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Weerts/Vanthoor fahren am Sonntag einen Sieg nach Hause - Rennen 2

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Mit etwas Verspätung fand dann der sechste Lauf der ADAC GT Masters an diesem Wochenende am Sonntagnachmittag statt. Auch dieser fliegende Start funktionierte  ohne Probleme. Die Pole-Setter konnten ihre Position behaupten und führten das Feld in die erste Kurve. Dort kamen sie alle gut hindurch. Im gesamten Feld ging es bereits hoch her. Raffaele Marciello/Maximilian Buhk hatten bereits zwei Plätze gut gemacht. In der schnellsten Passage der Strecke hatten Jesse Krohn/Nick Yelloly das Fahrzeug verloren und schossen ab ins Kiesbett. Zuvor hatten sie einen Schlag von einem anderen Kontrahenten aufs Fahrzeug bekommen. Dort konnten sie von alleine wieder heraus kommen und steuerten dann die Box an, wo sie das Rennen schon früher beenden mussten als geplant.

Die Pole-Setter führten das Feld weiterhin an vor Raffaele Marciello/Maximilian Buhk und Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti. Die Tabellenführer befanden sich zu dieser Zeit nur auf Platz 16. Einen Platz eingebüßt hatten Simona de Silvestro/Klaus Bachler. Zwischenzeitlich hatten Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti an Boden verloren und waren auf Rang fünf zurück gefallen. Sie hielten einen ganzen D-Zug von acht Fahrzeugen auf. Rundenlang wurde der Druck von Jules Gounon/Igor Walilko immer stärker. Bei noch 50 Minuten zu fahrender Fahrt konnten die Mercedes-Piloten an den Lamborghini-Fahrern vorbeiziehen und setzten sich auch direkt mit mehreren Wagenlängen ab. Die ersten fünf Fahrzeuge an der Spitze waren schon mit über neun Sekunden auf und davon gefahren.  

Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti waren mit technischen Problemen unterwegs. Trotzdem konnten sie immer noch vier Audi`s hinter sich halten. Doch die hatten so langsam einen dicken Hals, denn die nachfolgenden Fahrzeuge kamen immer näher heran. Unterdessen hatten die Tabellenführer immer noch keinen Weg gefunden an Thomas Preining/Christian Engelhart vorbeizugehen. Thomas Marschall/Kim-Luis Schramm hatten Markus Winkelhock/Florian Spengler überrumpelt und waren vorbei gegangen. Zuvor hatten diese nämlich leicht den Lamborghini berührt und die Rutronik-Piloten zogen dann nach innen und fuhren vorbei. Es dauerte auch nicht mehr lange und Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti mussten zwei von den vier Audi`s ziehen lassen. Damit hatten sie gleich zwei Plätze eingebüßt und lagen nur noch auf Rang acht.

Bei noch 34 Minuten zu fahrender Zeit öffnete das Boxenzeitfenster. Sechs Fahrzeuge kamen sofort herein, es waren alle die die hinter den Lamborghini-Piloten fest hingen. Zwischenzeitlich hatten Thomas Preining/Christian Engelhart zu spät gebremst, mit der Folge dass sie im Kiesbett landeten. Sie konnten aber von alleine wieder hinaus fahren und ihre Fahrt weiter fortsetzen. Beim Herausfahren aus der Boxengasse kam es fast zu einer Kollision. Nach dem Ausritt ins Kiesbett kamen Thomas Preining/Christian Engelhart zur Box und gaben dort das Rennen schon früh auf. Da zwischenzeitlich immer mehr zu ihrem Boxenstopp drin waren, geriet die Reihenfolge erst einmal durcheinander.

Sven Müller/Robert Renauer waren sich mit David Jahn/Marco Holzer nicht ganz einig, mit der Folge, dass die Porsche-Piloten sich drehten und nun auch noch Christopher Mies/Ricardo Feller touchierten und mit ins Aus nahmen. Bei noch 23 Minuten zu fahrender Zeit wurde das Safety Car herausgeschickt, um Sven Müller/Robert Renauer in aller Ruhe bergen zu können. Nachdem alle in der Box waren führten weiterhin Charles Weerts/Dries Vanthoor vor Maximilian Buhk/Raffaele Marciello und Rolf Ineichen/Franck Perera. In der Safety Car Phase kamen Ricardo Feller/Christopher Mies in die Box und holten sich einen neuen Reifen. Der Vorfall zwischen Sven Müller/Robert Renauer und Ricardo Feller/Christopher Mies wird von der Rennleitung untersucht. Im nach hinein wurde keine Strafe ausgesprochen.

Der Re-Start erfolgte bei noch 18 Minuten zu fahrender Zeit und ging zu Gunsten der Pole-Setter aus. Maximilian Buhk/Raffaele Marciello auf Platz zwei hatten zuvor einen harten Kampf mit Rolf Ineichen/Franck Perera ausgetragen. Hier wurde auch der Lack ausgetauscht. Danach lagen die Lamborghini-Piloten nur noch auf Rang drei. Sie wurden jetzt von Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer attackiert. Die Tabellenführer hatten Boden gut gemacht und waren auf Platz zwölf unterwegs. Im gesamten Feld hatten sich Grüppchen gebildet, in denen hart um jede Position gekämpft wurde. In den letzten elf Minuten hatten Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa nichts zu lachen, denn immer wieder versuchten Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller vorbeizuziehen. Hier ging es um die elfte Position.

