich los. Der Pole-Setter konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Er hatte bereits einen Vorsprung von mehreren Wagenlängen. Im gesamten Feld wurden bereits harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Wenig später musste Christian Vietoris durchs Kiesbett pflügen. Dadurch hatte e seinen achten Platz verloren. Nach der ersten Runde führte Mattias Ekström mit einem Vorsprung von 2,6 Sekunden, gefolgt von Mike Rockenfeller und Gary Paffett. Adrien Tambay hatte zwischenzeitlichh Paul di Resta niedergerungen und nahm nun Platz acht ein. Maximilian Götz hatte einen Platz gut gemacht. Im Verlauf der zweiten Runde musste Miguel Molina den Notausgang nehmen. Christian Vietoris hatte sich auf Rang vierzehn wieder eingereiht. Nach sieben Runden kam eine ganze Armada von Fahrzeugen herein um die Reifen zu wechseln. Damit geriet die Reihenfolge zunächst einmal durcheinander. Herein gekommen waren Christian Vietoris, Jamie Green, Daniel Juncadella, Timo Glock, Augusto Farfus und Marco Wittmann.

Bei der nächsten Umrundung kam auch Maximilian Götz zum Pflichtboxenstopp herein. Zur gleichen Zeit war Pascal Wehrlein auf Abwegen unterwegs. Einen harten Kampf trugen Mike Rockenfeller und Gary Paffett um Platz zwei aus. Der Brite konnte nachdem der Audi-Pilot etwas zu weit nach außen kam, an ihm vorbeigehen. Von alledem bekam der Führende Schwede nichts mit, denn er war mit 4,8 Sekunden auf und davon gefahren. Beim Überholen von Edoardo Mortara ging bei Robert Wickens im hinteren Bereich ein kleines Teil fliegen. Hier ging es um Rang vier. Einen weiten Ausritt ins Kiesbett fabrizierte auch Paul di Resta auf Platz zwölf liegend. Maximilian Götz war inzwischen schon wieder auf Rang 16 nach vorne gefahren. Nach elf Runden war Pascal Wehrlein erneut im Kiesbett gelandet. Danach konnte er sich auf Rang neun wieder einreihen. Die ersten acht fuhren alle mit einem gewissen Respektabsand hintereinander her. Sie hatten aber auch noch nicht ihren Pflichtboxenstopp absolviert. Mike Rockenfeller auf Rang zwei bekam es bei Halbzeit des Rennens mit Edoardo Mortara zu tun. Auf Abwegen war auch Timo Glock unterwegs. Er kam dann direkt vor Augusto Farfus wieder auf die Strecke zurück. Nach 17 Runden kamen Mike Rockenfeller und Nico Müller zum Reifenwechsel herein. Lucas Auer zog es jetzt auch vor die Box aufzusuchen.

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Unterdessen waren Jamie Green und Daniel Juncadella von der Strecke geflogen und segelten durchs Kiesbett. Tom Blomqvist blieb von einem Ausrutscher auch nicht verschont. Dabei hatte er noch Glück das er nicht in die Reifenstapel eingeschlug. Bei noch 25 Minuten zu fahrender Zeit hatte Gary Paffett als Zweitplatzierter seinen Stopp absolviert. Zu dieser Zeit war Maximilian Götz wieder bis auf Platz vierzehn nach vorne gekommen. Mit einem Vorsprung von 9,1 Sekunden kam nun der Führende Mattias Ekström herein. Edoardo Mortara verließ gleichzeitig die Boxengasse mit dem Führenden. Diese kamen noch vor Gary Paffett wieder auf die Strecke zurück und führten damit weiter das Feld an. Nach 20 Runden war Adrien Tambay und auch Maxime Martin von der Strecke abgekommen. Ersterer stand zunächst an einer unglücklichen Stelle. Konnte aber wenig später die Fahrt wieder aufnehmen. Maximilian Götz auf Rang zwölf versuchte Christian Vietoris unter Druck zu setzen. Zwischenzeitlich hatte Martin Tomczyk auch unfreiwillig die Strecke verlassen. Beim nächsten Umlauf war der Uffenheimer auf Rang zehn vorgefahren und hätte damit seinen ersten Meisterschaftspunkt eingefahren. Es standen aber noch 19 Minuten auf der Uhr.

An der Spitze führte weiterhin Mattias Ekström vor Gary Paffett und Edoardo Mortara. Der Brite vesuchte immer näher an den Führenden Audi-Mann heranzukommen. Er hatte den Vorsprung auf 3,3 Sekunden verkürzt. Antonio Felix da Costa war in der letzten viertel Stunde bis auf Rang zwölf zurckgefallen. Dadurch lag der beste Rookie Maximilian Götz auf Platz neun. Er kanbberte auch Runde um Runde am Vorsprung des neuen Tabellenführers Pascal Wehrlein. Marco Wittmann und Paul di Resta tauschten beim Kampf um Platz zwölf etwas den Lack aus. Antonio Felix da Costa musste absolute Kampflinie fahren, um Paul di Resta hinter sich zu halten. Der Mercedes-Pilot versuchte dann auf der Außenbahn vorbeizugehen. Es war eine haarige Aktion die aber zu Gunsten des Briten ausging. In der Schlußphase war Gary Paffett bis auf 2,2 Sekunden an Mattias Ektröm herangekommen. Zu dieser Zeit war für Daniel Juncadella das Rennen bereits neben der Strecke beendet. Nachdem Maximilian Götz einen kleinen Fehler gemacht hatte, konnte Lucas Auer an ihm vorbeigehen. Damit lag er jetzt auf Rang zehn. Er versuchte den Österreicher in den letzten vier Minuten aber weiter unter Druck zu setzen. Jetzt wurde die Ideallinie immer trockener.

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Edoardo Mortara auf Position drei hatte seinen letzten Platz auf dem Stockerl auch noch nicht sicher, denn Mike Rockenfeller war an ihm dran. Zur gleichen Zeit hatte Robert Wickens sich an Timo Scheider vorbeigedrängt und nahm Rang sechs ein. Der dritte Rookie im Feld Tom Blomqvist war zwischenzeitlich in die Box gekommen und musste dort das Rennen früher beenden als geplant. Alle Hände voll zu tun hatte Timo Scheider, denn Pascal Wehrlein setzte ihn mächtig unter Druck. In der letzten Runde wurden Rorbet Wickens und Pascal Wehrlein von Timo Scheider angeschoben, mit der Folge das die beiden Mercedes-Piloten sich ins Kiesbett hinausdrehten. Damit war für beide das Rennen dort beendet. Sieger nach 34 Runden wurde Mattias Ekström vor Gary Paffett und Edoardo Mortara. Die beiden schnellsten Rookies Lucas Auer und Maximilian Götz beendeten das Rennen auf den Plätzen sieben und acht.

In der Meisterschaft führt nun Mattias Ekström mit 111 Punkten vor Edoardo Mortara mit 98 und Pascal Wehrlein mit 94 Punkten. Auf Platz eins in der Teamwertung liegt gooix/Original-Teile Mercedes-Benz mit 148 Zähler, gefolgt von Audi Sport Team Abt Sportsline mit 138 und Audi Sport Team Rosberg mit 103 Zähler. In der Konstruktionswertung hat Audi mit 407 Punkten die Nase vorne. Dahinter liegen Mercedes-Benz mit 331 und BMW mit 247 Punkten.

Im nachhinein hatte die Rennleitung zu sehr später Stunde ein neues Rennergebnis herausgebracht und zwar hatte man Timo Scheider wegen eines unsportlichen Funkspruchs, den er angeblich gehört haben soll und dann ausführte, aus der Wertung genommen. Die ganze Sache wird jetzt beim DMSB-Gericht verhandelt. Die nachfolgenden Piloten rutschten nun alle einen Platz nach vorne. Damit wurde Maximilian Götz auf Rang sieben gewertet. Die Teamwertung und Konstruktionswertung änderte sich dadurch natürlich. Gooix/Original-Teile Mercedes Benz hat jetzt 150 Punkte vor Audi Sport Team Abt Sportsline mit 138 und Audi Sport Team Rosberg mit 103 Punkten. Audi hat jetzt in der Konstruktionswertung 399 Zähler, gefolgt von Mercedes-Benz mit 338 und Audi mit 248 Zähler.

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Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Natürlich kann ich die Aufregung bei den Motorsport-Fans verstehen. Es kam im TV wirklich so rüber, als hätten wir Timo (Scheider) die Anweisung gegeben, einen Konkurrenten von der Strecke zu schieben. Doch das war definitiv nicht der Fall. Dass ich in der ersten Emotion am Kommandostand gerufen habe: ‚Timo, schieb ihn raus’, tut mir leid. Ich funke während des Rennens nicht mit den Fahrern und wusste nicht, dass der Funk offen ist. Es war auf gar keinen Fall eine Anweisung an Timo. Ich kann mich für diesen Spruch nur entschuldigen. Eine solche Äußerung drückt nicht mein Verständnis von Motorsport aus, sondern war allein dem Adrenalin in diesem Moment geschuldet. Ich bin ein Racer und war wütend, wie mit Timo umgegangen wurde. Solche Spiele haben wir in der DTM schon häufiger gesehen. Es war von Timo auch ganz sicher keine Absicht, einen anderen Fahrer von der Strecke zu schieben. Gefreut habe ich mich an diesem Wochenende über die starke Leistung der gesamten Mannschaft. Mattias (Ekström) hat am Samstag eine fantastische Aufholjagd gezeigt und war im Regen am Sonntag eine Klasse für sich. Er ist verdient Tabellenführer und wäre das auch, wenn Pascal Wehrlein als Sechster ins Ziel gekommen wäre. Auch Edoardo Mortara hat in Spielberg eine tolle Leistung gezeigt. Wir können mit unserem Abschneiden insgesamt sehr zufrieden sein. Es ist schade, dass das angesichts der Ereignisse in der letzten Runde am Sonntag so in den Hintergrund gerückt ist.“

Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM, Platz 1 / Platz 3): „Ich habe hier in Spielberg 40 von 50 möglichen Punkten geholt, viel besser hätte es kaum laufen können. Mein Traum vor dem Wochenende war es, mich mit guten Leistungen zurück in den Titelkampf zu fahren – das habe ich geschafft. Ein anderer Traum wird in den nächsten Tagen wahr: Ich bin hier am Red Bull Ring für eine PR-Aktion Passagier in einem Kunstflugzeug. Für mich als Fan etwas extremer Aktivitäten wird das bestimmt ein tolles Erlebnis.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM, Platz 5 / Platz 1): „Viele gratulieren mir zu einem perfekten Wochenende – aber so etwas gibt es in der DTM mit dem neuen Format nicht mehr, denn dazu ist die Leistungsdichte einfach zu hoch. Wenn man Samstag und Sonntag gute Punkte holt, darf man hochzufrieden sein. Genau das ist mir in Spielberg gelungen, deshalb bin ich rundum glücklich. Die Führung in der Meisterschaft ist zwar schön, bedeutet aber rein gar nichts. Bis zum Titel ist es noch ein weiter Weg. Ich glaube, am Ende werden nicht die Siege entscheiden, sondern wie gut die schlechten Rennen von uns Jungs an der Spitze sein werden. Die nächste Herausforderung wartet in ein paar Wochen in Moskau: Dann bin ich nicht nur der älteste und schwerste Fahrer der DTM, sondern habe auch das schwerste Auto im ganzen Feld.“

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Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM, Platz 8 / Platz 4): „Das Wochenende war okay. Wenn man sieht, wie stark Audi an diesem Wochenende war, muss man sagen, dass mehr möglich war. Aber die Plätze acht und vier in einer so hart umkämpften Serie wie der DTM einzufahren, ist dann so schlecht auch wieder nicht. Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg. Kompliment auch an die Fans in Spielberg: Hier wird Motorsport noch gelebt. Das spürt man als Fahrer und deswegen komme ich immer wieder gerne zum Red Bull Ring.“

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Dies war für uns insgesamt ein sehr schwieriges Wochenende. Schon im Trockenen haben wir es am Samstag nicht geschafft, das Optimum aus unserem Gesamtpaket herauszuholen, und nur Augusto Farfus und Marco Wittmann in die Punkte gebracht. Heute war nach einem schwierigen Qualifying nur über die Strategie noch ein gutes Ergebnis möglich. Dazu hätten wir auch ein Safety Car gebraucht. Das kam nicht. So blieb Platz elf als bestes Ergebnis. Damit können wir natürlich nicht zufrieden sein. Das Wochenende in Spielberg markiert den Schlusspunkt einer ersten Saisonhälfte, die für uns sportlich nicht nach Wunsch verlaufen ist. Der Höhepunkt waren natürlich unsere herausragenden Siege in Zandvoort. In den weiteren Rennen haben wir jedoch gesehen, dass wir im Vergleich zu unserer starken Konkurrenz nicht dort stehen, wo wir stehen möchten. Bisher waren wir in den drei Saisons nach unserem DTM-Comeback konstant erfolgreich und haben sechs von neun möglichen Titeln gewonnen. 2015 ist nun für uns bisher ein schwieriges Jahr. Die vergangenen Rennen haben gezeigt, wie sensibel das Kräfteverhältnis in der DTM ist. Die kleinsten Details können den Ausschlag darüber geben, ob man um den Sieg kämpft oder im Mittelfeld unterwegs ist. Jetzt werden wir hart arbeiten, um uns in der zweiten Hälfte der Saison stärker zu präsentieren. Für die Fans war es ganz sicher eine spannende erste Saisonhälfte mit vielen Highlights und positiven Entwicklungen. Das neue Rennformat mit jeweils einem Lauf am Samstag und Sonntag ist ein voller Erfolg. Das belegen die konstant guten Einschaltquoten im TV genauso wie der hohe Zuspruch der Zuschauer an der Strecke.“

Gary Paffett (EURONICS/BWT Mercedes-AMG / Mercedes-AMG DTM Team ART): "Das war ein sehr gutes Rennen. Ganz vorne wäre es natürlich noch schöner gewesen, aber Matthias und ich haben uns gegenseitig angetrieben. Ich kam ihm immer näher und dachte, ich würde ihn noch bekommen. Aber dann hat er gekontert und damit war klar, dass nicht mehr drin war. Es war ein hartes Rennen bei schwierigen Bedingungen, aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden."</p>

Lucas Auer (EURONICS/BWT Mercedes-AMG / Mercedes-AMG DTM Team ART): "Wenn mir jemand gestern gesagt hätte, dass ich heute Siebter werden würde, hätte ich das sofort unterschrieben. Das heutige Rennen hat mal wieder gezeigt: Der Regen ist absolut unberechenbar. Ich bin damit relativ gut zurechtgekommen, viel besser als im Qualifying. Ich habe an diesem Wochenende erneut viel gelernt und hoffe, dass es jetzt so positiv weitergehen wird."

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Maximilian Götz (PETRONAS Mercedes-AMG / Mercedes-AMG DTM Team Mücke): "Das war ein spannendes Rennen. Ich hatte einen guten Start und konnte direkt zwei Autos überholen. Danach fand ich in einen guten Rhythmus. Wir haben dann einen frühen Boxenstopp eingelegt, um aus dem Verkehr herauszukommen. Das war die richtige Entscheidung. So konnte ich frei fahren und hatte eine gute Pace. Einige Runden vor Schluss habe ich leider einen Fehler gemacht und dadurch eine Position verloren. Das ist natürlich schade, aber es war kein einfaches Rennen. Ich bin über meine ersten Punkte in der DTM trotzdem happy."

Pascal Wehrlein (gooix/Original-Teile Mercedes-AMG / Mercedes-AMG DTM Team HWA): "Nach diesem Rennen dreht sich natürlich alles um den Zwischenfall in der letzten Runde. Die Aktion von Audi und Timo Scheider war grob unsportlich und hat mich wichtige Punkte im Meisterschaftskampf gekostet. So etwas darf in unserem Sport niemals vorkommen. Trotzdem werde ich natürlich nicht aufgeben und versuchen, meinen Ärger in positive Energie umzusetzen, um bei den nächsten Rennen mit guten Ergebnissen zurückzuschlagen."

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef: "Mich freut es für Gary, dass er mit einem sehr guten Rennen P2 erzielen konnte. Grundsätzlich konnten wir in Spielberg über das gesamte Wochenende hinweg eine sehr starke Performance abliefern. Alles in allem können wir mit dem Ergebnis dennoch nicht zufrieden sein. Vor allem zwei Autos in den Punkterängen in der letzten Runde unverschuldet zu verlieren, ist nicht akzeptabel. Das Verhalten von Audi und Timo Scheider ist aus unserer Sicht grob unsportlich: Den Meisterschaftsführenden absichtlich und auf Ansage so aus dem Rennen zu nehmen, hat mit fairem Sport nichts zu tun und ist nicht das, was wir in der DTM sehen wollen. Mir tut es vor allem für Pascal sehr leid, der dadurch wichtige Punkte im Meisterschaftrennen verloren hat."

António Félix da Costa (BMW Team Schnitzer, So.: 11. Platz, Sa.: 13. Platz): „Wir haben das Beste aus unserem Speed gemacht. Ich habe mir nur einen kleinen Fehler geleistet, der mich ein paar Sekunden gekostet hat. Aber alles in allem habe ich mich nach vorn gearbeitet. Das ist grundsätzlich ein gutes Zeichen. Die Bedingungen da draußen waren bei dem Wetter ziemlich hart.“

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Marco Wittmann (BMW Team RMG, So.: 12. Platz, Sa.: 9. Platz): „Letztlich muss man aus dem heutigen Tag das Positive herausziehen. Unsere Strategie, früh zu stoppen und sich aus unnötigen Zweikämpfen herauszuhalten, ist aufgegangen. Dadurch konnten wir einige Plätze gutmachen. Leider wurden wir nicht mit Punkten belohnt. Aber es ist natürlich schwierig, vom 21. Startplatz in die Top-10 zu fahren. Insgesamt war es ein schwieriges Wochenende für uns. Das ist schade, denn ich mag die Strecke und hatte bisher gute Rennen hier. Jetzt müssen wir die Köpfe zusammenstecken und sehen, was wir für Moskau verbessern.“

Martin Tomczyk (BMW Team Schnitzer, So.: 13. Platz, Sa.: Ausfall): „Die Bedingungen waren heute entscheidend. Unser Auto war bei diesen Bedingungen sehr schwierig zu fahren. Das hat sich vor allem in der Mitte des Rennens gezeigt. Am Anfang und am Schluss ist es recht gut gegangen, aber wir haben mit stumpfen Waffen gekämpft. Es ist natürlich schade, aber wir geben nicht auf. Nun müssen wir analysieren, woran es gelegen hat, die nötigen Schlüsse daraus ziehen und hoffen, dass es beim nächsten Mal besser wird.“

Timo Glock (BMW Team MTEK, So.: 15. Platz, Sa.: 19. Platz): „Im Vergleich zu unserem wirklich schwachen Qualifying war das Rennen deutlich besser. Von der Pace her wären vielleicht sogar Punkte möglich gewesen, allerdings sind mir zwei Fehler unterlaufen. Ich bin ins Kiesbett gerutscht und habe wertvolle Sekunden verloren. Teilweise war die Sicht richtig schlecht. Das war nicht unser Wochenende. Nun heißt es hart arbeiten, damit es in der zweiten Saisonhälfte besser läuft.“

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CS

 


Ergebnis Lauf 9- Red Bull Ring

DTM - Veranstalter: Projekt Spielberg GmbH & Co. KG - Ort: Spielberg - _sterreich
Gestartet: 24 Fahrzeuge - Gewertet: 21 - Streckenl_nge: 4,326 km - Renndistanz: 125,454 km - Dauer: 29 Runden

Pl. Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / R_ckstand
1 48 Mortara, Edoardo Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM 41:41,536
2 94 Wehrlein, Pascal gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 1,792
3 3 Di Resta, Paul SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 11,200
4 8 Vietoris, Christian gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 17,958
5 5 Ekstr_m, Mattias Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 19,300
6 18 Farfus, Augusto BMW Team RBM BMW M4 DTM + 19,902
7 2 Paffett, Gary EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 23,272
8 99 Rockenfeller, Mike  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 23,534
9 1 Wittmann, Marco BMW Team RMG BMW M4 DTM + 29,879
10 27 Tambay, Adrien Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM + 30,368
11 12 Juncadella, Daniel PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 31,966
12 51 M_ller, Nico Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM + 37,797
13 13 da Costa Antonio Felix BMW Team Schnitzer BMW M4 DTM + 38,532
14 36 Martin, Maxime BMW Team RMG BMW M4 DTM + 39,350
15 7 Spengler, Bruno BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 39,925
16 10 Scheider, Timo  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 40,422
17 31 Blomqvist, Tom BMW Team RBM BMW M4 DTM + 45,267
18 17 Molina, Miguel Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 45,684
19 16 Glock, Timo BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 46,800
20 84 G_tz, Maximilian PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 47,375
21 22 Auer, Lucas EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 49,453
- 77 Tomczyk, Martin BMW Team Schnitzer BMW M34DTM - 19 laps
- 6 Wickens, Robert SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ - 22 laps
- 53 Green, Jamie Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM - 26 laps
Schnellste Runde: Start-Nr. 48- Mortara,Edoardo   in 1:25,632 Min. = 181,867 km/h in 10 Rd.

