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NLS-Saisonauftakt aufgrund von Schneefall abgesagt

Der Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken-Serie konnte nicht wie geplant durchgeführt werden. Nachdem das Zeittraining am Morgen kurzzeitig aufgenommen wurde, musste es nur wenige Minuten später aufgrund einsetzenden Schneefalls mit der roten Flagge unterbrochen werden. Eine Wiederaufnahme war nicht möglich.

Die Rennleitung machte sich nach der Unterbrechung in regelmäßigen Abständen ein Bild vom Zustand der Rennstrecke und kontaktierte unterschiedliche Wetterdienste für Vorhersagen. Daneben fanden Gespräche mit den Fahrersprechern und der Reifenindustrie statt. Um 11:30 Uhr folgte dann die Absage: „Die aktuellen Streckenverhältnisse lassen eine sichere Durchführung des Rennens nicht zu. Zudem ist für den Nachmittag keine deutliche Wetterbesserung in Aussicht“, sagte Rennleiter Frank Taller.

 

Bild: NLS

 

Für Maximilian Götz war zu diesem Zeitpunkt bereits alles gelaufen. Nach einem Trainingsunfall von Daniel Juncadella am Freitag im Streckenbereich Schwalbenschwanz war der gelbe AMG Mercedes GT3 vom Team GetSpeed bei dem Anprall so stark beschädigt worden, dass er am vierstündigen Rennen nicht teilnehmen kann. Meldungen über Personenschäden gibt es nicht.

„Es ist natürlich schade, dass das Rennen abgesagt wurde. Uns trifft es jedoch nicht so hart, da wir auf Grund des Unfalls von Juncadella nicht hätten starten können“, so Maximilian Götz nach Bekanntgabe der Rennabsage.

 

Bild: NLS

Zustimmung erhielt die Rennleitung unter anderem von Nico Menzel, der ab diesem Jahr neben Johannes Scheid und Michael Bonk als Fahrersprecher der Nürburgring Langstrecken-Serie fungiert: „Man kann heute niemandem einen Vorwurf machen. Als wir um kurz vor halb acht rausgefahren sind, betrug die Asphalttemperatur 5 °C. Es waren zwar kalte, aber machbare Bedingungen. Ich bin dann im Schwalbenschwanz in das Schneetreiben gekommen. Es bildeten sich schnell Eiskristalle auf der Strecke und der Grip war schlagartig weg. Eine deutliche Wetterbesserung war zum Zeitpunkt der Absage nicht in Sicht. Bei den unbeständigen Bedingungen wäre das Risiko eines Rennens einfach zu groß.“

 

Bild: NLS

Groß war die Enttäuschung bei Christian Stephani, Geschäftsführer VLN VV GmbH & Co. KG: „Das gesamte Organisationsteam hat in den vergangenen Wochen sehr viel Arbeit investiert, um die Veranstaltung unter Pandemiebedingungen möglich zu machen. Am Ende bleibt uns die Gewissheit, dass organisatorisch alles funktioniert hat. Natürlich wären wir gerne Rennen gefahren und hätten den Fans packende Action aus der Grünen Hölle nach Hause geliefert. Aber das Wetter können wir leider nicht ändern. Jetzt blicken wir nach vorne.“

„Die Testfahrten am Freitag verlief viel versprechend. Unser Clio hat heute gar nicht die Boxengasse gesehen weil die Startampel schon wieder auf Rot war“, so Michael Bohrer zum Renntag.

Das zweite Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie, das NIMEX 45. DMV 4-Stunden-Rennen, findet am 17 April 2021 statt.

Text: NLS / CS

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