Lamborghini Piloten bauen ihre Tabellenführung weiter aus - 2. Rennen
- Hauptkategorie: DTM Paket
- ADAC GT Masters
- 22. Mai 2026
- Cornelia Simon
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Am Sonntagnachmittag spielte das Wetter wieder mit. Das Rennen fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Starte ohne weiteres und die Pole Setter konnten ihre Position behaupten und führten die Meute in die erste Kurve. Dahinter waren schon harte aber faire Zweikämpfe im Gange. Einen sehr guten Start hatten Jan Duran / Joseph Ellerine hingelegt, denn sie hatten sich bereits auf Rang drei gefahren. Alain Valente / Massimiliano Cuccarese erhielten eine Penalty Lap wegen eines Fehlstarts. Nach dem Absitzen der Strafe lag man am Ende des Feldes. Dier Führenden hatten unterdessen nichts zu lachen, den Leyton Fourie / Tim Zimmermann saßen ihnen arg im Nacken. Felix Hirsiger / Finn Zulauf waren auf Platz vier zurückgefallen.
Nach sieben gefahrenen Runden hatten die Pole Setter sich ein wenig Luft verschaffen können. Die ersten zwölf lagen innerhalb von acht Sekunden. Zu dieser Zeit hatten Storm Gjerdrum / Fabio Rauer zwei Ränge verloren, nachdem man zu weit draußen war. Sofort konnten die Holzem Brüder und auch Robin Rogalski / Simon Connor Primm vorbeigehen. Es dauerte aber nicht lange und Storm Gjerdrum / Fabio Rauer konnten wieder einen Rang gut machen. Robin Rogalski / Simon Connor Primm bekamen es jetzt mit Max Reis / Emil Gjerdrum zu tun. Es dauerte nicht lange und sie wurden von den Ford Mustang Piloten niedergerungen. Damit lagen die FK Performance Piloten nur noch auf Platz zehn. Die ersten vier konnten sich ein wenig vom Feld absetzen.
Kiano Blum / Niklas Kalus führten weiterhin diese Truppe an. Doch der geringe Vorsprung war bei noch 45 Minuten zu fahrender Zeit stellenweise futsch, denn Leyton Fourie / Tim Zimmermann waren wieder direkt im Windschatten. Kurz vor dem Boxenstopp hatten sich Kiano Blum / Niklas Kalus und Leyton Fourie / Tim Zimmermann absetzen können, da die Meute hinter ihnen sich immer wieder in Zweikämpfe verstrickte. Bei noch 35 Minuten öffnete das Boxenzeitfenster und es kamen gleich sechs Fahrzeuge zum Pflichtboxenstopp herein. Aus der Spitzengruppe waren Felix Hirisger / Finn Zulauf in die Box gekommen. Beim nächsten Umlauf suchten Leyton Fourie / Tim Zimmermann die Box auf. Kiano Blum / Niklas Kalus nahmen bei noch 31 Minuten zu fahrender Zeit ihren Fahrerwechsel vor.
Zu dieser Zeit mussten noch fünf Fahrzeuge in die Box kommen. Nachdem Niklas Kalus / Kiano Blum aus der Boxengasse herauskamen, kam es direkt zu einem Duell zwischen Tim Zimmermann / Leyton Fourie. Im nachhinein konnten die Ford Mustang Piloten die BMW Fahrer nicht halten und mussten sie ziehen lassen. Danach wurden sie auch noch von Fabio Rauer / Storm Gjerdrum niedergerungen. Als alle ihren Pflichtboxenstopp hinter sich gebracht hatten, führten Finn Zulauf / Felix Hirisger vor Tim Zimmermann / Leyton Fourie und Joseph Ellerine / Jan Duran. Das Rennen musste bei noch 21 Minuten zu fahrender Zeit neutralisiert werden, weil Massimiliano Cuccarese / Alain Valente ausgangs Turn 14 in die Mauer eingeschlagen waren. Simon Connor Primm / Robin Rogalski waren auch noch in Mitleidenschaft gezogen worden.
Zuvor waren Massimiliano Cuccarese / Alain Valente in den Kies gekommen, wollten dann auf die Strecke zurück und trafen dann unglücklich Simon Connor Primm / Robin Rogalski. Danach schlug man dann rückwärts in die Mauer ein. Sofort schickte die Rennleitung das Safety Car hinaus. Da die Bergung der Fahrzeuge länger dauerte wurde das Rennen für zehn Minuten mit der roten Flagge unterbrochen. Zu dieser Zeit führten weiterhin Finn Zulauf / Felix Hirsiger vor Tim Zimmermann /Leyton Fourie und Fabio Rauer /Storm Gjerdrum. Niklas Kalus / Kiano Blum lagen auf Platz sechs. Der Re-Start erfolgte hinter dem Safety Car. Das Rennen konnte dann für 18 Minuten wieder im Renntempo aufgenommen werden.