Ergebnis Lauf 10- Red Bull Ring

DTM - Veranstalter: Projekt Spielberg GmbH & Co. KG - Ort: Spielberg - _sterreich
Gestartet: 24 Fahrzeuge - Gewertet: 21 - Streckenl_nge: 4,326 km - Renndistanz: 147,084 km - Dauer: 29 Runden

Pl. Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / R_ckstand
1 5 Ekstr_m, Mattias Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM 1:01:47,136
2 2 Paffett, Gary EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 4,334
3 48 Mortara, Edoardo Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM + 23,555
4 99 Rockenfeller, Mike  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 25,445
5 51 M_ller, Nico Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM + 29,964
6 22 Auer, Lucas EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 43,726
7 84 G_tz, Maximilian PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 44,620
8 8 Vietoris, Christian gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 1:00,668
9 3 Di Resta, Paul SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 1:01,506
10 13 da Costa Antonio Felix BMW Team Schnitzer BMW M4 DTM + 1:05,663
11 1 Wittmann, Marco BMW Team RMG BMW M4 DTM + 1:06,995
12 77 Tomczyk, Martin BMW Team Schnitzer BMW M34DTM + 1:07,700
13 17 Molina, Miguel Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 1:10,505
14 16 Glock, Timo BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 1:11,638
15 7 Spengler, Bruno BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 1:13,669
16 27 Tambay, Adrien Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM + 1:15,250
17 53 Green, Jamie Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM + 1:22,362
18 18 Farfus, Augusto BMW Team RBM BMW M4 DTM + 1:26,870
19 36 Martin, Maxime BMW Team RMG BMW M4 DTM + 1:40,397
20 6 Wickens, Robert SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ - 1 lap
21 94 Wehrlein, Pascal gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ - 1 lap
- 31 Blomqvist, Tom BMW Team RBM BMW M4 DTM - 6 laps
- 12 Juncadella, Daniel PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ - 7 laps
exkl. 10 Scheider, Timo  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM --
Schnellste Runde: Start-Nr. 5- Ekstr_m, Mattias in 1:41,547 Min. = 153,363 km/h in 13Rd.

Fahrerwertung nach 10 von 18 Rennen

Pl. Nr. Fahrer Fahrzeug Gesamt 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18
1 5 Ekstr_m, Mattias Audi RS 5 DTM 111 0 25 15 18 0 12 0 6 10 25 - - - - - - - -
2 48 Mortara, Edoardo Audi RS 5 DTM 98 12 18 18 10 0 0 0 0 25 15 - - - - - - - -
3 94 Wehrlein, Pascal DTM Mercedes AMG C-Coup_ 94 18 4 10 0 25 10 1 8 18 0 - - - - - - - -
4 53 Green, Jamie Audi RS 5 DTM 81 25 0 25 25 6 0 0 0 0 0 - - - - - - - -
5 2 Paffett, Gary DTM Mercedes AMG C-Coup_ 61 0 15 0 0 15 6 0 1 6 18 - - - - - - - -
6 6 Wickens, Robert DTM Mercedes AMG C-Coup_ 57 0 6 8 0 18 25 0 0 0 0 - - - - - - - -
7 8 Vietoris, Christian DTM Mercedes AMG C-Coup_ 56 0 0 0 6 12 18 0 4 12 4 - - - - - - - -
8 7 Spengler, Bruno BMW M4 DTM 52 0 2 0 0 10 15 10 15 0 0 - - - - - - - -
9 1 Wittmann, Marco BMW M4 DTM 51 2 10 0 0 2 0 25 10 2 0 - - - - - - - -
10 13 da Costa Antonio Felix BMW M4 DTM 44 0 0 0 0 0 0 18 25 0 1 - - - - - - - -
11 18 Farfus, Augusto BMW M4 DTM 43 1 0 0 0 4 0 12 18 8 0 - - - - - - - -
12 99 Rockenfeller, Mike  Audi RS 5 DTM 41 10 8 2 1 0 0 4 0 4 12 - - - - - - - -
13 3 Di Resta, Paul DTM Mercedes AMG C-Coup_ 40 15 0 0 0 0 8 0 0 15 2 - - - - - - - -
14 36 Martin, Maxime BMW M4 DTM 32 6 0 6 4 0 1 15 0 0 0 - - - - - - - -
15 17 Molina, Miguel Audi RS 5 DTM 27 0 0 12 15 0 0 0 0 0 0 - - - - - - - -
16 16 Glock, Timo BMW M4 DTM 25 4 1 0 0 0 0 8 12 0 0 - - - - - - - -
17 51 M_ller, Nico Audi RS 5 DTM 22 8 0 0 2 0 0 2 0 0 10 - - - - - - - -
18 77 Tomczyk, Martin BMW M34DTM 20 0 12 0 0 8 0 0 0 0 0 - - - - - - - -
19 10 Scheider, Timo  Audi RS 5 DTM 16 0 0 4 12 0 0 0 0 0 0 - - - - - - - -
20 12 Juncadella, Daniel DTM Mercedes AMG C-Coup_ 14 0 0 1 8 1 4 0 0 0 0 - - - - - - - -
21 22 Auer, Lucas DTM Mercedes AMG C-Coup_ 10 0 0 0 0 0 2 0 0 0 8 - - - - - - - -
22 84 G_tz, Maximilian DTM Mercedes AMG C-Coup_ 6 0 0 0 0 0 0 0 0 0 6 - - - - - - - -
23 31 Blomqvist, Tom BMW M4 DTM 6 0 0 0 0 0 0 6 0 0 0 - - - - - - - -
24 27 Tambay, Adrien Audi RS 5 DTM 3 0 0 0 0 0 0 0 2 1 0 - - - - - - - -
 

Team Championship nach 10 von 18 Rennen

Pl. Team Gesamt 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18
1 gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG 150 18 4 10 6 37 28 1 12 30 4 - - - - - - - -
2 Audi Sport Team Abt Sportsline 138 0 25 27 33 0 12 0 6 10 25 - - - - - - - -
3 Audi Sport Team Rosberg 103 33 0 25 27 6 0 2 0 0 10 - - - - - - - -
4 Audi Sport Team Abt 101 12 18 18 10 0 0 0 2 26 15 - - - - - - - -
5 SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG 97 15 6 8 0 18 33 0 0 15 2 - - - - - - - -
6 BMW Team RMG 83 8 10 6 4 2 1 40 10 2 0 - - - - - - - -
7 BMW Team MTEK 77 4 3 0 0 10 15 18 27 0 0 - - - - - - - -
8 EURONICS/ BWT Mercedes-AMG 71 0 15 0 0 15 8 0 1 6 26 - - - - - - - -
9 BMW Team Schnitzer 64 0 12 0 0 8 0 18 25 0 1 - - - - - - - -
10 Audi Sport Team Phoenix 57 10 8 6 13 0 0 4 0 4 12 - - - - - - - -
11 BMW Team RBM 49 1 0 0 0 4 0 18 18 8 0 - - - - - - - -
12 PETRONAS Mercedes-AMG 20 0 0 1 8 1 4 0 0 0 6 - - - - - - - -
 

Constructors Championship nach 10 von 18 Rennen

Pl. Team Gesamt 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18  
1 Audi 399 55 51 76 83 6 12 6 8 40 62 - - - - - - - -  
2 Mercedes-Benz 338 33 25 19 14 71 73 1 13 51 38 - - - - - - - -  
3 BMW 248 13 25 6 4 24 16 69 80 10 1 - - - - - - - -  
 

Lauf 4 - Zandvoort (NL)

Antonio Felix da Costa gewinnt sein erstes DTM-Rennen / Fünffach-Sieg für BMW

Vom 10. bis 12 Juli nehmen die Protagonisen der DTM ihre Läufe sieben und acht an der Nordseeküste dem niederländischen Badeort Zandvoort in Angriff. Nur einen Steinwurf vom Meer entfernt liegt der einzigartige Kurs der sich auf 4,307 Kilometern abwechslungsreich und herausfordernd durch die Dünen schlängelt. Als Tabellenführer reist Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg) mit 81 Punkten in die Niederlande, gefolgt von Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) mit 70 Punkten und Pascal Wehrlein (gooix Original-Teile Mercedes-AMG) mit 67 Punkten. Mattias Ekström ist mit vier Siegen der erfolgreichste DTM-Pilot in Zandvoort. Der Schwede kommt gerne hierher zurück. Auf Rang zwei der Zandvoort-Spezialisten liegt der erfahrene DTM-Pilot Gary Paffett – mit Mercedes-Benz konnte er hier bereits drei Mal triumphieren. Auch der Brite reist mit einem guten Gefühl in die Niederlande. Augusto Farfus ist bislang der einzige BMW-Fahrer, der seit der Rückkehr der Münchner in die DTM in Zandvoort ganz nach oben auf das Siegerpodest steigen durfte.

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CS

In der Fahrerwertung der DTM geht es nach sechs Rennen indes sehr eng zu: Sollte Jamie Green am Samstag patzen, dann könnten ihn rechnerisch schon nach dem ersten Rennen des Wochenendes gleich vier Piloten von der Spitze der Meisterschaftstabelle verdrängen. Schärfster Verfolger mit elf Punkten Rückstand ist Audi-Routinier Mattias Ekström, dicht dahinter liegt Pascal Wehrlein als bester Fahrer in Mercedes-Diensten. Abgeschlagen dagegen BMW: Der bestplatzierte Pilot der Weiß-Blauen ist derzeit Bruno Spengler auf Rang neun. Für die amtierenden Champions gilt es, den Abstand zu verkürzen und sich wieder an die Konkurrenz aus Stuttgart und Ingolstadt heranzukämpfen. Auf diesem Weg war der dritte Platz Spenglers am Rennsonntag auf dem Norisring ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Umso spannender wird es sein, zu beobachten, wie sich die Kräfteverhältnisse in Zandvoort tatsächlich darstellen.

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CS

Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Ich mag die Kombination von links nach rechts, den Wechsel von langsamen und schnellen Kurven. Nach dem Norisring-Wochenende dürfen wir ja ein bisschen Gewicht ausladen – es wird also ein Kampf auf Augenhöhe und darauf freue ich mich schon. Der Belag unterscheidet sich deutlich von anderen Strecken, er hat wirklich sehr viel Grip. Deshalb bauen die Reifen stark ab."

Gary Paffett (EURONICS/BWT Mercedes-AMG):"Es ist ein spaßiger Kurs – ein bisschen oldschool, sehr schmal, wenige Auslaufzonen, hinter der Kurve kommt gleich das Kiesbett oder Gras. Als Fahrer ist es bisschen wie bei einem ein Stadtkurs: Du musst hart pushen, aber immer ein kleines bisschen Luft lassen. Besonders liebe ich die Highspeed-Kurven in Richtung der Dünen. Eine ähnliche Dominanz wie beim letzten Rennen halte ich für unwahrscheinlich. Wir hatten zwar ein sehr erfolgreiches Wochenende auf dem Norisring, aber ich denke diese Strecke ist sehr speziell, daher müssen wir für das nächste Rennen wohl zum Stand vom Lausitzring zurückkehren und von da aus weiterarbeiten. Ich glaube in die Top-5 zu fahren wäre da schon ein tolles Resultat. Wer vorne sein will, muss vor allem seine Pneus gut managen."

Augusto Farfus (BMW Team RBM): "Ich mag die Strecke, sie passt gut zu meinem Fahrstil – 2013 waren wir dort sehr schnell“, erinnert sich der Brasilianer. „Letztes Jahr hat es leider nicht so gut geklappt, aber ich schaue nach vorne und glaube, dass wir ein gutes Rennen abliefern können. Ich versuche auf jeden Fall um das Podium zu kämpfen und will das Rennen gewinnen, dafür reise ich an. Speziell im ersten Rennen ohne Boxenstopp wird es schwer, sich die Reifen richtig einzuteilen."

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CS

Bei schönsten Sommerwetter nahmen die Protagonisten am Freitagnachmittag ihr erstes freies Training in Angriff. Dort kam es immer wieder zu Positionswechseln. Am Schluß hatte nach 28 Runden mit einer Zeit von 1:32,009 Minuten Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) hier das Sagen, gefolgt von Antonio Felix da Costa (BMW Team Schnitzer und Augusto Farfus (BMW Team RBM). Als schnellster Audi Sport Team Phoenix-Pilot war Timo Scheider auf Rang sieben unterwegs. Zwei Plätze dahinter platzierte sich der schnellste Mercedes-Pilot mit Gary Paffett (EURONICS/BWT Mercedes-AMG).Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg), Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) und Pascal Wehrlein (gooix Original-Teile Mercedes-AMG), die auf den ersten drei Plätzen in der Tabelle liegen mussten sich zunächst mit den Rängen 16, fünf und 19 zufrieden geben. Tom Blomqvist (BMW Team RBM) war auf Platz fünf der beste Rookie im Feld. Maximilian Götz (PETRONAS Mercedes-AMG) hatte sich auf Rang 18 platziert.

Das zweite freie Training stand am Samstagvormittag auf dem Zeitplan. In diesen 50 Minuten kam es immer wieder zu Positionswechseln. Zehn Minuten vor Schluß hatte sich Adrien Tambay mit einer Zeit von 1:32,142 Minuten an die Spitze gefahren. Hinter ihm lagen Antonio Felix da Costa und Gary Paffett. Jamie Green, Mattias Ekström und Pascal Wehrlein belegten die Ränge zwölf, zehn und 17. Als bester Rookie war Lucas Auer auf Platz vier unterwegs. Rang 23 und 24 nahmen die nächsten beiden Rookies Tom Blomqvist und Maximilian Götz ein. Bei dieser Reihenfolge sollte es aber nicht bleiben. Die Zeiten wurden nochmals schneller. Am Schluß hatte sich dann Augusto Farfuas mit 15 Runden und einer Zeit von 1:31,518 Minuten gegenüber seiner Konkurrenz durchgesetzt. Hinter ihm lag der beste Rookie Tom Blomqvist und Antonio Felix da Costa. Jamie Green hatte sich verbessern können und wurde auf Rang vier gewertet. Mattias Ekström und Pascal Wehrlein hatten sich nicht verbessern können. Sie mussten sich erst einmal mit den Plätzen vierzehn und 19 zufrieden geben. Maximilian Götz hatte sich zwischenzeitlich um ein paar Ränge verbessert, aber am Ende lag er mit einer Zeit von 1:32,833 Minuten auf Rang 24.

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Zwanzig Minuten hatten die Piloten am Nachmittag Zeit um ihre Startpositionen für den samstägigen Lauf auszufahren. Gary Paffett setzte zunächst mit 1:32,004 Minuten für alle anderen die Bestzeit. Es dauerte nicht lange und er konnte sie selber noch unterbieten. Er hatte nun 1:31,636 Minuten gefahren. Hinter ihm lagen Marco Wittmann und Antonio Felix da Costa. Bei noch zwölf Minuten zu fahrender Zeit hatten erst vierzehn Piloten eine Zeit gesetzt. Die restlichen zehn Fahrer warteten noch ab. In den restlichen zehn Minuten war Gary Paffett immer noch das Maß aller Dinge. Jamie Green und Mattias Ekström hatten sich auf die Plätze acht und neun gefahren. Als schnellster Rookie war unterdessen Lucas Auer auf Platz 15 unterwegs. Maximilian Götz stand immer noch in der Box. Tom Blomqvist hatte Rang 18 eingenommen. Nachdem man Timo Glock wieder auf die Strecke hinaus geschickt hatte, konnte er sich auf Platz neun fahren. Er versuchte aber noch einen weiteren Anlauf um weiter nach vorne zu kommen. Er schaffte es auch und konnte drei Ränge gut machen. In den letzten vier Minuten schickte mann dann Maximilian Götz auf die Reise.

Alle anderen begaben sich nun auch noch einmal hinaus. In der Schlußphase katapultierte sich Augusto Farfus dann auf Platz eins. Eine Zeit von 1:31,266 Minuten war nun zu knacken. Auf Platz zwei und drei lagen Marco Wittmann und Antonio Felix da Costa zeitlgleich auf. Als die Zeit abgelaufen war hatte sich Augusto Farfus mit einer Zeit von 1:31,266 Minuten die Pole für den ersten Lauf an diesem Wochenende gesichert, gefolgt von Marco Wittmann und Antonio Felix da Costa. Auf Platz fünf befindet sich der beste Mercedes-Pilot mit Gary Paffett. Direkt hinter ihm kommt der schnellste Audi-Mann mit dem Tabellenführer. Mattias Ekström und Pascal Wehrlein werden das Rennen von den Rängen 19 und 15 aus aufnehmen. In den Top 10 befinden sich sieben BMW-Piloten. Aus der vierten Startreihe nimmt der beste Rookie Tom Blomqvist das Rennen auf. Lucas Auer und Maximilian Götz stehen in der zehnten und zwölften Startreihe.

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Augusto Farfus (BMW Team RBM, Startplatz 1): "Ich habe am Norisring gesagt, dass ich hier um das Podium kämpfen will – und ich denke mit Startplatz eins habe ich den ersten Schritt in diese Richtung gemacht. Im Rennen ist ein guter Start wichtig, und ich hoffe, dass ich über die 40 Minuten Renndistanz mit meinen Reifen zurechtkomme. Alles in allem haben wir ein gutes Paket.“

Marco Wittmann (BMW Team RMG, Startplatz 2): "Es fühlt sich definitiv gut an, nach diesem schwierigen Saisonbeginn wieder so weit vorne zu stehen. Das Wochenende ging auf jeden Fall besser los als alle anderen dieses Jahr. Es ist schön in der ersten Reihe zu stehen und wieder dort zurück zu sein, wo wir letztes Jahr waren. Jetzt heißt es, die Startposition im Rennen umzusetzen und Punkte holen. Ich freue mich drauf. Ich denke gerade in Zandvoort ist der Startplatz besonders wichtig, da es schwierig ist, auf der Strecke zu überholen – und da ist die erste Reihe natürlich genau das Richtige.“

António Félix da Costa (BMW Team Schnitzer, Startplatz 3): "Ich habe mich heute morgen im Auto schon gut gefühlt. Hier in Zandvoort habe ich endlich den Grip, der hat mir in den ersten Rennen gefehlt. Ich konnte die Reifen bisher einfach nicht zum Arbeiten bringen. Aber wenn alles so funktioniert wie es soll, dann stehen die BMW auch wieder vorne wie man sieht. Wenn mir ein guter Start gelingt, hoffe ich, Marco oder Augusto aus der zweiten Reihe heraus attackieren zu können."

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Bei schönsten Sommerwetter nahmen die Protagonisten am Samstagabend um 18.03 Uhr ihren siebten Saisonlauf in Angriff. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne weiteres und der Pole-Setter konnte seine Position nicht behaupten, denn der Champion setzte sich neben Augusto Farfus und ging vorbei. Er setzte sich direkt mit einigen Wagenlängen ab. Mit viel Disziplin ging es durch die erste Kurve hindurch. Wenig später war Paul di Resta von der Strecke abgekommen, schoß durchs Kiesbett und schlug in die Leitplanken ein. Er war mit Robert Wickens aneinander geraten. Dieser Vorfall wurde im nachhinein von der Rennleitung untersucht. Sofort kam das Safety Car heraus und fing das Feld wieder ein. Nach der ersten Runde führte Marco Wittmann vor Antonio Felix da Costa und Maxime Martin. Gary Paffett und Jamie Green hatten ihre Plätze fünf und sechs behaupten können. Unterdessen hatte Maximilian Götz einen Platz gut gemacht. In dieser Safety Car Phase war Martin Tomczyk plötzlich mit Problemen unterwegs, er wurde immer langsamer. Nach fünf Runden erfolgte der Re-Start der zu Gunsten von Marco Wittmann ausging. Edoardo Mortara war zwischenzeitlich in die Box gekommen und musste einen Reifen wechseln.

