Moritz Groneck verlässt den Nüburgring als Meister - 2. Rennen
- Hauptkategorie: ADAC Racing Weekend
- Tourenwagen Junior Cup
- 18. Oktober 2026
- Cornelia Simon
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Der große Showdown im Rahmen der ADAC Westfalen Trophy auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings hielt alles, was er versprach. In ihren mit eFuel Racing 98 betriebenen VW up! GTI lieferten die Nachwuchstalente im letzten Wertungslauf der Saison ein Finale der Extraklasse. Am Ende gab es zwei strahlende Sieger: Finn Niklas Wollnik gelang nach drei Jahren im Nachwuchscup endlich der ersehnte erste Laufsieg. Moritz Groneck wiederum wurde im engsten Finish der Seriengeschichte zwar hauchdünn geschlagen, sicherte sich mit dem zweiten Platz jedoch die begehrte Meisterschafts-Krone. Das Duell der beiden Hauptprotagonisten um die Meisterschaft prägte fast das gesamte Rennen. Bereits beim Start spitzte sich die Lage zu.
Polesetter Alex Mohr fiel hinter Linus Parbel und Finn Niklas Wollnik auf Rang drei zurück. Moritz Groneck hatte hingegen einen guten Start, schob sich direkt dahinter auf Rang vier und stellte damit umgehend den direkten Kontakt zu seinem Hauptkontrahenten her. In den Folgerunden ging es drunter und drüber. Sämtliche Titelkandidaten zogen nacheinander an Finn Niklas Wollnik vorbei. Alex Mohr attackierte dann den neuen Führenden Linus Parbel, verlor im Getümmel jedoch Platz zwei an Moritz Groneck. Alex Mohr konterte mit dem Messer zwischen den Zähnen in der Goodyear-Kehre und holte sich die Position zurück. Eine Runde später schob sich das Duo gemeinsam an Linus Parbel vorbei, der bis auf Rang sechs zurückfiel.
Bei diesem Manöver schnappte sich Moritz Groneck wiederum Alex Mohr. Kurz darauf bremste eine Safety-Car-Phase das Feld ein, nachdem eine Kollision das vorzeitige Aus für Mattis Bachnik bedeutete. Nach dem Re-Start ging der Nervenkrieg an der Spitze unvermindert weiter. Moritz Groneck konnte seinen Verfolger nicht abschütteln, während Alex Mohr den Führenden immer wieder auf die Kampflinie zwang. In der sechsten Runde setzte Alex Mohr in der Xiaomi-Kurve innen zum Überholmanöver an. Es kam zum Kontakt, bei dem sich Alex Mohr nach innen wegdrehte. Der Dreher warf ihn auf den zwölften Platz zurück. Damit war die Entscheidung im Titelkampf war gefallen.
Durch die Berührung schlüpfte Finn Niklas Wollnik wieder an Moritz Groneck vorbei an die Spitze. Für Moritz Groneck folgte ein taktisches Abwägen auf Messers Schneide, denn Rang zwei reichte ihm sicher zum Titelgewinn, doch er besaß die Pace für den Tagessieg. Ein übertriebenes Risiko und eine etwaige Strafe hätten allerdings Linus Parbel zum lachenden Dritten im Rennen und in der Meisterschaft gemacht. Moritz Groneck entschied sich für den Angriff, doch Finn Niklas Wollnik verteidigte seine Chance auf den ersten Triumph nach drei Jahren mit aller Macht. Das Duell wurde hart, aber jederzeit fair geführt. Selbst ein kleiner Ausritt durch die Veedol-Schikane bremste Finn Niklas Wollnik nicht ein, der die Traktion seiner Hoosier-Slicks rechtzeitig wiederfand. Er musste dadurch aber langsamer durch die Zieleingangskurve fahren.
Im finalen Beschleunigungsduell auf dem Weg zur Ziellinie hatte Moritz Groneck mehr Schwung und ging daneben. Beide überquerten den Zielstrich Seite an Seite. Es war so knapp, dass die Zeitnahme eine manuelle Auswertung des Zielfotos heranziehen musste. Mit einem Hauch von 0,001 Sekunden Vorsprung hatte Finn Niklas Wollnik die Nase vorn und feierte seinen ersten Sieg im ADAC Tourenwagen Junior Cup. Moritz Groneck reichte der zweite Platz souverän zum Gewinn der Meisterschaft. Linus Parbel komplettierte das Podest als Dritter mit lediglich 0,547 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Die Plätze vier bis sechs gingen nach starken Vorstellungen an Noah Beckmann, David Gausmann und Robin Böhm. Die Top 10 komplettierten Moritz Mohr, Bruno Görtz, Marcel Sarnowski und Lynn Neuhaus. Emely Abt wurde als elfte gewertet.
Moritz Goneck wurde mit 180 Punkten Meister 2026 vor Linus Parbel mit 163 und Alex Mohr mit 160 Punkten. Meister in der Team-Wertung wurden H&R Das Juniorteam! PT Sports by Up2race mit 194 Zähler, gefolgt von Konrad Motorsport mit 190 und Georg Motorsport mit 174 Zähler.