Die Führenden konnten sich behaupten und führten weiterhin das Feld an. Man setzte sich dann zusammen mit Tim Zimmermann / Leyton Fourie und Fabio Raauer / Storm Gjerdrum direkt etwas ab. Niklas Kalus / Kiano Blum auf Rang sechs versuchten rundenlang an Emil Gjerdrum / Max Reis vorbeizugehen. Bei noch vierzehn Minuten hatten die Pole Setter es dann endlich geschafftan ihre Teamkollegen vorbeozugehen. Direkt hinter ihnen konnten auch noch Colin Bönighausen / Leo Pichler an dem Ford Mustang vorbeigehen. Bei dem Überholversuch von Niklas Kalus / Kiano Blum hatten sie ihre Teamkollegen etwas ins Aus geschickt, dafür erhielten sie dann eine Strafe von der Rennleitung. Sie mussten dann die Plätze wieder tauschen.
An der Spitze hatten Finn Zulauf / Felix Hirsiger einen Vorsprung von 2,8 Sekunden. Da zwischenzeitlich Emil Gjerdrum / Max Reis des öfteren ins Schlingern gerieten, konnten die nachfolgenden Piloten vorbeigehen. Marek Kastelic / Pavel Lefterov auf Rang vier versuchten den Anschluss an Fabio Rauer / Storm Gjerdrum zu bekommen. Hier ging es um den letzten Platz auf dem Treppchen. In den letzten fünf Minuten betrug der Abstand zu den Vordermännern nur noch 0,7 Sekunden. Die Holzem Brüder hatten in der Schlussphase aller Hände voll zu tun sich Jamie Alan Day / Baudouin Detout vom Hals zu halten. Die hatten noch John Paul Southern / Jonas Karklys im Schlepptau. Nachdem die Holzem Bürder zu weit draußen waren, konnten die beiden Nachfolger direkt vorbeiziehen. Doch diese Situation wollte sich die Rennleitung noch einmal ansehen, ob der BMW nicht einen Schubser von den Aston Martin Piloten erhalten hatte.
Im nachhinein erhielten dann Jamie Alan Day /Baudouin Deout eine Penalty Lap wegen der Aktion mit den BMW Fahrern. Finn Zulauf / Felix Hirsiger wurden am Ende als Sieger abgewunken vor Tim Zimmermann / Leyton Fourie und Fabio Rauer / Storm Gjerdrum. Niklas Kalus / Kiano Blum sahen das Ziel auf Rang sechs. Mit dem Sieg hatten Finn Zulauf / Felix Hirsiger ihre Tabellenführung weiter ausgebaut.
In der Meisterschaft liegen Felix Hirsiger / Finn Zulauf weiterhin auf Rang eins mit 85 Punkten vor Leyton Fourie / Tim Zimmermann mit 67 und Kiano Blum / Niklas Kalus mit 62 Punkten. Finn Zulauf führt auch die Road to DTM-Wertung mit 97 Zähler an, gefolgt von Leyton Fourie mit 78 und Kiano Blum mit 74 Zähler. Ebenfalls in der Silver Cup-Wertung haben Felix Hirsiger / Finn Zulauf mit 85 Punkten das Sagen. Platz zwei und drei nehmen Leyton Fourie / Tim Zimmermann mit 67 und Kiano Blum / Niklas Kalus mit 62 Punkten ein. In der Team-Wertung hat FK Performance Motorsport mit 112 Zähler das Sagen. Dahinter liegen Engstler Motorsport mit 104 und razoon – more than racing mit 99 Zähler.
Finn Zulauf (Liqui Moly Team Engstler): „Das war ein perfektes Rennen. Wir hatten absolut nicht mit dem Sieg gerechnet, umso besser fühlt es sich jetzt an. Unsere Strategie hat noch besser funktioniert als gedacht, Als ich auf die Strecke zurückkam, meinte mein Ingenieur, ich solle Quali-Mode fahren. Das Auto lief wirklich gut und Felix hat mir die Reifen in einem super Zustand überlassen, sonst wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen.“
Felix Hirsiger (Liqui Moly Team Engstler): „ Am Start war wichtig, nur kalkuliertes Risiko einzugehen und dranzubleiben, um mit der Strategie auf die Autos vor uns zu reagieren. Es war unglaublich schwierig, in der Box zu stehen und Finn zuzusehen, aber er war so ruhig und gefasst und hat das super gemacht. Wir haben das Maximum aus diesem Wochenende herausgeholt und hoffen jetzt, dass es am Lausitzring genauso weitergeht
Leyton Fourie (FK Performance Motorsport): „Wir haben Zandvoort aus dem letzten Jahr kopiert, nur die Reihenfolge der Ergebnisse geändert. Platz zwei war mit dem Erfolgsballast nach dem Sieg gestern das Maximum für uns. Der Reifenabbau ist hier ohnehin recht herausfordernd, mit mehr Gewicht wird das nicht einfacher. Ich bin sehr happy über das Ergebnis und möchte mich beim Team für das tolle Auto bedanken. Die Saison hat etwas schwierig begonnen, aber wir wussten, dass wir hier stark sein würden und haben das bestmöglich ausgenutzt.“
Fabio Rauer (FK Performance Motorsport): „Ich bin sehr glücklich. Es war ein gutes, aber sehr ereignisreiches Rennen. Es ist schon in Storms Stint so viel passiert. Nach dem Stopp war das Auto wieder mega. Als der Porsche aus der Box kam, habe ich den Moment direkt genutzt und es hat geklappt. Ich musste schnell reagieren und das war die richtige Entscheidung, sonst hätte es am Ende nochmal richtig eng mit dem Podium werden können.“