Danach konnte er dem Feld hinterher eilen. Martin Tomczyk war nach fünf Runden in die Box gekommen. Bei ihm wechselte man hinten rechts den Reifen. An der Spitze hatten sich die ersten beiden mit über zwei Sekunden abgesetzt. Maxime Martin auf Rang drei hatte eine Armada von zehn Fahrzeugen hinter sich. Edoardo Mortara kam dann zum zweiten Mal hinein und musste das Fahrzeug nun endgültig abstellen. Auch Martin Tomczyk hatte man nicht mehr hinaus auf die Reise geschickt. Damit waren nur noch 21 Fahrzeuge mit im Spiel. Maximilian Götz lag auf Rang 20 und versuchte sich nun Lucas Auer zurecht zu legen. Pascal Wehrlein und Mattias Ekström hatten Plätze gut gemacht. Sie lagen auf den Rängen vierzehn und 15. Tom Blomqvist, der seinen achten Rang behaupten konnte war immer noch der beste Rookie im Feld. Der Pole-Setter war bis auf Platz vier zurückgefallen. Maxime Martin auf Rang drei hatte nach vorne und hinten etwas Luft. Einen harten Kampf lieferten sich Augusto Farfus und Gary Paffett um Platz vier. Der Tabellenführer führte auf Platz sechs eine Gruppe von acht Fahrzeugen an. Im hinteren Feld kämpften Miguel Molina, Timo Scheider und Robert Wickens um Platz 16. Zwischenzeitlich hatte Maximilian Götz Lucas Auer niedergerungen. Dieser musste sich auch noch Daniel Juncadella geschlagen geben. Danach nahm er nur noch Rang 21 ein.

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Der amtierende Champion an der Spitze durfte sich keinen Fehler erlauben, denn Antonio Felix da Costa saß ihm immer noch im Nacken. Nach dreizehn Runden hatte Miguel Molina wegen technischer Probleme die Box aufgesucht und beendete dort das Rennen früher als geplant. Tom Blomqvist musste sich harten Attacken gegenüber Timo Glock erwehren. Hier ging es um die achte Position. Der ehemalige Formel-1-Pilot hatte noch fünf Fahrzeuge im Schlepptau. Bei noch vierzehn Minuten zu fahrender Zeit hatte Timo Glock mit dem Rookie kurzen Prozess gemacht und war vorbeigegangen. Zu dieser Zeit war für Robert Wickens das Rennen in der Box früher beendet als geplant. Nach 16 Runden hatte Christian Vietoris in einer Runde gleich zwei Plätze eingebüst, denn Pascal Wehrlein und Mattias Ekström waren vorbeigezogen. In der Schlußphase wurde der Druck des Audi-Piloten auf dem amtierenden Champion immer stärker. Zu dieser Zeit hatte der Tabellenführer einen Fehler gemacht. Er war auf die Curbs gekommen, drehte sich und landete dann im Kies. Damit war das Rennen für ihn dort beendet. Die Rennleitung schickte nun nicht das Safety Car heraus, sondern es wurde eine Slow Zone eingerichtet. Hier durften die Fahrer nur 80 Km/h fahren.

Es standen noch sechseinhalb Minuten auf der Uhr. Das gesamte Rennen über dauerte der Führungskampf an. Genauso hart musste auch Augusto Farfus um seinen vierten Platz kämpfen, denn Gary Paffett versuchte ihn immer wieder in einen Fehler zu treiben. Auf Platz elf liegend hatte Adrien Tambay eine Durchfahrtsstrafe bekommen, weil er in der Slow Zone zu schnell unterwegs war. In der vorletzten Runde versuchte Gary Paffett an Augusto Farfus vorbeizugehen. Der Brite musste arg in die Eisen steigen. Wenig später versuchte er es noch einmal, mit der Folge das er ins Aus schoß und danach auf Rang elf sich wieder einreihen musste. Eine Runde später hatte Daniel Juncadella sich auch ins Aus befördert und konnte danach auf Platz 16 sein Rennen weiter fortsetzen. Nach 25 Runden wurde Marco Wittmann als Sieger abgewunken vor Antonio Felix da Costa und Maxime Martin. Als bester Rookie sah Tom Blomqvist als Siebter das Ziel. Pascal Wehrlein und Mattias Ekström wurden auf den Plätzen zehn und dreizehn gewertet. Maximilian Götz überquerte die Ziellinie auf Rang 15.

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In der Meisterschaft führt weiterhin Jamie Green mit 81 Punkten, gefolgt von Mattias Ekström mit 70 und Pascal Wehrlein 68 Punkten. Gooix/Original-Teile Mercedes-AMG führt die Teamwertung mit 104 Zähler an vor Audi Sport Team Abt Sportline mit 97 und Audi Sport Team Rosberg mit 83 Zähler. Audi hat mit 289 Punkten in der Konstruktionswertung die Nase vorne. Dahinter liegen Mercedes-Benz mit 236 und BMW mit 172 Punkten.

Von 9.45 Uhr bis 10.05 Uhr stand das warm up auf dem Zeitplan. Zunächst wechselten in dieser Zeit immer wieder die Positionen. Am Ende hatte sich dann Edoardo Mortara nach elf gefahrenen Runden mit einer Zeit von 1:32,716 Minuten in Szene gesetzt, gefolgt von Gary Paffett und Augusto Farfus. Der Tabellenführer befand sich auf Platz vier. Maximilian Götz lag als bester Rookie auf Rang fünf. Pascal Wehrlein musste sich mit Rang zwölf zufrieden geben. Mattias Ekström hatte keine gezeitete Runde zustande bekommen.

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CS

Bei kühlerem Wetter nahmen die Fahrer dann am Sonntagvormittag ihr zweites Qualifying in Angriff. Bei noch dreizehn Minuten zu fahrender Zeit hatte sich der amtierende Champion mit einer Zeit von 1:31,233 Minuten auf Platz eins gefahren, gefolgt von Antonio Felix da Costa und Jamie Green. Pascal Wehrlein befand sich auf Rang fünf. Zu dieser Zeit waren aber noch nicht alle hinausgefahren. Maximilian Götz hatte sich auf Rang vierzehn gefahren. Hinter ihm lag Lucas Auer. Tom Blomqvist war zu dieser Zeit als schnellster Rookie auf Rang vier unterwegs. Mattias Ekström wartete unterdessen noch in der Box. Nachdem der Schwede dann hinausgegangen war konnte er sich zunächst auf Platz vierzehn fahren. In der Schlußphase hatte sich Miguel Molina auf Rang drei gefahren. Bei noch vier Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Pascal Wehrlein auf Platz eins geschoben. Hinter ihm lag dann Christian Vietoris und Marco Wittmann.

Jamie Green und Mattias Ekström waren auf den Rängen sieben und 17 zurückgefallen. In der letzten Minute wechselten die Positionen immer wieder. Von Rang 21 hatte sich Maximilian Götz bis auf Platz sechs nach vorne katapultiert. Aber in der letzten halben Minute kamen die anderen angeflogen und der Rookie wurde nach hinten durchgereicht. Am Ende hatte sich Antonio Felix da Costa seine erste Pole mit einer Zeit von 1:30,483 Minuten geholt, gefolgt von Bruno Spengler und Augusto Farfus. Mattias Ekström und Pascal Wehrlein werden das Rennen aus der achten und dritten Startreihe aus aufnehmen. Letzterer war damit auch bester Mercedes-Mann. Der schnellste Audi-Fahrer mit Miguel Molina lag auf Platz fünf. Der beste Rookie war Maximilian Götz. Er nimmt das Rennen von Position vierzehn aus auf.

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CS

António Félix da Costa (BMW, Startplatz 1): "Wow! Meine erste Pole-Position in der DTM ist fantastisch. Ich habe hart daran gearbeitet, ein besserer Fahrer zu werden und in der DTM vorne dabei zu sein – die Arbeit hat sich offenbar gelohnt. Ich bin glücklich, hier in Zandvoort um Siege kämpfen zu können. Gestern war ich schon ganz nah dran. Mit Startplatz eins sind die Aussichten für das Rennen heute natürlich gar nicht so schlecht."

Bruno Spengler (BMW, Startplatz 2): "Nach meiner Pole-Position am Norisring wieder in der ersten Startreihe zu stehen, ist gut. Gestern konnte Marco von Platz zwei gewinnen. Mal sehen, was heute für mich möglich ist. Die Strecke fühlt sich gut an, sie hat mehr Grip als gestern. Das heißt, wir können auch mehr Speed mit in die Kurven nehmen. Das Wichtigste ist, dass wir sauber starten und alle gut durch die erste Kurve kommen. Es wäre sehr ärgerlich, wenn wir uns unter BMW-Kollegen nicht einigen könnten."

Augusto Farfus (BMW, Startplatz 3): "Gestern war ich von Startplatz eins aus nach der ersten Kurve Dritter, vielleicht kann ich das heute umkehren. Das Auto fühlt sich jedenfalls super an, und ich werde alles geben, um heute aufs Podium zu kommen."

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Am Sonntagnachmittag machte man sich bereit das zweite Rennen an diesem Wochenende unter die Räder zu nehmen. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne große Probleme und der Pole-Setter konnte sich gegenüber allen anderen durchsetzen und führte das Feld in die erste Kurve. Mit viel Disziplin ging es hier wieder hindurch. Pascal Wehrlein hatte Boden verloren. Unterdessen konnte der Pole-Setter sich bereits etwas absetzen. Überall im Feld wurde hart um jede Position bekämpft. Nach der ersten Runde führte weiterhin Antonio Felix da Costa vor Bruno Spengler und Augusto Farfus. Maximilian Götz hatte zwei Ränge eingebüst. Im Verlauf der zweiten Runde war Maxime Martin auf Abwegen unterwegs, nachdem er von Edoardo Mortara leicht berührt worden war. Danach musste er dem Feld hinterher eilen. Pascal Wehrlein befand sich auf Rang neun und versuchte Martin Tomczyk zu attackieren. In der dritten Runde war das Feld immer noch dicht beisammen. Zwischenzeitlich hatte Maximilian Götz Mattias Ekström im Heck sitzen. An der Spitze konnte sich der Pole-Setter nicht so richtig absetzen, denn die Meute blieb in Schlagdistanz. Sein Vorsprung betrug nur knappe 0,4 Sekunden.

Im Verlauf der sechsten Runde war ein harter Kampf zwischen Lucas Auer und Maxime Martin entstanden. Diese beiden tauschten auch etwas den Lack aus. Es ging hier um den vorletzten Platz. Maximilian Götz konnte im nachhinein den Schweden nicht halten und musste ihn ziehen lassen. Bis zu Adrien Tambay auf Platz vierzehn lag das Feld nach sechs Runden immer noch dicht beieinander. Danach riss das Feld ein wenig ab. Beim nächsten Umlauf hatte der Belgier den Österreicher niederringen können. Martin Tomczyk auf Rang acht wurde von Pascal Wehrlein hart attackiert. Nach elf Runden kamen Timo Glock und Jamie Green als Erste zum Pflichtboxenstopp herein. Beim nächsten Umlauf ging es in der Boxengasse rund, denn es kamen gleich sieben Fahrzeuge herein. Beim Herausfahren aus der Boxengasse wurde es zwischen Marco Wittmann und Miguel Molina ziemlich haarig. Marco Wittmann fuhr Miguel Molina nämlich den Spiegel ab. So nach und nach kamen auch die anderen Piloten zum Stopp herein. Damit geriet die Reihenfolge zunächst durcheinander. Nach vierzehn Runden führte Maximilian Götz das Feld an, aber er musste genauso wie Mike Rockenfeller, der hinter ihm lag noch zum Stopp herein kommen.

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In der 16. Runde ging es im Feld drunter und drüber. So wurde z.B. Lucas Auer von der Strecke gebracht durch Marco Wittmann. Wenig später waren sich Robert Wickens, Gary Paffett und Jamie Green nicht ganz einig, mit der Folge das Robert Wickens durch den Dreck musste. Martin Tomczyk rollte stark havariert beim nächsten Umlauf aus, zuvor hatte er Miguel Molina berührt. Lucas Auer war bei noch 30 Minuten zu fahrender Zeit in die Box gekommen. Mike Rockenfeller, Maximilian Götz, Nico Müller und Timo Scheider auf den Plätzen eins bis vier waren die einzigen Piloten die ihren Stopp noch nicht absolviert hatten. Zwischenzeitlich hatte der Audi-Pilot den Mercedes-Fahrer niederringen können und führte nun mit 1,7 Sekunden Vorsprung. Miguel Molina hatte eine Truppe von sechs Fahrzeugen hinter sich. Nach 20 Umläufen hatte man Mike Rockenfeller in die Box zitiert. Unterdessen war Robert Wickens erneut auf Abwegen unterwegs. Zu dieser Zeit war für Daniel Juncadella das Rennen neben der Strecke früher beendet als geplant, zuvor hatte er einen Schubser von Edoardo Mortara bekommen. An der Spitze hatte sich Maximilian Götz mit 2,1 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt.

Nach einiger Zeit war Daniel Juncadella dann zu seiner Crew zurückgekommen und man schob ihn dann zurück in die Garage. Auf Platz neun hatte es einen Wechsel gegeben und zwar waren Pascal Wehrlein und auch Christian Vietoris an Miguel Molina vorbeigegangen. Bei noch 22 Minuten zu fahrender Zeit war Maximilian Götz der einzige Pilot der seinen Pflichtboxenstopp noch nicht absolviert hatte. Unterdessen wurde Robert Wickens von Tom Blomqvist angeschubst, mit der Folge das der Brite sich raus drehte und danach dem Feld hinterher eilen konnte. Nach seinem Stopp musste sich Maximilian Götz auf Rang 17 wieder einreihen. Tom Blomqvist trat nun seine Durchfahrtsstrafe an. Danach kam er dann hinter Robert Wickens wieder zurück auf die Strecke. An der Spitze führte nun wieder der Pole-Setter mit 0,3 Sekunden vor Augusto Farfus und Bruno Spengler. Die ersten vier konnten sich mit über drei Sekunden vom übrigen Feld absetzen. Nico Müller musste sich harten Attacken von Maximilian Götz erwehren. Hier ging es um Rang 16. Jamie Green auf Platz dreizehn musste absolue Kampflinie fahren, denn die Attacken von Paul di Resta wurden Runde um Runde härter.

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Pascal Wehrlein auf Platz sechs führte eine Gruppe von vier Fahrzeugen an. In den letzten 15 Minuten konnte Tom Blomqvist Robert Wickens niederringen und Rang 19 einnehmen. Mattias Ekström hatte sich Christian Vietoris zurecht gelegt und konnte vorbeigehen. Er war von Platz 16 gestartet und lag nun auf Platz sieben. Der amtierende Meister versuchte Runde um Runde den Anschluß an das führende Quartett zu bekommen. Nico Müller musste nach 31 Runden mit Problemen in die Box kommen, nachdem er zuvor einen harten Kampf mit dem Mercedes-Rookie ausgefochten hatte. Er war nämlich hart über die Curbs gekommen. Dadurch konnte Maximilian Götz auf Platz 16 vorfahren. Paul di Resta und Timo Scheider hingen unterdessen immer noch hinter Jamie Green auf den Plätzen vierzehn und 15 fest. Die ersten vier an der Spitze fuhren wie an der Perlenschnur aufgezogen hintereinander her. Pascal Wehrlein musste hart um seine sechste Position kämpfen, denn Mattias Ekström drückte und drückte. Dieser hatte auch noch Christian Vietoris, Adrien Tambay, Gary Paffett und Mike Rockenfeller im Schlepptau. In der Schlußphase war Maximilian Götz Runde um Runde näher an Timo Scheider herangekommen.

In der letzten Runde war der Vorsprung des Audi-Piloten auf 1,8 Sekunden geschrumpft. Nach 39 Runden holte sich Antonio Felix da Costa seinen ersten Saisonsieg, gefolgt von Augusto Farfus und Bruno Spengler. Auf den ersten fünf Plätzen kamen BMW-Piloten ins Ziel. Pascal Wehrlein wurde als Sechster abgewunken und war damit schnellster Mercedes-Pilot. Hinter ihm war Mattias Ekström der beste Audi-Fahrer. Maximilian Götz beendete auf Platz 16 das Rennen und war damit der beste Rookie im Feld.

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In der Meisterschaft liegt Jamie Green weiterhin mit 81 Punkten auf Platz eins, gefolgt von Mattias Ekström mit 76 und Pasca Wehrlein mit ebenfalls 76 Punkten. In der Teamwertung liegt gooix/Original-Teile Mercedes-AMG mit 116 Punkte an der Spitze, gefolgt von Audi Sport Team Abt Sportsline mit 103 Punkten und Audi Sport Team Rosberg mit 93 Punkte. Auf Rang vier liegt mit 81 Punkten BMW Team RMG. Die folgenden Plätze belegen SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (80 Punkte), BMW Team MTEK (77 Punkte), BMW Team Schnitzer (63 Punkte), Audi Sport Team Abt (60 Punkte), BMW Team RBM (41 Punkte), Audi Sport Team Phoenix (41 Punkte), EURONICS/BWT Mercedes-AMG (39 Punkte) und PETRONAS Mercedes-AMG mit 14 Punkte. Audi hat in der Konstruktionswertung mit 297 Punkten die Nase vorne. Platz zwei und drei nehmen Mercedes-Benz mit 249 und BMW mit 237 Punkten ein.

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Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): "Nach dem gestrigen Traumergebnis konnten wir im zweiten Rennen ein weiteres Top-Ergebnis einfahren, obwohl es heute deutlich härter war. Es ist natürlich großartig, so viele BMW Fahrer so weit vorne zu sehen. Nach einem starken zweiten Platz gestern konnte António Félix da Costa seinen ersten Sieg in der DTM feiern – und das als erster Portugiese überhaupt. Er hat ein starkes Rennen gezeigt. Einfach war es für ihn nicht, denn er hatte seine ganzen BMW Kollegen direkt hinter sich. Den Sieg haben sich António und das BMW Team Schnitzer hart erarbeitet. Sie hatten in den vergangenen Monaten nicht nur leichte Zeiten. Glückwunsch an António und Schnitzer! Auch Augusto Farfus, Bruno Spengler, Timo Glock und Marco Wittmann haben ein tolles zweites Rennen gezeigt. Martin Tomczyk hatte wieder Pech, hat aber zuvor einmal mehr sein großes Kämpferherz gezeigt. Maxime Martin und Tom Blomqvist konnten zumindest am Samstag Punkte sammeln. Insgesamt fällt mein Fazit des Wochenendes natürlich sehr positiv aus. Hier kam für uns einfach alles zusammen. Im Hinblick auf die Gesamtsituation bleiben wir in unserer Einschätzung realistisch: Die Konkurrenz ist äußerst stark – viel stärker als es hier den Anschein hatte. Kleinigkeiten geben in der aktuellen DTM von Rennstrecke zu Rennstrecke den Ausschlag, die Zeitabstände im Qualifying sind immer äußerst eng. Wichtig ist: unser Teamgeist ist sehr stark, und den brauchen wir auch in den kommenden Monaten. Wir müssen weiter hart arbeiten. Ich möchte diesen Erfolg der ganzen Mannschaft widmen, auf die ich sehr stolz bin. Das haben sich alle hart erarbeitet. Heute feiern wir, aber in Spielberg werden die Karten wieder neu gemischt.“

António Félix da Costa (BMW Team Schnitzer, 1. Platz): "Ich bin sprachlos. Was für ein fantastisches Wochenende. Mein erstes Podium in der DTM gestern war schon großartig. Aber der heutige Tag mit der Poleposition und meinem ersten Sieg war einfach nur perfekt. Ich genieße jeden Moment. Hinter mir liegt eine schwierige Zeit. Danke an BMW Motorsport für die Unterstützung – und natürlich auch Danke an die Jungs vom BMW Team Schnitzer. Jetzt freue ich mich riesig auf das Heimspiel für meinen Red Bull BMW M4 DTM in Spielberg.“

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Augusto Farfus (BMW Team RBM, 2. Platz): "Ich bin sehr froh, dass ich es diesmal auf das Podium geschafft habe. Ich hatte gestern gesagt, dass mit Zandvoort noch eine Rechnung offen ist. Diese habe ich heute beglichen. Ich hatte ein perfektes Auto und denke, dass ich in der zweiten Rennhälfte einen Tick schneller war als António vor mir. Aber auf dieser Strecke ist es nahezu unmöglich zu überholen. Glückwunsch an ihn zu seinem verdienten ersten DTM-Sieg und an BMW zu zwei fantastischen Ergebnissen. Wir sind nach dem schwierigen Saisonstart stark zurückgekommen.“

Bruno Spengler (BMW Team MTEK, 3. Platz): "Ich freue mich sehr über den dritten Platz. Das Wochenende war für BMW einfach sensationell. Nach den harten Rennwochenenden zu Beginn der Saison haben wir uns zurückgekämpft. BMW Motorsport und mein Team haben tolle Arbeit geleistet. Mein Auto war heute perfekt. Leider habe ich nach dem Boxenstopp einen Platz verloren. Wir mussten ein bisschen warten, um kein ‚Unsafe Release’ zu riskieren. Dennoch war es ein toller Tag. Hoffentlich geht die Saison so weiter. Ich freue mich schon auf Spielberg.“

Timo Glock (BMW Team MTEK, 4. Platz): "Ich denke, ich kann mit dem, was wir heute erreicht haben, sehr zufrieden sein. Wir haben uns im Laufe des Rennwochenendes kontinuierlich gesteigert und ich hatte ein sehr gutes Auto. Vielen Dank dafür an meine Jungs vom BMW Team MTEK. Dank eines sehr guten Boxenstopps bin ich auf Platz vier nach vorn gekommen. Was mir insgesamt noch fehlt, ist das letzte Quäntchen im Qualifying, um weiter vorne starten zu können. Ich freue mich riesig für meinen letztjährigen Teamkollegen António. Ich denke, er war im Verlauf des Wochenendes der Schnellste. Er hat den Sieg verdient.“

Ulrich Fritz (Mercedes-AMG DTM Teamchef): "Alles in allem sind wir natürlich mit dem Ergebnis heute nicht zufrieden. Aber drei Mercedes-Benz Piloten in den Top-10 ist kein schlechtes Ergebnis. Es wäre sicher mehr drin gewesen, aber zumindest konnten wir den Abstand zu Audi in der Fahrer- und Herstellerwertung verkürzen und unseren Vorsprung in der Teamwertung ausbauen."

