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Moritz Groneck meldet sich im Kampf um die Meisterschaft zurück - 1. Rennen

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Erneut entscheidete weniger als ein Wimpernschlag über den Sieg beim ADAC Tourenwagen Junior Cup auf dem Red Bull Ring. Moritz Groneck setzte sich auf der Strecke hauchdünn gegen Alex Mohr durch. Eine Strafe kostete Alex Mohr allerdings den Podestplatz. An der Spitze feierte Moritz Groneck den zweiten Saisonsieg in Folge. Zwar kreuzte er die Ziellinie nach einem dramatischen Windschattenduell nur winzige 0,021 Sekunden vor seinem Dauerrivalen Alex Mohr, doch Letzterer verlor wegen des wiederholten Überschreitens der Track Limits nachträglich seinen Podestplatz, sodass der offizielle Vorsprung Moritz Gronecks auf den neuen Zweitplatzierten Noah Beckmann 2,592 Sekunden betrug.

Moritz Groneck und Alex Mohr bestimmten das Geschehen von Anfang an. Moritz Groneck hatte sich die Pole Position gesichert, Tabellenführer Alex Mohr lauerte direkt daneben. Der Tabellenführer verlor beim Start zunächst eine Position an Linus Parbel holte sich den zweiten Rang in Kurve 3 aber sofort wieder zurück. Nur eine Kurve später übernahm Alex Mohr sogar die Führung - wenn auch eher unfreiwillig: Beim harten Anbremsen von Kurve 4 brach ihm das Heck aus, das er gekonnt wieder abfangen konnte und an Moritz Groneck vorbeizog. Den unkonventionell gewonnen Spitzenplatz behauptete er auf eindrucksvolle Weise beim Sprint in die nächste Kurve.

Kurze Zeit später neutralisierte das Safety-Car das Rennen, nachdem Lynn Neuhaus und Robin Böhm kollidiert waren, was für die Schweizerin das vorzeitige Aus bedeutete. Nach dem Re-Start fackelte Moritz Groneck nicht lange und holte sich in Kurve 3 die Führung von Alex Mohr zurück. Abschütteln ließ sich der Hockenheim-Doppelsieger jedoch nicht; Alex Mohr attackierte unentwegt, biss sich am Führenden aber die Zähne aus. Im Zuge dieses intensiven Schlagabtauschs verließ Alex Mohr die Rennstrecke einmal zu oft und fing sich eine Drei-Sekunden-Zeitstrafe ein. Ungeachtet dessen kam es auf dem Zielstrich zu einem sensationellen Fotofinish, bei dem Moritz Groneck den Sieg mit 0,021 Sekunden Vorsprung ins Ziel rettete - noch einmal drei Tausendstelsekunden enger als das denkwürdige Finish zwischen Mike Müller und Julian Konrad im Vorjahr.

Durch das Strafmaß rutschte Alex Mohr im offiziellen Klassement bis auf den vierten Rang zurück. Die Zeitstrafe spülte die Akteure des packenden Kampfes um Platz drei weiter nach vorne. Beim Re-Start lag dieser Rang zunächst in den Händen von Linus Parbel. Von Startplatz sieben aus stürmte jedoch Finn Niklas Wollnik heran, der sich gewohnt spektakulär an Linus Parbel vorbeizog. Das wollte der Nürburgring-Samstagssieger nicht auf sich sitzen lassen und setzte eine Runde später in Kurve 4 zum Gegenangriff an. Das Manöver gelang nicht: Linus Parbel geriet mit zwei Rädern ins Kiesbett und musste seinen 150 PS starken Boliden artistisch abfangen.

Nutznießer war Noah Beckmann, der sich von Startplatz zehn kontinuierlich nach vorne gearbeitet hatte. Kurz vor dem Ende des Rennens attackierte der mehrfache Kartmeister auch noch seinen Teamkollegen Finn Niklas Wollnik und setzte sich in einem sehenswerten Zweikampf über drei Kurven hinweg durch. Noah Beckmann kreuzte die Linie als Dritter, was durch die Strafe gegen Alex Mohr im offiziellen Ergebnis den zweiten Platz bedeutete. Finn Niklas Wollnik erbte den verbliebenen Podestrang. Hinter Alex Mohr verbuchte Linus Parbel den fünften Rang, dicht gefolgt von Matti Klasen. Dahinter war eine Verfolgergruppe im harten Fight unterwegs.

Hier überquerte Mattis Bachnick zwar vor Ben Henschel die Ziellinie. Da Mattis Bachnick wegen zu frühen Ausscherens aus der Formation beim Start ebenfalls eine Drei-Sekunden-Strafe erhielt, wurden die Plätze getauscht: Ben Henschel wurde als Siebter gewertet, Mattis Bachnick als Achter. Die letzten Meisterschaftspunkte gingen an Mika Delkus der nach einem Ausritt ins Kiesbett Boden verloren hatte, sowie an Luca Treusch.

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Provided by Swen Wauer