In der Schlussphase konnten die Lamborghini-Piloten die Porsche-Piloten nicht mehr halten und mussten diese ziehen lassen. Damit waren die Meisterschaftsführenden auf Rang zehn vorgefahren. Jetzt versuchten sie an Luca-Sandro Treftz/Christopher Haase vorbeizugehen. An der Spitze bekamen die Pole-Setter davon nichts mit, denn sie hatten nach hinten genug Abstand. In den letzten zwei Minuten schossen die Tabellenführer außen an den Land-Piloten vorbei. Damit war ihre Aufholjagd noch nicht zu Ende. Sie versuchten jetzt Florian Spengler/Markus Winkelhock zu Recht zu legen. Nachdem Maro Engel/Luca Stolz weit hinaus gekommen waren, bekamen sie noch einen Schubser vonFlorian Spengler/Makus Winkelhock und schlugen leicht in die Streckenbegrenzung ein.

Zur gleichen Zeit hatten Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller bei einem Überholversuch von Florian Spengler/Markus Winkelhock sich berührt, mit der Folge das sie mit einem Reifenschaden von der Strecke flogen und im Kiesbett stecken blieben. Charles Weerts/Dries Vanthoor wurden nach einer Stunde als Sieger abgewunken vor Maximilian Buhk/Raffele Marciello und Rolf Ineichen/Franck Perera.

In der Meisterschaft führen Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller mit 82 Punkten vor Maximilian Buhk/Raffaele Marciello mit 75 und Christopher Mies/Ricardo Feller mit 69 Punkten. Kim-Luis Schramm/Dennis Marschall liegen in der Juniorwertung mit 148,50 Zähler auf Rang eins, gefolgt von Ricardo Feller mit 106 und Igor Walilko mit 98 Zähler. Der Führende in der Trophywertung ist Florian Spengler mit 135 Punkten. Platz zwei und drei nehmen Rolf Ineichen mit 111 und Elia Erhart mit 97,50 Punkten ein. SSR Performance hat in der Teamwertung mit 81 Zähler die Nase vorne. Dahinter liegen GRT Grasser Racing Team mit 76 und Montaplast by Land Motorsport mit 75 Zähler.

Dries Vanthoor (Team WRT), Gesamtplatz 1: „Zu Beginn des Rennens haben mir die dunklen Wolken etwas Sorgen bereitet, aber es ist trocken geblieben. Die neuen Reifen haben uns geholfen, auch wenn die Strecke recht dreckig war. Der Audi funktioniert hier wirklich gut und wir konnten unsere Führung im Rennen gut verwalten. Charles hat zum Ende hin einen super Job gemacht und den Sieg sicher nach Hause gefahren.“

Charles Weerts (Team WRT), Gesamtplatz 1 und Sieger Pirelli-Junior-Wertung: „Ich mag die Strecke hier in Zandvoort echt gerne und es ist schön, hier gewonnen zu haben. Das ganze Wochenende lief mit Platz fünf am Samstag sowie der Pole und dem Sieg sehr gut für uns. Dries hat mit der Pole-Position und seinem starken Stint gute Vorarbeit geleistet. In der zweiten Rennhälfte wurde es durch das Safety-Car noch mal etwas spannend, aber ich konnte danach noch einen soliden Vorsprung herausfahren.“

Raffaele Marciello (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR), Gesamtplatz 2: „Wir hatten einen guten Start und konnten den Lamborghini gleich überholen. Es war heute nicht leicht, Dries zu folgen, aber wir freuen uns auch über den zweiten Platz und die Punkte für das Team. Die Strecke war etwas dreckig und rutschig heute.“

Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR), Gesamtplatz 2: „Wir haben heute leider beim Boxenstopp etwas Zeit liegen lassen. Als wir hinter dem Lamborghini rauskamen, wusste ich, dass ich mit den wärmeren Reifen schnell vorbeiziehen muss. Ich wollte anschließend den Druck auf den führenden Audi hoch halten, gleichzeitig aber auch auf meine Reifen achtgeben, die auf dem aggressiven Asphalt hier in Zandvoort immer besonders stark beansprucht werden. Beim Versuch, die Lücke zum Leader zu schließen, ist mir dann auch ein Patzer passiert, worauf ich beschlossen habe, lieber den Podestplatz ins Trockene zu bringen. Von hinten hatte ich ja keinen echten Druck. Wir freuen uns sehr über dieses schöne Ergebnis, das uns auch im Titelkampf wieder in eine sehr gute Position bringt.“

Franck Perera (GRT Grasser Racing Team), Gesamtplatz 3: „Das war ein wichtiges Wochenende für uns. Wir konnten zeigen, dass wir konkurrenzfähig sind. Das Rennen war nicht einfach, aber wir haben einen soliden Job gemacht. In meinem Stint habe ich versucht, meinen Rhythmus zu halten und gut auf das Auto aufzupassen. Der Lambo war heute großartig.“

Rolf Ineichen (GRT Grasser Racing Team), Gesamtplatz 3 und Sieger Pirelli-Trophy-Wertung: „Für mich war es sehr wichtig, das Podium nach Hause zu fahren. Franck hat einen großartigen Job gemacht und mir das Auto gut übergeben. Zu Beginn meines Stints war die Corvette hinter mir kurz nahe, ich konnte mich dann aber gut lösen und eine Lücke herausfahren.“

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