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Maximilian Götz, PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke): "Startplatz 14 war mein bislang bestes Qualifying-Ergebnis. Wenn man bedenkt, wie das Wochenende verlaufen ist, war ich damit echt happy. Im Rennen habe ich am Start einen Platz an Robert verloren. Danach konnte ich den 15. Platz gut halten. Ich bin vor meinem Boxenstopp sehr lange draußen geblieben und habe so sogar meine ersten Führungskilometer in der DTM gesammelt. Wenn wir ein bisschen früher gestoppt hätten, wäre vielleicht mehr drin gewesen. Aber der Aufwärtstrend ist vorhanden - vor allem im Qualifying. Jetzt freue ich mich auf Spielberg. Dort möchte ich da weitermachen, wo wir hier aufgehört haben."

Pascal Wehrlein, gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA): "Mit Platz sechs bin ich einigermaßen zufrieden. Unser Speed war gut und im Rennen war denke ich mehr drin. Mein Start war leider sehr schlecht. Wir haben in diesem Jahr viele Probleme mit der Kupplung und heute hat es wieder nicht geklappt. Meine Pace war gut, bis zu dem Duell mit Molina. Dabei wurde mein Auto so stark beschädigt, dass ich mich am Ende stark verteidigen musste. Ich hatte Angst, dass ich einen Reifenschaden davontragen würde. Meine Lenkung stand total schief und mir fehlten viele Aerodynamikteile. Es war Glück, dass ich das Rennen so beenden konnte."

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Für die ganze Mannschaft war das ein ziemlich schwieriges Wochenende. Jeder bei Audi Sport kämpft lieber um Siege als um ein paar Punkte. Aber angesichts der Gewichtssituation ging es in Zandvoort vor allem um Schadensbegrenzung. Das ist uns am Sonntag mit Mattias (Ekström) gelungen. Beim aktuellen Reglement der DTM muss man auch solche Wochenenden verkraften. Unser Blick richtet sich schon jetzt nach vorn zum Red Bull Ring, wo die drei Hersteller gewichtsmäßig wieder enger zusammenliegen werden als hier.“

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VL

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM, 7. Platz): „Wenn man in der DTM um den Titel fahren möchte, sind an manchen Wochenenden Punkte genauso wertvoll wie ein Pokal. Das war dieses Mal der Fall. Das Rennen am Sonntag war eines der härteren Sorte – bei vielen Zweikämpfen meiner Kollegen hatte ich einen Logenplatz. Ich selbst habe versucht, mich aus allem herauszuhalten. Das ist gut gelungen, denn mein Audi RS 5 DTM ist ohne einen Kratzer im Parc fermé angekommen. Die Meisterschaft verspricht spannend zu werden. Ich kann jetzt bei einigen Tagen Urlaub in Italien durchatmen und dann greifen wir in Spielberg wieder voll an.“

Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM, 11. Platz): „Wir sind mit einer anderen Erwartungshaltung angereist, zumal Zandvoort eine Strecke ist, die mir sehr gut liegt. Am Samstag habe ich mit Platz acht das in meinen Augen maximal Mögliche herausgeholt. Am Sonntag ist es bei Platz elf geblieben. Das lag zum einen ganz klar an dem Extragewicht, das unsere Autos an Bord hatten. Auf der anderen Seite müssen wir erst einmal versuchen, innerhalb der Audi-Familie an die Spitze zu kommen. Dafür müssen wir das Optimum aus dem Auto herausholen, was uns bisher noch nicht gelungen ist.“

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CS

 


 

Ergebnis Lauf 7 - Zandvoort

DTM - Veranstalter:  . N.A.V.B.V. - Ort: Zandvoort - Niederlande
Gestartet: 24 Fahrzeuge - Gewertet: 18 - Streckenl_nge: 4,307 km - Renndistanz: 107,675 km - Dauer: 25 Runden

Pl. Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / R_ckstand
1 1 Wittmann, Marco BMW Team RMG BMW M4 DTM 42:30,240
2 13 da Costa Antonio Felix BMW Team Schnitzer BMW M4 DTM + 0,464
3 36 Martin, Maxime BMW Team RMG BMW M4 DTM + 2,229
4 18 Farfus, Augusto BMW Team RBM BMW M4 DTM + 3,768
5 7 Spengler, Bruno BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 4,514
6 16 Glock, Timo BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 6,054
7 31 Blomqvist, Tom BMW Team RBM BMW M4 DTM + 7,273
8 99 Rockenfeller, Mike  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 7,837
9 51 M_ller, Nico Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM + 8,677
10 94 Wehrlein, Pascal gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 9,041
11 2 Paffett, Gary EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 12,217
12 8 Vietoris, Christian gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 12,906
13 5 Ekstr_m, Mattias Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 15,738
14 10 Scheider, Timo  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 17,847
15 84 G_tz, Maximilian PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 20,492
16 12 Juncadella, Daniel PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 24,636
17 22 Auer, Lucas EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 25,656
18 27 Tambay, Adrien Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM + 30,023
- 53 Green, Jamie Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM - 8 laps
- 6 Wickens, Robert SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ - 10 laps
- 17 Molina, Miguel Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM - 12 laps
- 48 Mortara, Edoardo Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM - 19 laps
- 77 Tomczyk, Martin BMW Team Schnitzer BMW M34DTM - 20 laps
- 3 Di Resta, Paul SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ - 25 lapd
Schnellste Runde: Start-Nr. 13 - da Costa, Antonio Felix   in 1:33,462 Min. = 165,898 km/h in 9 Rd.

Ergebnis Lauf 8 - Zandvoort

DTM - Veranstalter:  . N.A.V.B.V. - Ort: Zandvoort - Niederlande
Gestartet: 24 Fahrzeuge - Gewertet: 21 - Streckenl_nge: 4,307 km - Renndistanz: 167,973 km - Dauer: 39 Runden

Pl. Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / R_ckstand
1 13 da Costa Antonio Felix BMW Team Schnitzer BMW M4 DTM 1:02,07,601
2 18 Farfus, Augusto BMW Team RBM BMW M4 DTM + 0,473
3 7 Spengler, Bruno BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 1,091
4 16 Glock, Timo BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 1,710
5 1 Wittmann, Marco BMW Team RMG BMW M4 DTM + 4,975
6 94 Wehrlein, Pascal gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 10,954
7 5 Ekstr_m, Mattias Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 11,275
8 8 Vietoris, Christian gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 11,567
9 27 Tambay, Adrien Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM + 11,910
10 2 Paffett, Gary EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 12,247
11 99 Rockenfeller, Mike  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 12,661
12 17 Molina, Miguel Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 15,130
13 53 Green, Jamie Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM + 15,942
14 3 Di Resta, Paul SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 16,456
15 10 Scheider, Timo  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 16,853
16 84 G_tz, Maximilian PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 18,319
17 36 Martin, Maxime BMW Team RMG BMW M4 DTM + 29,708
18 31 Blomqvist, Tom BMW Team RBM BMW M4 DTM + 32,670
19 6 Wickens, Robert SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 52,235
20 22 Auer, Lucas EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 52,818
21 51 M_ller, Nico Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM - 8 laps
- 48 Mortara, Edoardo Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM - 18 laps
- 12 Juncadella, Daniel PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ - 18 laps
- 77 Tomczyk, Martin BMW Team Schnitzer BMW M34DTM - 23 laps
Schnellste Runde: Start-Nr. 16 - Glock, Timo   in 1:33,635 Min. = 165,592 km/h in 15 Rd.

 

 

Lauf 3 - Norisring

Doppelsieg für Mercedes / Bruno Spengler holt sich den letzten Platz auf dem Siegerpodest

Vom 26. bis 28. Juni stehen die Läufe fünf und sechs der DTM im Rennkalender. Diesmal wird auf dem Stadtkurs von Nürnberg, dem Norisring gefahren. Es ist die kürzeste Strecke im Kalender. Der 2,3 Kilometer lange Norisring gilt als das Monaco der DTM. So wie die Formel-1-Piloten im Fürstentum durch enge Straßenschluchten fahren, kommen die DTM-Fahrer den Mauern auch auf dem engen Stadtkurs in Nürnberg extrem nah. Für die Piloten ist es das Highlight im Terminkalender. Drei Siege in vier Rennen - Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg) ist derzeit in bestechender Form. Der Brite (75 Punkte) hat sich in der Fahrerwertung bereits einen kleinen Vorsprung verschafft und liegt 17 Zähler vor den punktgleichen Markenkollegen Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) und Edoardo Mortara (Audi Sport Team Abt), beide haben 58 Punkte auf ihrem Meisterschaftskonto. Entschieden ist damit doch noch lange nichts. 14 Rennen stehen noch aus und allein in Nürnberg sind an beiden Renntagen insgesamt 50 Punkte zu gewinnen. Nun ist es aber gerade jener Jamie Green, der mit den Begebenheiten des Norisrings bestens klarkommt.

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Vier Siege (2008, 2009, 2010 und 2012) brachten ihm den Titel ‚Mr. Norisring’ ein. Dass er diese Erfolge alle für Mercedes-Benz einheimste, sollte für die Erfolgsaussichten Ende Juni keine Rolle spielen. Zwei Jahre nach seinem Wechsel zu Audi scheint nun alles zu passen. Schon im Vorjahr fuhr er mit seinem neuen Team auf den zweiten Rang. Trotz der momentanen Überlegenheit Audis ist der Ausgang der beiden Qualifyings und Rennen völlig offen. Zumal die Ingolstädter durch das erfolgreiche Abschneiden mit gehörig Zusatzgewicht in ihren Wagen auf die Strecke gehen müssen. Vor allem für die beiden Lokalmatadoren Maximilian Götz (PETRONAS Mercedes-Benz) und Vorjahreschampion Marco Wittmann (BMW Team RMG)) ist das Wochenende in Nürnberg etwas Spezielles. Maximilian Götz möchte hier in seiner ersten DTM-Saison erstmals in die Punkte fahren.

Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg): "Es gibt viele harte Bremspunkte. Das mag ich sehr. Damit komme ich gut klar."

Maximilian Götz (PETRONAS AMG-Mercedes): "Der Norisring versprüht ein ganz besonderes Flair. Zudem werden viele Freunde und Familie an der Strecke sein."

 

Marco Wittmann (BMW Team RMG): "Der Norisring ist meine Heimstrecke. Hier war ich schon als kleiner Bub. Ein absolutes Highlight."

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Bei herrlichstem Sommerwetter nahmen die Piloten am Freitagnachmittag ihr erstes freies Training unter die Räder. In diesen 45 Minuten wechselten die Positionen des öfteren. Am Schluß hatte sich der Brite Gary Paffett (EURONICS/BWT Mercedes) mit 39 Runden und einer Zeit von 48,553 Sekunden in Szene gesetzt. Hinter ihm lagen Paul di Resta (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG) und Bruno Spengler (BMW Team MTEK). Der Tabellenführer hatte sich auf Rang fünf platziert und war damit auch bester Audi-Pilot im Feld. Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) und Edorado Mortara (Audi Sport Team Abt) mussten sich zunächst mit den Plätzen zwölf und 19 zufrieden geben. Als schnellster Rookie war Maximilian Götz (PETRONAS Mercedes-AMG)auf Platz 15 unterwegs.

Das zweite freie Training stand für die Protagonisten am Samstagmorgen bei ganz anderen Witterungsbedingungen auf dem Zeitplan. Die Strecke war nass und es regnete immer noch. Der ein oder andere Fahrer hatte hier so seine kleinen Probleme, so auch Pascal Wehrlein, der zuviel riskiert hatte und im Reifenstapel landete. Die Zeiten gegenüber dem Vortrag wurden nicht schneller. Als schnellster Pilot war nun Robert Wickens (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG) mit 35 Runden und einer Zeit von 54,933 Sekunden unterwegs, gefolgt von Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) und Timo Glock (BMW Team MTEK). Die ersten drei aus dem freien Training vor Vortag nahmen die Ränge zwölf, 23 und 16 ein. Jamie Green konnte seinen fünften Rang behaupten. Mattias Ekström und Edoardo Mortara lagen nun auf den Plätzen vierzehn und 19. Maximilian Götz musste sich diesmal mit Rang 24 zufrieden geben. Auf Platz 17 war nun als bester Rookie Tom Blomqvist (BMW Team RBM) unterwegs.

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Am Samstagmittag wurde es ernst, denn nun mussten die Protagonisten ihre Startaufstellung für das Rennen am Nachmittag ausfahren. Timo Glock setzte für alle anderen eine Zeit von 55,621 Sekunden, gefolgt von Pascal Wehrlein und Bruno Spengler. Jamie Green befand sich nach drei Runden auf Platz 15. An der Spitze änderten sich immer wieder die Namen. Christian Vietoris hatte sich nach fünf Runden an die Spitze gefahren. Beim nächsten Umlauf hatte sich Martin Tomczyk in Szene gesetzt. Maximilian Götz hatte sich zwischenzeitlich auf Rang 22 gefahren. Edoardo Mortara und Mattias Ekström lagen auf den Rängen neun und 19. Nach zehn gefahrenen Runden hatte sich der Rookie Lucas Auer mit einer Zeit von 53,785 Sekunden auf Platz eins gefahren. Maximilian Götz hatte sich unterdessen bis auf Platz vier nach vorne katapultiert. Aber die Zeiten wurden Runde um Runde schneller. In der Schlußphase war in der Boxengasse viel los, denn man zog nochmals neue Reifen auf.

Der amtierende Meister Marco Wittmann konnte sich mit einer Zeit von 52,264 Sekunden auf die Pole fahren. Dabei sollte es es aber nicht bleiben, denn bei noch vier Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Miguel Molina in Führung gesetzt. Wiederum purzelten die Zeiten, so setzte Pascal Wehrlein mit 51,462 Sekunden für alle andere die Bestzeit. Maximilian Götz wurde auf Rang zehn gewertet. Runde um Runde jagte eine Bestzeit die andere. Beim letzten Umlauf konnte sich Gary Paffett auf Rang eins setzen. Er wurde aber von Christian Vietoris von dieser Position verdrängt. Die Pole-Position hatte sich Christian Vietoris mit 21 absolvierten Runden und einer Zeit von 50,640 Sekunden geholt, gefolgt von Gary Paffett und Jamie Green. Edoardo Mortara und Mattias Ekström werden das Rennen von den Plätzen 16 und 21 aus aufnehmen. Als bester Rookie steht Lucas Auer in der sechsten Startreihe. Maximilian Götz musste sich mit Startposition 20 zufrieden geben. Bester BMW-Pilot war Augusto Farfus auf der sechsten Startposition.

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Am Samstagnachmittag nahmen die Piloten ihren fünften Lauf unter die Räder nehmen. Als sie in der Startaufstellung standen fing es wieder an ganz leicht an zu regnen. Wobei der Himmel ziemlich finster aus sah. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne weiteres und Christian Vietoris konnte seine Position im nachhinein behaupten, den Gary Paffett hatte ihm in der Grundigkehre dann doch den Vorrang gelassen, um eine Kollision zu vermeiden. Einige der Piloten waren auf Regenreifen unterwegs. In der ersten Kurve waren sich Miguel Molina und Lucas Auer nicht ganz einig, mit der Folge das sie dort aneinander gerieten. Tom Blomqvist blieb dann auch noch an diesem Gespann hängen. Aus Sicherheitsgründen schickte die Rennleitung das Safety Car heraus. Nach der ersten Runde führte weiterhin Christian Vietoris vor Gary Paffett und Robert Wickens. Nach drei Runden erfolgte der Re-Start, der zu Gunsten von dem Pole-Setter ausging. Unterdessen war Tom Blomqvist in die Box gekommen und wechselte auf Regenreifen. Jamie Green war auf Rang elf zurückgefallen. Mike Rockenfeller der von Rang 22 aus ins Rennen gegangen war lag bereits auf Platz zehn. Überall im Feld wurde hart um jede Position gekämpft.

An der Spitze hatte sich Christian Vietoris mit 1,0 Sekunden abgesetzt. Gary Paffett hatte sich harten Attacken von Robert Wickens zu erwehren. Nach fünf Runden erhielt Miguel Molina eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts. Diese trat er dann auch sofort an. Danach konnte er dann dem Feld hinterher eilen. Unterdessen war Maxime Martin mit technischen Problemen in die Box gekommen und beendete das Rennen früher als geplant. Maximilian Götz hatte zwei Plätze gut machen können und versuchte nun den Anschluss an Mattias Ekström auf Rang 17 zu bekommen. Auf dem Vormarsch war auch Timo Scheider. Von hinten gestartet lag er nach sieben Runden bereits auf Platz 16. Daniel Juncadella versuchte beim nächsten Umlauf Martin Tomczyk auf Platz fünf zu attackieren. Der Führende konnte sich zwischenzeitlich Runde um Runde weiter absetzen. Timo Glock auf Platz dreizehn fahrend hatte eine Armada von vier Fahrzeugen hinter sich. Im Verlauf der zehnten Runde konnte Gary Paffett Robert Wickens nicht mehr halten und musste ihn ziehen lassen. Eine Runde später kam Tom Blomqvist zu seiner Crew zurück und beendete dort das Rennen.

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Jamie Green, Mattias Ekström und Miguel Molina lagen bei noch 26 Minuten zu fahrender Zeit nur auf den Rängen elf, 17 und 22. Nach vierzehn Runden hatte Gary Paffett die Box aufgesucht und wechselte auf Slicks. Er kam hinter Pascal Wehrlein auf Rang neun wieder auf die Strecke. Christian Vietoris, Robert Wickens und Mike Rockenfeller kamen auch hinein und wechselten auf Slicks. Sie mussten sich ebenfalls hinter Pascal Wehrlein wieder einreihen. Dieser war auf den profillosen Reifen gestartet und hatte nun die Führung übernommen. Wenig später berührten sich Jamie Green und Paul di Resta. Danach war für Letzteren das Rennen gelaufen. An der Spitze führte unterdessen Pascal Wehrlein mit einem Vorsprung von 2,9 Sekunden gefolgt von Christian Vietoris und Robert Wickens. Jamie Green, Miguel Molina und Mattias Ekström hatten sich verbessern können, denn sie nahmen nun die Ränge sieben, elf und vierzehn ein. Auf Platz zwei hatte es einen Wechsel gegeben und zwar war Robert Wickens an Christian Vietoris vorbeigegangen. Maximilian Götz hatte das Rennen auch früher aufgegeben als geplant, denn er kam mit einem Getriebeschaden zur Box zurück. Auf Position drei war unterdessen Gary Paffett gefahren, nachdem er Christian Vietoris niedergerungen hatte.

Augusto Farfus auf Platz fünf war zu dieser Zeit der beste BMW-Pilot. Alle Hände voll zu tun hatte Robert Wickens, denn der Brite setzte ihn immer mehr unter Druck. Augusto Farfus musste sich mit Bruno Spengler, Jamie Green und Martin Tomczyk auseinander setzen. Hier ging es um die fünfte Position. Nach 30 Runden hatte der Brasilianer in einer Runde gleich zwei Plätze verloren, denn Bruno Spengler und Jamie Green waren an ihm vorbeigezogen. Von alledem bekam Pascal Wehrlein nichts mit, sein Vorsprung war etwas geschrumpft und zwar auf 1,7 Sekunden. Er musste aber aufpassen, denn die hinter ihm Fahrenden fuhren fast alle eine 49iger Zeit. Sein Vorsprung schrumpfte nun immer mehr. Nach 34 Runden waren Robert Wickens, Gary Paffett und auch Christian Vietoris an dem Führenden dran. Pascal Wehrlein an der Spitze musste absolute Kampflinie fahren. Hinter diesem Quartett riss das Feld mit über vier Sekunden ab. Jamie Green konnte Martin Tomczyk in den letzten drei Minuten nicht mehr halten und musste ihn ziehen lassen.

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Einen harten Kampf lieferten sich auch Edoardo Mortara und Antonio Felix da Costa um den elften Platz. Mattias Ekström hatte immer noch keinen Weg gefunden an Timo Glock auf Platz dreizehn vorbeizugehen. Nach 46 Runden holte sich Pascal Wehrlein seinen zweiten Sieg in seiner DTM-Karriere, gefolgt von Robert Wickens und Gary Paffett. Jamie Green, Mattias Ekström und Edoardo Mortara sahen das Ziel auf den Plätzen sieben, elf und 17. Lucas Auer war auf ang 17 der beste Rooki8e im Feld.

In der Meisterschaft führt weiterhin Jamie Green mit 81 Punkten vor Mattias Ekström mit 58 und Edoardo Mortara ebenfalls mit 58 Punkten. Auf Platz eins in der Teamwertung befindet sich Audi Sport Team Rosberg mit 91 Zähler vor Audi Sport Team Abt Sportsline mit 85 und gooix/Original-Teile Mercedes-AMG mit 75 Zähler. Audi hat in der Konstruktionswertung mit 271 Punkten die Nase vorne. Mercedes-Benz und BMW folgen mit 162 und 72 Punkten.

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Pascal Wehrlein (gooix/Original-Teile Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team HWA), Sieger: "Ein schwieriges Rennen, aber ein super Ergebnis für das Team und mich. Es war die Entscheidung meines Ingenieurs, auf Slicks zu starten. Am Ende haben beide Strategien funktioniert, auch wenn meine Reifen etwas mehr abgebaut haben, weil ich sie von Anfang an drauf hatte. Zu Rennbeginn war es extrem schwierig, das Auto mit den Trockenreifen auf der Strecke zu halten. Auf einem Stadtkurs wie hier ist es sehr leicht, Fehler zu machen. Dann ist das Rennen vorbei. Deshalb war das Rennen gerade zu Beginn ziemlich aufregend. Robert und Gary waren am Ende etwas schneller. Deshalb war es wichtig, dass ich keinen Fehler machte, sonst hätten sie mich bekommen."</p>

Robert Wickens (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team HWA), Zweiter: "Wir hatten heute eine gute Strategie. Auf den Slicks loszufahren, war ein sehr großes Risiko. Wir hatten uns hier zum Ziel gesetzt, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Das ist uns gelungen. Dazu die ersten vier Plätze für Mercedes, das ist ein super Ergebnis. Vor allem Pascal hat eine super Leistung auf den Slicks gezeigt, Gratulation."

Gary Paffett (EURONICS/BWT Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team ART), Dritter: "Eine Podiumsplatzierung ist natürlich ein tolles Ergebnis für unser Team. Wenn man von Platz zwei startet, will man aber natürlich auch das Rennen gewinnen. Die Wetterverhältnisse waren heute nicht einfach. Das Team hat aber einen super Job gemacht und die richtigen Entscheidungen getroffen. Am Ende wurden wir immer schneller und konnten somit den dritten Platz einfahren. Dieser Vierfachsieg ist ein großartiges Ergebnis für unsere Mannschaft."

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Maximilian Götz (PETRONAS Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team Mücke), ausgefallen: "Mein Start war okay. Ich fuhr in der ersten Kurve etwas defensiv, weil ich nichts riskieren wollte. Es war die richtige Entscheidung, auf Slicks zu starten. Dadurch sind wir gut nach vorne gekommen. Dann hatte ich leider einen Getriebeschaden. Zu diesem Zeitpunkt war ich schneller unterwegs als die Autos vor mir. Jetzt müssen wir genau analysieren, woran das gelegen hat. Leider blieb mir nichts anderes übrig, als das Auto abzustellen. Das ist natürlich besonders schade hier bei meinem Heimrennen."

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef: "Es ist natürlich ein großartiges Ergebnis für Mercedes-Benz, einen Vierfachsieg einzufahren. Sowohl das Team als auch die Fahrer haben heute einen perfekten Job gemacht und damit die Basis für diesen Erfolg gelegt. Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen: morgen ist noch ein Rennen."

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Es war die prognostizierte Wetter-Lotterie. Wir haben eine gute Performance gezeigt und vier Autos in den Top-10 platziert. Besonders Bruno Spengler und Martin Tomczyk waren auf den Positionen fünf und sechs bei wechselnden Bedingungen hervorragend unterwegs – wobei die beiden mit unterschiedlichen Reifen ins Rennen gegangen sind. Bei abtrocknender Strecke war unser Speed insgesamt okay. Insgesamt haben wir uns gegenüber den Auftaktrennen verbessert. Darauf können wir aufbauen. Glückwunsch an Mercedes, die einmal mehr hier am Norisring siegreich waren.“

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Bruno Spengler (BMW Team MTEK, 5. Platz): „Die Streckenbedingungen waren heute schwierig einzuschätzen. Daher galt es, schon vor dem Rennen die richtige Entscheidung zu treffen, was die Reifen angeht. Mein Ingenieur hat auf Slicks gesetzt. Das war genau die richtige Wahl. Ich bin gut durch das Feld gekommen. Danke an mein Team und Kompliment für den guten Job, den alle gemacht haben. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ausgang meines Rennens, weiß aber, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Ich freue mich, dass wir heute Punkte holen konnten.“

Martin Tomczyk (BMW Team Schnitzer, 6. Platz): „Ich bin insgesamt zufrieden – obwohl mich die Safety-Car-Phase ein bisschen geärgert hat. Sie hat mich ein noch besseres Ergebnis gekostet. Trotzdem denke ich, dass unsere Strategie, auf Regenreifen loszufahren, richtig war. Meine Pace war gut, ich war schnell unterwegs. Das Rennen hätte gerne noch ein paar Runden länger gehen können.“

Augusto Farfus (BMW Team RBM, 8. Platz): „Es war sehr schwierig, die richtige Reifenwahl zu treffen. Mein Team hat richtig entschieden. Aber wir hatten im Rennen eine Menge Untersteuern. Wir konnten nicht die Performance zeigen, die wir zeigen wollten. Es ist schade, denn wir hatten das ganze Wochenende über eine starke Pace, haben dann aber im Rennen Schwierigkeiten bekommen. In der Schlussphase bekam ich dann ein Problem und bin um ein paar Positionen zurückgefallen. Wir werden die Zeit nutzen, das Auto noch einmal genau anzuschauen und für morgen ein paar Verbesserungen vorzunehmen.“

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CS

Im sonntägigen warm up dominierte auch wiederum Mercedes. Dieses fand bei strahlendem Sonnenschein satt. In dieser Session drehte sich Paul di Resta. Er hatte noch Glück das er nicht in die Mauer einschlug. Am Ende dieser zwanzig Minuten war Robert Wickens mit 48,372 Sekunden der schnellste Mann im Feld, gefolgt von Pascal Wehrlein und Paul Di Resta. Maximilian Götz nahm Rang 16 ein. Der Tabellenführer wurde als Vierter gewertet. Edoardo Mortara und Mattias Ekström mussten sich mit den Plätzen elf und zwölf zu frieden geben. Maxime Martin auf Platz sechs war schnellster BMW-Pilot.

Um 11.40 Uhr am Sonntag mussten die Piloten nun ihre Startaufstellung für den Lauf am Nachmittag ausfahren. Nach drei Runden hatte Christian Vietoris für alle anderen eine Zeit von 48,423 Sekunden gefahren, gefolgt von Mattias Ekström und Maxime Martin. Maximilian Götz befand sich auf Platz zwölf. Bei der nächsten Umrundung hatte sich dieser auf Rang drei nach vorne katapultiert. Bei dieser Reihenfolge sollte es aber nicht bleiben. Denn Robert Wickens war schneller unterwegs und setzte für alle anderen eine Zeit von 48,298 Sekunden. Platz zwei und drei nahmen zu dieser Zeit Christian Vietoris und Maxime Martin ein. Jamie Green lag auf Rang fünf. Maximilian Götz war auf Platz dreizehn zurückgefallen. Er war zu dieser Zeit aber trotzdem schneller als die beiden anderen Rookies im Feld. Die Piloten waren nach und nach wieder zur Box zurückgekommen und zogen noch einmal frische Reifen auf.

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In der Schlußphase hatte Bruno Spengler Platz drei eingenommen. Unterdessen war Edoardo Mortara nur auf Platz 21 unterwegs. Bei noch drei Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Lucas Auer auf Rang vier nach vorne gefahren. Zu dieser Zeit hatte es an der Spitze einen Wechsel gegeben und zwar war Christian Vietoris mit 48,284 Sekunden auf Platz eins gefahren. Jamie Green hatte sich von Rang sieben auf Platz fünf verbessert. In der letzten Minute hatte sich Bruno Spengler auf die Pole gefahren und zwar mit einer Zeit von 48,280 Sekunden. Am Ende hatte sich der Francokanadier Startplatz eins gesichert. Hinter ihm werden Christian Vietoris und Robert Wickens starten. Auf Startplatz fünf befindet sich der schnellste Rookie mit Lucas Auer. Edoardo Mortara und Mattias Ekström werden das Rennen aus der neunten und zweiten Startreihe aus aufnehmen. Maximilian Götz nimmt das Rennen von Platz 16 aus auf.

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Am Sonntagnachmittag wurde dann das zweite Rennen an diesem Wochenende bei herrlichstem Sommerwetter in Angriff genommen. Nach der Einführungsrunde funktionierte auch dieser Start ohne große Probleme und Bruno Spengler konnte seine Pole gegenüber der Konkurrenz behaupten. Weit gefächert ging es in die Grundigkehre hinein. Hier gab es dann auch schon die ersten Feindberührungen. Überall im Feld wurden harte Positionskämpfe ausgetragen. Nach der ersten Runde führte Bruno Spengler mit 0,4 Sekunden, gefolgt von Robert Wickens und Christian Vietoris. Zu dieser Zeit suchten Mike Rockenfeller und auch Augusto Farfus die Box auf und damit war das Rennen früher beendet als geplant. Nach zwei Runden musste auch Maximilian Götz das Rennen in der Box aufgeben, bevor es überhaupt richtig angefangen hatte. Zuvor fuhr er nebeneinander mit Martin Tomczyk und Edoardo Mortara auf die Spitzkehre z,. Davor berührten sich alle drei. Das übrige Feld stand und Maximilian Götz krachte in dieses hinein. Unterdessen kam Timo Glock mit einem stark havarierten Fahrzeug in die Box gefahren. Das Safety Car musste dann herauskommen, weil Timo Glock seine Fronthaube verloren hatte und diese auf der Strecke lag. Der Re-Start erfolgte nach sieben Runden und ging zu Gunsten des Führenden aus. Er musste aber absolute Kampflinie fahren, denn Robert Wickens Attacken wurden immer härter. Lucas Auer hatte zwischenzeitlich einen Platz gut gemacht und war auf Rang vier bester Rookie.

Jamie Green und Mattias Ekström hatten Plätze verloren. Sie fuhren auf den Rängen zehn und fünf. Edoardo Mortara hatte sich auf Platz 17 gefahren und versuchte an dem amtierenden Meister vorbeizukommen. Nach zehn Runden lag das Feld immer noch dicht beisammen. Rundenlang ging es wie an der Perlenschnur aufgezogen hintereinander her. Im Verlauf der vierzehnten Runde setzte sich Robert Wickens in der Grundigkehre innen neben Bruno Spengler und ging vorbei. Wenige Meter weiter verlor der Francokanadier gleich vier Plätze. Danach war er nur noch auf Rang fünf unterwegs. Platz zwei und drei hatten Christian Vietoris und Lucas Auer eingenommen. Mattias Ekström hatte sich auch noch an Bruno Spengler vorbeigedrängt. In der 17. Runde war der Schwede dann an Lucas Auer vorbeigegangen. Dieser wollte aber nicht klein beigeben und auf der Start und Zielgeraden fuhren beide nebeneinander auf die Grundigkehre zu. Dort geriet Lucas Auer leicht ins Schlingern. Er musste hinter Mattias Ekström bleiben. Hinter dem Rookie befanden sich Bruno Spengler, Pascal Wehrlein, Gary Paffett und Paul di Resta. Danach riss das Feld ein wenig ab. Maxime Martin auf Platz neun musste sich harten Attacken von Antonio Felix da Costa erwehren. Dieser hatte auch noch Jamie Green und Daniel Juncadella im Schlepptau.

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Nach 20 Runden war Maxime Martin auf Platz zwölf zurückgefallen. An der Spitze hatten sich Robert Wickens und Christian Vietoris mit über zwei Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Mattias Ekström auf Platz drei hatte eine Armada von fünf Fahrzeugen hinter sich. Nach 22 Runden waren Daniel Juncadella und Adrien Tambay an der Box und hatten sich zu einem frühen Reifenwechsel entschieden. Maxime Martin und Nico Müller waren die nächsten die zum Boxenstopp hereinkamen. Der Tabellenführer auf Platz elf liegend holte man nach 25 absolvierten Runden zum Stopp herein. Er musste sich hinter Daniel Juncadella wieder einreihen. Der Boxenstopp von Adrien Tambay dauerte länger als geplant, man hatte Schwierigkeiten mit der rechten vorderen Radmutter. Pascal Wehrlein und der amtierende Meister waren bei noch 38 Minuten zu fahrender Zeit in die Box gekommen. Gary Paffett hatte bei seinem Boxenstopp an Boden verloren. Beim nächsten Umlauf kamen Mattias Ekström und Bruno Spengler zum Stopp herein. Bei beiden funktionierte alles nach Plan. Sieben Fahrzeuge waren nach 30 Runden noch nicht in der Box gewesen. Robert Wickens hatte alle Hände voll zu tun sich Christian Vietoris vom Hals zu halten, denn der Abstand betrug nur 0,4 Sekunden.

Der Führende kam nach 34 Runden in die Box. Damit hatte Christian Vietoris die Führung übernommen, gefolgt von Paul di Resta und Lucas Auer. Diese beiden waren auch noch nicht zum Pflichtboxenstopp drin gewesen. Eine Runde später war auch Christian Vietoris zur Box zitiert worden. Lucas Auer und Miguel Molina waren nach 36 Runden die einzigen Piloten die sich noch keine neuen Reifen geholt hatten. Lucas Auer kam beim nächsten Umlauf herein und musste zunächst seine fünf Sekunden Zeitstrafe absetzen. Robert Wickens führte unterdessen das Feld wieder an. Hinter ihm lag Miguel Molina, dieser musste aber noch die Box aufsuchen, gefolgt von Christian Vietoris und Mattias Ekström. Miguel Molina wurde wenig später von Christian Vietoris und dann auch noch von Mattias Ekström niedergerungen. Seine Reifen bauten nun Runde um Runde immer mehr ab. Bei noch 24 Minuten zu fahrender Zeit musste sich jetzt Miguel Molina neue Reifen holen. Damit waren nun alle in der Box gewesen. Mit einem Vorsprung von 2,3 Sekunden war Robert Wickens schon wieder auf und davon gefahren. Mattias Ekström musste sich unterdessen mit Bruno Spengler auseinander setzen. Hier ging es um die dritte Position. Pascal Wehrlein konnte in der Grundigkehre Paul di Resta niederringen und nahm nun Platz fünf ein.

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Nachdem Lucas Auer wieder auf die Reise geschickt worden war musste er sich auf Platz elf wieder einreihen. Er versuchte sich jetzt Maxime Martin zurecht zu legen. Rundenlang dauerten die Zweikämpfe auf der Strecke an. In den letzten 15 Minuten waren Maxime Martin und Lucas Auer auf Jamie Green aufgelaufen. Hier ging es um die neunte Position. Die ersten drei fuhren mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Letzterer hier war Mattias Ekström, dieser hatte Beschäftigung, denn Bruno Spengler saß ihm immer noch im Nacken. Hinter diesen beiden kamen die nächsten Kampfhähne mit Pascal Wehrlein und Paul die Resta. In der 60. Runde presste sich Maxime Martin mit Lackaustausch innen an Jamie Green vorbei. Beim nächsten Umlauf musste sich der Schotte auch noch dem Österreicher geschlagen geben. Maxime Martin und Lucas Auer konnten sich auch direkt absetzen. Nach 61 Runden kam der Tabellenführer in die Box und musste sich einen neuen linken Reifen holen. Pascal Wehrlein hatte in der Grundigkehre die Türe zu weit auf gemacht und dies nutzte Paul di Resta sofort aus und fuhr damit auf Platz fünf vor. Absolute Kampflinie musste Maxime Martin fahren, denn immer wieder versuchte Lucas Auer an ihm vorbeizugehen.

Von alledem bekam Robert Wickens an der Spitze nichts mit, denn er war mit 4,4 Sekunden auf und davon gefahren. Zu dieser Zeit gab Nico Müller das Rennen mit einem technischen Defekt in der Box auf. Unterdessen biss sich Bruno Spengler die Zähne an Mattias Ekström aus. In der Schlußphase hatte Pascal Wehrlein sich wieder auf Rang fünf nach vorne gearbeitet. In der letzten Minute ging es in der Grundigkehre zwischen Mattias Ekström und Bruno Spengler zur Sache. Der Francokanadier drückte sich innen hinein und zog vorbei. Rad an Rad ging es hier hindurch. Robert Wickens wurde nach 74 Runden als Sieger abgewunken vor Christian Vietoris und Bruno Spengler. Mattias Ekström, Edoardo Mortara und Jamie Green kamen auf den Plätzen vier, 15 und 19 ins Ziel. Lucas Auer beendete das Rennen auf Rang neun als bester Rookie.

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Robert Wickens (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team HWA), Sieger: "Was für ein Rennen. Ich hatte einen guten Start und bin von Startplatz drei auf Platz zwei nach vorne gekommen. Danach war ich schneller als Bruno Spengler vor mir. So konnte ich ihn dann auch überholen. Wir waren in den vergangenen Jahren immer stark auf dem Norisring. Aber an diesem Wochenende hatten wir bei allen Bedingungen ein super schnelles Auto. Gestern Zweiter, heute Erster: das ist ein großartiges Wochenende für mich und das gesamte Team."

Christian Vietoris (gooix/Original-Teile Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team HWA), Zweiter: "Ich bin sehr stolz auf das Team. Wir waren gestern und heute bei unterschiedlichen Bedingungen sehr stark im Qualifying. Im Rennen konnte ich mich von Mattias Ekström absetzen. Leider habe ich beim Boxenstopp ein bisschen Zeit auf Robert verloren. Dennoch bin ich sehr glücklich, auf dem Podium zu stehen. Wir hatten das gesamte Wochenende über ein starkes Auto. Was für Robert gilt, gilt somit auch für mich: gestern Vierter, heute Zweiter - unter dem Strich war es ein großartiges Wochenende für mich."

Lucas Auer( EURONICS/BWT Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team ART), Neuneter: "Es war trotz allem ein super Rennen. Ich hatte einen unglaublichen Start und konnte direkt Mattias Ekström überholen. Danach war meine Pace sehr gut. Leider habe ich eine 5-Sekunden-Zeitstrafe erhalten. Das hat mein Rennen etwas kaputt gemacht. Aber am Ende konnte ich ein gutes Rennen gegen Jamie Green und Maxime Martin fahren. So gesehen bin ich mit dem Tag zufrieden. Jetzt habe ich meine ersten Punkte im Sack. So kann es gerne weitergehen."

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef: "Wir haben am Norisring ein perfektes Wochenende erlebt, dafür will ich mich bei unserem gesamten Team bedanken. Nach dem Ergebnis am Lausitzring ist das Resultat eine Erleichterung. Natürlich freuen wir uns auch, dass unsere Serie, am Norisring den bestplatzierten Fahrer zu stellen, nicht gerissen ist."

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Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Nach dem Regen-Roulette am Samstag war das Rennen heute besser berechenbar. Der Norisring ist eine ganz spezielle Strecke, wo der eine oder andere Fahrer mit seiner Erfahrung eine Extra-Schippe drauflegen kann. Das ist Bruno Spengler mit der Poleposition im Qualifying gelungen, seine Runde war wirklich perfekt. Im Rennen hat Bruno dann zudem sein großes Kämpferherz gezeigt, zum richtigen Zeitpunkt attackiert und verdient den ersten Podestplatz der Saison für uns geholt. Das war heute eine ganze starke Vorstellung unseres DTM-Champions von 2012. Auch Maxime Martin hat kompromisslos um jeden Meter gekämpft und die Punkteränge erreicht. In unserer aktuellen Situation sind dies genau die Eigenschaften, die wir zeigen müssen, um wieder dahin zu kommen, wo wir hin wollen. Das war nach den ersten beiden schwierigen Rennwochenende ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wenn alle Parameter stabil sind, bin ich überzeugt, dass es langsam, aber stetig besser werden wird. Glückwunsch an Mercedes, die hier in Nürnberg seit Jahren erfolgreich sind.“

Bruno Spengler (BMW Team MTEK, 3. Platz): „Ich freue mich riesig über den dritten Platz. Dennoch bin ich auch ein kleinwenig enttäuscht. Natürlich hätte ich das Rennen gerne gewonnen. Aber die beiden Mercedes waren heute nicht zu schlagen. Ich wurde bis auf den fünften Rang durchgereicht, habe mich aber dann zurückgekämpft. Der Fight mit Mattias Ekström um Rang drei hat großen Spaß gemacht. Eigentlich hat er keinen Fehler gemacht, dennoch konnte ich ihn auf den letzten Metern überholen. Danke ein mein Team. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt den Boxenstopp absolviert. Dieses Fenster zu treffen, war heute nicht leicht. Auch aufgrund der tollen Strategie bin ich am Ende auf das Podium gefahren.“

Dieter Gass (Leiter DTM bei Audi Sport): „Auf dem Norisring machen sich die Performance-Gewichte besonders bemerkbar. Das haben unsere Wettbewerber erwartungsgemäß ausgenutzt, vor allem die Kollegen aus Stuttgart. Unsere Fahrer hatten es dieses Wochenende wirklich nicht leicht. Zwei waren dabei ‚outstanding’: Jamie (Green) und Mattias (Ekström). Die beiden haben die Grenzen der Physik an diesem Wochenende infrage gestellt: Jamie am Samstag, Mattias am Sonntag. Schade ist, dass Jamie am Sonntag um mögliche weitere Punkte gebracht wurde. Ich bin nicht damit einverstanden, wie man heute mit dem Meisterschaftsführenden umgegangen ist. Wenn man Jamie Green so hart angeht, dass er wegen eines Reifenschadens an die Box kommen muss, ist das nicht okay. Das Überholmanöver von Bruno Spengler gegen Mattias Ekström war ebenfalls hart, blieb aber fair. So etwas wollen die Fans sehen.“

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Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM) Platz 17 / Platz 4: „Das zweite Rennen war spannend. Der Kampf um Platz drei hat Spaß gemacht. Leider haben meine Reifen drei, vier Runden vor Schluss unter dem hohen Gewicht nachgelassen. Deshalb konnte ich meinen Vorsprung nicht mehr verteidigen. Ich kannte mein Limit, habe Bruno Spengler Platz gelassen und ihm ist ein gutes Manöver gelungen. Er war auch in der Vergangenheit sehr fair zu mir, deshalb habe ich ihm diese Chance gelassen. Er hat den Pokal verdient. Ich bin von dem Rennergebnis überhaupt nicht enttäuscht, denn man darf nie vergessen, wie groß unser Nachteil beim Gewicht war. Es war eines der besten Rennen meiner Karriere. Das Rennen lief fehlerfrei und mein Team hat eine gute Abstimmung gefunden.“

Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM) Platz 16 / Platz 17: „Mein Wochenende hat schwierig begonnen und ebenso geendet. Im Regen lag ich unter den besten fünf, doch im Qualifying trocknete es ab und mir ist ein Fehler passiert. Am Sonntag war unsere Leistung viel zu schlecht. Wir konnten im Qualifying nichts ausrichten und haben im Rennen auch nicht um Punkte gekämpft. Das ist frustrierend. Einige Teamkollegen haben von Samstag auf Sonntag große Änderungen an der Abstimmung vorgenommen. In der Regel trifft man damit nicht gleich ins Schwarze, aber das war diesmal anders. Wir haben etwas gelernt, was wir hoffentlich in Zandvoort umsetzen können.“

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CS


Ergebnis Lauf 5 - Norisring

DTM - Veranstalter:  MCN e.V. - Ort: N_rnberg
Gestartet: 24 Fahrzeuge - Gewertet: 20 - Streckenl_nge: 2,300 km - Renndistanz: 111,80 km - Dauer: 46 Runden

Pl. Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / R_ckstand
1 94 Wehrlein, Pascal gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ 41:02,170
2 6 Wickens, Robert SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ +0,356
3 2 Paffett, Gary EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 0,742
4 8 Vietoris, Christian gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 1,362
5 7 Spengler, Bruno BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 2,784
6 77 Tomczyk, Martin BMW Team Schnitzer BMW M34DTM + 4,902
7 53 Green, Jamie Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM + 5,279
8 18 Farfus, Augusto BMW Team RBM BMW M4 DTM + 8,572
9 1 Wittmann, Marco BMW Team RMG BMW M4 DTM + 8,943
10 12 Juncadella, Daniel PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 9,262
11 48 Mortara, Edoardo Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM + 11,482
12 13 da Costa Antonio Felix BMW Team Schnitzer BMW M4 DTM + 13,318
13 16 Glock, Timo BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 15,990
14 99 Rockenfeller, Mike  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 17,695
15 22 Auer, Lucas EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 17,935
16 10 Scheider, Timo  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 20,717
17 5 Ekstr_m, Mattias Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 21,469
18 51 M_ller, Nico Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM + 25,638
19 27 Tambay, Adrien Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM + 40,423
20 17 Molina, Miguel Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 47,794
- 3 Di Resta, Paul SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ -29 laps
- 84 G_tz, Maximilian PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ - 29 laps
- 31 Blomqvist, Tom BMW Team RBM BMW M4 DTM - 36 laps
- 36 Martin, Maxime BMW Team RMG BMW M4 DTM - 41 laps
Schnellste Runde: Start-Nr. 53 - Green, Jamie   in 0:49,297 Min. = 167,962 km/h in 35 Rd.

 


 

Ergebnis Lauf 6 - Norisring

DTM - Veranstalter:  MCN e.V. - Ort: N_rnberg
Gestartet: 24 Fahrzeuge - Gewertet: 20 - Streckenl_nge: 2,300 km - Renndistanz: 170,20 km - Dauer: 74 Runden

Pl. Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / R_ckstand
1 6 Wickens, Robert SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ 1:01:35,767
2 8 Vietoris, Christian gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 7,239
3 7 Spengler, Bruno BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 10,975
4 5 Ekstr_m, Mattias Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 11,595
5 94 Wehrlein, Pascal gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 14,956
6 3 Di Resta, Paul SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 15,378
7 2 Paffett, Gary EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 16,098
8 12 Juncadella, Daniel PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 17,489
9 22 Auer, Lucas EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 32,871
10 36 Martin, Maxime BMW Team RMG BMW M4 DTM + 34,605
11 77 Tomczyk, Martin BMW Team Schnitzer BMW M34DTM + 38,455
12 13 da Costa Antonio Felix BMW Team Schnitzer BMW M4 DTM + 38,937
13 1 Wittmann, Marco BMW Team RMG BMW M4 DTM + 47,827
14 27 Tambay, Adrien Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM - 1 lap
15 48 Mortara, Edoardo Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM - 1 lap
16 31 Blomqvist, Tom BMW Team RBM BMW M4 DTM -1 lap
17 10 Scheider, Timo  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM - 1 lap
18 17 Molina, Miguel Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM - 1 lap
19 53 Green, Jamie Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM - 1 lap
20 51 M_ller, Nico Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM -9 laps
- 16 Glock, Timo BMW Team MTEK BMW M4 DTM - 71 laps
- 84 G_tz, Maximilian PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ - 72 laps
- 18 Farfus, Augusto BMW Team RBM BMW M4 DTM - 73 laps
- 99 Rockenfeller, Mike  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM - 73 laps
Schnellste Runde: Start-Nr. 6 - Wickens, Robert   in 0:48,178 Min. = 171,863 km/h in 70 Rd.

 

 

Lauf 2 - Lausitzring

Doppelsieg für Jamie Green / Audi dominierte in der Lausitz

Vom 29. bis 31. Mai findet nach einer vierwöchigen Pause der zweite Lauf der DTM statt. Gefahren wird im Osten auf dem Lausitzring. Die Strecke liegt im früheren Braunkohleabbaugebiet zwischen Berlin und Dresden. Sie ist 3,478 km lang und wird gegen den Uhrzeigersinn befahren. Sie weist neben einer langen Geraden ein technisch sehr anspruchsvolles Infield mit vielen langsamen Kurven und Schikanen auf. Im vergangenen Jahr erzielte Pascal Wehrlein in der Lausitz seinen ersten DTM-Sieg. Damit wurde er zum jüngsten Sieger in der Geschichte der Tourenwagenserie. Er liegt mit 22 Zähler als bester Mercedes-Pilot auf Rang vier in der Meisterschaft. Als Tabellenführer kommt Edoardo Mortara (Audi Sport Team Abt) mit 30 Punkten hierher angereist, gefolgt von Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) mit 25 Punkten und einem weiteren Audi-Piloten und zwar Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg), der ebenfalls 25 Punkte auf seinem Konto hat. Martin Tomczyk (BMW Schnitzer) hat zwölf Punkte und ist damit der beste BMW-Fahrer im Feld.

 

Der 3,478 Kilometer lange Lausitzring mit seinem Mix aus schnellen, mittleren und langsamen Kurven sowie der langen Start-Ziel-Geraden und Höchstgeschwindigkeiten von rund 240 km/h ist eine Rennstrecke, auf der sich Audi in der Vergangenheit häufig schwer tat. Erst zweimal (2005 und 2011) überquerte dort ein Audi-Pilot die Ziellinie als Sieger – einmal mit extrem knappem Vorsprung. 2005 setzte sich Mattias Ekström in einem packenden Duell gegen Gary Paffett im Mercedes-Benz durch. Zehn Jahre später könnte es nun zu einer Neuauflage des Duells der beiden erfolgreichsten aktiven DTM-Piloten kommen. Ein besonderes Rennen erwartet auch der aktuelle Tabellenführer Edoardo Mortara. Der Italiener, der vor einem Jahr auf dem Lausitzring aufgrund einer missglückten Reifenstrategie eines der schwierigsten DTM-Rennen seiner Karriere erlebte.

Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Gary hing mir damals das ganze Rennen lang im Nacken. Ich durfte mir keinen Fehler leisten."

Edoardo Mortara (Audi Sport Team Abt): "Ich bin erstmals in meiner DTM-Karriere ganz oben, das macht mich stolz."

Dieter Grass (Audi): "Beim neuen Format mit zwei Rennen pro Wochenende und einer extremen Taktung für alle Beteiligten ist das noch mehr der Fall als bisher. Das hat man in Hockenheim bei Jamie Green gesehen: Am Samstag hat er gewonnen, am Sonntag blieb er ohne Punkte. Bei Mattias Ekström war es genau umgekehrt."

Charly Lamm (Teamchef, BMW Team Schnitzer): "Der Lausitzring ist immer für eine Überraschung gut. 2012 konnten wir dort auf Anhieb einen DTM-Sieg feiern. In den vergangenen beiden Jahren verliefen die Lausitz-Rennen für uns hingegen eher durchwachsen. Der vierte Platz von Martin Tomczyk beim zweiten DTM-Lauf in Hockenheim hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und daran wollen wir auf dem Lausitzring mit beiden Fahrern anknüpfen."

Martin Tomczyk (BMW Team Schnitzer): "Der Lausitzring ist eine Strecke, die wir grundsätzlich sehr gut kennen. Und wir wissen, dass wir dort schnell sein können. Allerdings wird die Herausforderung sein, dieses Potenzial auch auf den Punkt abzurufen. Unsere Konkurrenz ist stark. Aber auch wir haben auf dem Lausitzring schon gezeigt, dass dort gut unterwegs sein können."

António Félix da Costa (BMW Team Schnitzer): "Im vergangenen Jahr habe ich mich etwas schwer getan, denn es war mein erstes Rennen im BMW M4 DTM auf dem Lausitzring. Jetzt habe ich eine viel bessere Vorstellung davon, was mich erwartet. Das hilft mir hoffentlich dabei, gleich von Beginn an eine gute Pace zu haben. Die Ergebnisse des Hockenheim-Wochenendes waren enttäuschend. Aber im Qualifying am Sonntag habe ich gezeigt, wozu ich fähig bin. Ich weiß also, dass ich sehr schnell sein kann, wenn alles zusammenpasst. Das ist das Ziel für das Wochenende."

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Tom Blomqvist (BMW Team RBM): "Mein allererstes DTM-Rennwochenende war eine fantastische Erfahrung. Ich habe eine Menge gelernt und fühle mich bestens vorbereitet für die zweite Runde auf dem Lausitzring. Unsere Pace in Hockenheim war gut. Allerdings konnten wir sie nicht in gute Ergebnisse verwandeln. Das will ich auf dem Lausitzring definitiv ändern."

Pascal Wehrlein (Mercedes-AMG DTM Team HWA): "Ich freue mich schon sehr auf das nächste Rennen auf dem Lausitzring. Letztes Jahr habe ich dort meinen ersten Sieg geholt und habe dadurch natürlich besonders gute Erinnerungen an die Strecke. Zudem war der Lausitzring die letzten Jahre immer eine sehr erfolgreiche Strecke für die Mercedes-Fahrer und ich denke, dass wir auch dieses Jahr wieder sehr stark sein werden. Mein Ziel ist natürlich, zwei Podiumsplätze einzufahren und wie immer mein Bestes zu geben. Es macht Spaß zu sehen, dass wir einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Unser Team hat hart gearbeitet. Ich bin mir sicher, dass wir mit einem konkurrenzfähigen Auto an den Start gehen werden."

Ulrich Fritz (Mercedes-AMG DTM Teamchef): "Die Podiumsplätze am Auftaktwochenende in Hockenheim haben unserer gesamten Mannschaft gut getan und waren ein verdienter Lohn für die harte Arbeit über den Winter. Dennoch ist sich das ganze Team bewusst, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, wenn wir regelmäßig um Top-Plätze in der DTM fahren wollen. Mit dem Lausitzring kommt nun eine Strecke, auf welcher wir in den letzten zehn Jahren acht Siege eingefahren haben. Klar ist aber auch, dass Erfolge in der Vergangenheit niemals ein Garant für ein erfolgreiches Wochenende in der Zukunft sind. Natürlich wäre es schön, am Wochenende einen Sieg-Hattrick zu erzielen, nachdem Gary und Pascal in den letzten beiden Jahren hier gewinnen konnten, aber das ist wie gesagt im engen Wettbewerb der DTM nicht vorhersehbar. Das macht die Serie eben auch so reizvoll."

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Das erste freie Training stand für die 23 Piloten am Freitagnachmittag von 15.55 Uhr bis 16.45 Uhr auf dem Programm. Immer wieder kam es zu Positionskämpfen. Zum Schluß konnte sich der Brite Tom Blomqvist (BMW Team RBM) mit einer Zeit von 1:18,145 Minuten und 23 absolvierten Runden gegenüber allen anderen durchsetzen. Hinter ihm lag Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) und der amtierende Meister Marco Wittmann (BMW Team RMG). Direkt hinter ihm lag der Dritte in der Meisterschaft Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg). Edoardo Mortara (Audi Sport Team Abt), der die Tabelle anführt musste sich zunächst mit Platz sechs zufrieden geben. Als bester Mercedes-Pilot nahm der Canadier Robert Wickens (Silberpfeil Energy Mercedes-AMG) Rang neun ein. Maximilian Götz (PETRONAS Mercedes-AMG) wsurde auf Rang 16 gewertet.

Am Samstagmittag stand das zweite freie Training über 45 Minuten auf dem Zeitplan. Die Zeiten gegenüber gestern wurden schneller. Zunächst einmal wechselten die Positionen immer wieder. Jamie Green konnte sich dann am Ende mit einer Zeit von 1:17,430 Minuten und 24 gefahrenen Runden in Szene setzen. Hinter ihm lagen Edoardo Mortara und Tom Blomqvist. Mattias Ekström musste sich diesmal mit Position sieben zufrieden geben. Marco Wittmann hatte sich zeitmäßig gegenüber gestern verbessern können, lag aber trotzdem nur auf Platz 16. Robert Wickens auf Platz vier war auch in dieser Session wiederum der schnellste Mercedes-Mann. Maximilian Götz musste sich nun mit Position 23 begnügen.

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Von 15.00 Uhr bis 15.20 Uhr wurde es ernst für die Piloten, denn nun stand das Qualifying auf dem Zeitplan, in dem sie ihre Startaufstellung für das Rennen am Samstagabend ausfahren. Als erste gingen Mike Rockenfeller, Timo Scheider, Christian Vietoris und Lucas Auer auf die Strecke hinaus. Die anderen folgten dann aber auch direkt hinter diesen, denn der Himmel wurde immer dunkler und jeder wollte dieses Zeittraining im Trockenen hinter sich bringen. Die Positionen wechselten dann im Sekundentakt. Nach fünf Minuten gefahrenener Zeit hatte sich Jamie Green mit einer Zeit von 1:17,829 Minuten an die Spitze gefahren, gefolgt von Maxime Martin und Robert Wickens. Vier Minuten später hatte sich Miguel Molina an die Spitze gefahren. Er setzte für alle anderen eine Zeit von 1:17,438 Minuten. Auf Platz drei hatte sich der amtierende Meister geschoben. Maximilian Götz befand sich auf Platz 20. Tom Blomqvist lag als beser Rookie zu dieser Zeit auf dem achten Rang. Mattias Ekström und Marco Wittmann waren bei noch acht Minuten zu fahrender Zeit in die Box gefahren und warteten ab.

Zwischenzeitlich hatte sich Pascal Wehrlein auf Rang zehn liegend noch einmal auf die Strecke begeben. Danach hatte er sich auf Rang drei katapultiert. Als Marco Wittmann auf seiner schnellen Runde unterwegs war, hatte er einen Fehler gemacht und musste durch den Dreck. Maxime Martin auf Platz sieben betätigte sich zu dieser Zeit als Rasenmäher. Nachdem Mattias Ekström zuviel riskiert hatte und etwas durch den Dreck musste, drehte er sich dann. Er setzte danach aber seine Fahrt weiter fort. Am Ende hatte niemand die Zeit von Miguel Molina mit 1:17,438 Minuten knacken können und damit wird er am Samstagabend von der Pole aus ins Rennen gehen, gefolgt von zwei weiteren Audi-Piloten und zwar Jamie Green und Edoardo Mortara. Mattias Ekström startet aus der zweiten Startreihe. Bester Mercedes und BMW-Pilot sind Pascal Wehrlein und Marco Wittmann. Sie werden von den Rängen fünf und sechs aus ins Rennen gehen. Die drei Rookies Tom Blomqvist, Lucas Auer und Maximilian Götz stehen in der fünften und elften Startreihe.

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Ihren dritten Lauf in dieser Saison nahmen die Fahrer am Samstagabend unter die Räder. Als man in die Startaufstellung fahren wollte, fing es leicht an zu tröpfeln. Marco Wittmann und Augusto Farfus waren nach dem Qualifying bestraft worden und zwar hatte Marco Wittmann einen Kollegen behindert und wurde deswegen um fünfte Startplätze nach hinten versetzt. Augusto Farfus war im Qualifying Maximilian Götz ins Auto gefahren und musste nun von ganz hinten starten. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne weiteres und Miguel Molina konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Mit viel Disziplin ging es hier hindurch. Überall wurden schon harte Positionskämpfe ausgetragen. Nach der ersten Runde führte Miguel Molina mit einem knappen Vorsprung von 0,7 Sekunden, gefolgt von Jamie Green und Edoardo Mortara. Marco Wittmann hatte einen Platz gut gemacht. Lucas Auer war unterdessen mit Problemen unterwegs, denn er drehte sich vor Start und Ziel. Danach musste er dem Feld hinterher eilen. Augusto Farfus hatte in der Zwischenzeit einige Plätze gut gemacht. Er kam aber nach zwei gefahrenen Runden in die Box und musste wegen technischer Probleme aufgeben. Maximilian Götz lag zu dieser Zeit auf Rang 18 und versuchte Paul di Resta unter Druck zu setzen. Ihm im Nacken lag aber Christian Vietoris.

Die ersten fünf lagen dicht beieinander. Danach riss das Feld ein wenig ab. Als bester Rookie war unterdessen Tom Blomqvist auf Platz sieben unterwegs. Nach fünf gefahrenen Runden hatte Maximilian Götz Paul di Resta niederringen können. Er versuchte nun den Anschluß an Martin Tomczyk auf Rang 16 zu bekommen. Maxime Martin von Platz acht gestartet hatte sich hinter Mattias Ekström auf Rang vier eingereiht und konnte das Tempo der vier führenden Audi-Piloten mitgehen und war damit schnellster BMW-Pilot. Hinter ihm lag der beste Mercedes-Fahrer mit Robert Wickens. In der dreizehnten Runde hatte Pascal Wehrlein einen Platz gut gemacht, nachdem er Robert Wickens auf Rang sechs niedergerungen hatte. Einen harten Zweikampf lieferten sich Felix da Costa und Nico Müller um Platz 15. Im nachhinein drehte sich dann Nico Müller und musste dann von Platz 22 wieder das Feld von hinten aufräumen. Marco Wittmann führte eine Armada von vier Fahrzeugen an. Zwischenzeitlich hatte Tom Blomqvist zwei Plätze eingebüst. Wenig später hatte er dann einen Ausritt ins Grüne. Danach befand er sich dann auf Platz 22 wieder.

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Marco Wittmann musste absolute Kampflinie fahren, denn immer wieder versuchte Daniel Juncadella an ihm vorbeizukommen. Maximilian Götz auf Platz 15 musste sich harten Attacken von fünf Fahrzeugen zur Wehr setzen. Daniel Juncadella hatte Ende Start und Ziel mit stehenden Reifen zu kämpfen. Konnte dann kurz an dem amtierenden Meister vorbeigehen, doch im nachhinein behielt Marco Wittmann seine neunte Position. An der Spitze tat sich rundenlang nichts. Bei noch elf Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Mike Rockenfeller an Bruno Spengler und Marco Wittmann vorbeigefahren und lag damit auf Platz zehn. Zu dieser Zeit hatte Maximilian Götz auf Platz 15 nach vorne und hinten genug Luft. Der amtierende Meister konnte im nachhinein den Druck von Martin Tomczyk nicht mehr stand halten und musste ihn ziehen lassen. Jamie Green auf Platz zwei versuchte durch Lichthupenzeichen den Führenden aus dem Konzept zu bringen. Doch so leicht ließ sich der Spanier nicht aus der Ruhe bringen. In der Schlußphase hatte es einen Führungswechsel gegeben und zwar war der Brite Ende Start und Ziel an dem Spanier vorbeigegangen.

Jamie Green konnte sich auch direkt mit einigen Wagenlängen absetzen. Beim nächsten Umlauf musste der Pole-Setter dann auch noch Edoardo Mortara ziehen lassen. Jetzt bekam er es mit Mattias Ekström zu tun. Miguel Molina war bei eineinhalb Runden von Rang eins bis auf Platz vier zurückgereicht worden, denn Ende Start und Ziel war auch Mattias Ekström vorbeigezogen. In den letzten zweieinhalb Minuten täuschte Pascal Wehrlein Ende Start und Ziel rechts an und zog dann links innen vorbei. Zu dieser Zeit hatte Maxime Martin noch mit Robert Wickens und Timo Scheider zu kämpfen. Marco Wittmannn auf Rang dreizehn hatte Paul di Resta und Maximilian Götz im Schlepptau. Timo Scheider versuchte in der letzten Runde noch Maxime Martin niederzuringen. Mit einem Vorsprung von 4,2 Sekunden wurde Jamie Green nach 32 Runden als Sieger abgewunken, gefolgt von Edoardo Mortara und Mattias Ekström. Miguel Molina überquerte die Ziellinie auf Platz vier. Bester Mercedes-Pilot war Pascal Wehrlein auf Rang fünf und der schnellste BMW-Fahrer wurde mit Maxime Martin auf Rang sieben gewertet. Maximilian Götz sah als Fünfzehnter die schwarz/weiß karrierte Flagge und war wiederum bester Rookie im Feld.

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In der Meisterschaft führt Jamie Green mit 50 Punkten vor Edoardo Mortara mit 48 und Mattias Ekström mit 40 Punkten. In der Teamwertung hat Audi Sport Team Rosberg mit 58 Zähler die Nase vorne, gefolgt von Audi Sport Team Abt Sportsline mit 52 und Audi Sport Team Abt mit 48 Zähler. Auf Rang eins in der Konstruktionswertung liegt Audi mit 182 Punkten. Platz zwei und drei nehmen Mercedes-Benz mit 77 und BMW mit 44 Punkten ein.

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef: "Der Start ist leider nicht optimal verlaufen, sodass Pascal und Robert Positionen verloren haben. Zwar konnten die beiden sich zurückkämpfen und zumindest noch ihre Ausgangspositionen zurück gewinnen. Das Ergebnis ist aber natürlich nicht zufriedenstellend. Mehr war heute aber leider nicht drin. Jetzt werden wir schauen, wo wir uns für morgen noch verbessern können."

Pascal Wehrlein (gooix/Original-Teile Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team HWA): "Mein Start war leider nicht gut. Dadurch habe ich ein paar Positionen verloren. Das hat mein Rennen ein bisschen kaputt gemacht. Denn mein Speed war im Rennen sehr gut. Durch den schlechten Start musste ich aber erst einmal die verlorenen Plätze wiedergutmachen. Wenn wir in Zweikämpfen stecken, können wir nicht unsere optimale Pace zeigen. Am Ende konnte ich auf die Audis aufholen, aber insgesamt bin ich mit diesem Rennen nicht ganz zufrieden. Es wäre mehr möglich gewesen."

Robert Wickens (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team HWA): "Platz sechs ist in Ordnung. Immerhin bin ich ins Ziel gekommen, von wo ich gestartet bin. Mein Start war sehr gut, aber leider blieb ich dann in Kurve eins außen hängen. Ich dachte mir, dass dies besser ist, als weit hinausgetragen zu werden und so vielleicht in die Wiese zu kommen. Ein Punkteergebnis ist gut. Natürlich möchte ich immer mehr. Hoffentlich gelingt mir das morgen."

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Daniel Juncadella (PETRONAS Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team Mücke): "Ich bin mit meiner ersten Punkteplatzierung in dieser Saison zufrieden. Das Rennen war nicht einfach. Ich habe meine Vorderräder in der ersten Kurve blockiert, als ich Marco Wittmann überholen wollte. Danach war meine Pace nicht mehr ganz so gut wie am Anfang. Insgesamt war unser Auto gut genug für ein Top-5-Ergebnis. Wenn ich mich morgen etwas besser qualifiziere, kann ich noch mehr erreichen."

Maximilian Götz (PETRONAS Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team Mücke): "Mein Start war miserabel. Ich kam einfach nicht gut weg. In der ersten Kurve war das aber gar nicht so schlecht. Denn so konnte ich mir alles anschauen und mich an einigen Autos vorbeischlängeln. Somit habe ich wahrscheinlich mehr Positionen gewonnen, als wenn mein Start besser gewesen wäre. Danach war meine Rennpace gut. Ich konnte einige Autos überholen und lag das gesamte Rennen hinter Paul. Wir hätten beide schneller fahren können, aber die beiden BMW vor uns hielten uns etwas auf. Ich wollte jedoch kein großes Risiko eingehen und bin das Rennen sicher zu Ende gefahren."

Christian Vietoris (gooix/Original-Teile Mercedes-AMG, Mercedes-AMG DTM Team HWA): "Ein schwieriger Start ins Wochenende. Wir haben uns deutlich mehr erhofft. Nach dem Auftakt in Hockenheim kamen wir mit einem guten Paket hier an den Lausitzring, auf dem ich in der Vergangenheit schon zweimal auf dem Podium gestanden habe. Schade, dass heute nicht mehr drin war. Wir haben uns beim Setup extrem schwer getan. Morgen ist aber ein neuer Tag. Dann greifen wir wieder an."

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Von 9.50 Uhr bis 10.10 Uhr nahmen die Piloten am Sonntamorgen ihr warm up unter die Räder. Zunächst wechselten die Positionen des öfteren. Am Ende war Jamie Green nach zehn gefahrenen Runden mit einer Zeit von 1:17,761 Minuten der schnellste Mann im Feld, gefolgt von Mattias Ekström und Edoardo Mortara. Gary Paffett auf Platz fünf war bester Mercedes-Pilot und Timo Glock war schnellster BMW-Fahrer auf Rang acht. Marco Wittmann nahm Rang 16 ein. Maximilian Götz musste sich mit Platz 24 zufrieden geben.

Wenig später wurde es noch einmal ernst für die Protagonisten, denn nun mussten sie ihr zweites Zeittraining hinter sich bringen. Mike Rockenfeller, Martin Tomczyk und Timo Scheider waren die ersten die auf die Strecke hinaus gingen. So nach und nach begaben sich dann auch die anderen Piloten hinaus. Immer wieder wechselten die Namen an der Spitze. Bei noch zwölf Minuten zu fahrender Zeit war Jamie Green mit einer Zeit von 1:18,032 Minuten der schnellste Man im Feld, gefolgt von Nico Müller und Mike Rockenfeller. Unterdessen hatte Timo Glock zuviel riskiert drehte sich und schoß dann ab in den Dreck. Danach kam er erst einmal zu seiner Crew zurück. Wenig später verließ er die Boxengasse wieder. In den letzten sechs Minuten hatte Bruno Spengler es geschafft auf die zweite Position zu fahren. Timo Glock brachte die Reifen einfach nicht auf Temperatur um eine schnelle gezeitete Runde hinzulegen. Er befand sich zu dieser Zeit nur auf Platz 21.

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Robert Wickens hatte es in der Schlußphase übertrieben und schoß durch den Dreck. Damit konnte er sich von Platz 20 nicht verbessern. Nachdem Timo Scheider sich an die Spitze gefahren hatte, setzte Jamie Green noch eins drauf und fuhr mit einer Zeit von 1:17,386 Minuten auf Rang eins, gefolgt von Mattias Ekström und Miguel Molina. Edoardo Mortara hatte sich auf auf Platz fünf nach vorne katapultiert. Am Ende hatte sich Jamie Green mit sieben gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:17,386 Minuten die Pole-Position gesichert. Startplatz zwei und drei nehmen Mattias Ekström und Timo Scheider ein. Edoardo Mortara wird von Rang sechs starten. Bester BMW und Mercedes-Pilot waren Maxime Martin und Daniel Juncadella. Sie werden das Rennen aus der dritten und fünften Startreihe aus aufnehmen. Maximilian Götz hatte sich die Frontschürze im warm up beschädigt. Diese hatte man dann repariert und man schickte ihn jetzt nur zur Kontrolle hinaus, um alles in Ordnung war. Deswegen wird er am Nachmittag von hinten starten.

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Am Sonntagnachmittag stand dann das zweite Rennen an diesem Wochenende auf dem Zeitplan. Nach der Einführungsrunde funktionierte auch dieser Start. Jamie Green konnte seine Pole-Position nicht behaupten, denn Mattias Ekström griff ihn noch vor der ersten Kurve an und ging auch als Erster in diese hinein. Im gesamten Feld waren Positionskämpfe zu sehen. Marco Wittmann musste im nachhinein dem Feld hinterher eilen, da er in der ersten Runde bereits auf Abwegen im Kiesbett unterwegs war. Nach der ersten Runde führte Mattias Ekström mit einem Vorsprung von 0,7 Sekunden, gefolgt von Jamie Green und Miguel Molina. Daniel Juncadella hatte bereits zwei Plätze gut gemacht. Einen harten Kampf lieferten sich Martin Tomczyk und Adrien Tambay. Hier ging es um Position 17. Bereits nach zwei gefahrenen Runden musste Tom Blomqvist mit Problemen in die Box kommen und dort das Rennen früher beenden als geplant. Timo Scheider hatte einen Platz eingebüst. Maxime Martin war auf Platz sechs zurückgefallen.

Maximilian Götz lag auf Platz 22 und versuchte sich Pascal Wehrlein zurecht zu legen. Auch für den Briten Gary Paffett war das Renen nach vier Runden mit technischen Problemen früher beendet als vorgesehen. Die ersten beiden konnten sich mit über zwei Sekunden vom übrigen Feld absetzen. Robert Wickens erhielt unterdessen von der Rennleitung eine Verwarnung wegen push another car. Nach sechs Runden kam der erste ernsthafte Angriff von Jamie Green auf der Start und Ziellinie. Am Ende konnte er vorbeigehen, kam dann aber zu weit raus und Mattias Ekström holte sich seine Führung wieder zurück. Beim nächsten Umlauf versuchte Jamie Green es noch einmal und diesmal passte der Bremspunkt am Ende der Start und Zielgeraden und damit hatte es einen Führungswechsel gegeben. Miguel Molina auf Rang drei fahrend hatte eine Armada von fünf Fahrzeugen hinter sich. Nachdem Lucas Auer Timo Glock niedergerungen hatte führte er eine Gruppe von vier Fahrzeugen an. In dieser befand sich auch Maximilian Götz.

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Rundenlang kämpfte der Rookie mit Pascal Wehrlein um Platz 20. An der Spitze setzte sich Jamie Green immer weiter vom übrigen Feld ab. Sein Vorsprung hatte er nach elf Runden bereits auf 1,7 Sekunden ausgebaut. Um die neunte Position ging es zwischen Nico Müller und Mike Rockenfeller zur Sache. Zu dieser Zeit war Lucas Auer nach hinten durchgereicht worden. Er fuhr nur noch auf Rang 20. Im nachhinein musste Maximilian Götz sich den Attacken von Marco Wittmann geschlagen geben. Nach vierzehn absolvierten Runden kamen die ersten zum Pflichtboxenstopp herein. Es waren Miguel Molina, Mike Rockenfeller, Antonio Felix da Costa, Adrien Tambay, Timo Glock und Marco Wittmann. Beim nächsten Umlauf kam Mattias Ekström auf Rang zwei liegend herein. Jamie Green blieb weiterhin draußen. Jetzt geriet die Reihenfolge erst einmal durcheinander. Jamie Green wurde nach 16 Runden zur Box geordert. Er kam dann auch wieder vor Mattias Ekström hinaus auf die Strecke. Timo Scheider und Augusto Farfus kamen zur gleichen Zeit in die Box.

Nach 19 Runden waren drei Piloten noch nicht in der Box gewesen. Es waren Bruno Spengler, Lucas Auer und Maximilian Götz. Wenig später konnte Maximilian Götz an Lucas Auer vorbeiziehen. Nachdem die Reihenfolge wieder hergestellt war, führte weiterhin Jamie Green mit einem Vorsprung von 1,7 Sekunden vor Mattias Ekström und Miguel Molina. Letzterer hatte alle Hände voll zu tun sich Timo Scheider vom Hals zu halten. Maximilian Götz war nach 23 Runden der einzigste Pilot der noch nicht zum Reifenwechsel in der Box war. Zu dieser Zeit befand er sich auf Platz sieben und wurde von Maxime Martin arg unter Druck gesetzt. Timo Scheider hatte in der 25. Runde den Versuch gestartet Ende Start und Ziel an Edoardo Mortara vorbeizugehen. Er schaffte es auch, war aber zu weit draußen und der Italiner holte sich sofort seinen vierten Rang wieder zurück. Bei noch 26 Minuten verbleibender Zeit musste Maximilian Götz den Belgier ziehen lassen. Zur gleichen Zeit wurde Pascal Wehrlein von Antonio Felix da Costa angeschoben und schoß danach ab durch die Wiese.

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Jamie Green war unterdessen mit 2,5 Sekunden dem Feld auf und davon gefahren. Zwischenzeitlich waren Nico Müller und Christian Vietoris an Maximilian Götz vorbeigegangen. Bei einem Zweikampf zwischen Maximilian Götz und Augusto Farfus Ende Start und Ziel beschädigte sich der Brasilianer sein Fahrzeug so stark, das er dann in der Box das Rennen aufgeben musste. Er hatte nämlich Maximilian Götz dort ins Aus gedrängt. Nach dieser Aktion holte man dann den Uffenheimer zum Reifenwechsel herein. Nach 32 Runden hatte Robert Wickens sein Fahrzeug nicht mehr auf der Strecke halten können und betätigte sich danach als Kieskutscher. Er konnte sich danach auf Platz 20 wieder einreihen. Hinter ihm lag jetzt nur noch Maximilian Götz. Nach 37 Runden musste das Safety Car herauskommen, weil sich Lucas Auer ins Kiesbett eingegraben hatte. Der Re-Start erfolgte nach 41 Runden und ging zu Gunsten von Jamie Green aus. Zur gleichen Zeit war Mike Rockenfeller auf Platz zwölf liegend in die Box gekommen. Adrien Tambay drehte sich auf der Strecke und kam danach auch zur Box zurück. Zwischenzeitlich hatte Maximilian Götz Robert Wickens niedergerungen. Der Uffenheimer konnte dann Ende der Start und Zielgeraden auch noch den amtierenden Meister ausbremsen und nahm nun Rang 16 ein.

Maximilian Götz hatte sich auf Platz 17 nach vorne gearbeitet. Christian Vietoris hatte sich Ende Start und Ziel Maxime Martin geschnappt. Jamie Green und Mattias Ekström hatten sich wieder mit fast zwei Sekunden vom ürigen Feld abgesetzt. Daniel Juncadella versuchte an Edoardo Mortara vorbeizugehen. Dieser musste absolute Kampflinie fahren. Zu diesen beiden gesellte sich noch Christian Vietoris. In der letzten Runde versuchte Daniel Juncadella Ende Start und Ziel außen an Edoardo Mortara vorbeizugehen. Dies klappte aber nicht. Dabei hatten beide noch Glück das sie nicht miteinander kollidierten. Nach 46 Runden wurde Jamie Green wiederum als Sieger abgewunken vor Mattias Ekström und Miguel Molina. Bruno Spengler erhielt im nachhinein eine 30 Sekunden-Strafe wegen der Aktion mit Adrien Tambay. Er wurde dadurch nur auf Platz 19 gewertet. Bester Mercedes-Pilot war Daniel Juncadella auf Platz sechs. Schnellster BMW-Fahrer war Maxime Martin auf Rang acht. Maximilian Götz war wiederum bester Rookie und sah die Zielflagge als Sechzehnter.

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In der Meisterschaft hat Jamie Green nun 75 Punkte, gefolgt von Mattias Ekström mit 58 und Edoardo Mortara mit ebenfalls 58 Punkten. In der Teamwertung liegt Audi Sport Team Rosberg mit 85 Zähler auf Rang eins vor Audi Sport Team Abt Sportsline mit ebenfalls 85 und Audi Sport Team Abt mit 58 Zähler. Mit 265 Punken führt Audi die Konstruktionswertung an. Platz zwei und drei nehmen Mercedes-Benz mit 91 und BMW mit 48 Punkten ein.

Dieter Gass (Leiter DTM bei Audi Sport): "Einen Vierfachsieg erlebt man in der DTM nicht alle Tage. Dass wir am Sonntag sogar fünf unserer Autos vorne hatten, krönt ein perfektes DTM-Wochenende für Audi - und das auf einer Strecke, auf der wir uns in der Vergangenheit häufig etwas schwergetan haben. Das zeigt, wie stark der Audi RS 5 DTM ist. Bei Jamie Green scheint nach seinem Sieg in Hockenheim endgültig der Knoten geplatzt zu sein. Am Sonntag hat er die Pole-Position mit mehr als einer halben Sekunde Vorsprung geholt. Auch das hat in der DTM Seltenheitswert. Und in beiden Rennen musste er sich den Sieg gegen starke interne Konkurrenz erkämpfen. Nach diesem Wochenende gibt es wirklich Grund zum Feiern, wir wissen aber auch, wie schnell sich das Blatt in der DTM wieder wenden kann. Unser Heimspiel am Norisring in vier Wochen wird im wahrsten Sinne des Wortes sehr schwer für uns, denn wir bekommen nun noch mehr Gewicht in die Autos."

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Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM) Platz 1 / Platz 1: "Ein fantastisches Wochenende, das wohl beste meiner Karriere. Zwei Siege, eine souveräne Trainingsbestzeit mit einer halben Sekunde Vorsprung und in beiden Rennen die schnellste Runde - mehr kann man kaum erreichen. Ich war auf dem Lausitzring schon in der Vergangenheit schnell unterwegs, in diesem Jahr habe ich noch einmal eine Schippe draufgelegt. Das war ein Mega-Job von allen Beteiligten. Der Audi RS 5 DTM scheint mir in diesem Jahr wie auf dem Leib geschnitten. Jetzt freue ich mich darauf, als Tabellenführer zum Norisring zu fahren. Das ist eine meiner Lieblingsstrecken."

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM) Platz 3 / Platz 2: "Ich war in meiner Karriere - Testfahrten eingeschlossen - bestimmt schon 50 Mal am Lausitzring. Und oft bin ich mit hängendem Kopf nach Hause gefahren, weil irgendwas nicht gepasst hat oder wir nicht schnell genug waren. Dieses Mal ist das völlig anders, denn auch wenn ich natürlich lieber selbst gewonnen hätte, freue ich mich über unsere geschlossen starke Leistung. Besonders beeindrucken mich am Lausitzring immer wieder die Fans. Ich weiß nicht genau, ob ich irgendwann mal etwas Besonderes angestellt habe, aber die Menschen sind wahnsinnig freundlich und herzlich zu mir. Wenn ich einen Wunsch äußern darf, dann den, dass wir in Zukunft noch mehr Zeit für unsere Zuschauer haben."

Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM) Platz 2 / Platz 5: "Diese DTM-Saison macht einfach Spaß: vier Rennen, viermal in den Top Fünf und zweimal davon auf dem Podium. Viel wichtiger ist aber, dass Audi uns mit dem RS 5 DTM ein echtes Siegerauto gegeben hat. Jeder weiß, dass wir nicht an jedem Wochenende solche Erfolge wie am Lausitzring feiern werden. Aber jeder von uns hat die Möglichkeit, Rennen zu gewinnen und um die Meisterschaft zu kämpfen - und das noch 14 Mal in dieser Saison. In den kommenden Tagen steht bei mir die Eröffnung meines zweiten Restaurants in Genf auf dem Programm. Dazu eine Menge Training und natürlich die Vorfreude auf einen der Saisonhöhepunkte am Nürnberger Norisring."

Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM) Platz 4 / Platz 3: "Das war das erste Wochenende, an dem ich am Lausitzring richtig bei der Musik war. Pole-Position am Samstag und ein Podiumsplatz am Sonntag - nur ein Sieg hat zu meinem Glück gefehlt. Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Jamie (Green) und Mattias (Ekström) sind noch eine Klasse für sich - aber sie einzuholen, ist mein nächstes Ziel. Vielleicht schon am Norisring. Die Zeit bis dahin wird nicht langweilig. Ich werde viel trainieren und außerdem findet der zweite Lauf in der spanischen Kart-Meisterschaft statt, in der ich mich um ein Team kümmere. Der Auftakt ist gut verlaufen, jetzt wollen wir den ersten Sieg holen."

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Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM) Platz 8 / Platz 4: "Wir haben uns an diesem Wochenende den Erfolg erarbeitet. Am Samstag haben Abstimmung des Autos und mein Fahrstil noch nicht zusammengepasst. Für Sonntag haben wir umgebaut und uns mit Startplatz drei und Rang vier im Rennen belohnt. Für Audi war die Veranstaltung am Lausitzring jetzt schon das zweite perfekte Rennwochenende. Trotzdem bekommen wir nichts geschenkt: Im Qualifying lagen die Autos auf den Plätzen zwei bis Platz 24 innerhalb von lediglich fünf Zehntelsekunden - daran sieht man deutlich, wie eng es in der DTM zugeht. Zwei so überlegene Siege auf einer Strecke, die uns in der Vergangenheit nicht besonders gut gelegen hat, haben sicherlich viele verblüfft. Uns selbst ehrlich gesagt auch ein wenig. Jetzt kommt der Norisring, wo wir lange Zeit auch nicht wirklich gut ausgesehen haben. Dort wollen wir erneut überraschen."

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das war für uns heute das erwartet schwierige Rennen. Erneut schaffte es Maxime Martin als einziger BMW Fahrer in die Punkte, diesmal auf Position acht. Das ist für uns natürlich nicht zufriedenstellend. Auch nach der Safety-Car-Phase konnte man wieder sehen, dass wir zwei, drei Runden gebraucht haben, um die Reifen zum Arbeiten zu bringen. Wir schaffen es nicht, über die Gesamtdistanz das Performance-Maximum aus den Reifen zu holen. Das ist anders als das, was wir bei den ersten Wintertests analysieren konnten. Dafür müssen wir nun die Gründe untersuchen. Was ich als positiv aus diesem Wochenende mitnehme, ist die kämpferische Leistung von unseren Teams und Fahrern – auch wenn wir nicht viele Punkte mitnehmen konnten, hat mich das sehr gefreut.“

Maxime Martin (BMW Team RMG) Platz 7 / Platz: „Das Rennen war nahezu eine Kopie des Laufs am Samstag. Ich hatte größere Probleme als die anderen mit dem Abbau der Reifen. Das war besonders beim Restart nach der Safety-Car-Phase ein Problem. Insgesamt war dies aus BMW Sicht ein enttäuschendes Wochenende. Die Tatsache, dass ich in beiden Rennen der beste BMW Pilot war, ist das einzig Positive, das ich mitnehmen kann.“

Martin Tomczyk (BMW Team Schnitzer) Platz 12 / Platz 11: „Ich konnte mich aus der letzten Startreihe wieder einmal im Rennen weit nach vorn arbeiten. Das ist an sich positiv, denn das kann man bei solch einem Startplatz nicht unbedingt erwarten. Ich hätte mir gerne den letzten Punkt noch geholt, aber es hat leider nicht mehr ganz gereicht. Im Rennen schaffe ich es, auch mit einem nicht ganz perfekten Auto zurechtzukommen. Im Qualifying haben wir die Lösung unserer Probleme aber noch nicht gefunden.“

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Timo Glock (BMW Team MTEK) Platz 18 / Platz 12: „Bei uns ist das Qualifying der entscheidende Punkt. Wir müssen versuchen, da besser zu werden. Momentan gelingt es mir nicht, die neuen Reifen optimal zu nutzen. Ich war im Warm-up mit gebrauchten Reifen genauso schnell unterwegs wie dann in der Qualifikation mit neuen Reifen. Wir müssen herausfinden, woran das liegt, und uns in diesem Bereich verbessern. Mehr war an diesem Wochenende einfach nicht drin.“

Bruno Spengler (BMW Team MTEK) Platz 11 / Platz 19: „Das Rennen ist eigentlich gut gelaufen, und ich war mit unserer Pace zufrieden. Durch die Safety-Car-Phase hatte ich die Chance, an Adrien Tambay heranzukommen. Er hatte eine Berührung mit Nico Müller. Danach habe ich eine Lücke gesehen. Aber als ich in diese Lücke gegangen bin, hat das Rad leicht blockiert und ich habe ihn berührt. Er hat sich gedreht – und ich habe eine Strafe bekommen. Sonst wäre ich Zehnter gewesen. Das Positive ist, dass ich jetzt am Norisring mit wenig Gewicht an den Start gehe.“

Augusto Farfus (BMW Team RBM) DNF / DNF: „Ich hatte wieder das gleiche Problem wie gestern. Der Frontsplitter ist gebrochen, dadurch konnten wir das Rennen nicht fortsetzen. Momentan haben wir einfach nicht die notwendige Pace. Das sind die derzeitigen Bedingungen. Im Qualifying lief es ganz gut für uns. Ich konnte mich recht gut platzieren. Aber in den Rennen müssen wir uns definitiv verbessern.“

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef: "Es war ein schwieriges Wochenende für uns. Daniel hat als bester nicht Audi-Fahrer auf Position fünf einen guten Job gemacht, aber generell haben wir uns mehr erwartet als P6 und P7. Wir hatten unerwartete Probleme mit dem Reifen, die wir jetzt gemeinsam mit unserem Reifenpartner Hankook analysieren müssen."

Daniel Juncadella (PETRONAS Mercedes-AMG/ (Mercedes-AMG DTM Team Mücke): "Mir sind in dieser Saison bislang sehr gute Starts gelungen. Ein Raketenstart ist hier besonders wichtig. Ich machte auf der ersten Runde zwei Plätze gut. Danach war meine Pace gut. Das Auto funktionierte gut und ich möchte mich beim Team dafür bedanken. Ich hatte eine starke Pace. Das hat Spaß gemacht. Am Ende habe ich Mortara angegriffen. Sein Manöver empfand ich nicht als 100% fair. Er verteidigte sich komplett auf der Innenseite, das ist in Ordnung. Ich bremste dann sehr spät und versuchte es außen herum. Für mich sah es so aus, als ob er in mich reingelenkt und mir keinen Platz gelassen hätte. Deshalb musste ich in die Wiese ausweichen. Aber zumindest habe ich es probiert."

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CS

Christian Vietoris (gooix/Original-Teile Mercedes-AMG/ (Mercedes-AMG DTM Team HWA): "Das war ein gutes Rennen. Vielmehr war von meiner Startposition nicht drin. Das Team hat über Nacht gute Arbeit geleistet und das Auto deutlich verbessert. Wir haben dieses Wochenende einfach mit dem falschen Setup begonnen. Von Freitag bis heute haben wir es stetig verbessert. Das ist positiv, aber beim nächsten Rennen müssen wir mit einer besseren Basis anfangen."

Pascal Wehrlein ( gooix/Original-Teile Mercedes-AMG / Mercedes-AMG DTM Team HWA): "Am Start hatte ich das gleiche Problem mit der Kupplung wie gestern. Leider konnten wir sie über Nacht nicht wechseln, weil die Zeit durch die Parc Fermé-Regelung zu knapp war. Bei meinem Überholmanöver gegen Da Costa war ich in meinen Augen ganz klar vorne. Er ist mir hinten links drauf gefahren. Aber letztlich ist das egal, denn mein Start war nicht gut. Dadurch habe ich viele Plätze verloren. So war es schwierig, in die Punkteränge zu fahren."

Maximilian Götz (PETRONAS Mercedes-AMG / Mercedes-AMG DTM Team Mücke): "Das war kein einfaches Rennen. Ich konnte einige Positionen gutmachen, habe aber nicht allzu viel riskiert. Unser Setup war nicht ganz optimal. Ich habe in den entscheidenden Kurven, um ins DRS-Fenster reinzukommen, ein bisschen verloren. Als die anderen Piloten aus der Box herausfuhren, habe ich versucht, meine Pace weiterzugehen. Es war ein harter Fight und ich habe wieder viel gelernt. Es ist nicht das Ergebnis, das wir uns vielleicht erwünscht hatten. Aber gestern war für mich mit Platz 15 ein sehr gutes Ergebnis."

Lucas Auer (EURONICS/BWT Mercedes-AMG / Mercedes-AMG DTM Team ART): "Der Start und die erste Runden waren in Ordnung. Dann kam ich ein bisschen in Schwierigkeiten. Ich lag vor einem langen Zug, sodass alle DRS nutzen konnten, nur ich nicht. Nach meinem relativ späten Boxenstopp fuhr ich ziemlich alleine meine Runden und konnte konstant fahren. Am Ende wollte ich wohl ein bisschen zu viel. Ich bekam ein bisschen Übersteuern am Bremspunkt und habe das Auto leider verloren.


 

Ergebnis Lauf 3 - Lausitzring

DTM - Veranstalter:  ADAC Berlin-Brandenburg - Ort: Klettwitz
Gestartet: 24 Fahrzeuge - Gewertet: 23 - Streckenl_nge: 3,478 km - Renndistanz: 111,296 km - Dauer: 32 Runden

Pl. Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / R_ckstand
1 53 Green, Jamie Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM 42:15,135
2 48 Mortara, Edoardo Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM + 4,261
3 5 Ekstr_m, Mattias Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 5,220
4 17 Molina, Miguel Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 6,969
5 94 Wehrlein, Pascal gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 8,122
6 6 Wickens, Robert SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 10,657
7 36 Martin, Maxime BMW Team RMG BMW M4 DTM + 13,014
8 10 Scheider, Timo  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 13,361
9 99 Rockenfeller, Mike  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 16,719
10 12 Juncadella, Daniel PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 19,619
11 7 Spengler, Bruno BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 22,391
12 77 Tomczyk, Martin BMW Team Schnitzer BMW M34DTM + 27,031
13 1 Wittmann, Marco BMW Team RMG BMW M4 DTM + 28,364
14 3 Di Resta, Paul SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 28,522
15 84 G_tz, Maximilian PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 29,026
16 27 Tambay, Adrien Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM + 29,439
17 8 Vietoris, Christian gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 35,480
18 16 Glock, Timo BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 36,370
19 13 da Costa Antonio Felix BMW Team Schnitzer BMW M4 DTM + 37,537
20 51 M_ller, Nico Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM + 42,297
21 22 Auer, Lucas EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 42,480
22 31 Blomqvist, Tom BMW Team RBM BMW M4 DTM + 45,087
23 2 Paffett, Gary EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 49,803
- 18 Farfus, Augusto BMW Team RBM BMW M4 DTM -30 laps
Schnellste Runde: Start-Nr. 53 - Green, Jamie   in 1:18,599 Min. = 159,300 km/h in 26 Rd.

Ergebnis Lauf 4 - Lausitzring

DTM - Veranstalter:  ADAC Berlin-Brandenburg - Ort: Klettwitz
Gestartet: 24 Fahrzeuge - Gewertet: 21 - Streckenl_nge: 3,478 km - Renndistanz: 159,988 km - Dauer: 46 Runden

Pl. Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / R_ckstand
1 53 Green, Jamie Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM 1:20:33,014
2 5 Ekstr_m, Mattias Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 2,144
3 17 Molina, Miguel Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM + 5,038
4 10 Scheider, Timo  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 5,678
5 48 Mortara, Edoardo Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM + 7,708
6 12 Juncadella, Daniel PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 9,165
7 8 Vietoris, Christian gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 9,906
8 36 Martin, Maxime BMW Team RMG BMW M4 DTM + 10,789
9 51 M_ller, Nico Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM + 11,187
10 99 Rockenfeller, Mike  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM + 12,055
11 77 Tomczyk, Martin BMW Team Schnitzer BMW M34DTM + 12,267
12 16 Glock, Timo BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 12,864
13 94 Wehrlein, Pascal gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 14,741
14 13 da Costa Antonio Felix BMW Team Schnitzer BMW M4 DTM + 14,750
15 3 Di Resta, Paul SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 15,937
16 84 G_tz, Maximilian PETRONAS Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 16,470
17 1 Wittmann, Marco BMW Team RMG BMW M4 DTM + 19,903
18 6 Wickens, Robert SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ + 21,325
19 7 Spengler, Bruno BMW Team MTEK BMW M4 DTM + 41,439
20 27 Tambay, Adrien Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM - 4 laps
21 22 Auer, Lucas EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ - 10 laps
- 18 Farfus, Augusto BMW Team RBM BMW M4 DTM - 16 laps
- 2 Paffett, Gary EURONICS/ BWT Mercedes-AMG DTM Mercedes AMG C-Coup_ - 42 laps
- 31 Blomqvist, Tom BMW Team RBM BMW M4 DTM - 44 laps
Schnellste Runde: Start-Nr. 53 - Green, Jamie   in 1:18,504 Min. = 159,493 km/h in 5 Rd.

 



Int. Deutsche Tourenwagen Masters (DTM)

Fahrerwertung nach 4 von 18 Rennen

Pl. Nr. Fahrer Fahrzeug Gesamt 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18
1 53 Green, Jamie Audi RS 5 DTM 75 25 0 25 25 - - - - - - - - - - - - - -
2 5 Ekstr_m, Mattias Audi RS 5 DTM 58 0 25 15 18 - - - - - - - - - - - - - -
3 48 Mortara, Edoardo Audi RS 5 DTM 58 12 18 18 10 - - - - - - - - - - - - - -
4 94 Wehrlein, Pascal DTM Mercedes AMG C-Coup_ 32 18 4 10 0 - - - - - - - - - - - - - -
5 17 Molina, Miguel Audi RS 5 DTM 27 0 0 12 15 - - - - - - - - - - - - - -
6 99 Rockenfeller, Mike  Audi RS 5 DTM 21 10 8 2 1 - - - - - - - - - - - - - -
7 10 Scheider, Timo  Audi RS 5 DTM 16 0 0 4 12 - - - - - - - - - - - - - -
8 36 Martin, Maxime BMW M4 DTM 16 6 0 6 4 - - - - - - - - - - - - - -
9 3 Di Resta, Paul DTM Mercedes AMG C-Coup_ 15 15 0 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
10 2 Paffett, Gary DTM Mercedes AMG C-Coup_ 15 0 15 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
11 6 Wickens, Robert DTM Mercedes AMG C-Coup_ 14 0 6 8 0 - - - - - - - - - - - - - -
12 77 Tomczyk, Martin BMW M34DTM 12 0 12 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
13 1 Wittmann, Marco BMW M4 DTM 12 2 10 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
14 51 M_ller, Nico Audi RS 5 DTM 10 8 0 0 2 - - - - - - - - - - - - - -
15 12 Juncadella, Daniel DTM Mercedes AMG C-Coup_ 9 0 0 1 8 - - - - - - - - - - - - - -
16 8 Vietoris, Christian DTM Mercedes AMG C-Coup_ 6 0 0 0 6 - - - - - - - - - - - - - -
17 16 Glock, Timo BMW M4 DTM 5 4 1 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
18 7 Spengler, Bruno BMW M4 DTM 2 0 2 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
19 18 Farfus, Augusto BMW M4 DTM 1 1 0 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
- 13 da Costa Antonio Felix BMW M4 DTM 0 0 0 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
- 22 Auer, Lucas DTM Mercedes AMG C-Coup_ 0 0 0 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
- 27 Tambay, Adrien Audi RS 5 DTM 0 0 0 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
- 31 Blomqvist, Tom BMW M4 DTM 0 0 0 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
- 84 G_tz, Maximilian DTM Mercedes AMG C-Coup_ 0 0 0 0 0 - - - - - - - - - - - - - -
 

Team Championship nach 4 von 18 Rennen

Pl. Team Gesamt 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18  
1 Audi Sport Team Rosberg 85 33 0 25 27 - - - - - - - - - - - - - -  
2 Audi Sport Team Abt Sportsline 85 0 25 27 33 - - - - - - - - - - - - - -  
3 Audi Sport Team Abt 58 12 18 18 10 - - - - - - - - - - - - - -  
4 gooix/ Original-Teile Mercedes-AMG 38 18 4 10 6 - - - - - - - - - - - - - -  
5 Audi Sport Team Phoenix 37 10 8 6 13 - - - - - - - - - - - - - -  
6 SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG 29 15 6 8 0 - - - - - - - - - - - - - -  
7 BMW Team RMG 28 8 10 6 4 - - - - - - - - - - - - - -  
8 EURONICS/ BWT Mercedes-AMG 15 0 15 0 0 - - - - - - - - - - - - - -  
9 BMW Team Schnitzer 12 0 12 0 0 - - - - - - - - - - - - - -  
10 PETRONAS Mercedes-AMG 9 0 0 1 8 - - - - - - - - - - - - - -  
11 BMW Team MTEK 7 4 3 0 0 - - - - - - - - - - - - - -  
12 BMW Team RBM 1 1 0 0 0 - - - - - - - - - - - - - -  
 

Constructors Championship nach 4 von 18 Rennen

Pl. Team Gesamt 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 05 06 07 08 09 10 09 10  
1 Audi 265 55 51 76 83 - - - - - - - - - - - - - -  
2 Mercedes-Benz 91 33 25 19 14 - - - - - - - - - - - - - -  
3 BMW 48 13 25 6 4 - - - - - - - - - - - - - -  
 

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