Sommerfest in der Grünen Hölle beim 6h-Rennen
- Hauptkategorie: Serien Paket
- NLS
- 03. August 2026
- Cornelia Simon
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NLS Ren 7: Das KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie bot am 1. August 2026 bei traumhaftem Kaiserwetter und vor voll besetzten Tribünen mitten in den Sommerferien eine fantastische Kulisse für das traditionelle Saisonhighlight in der Grünen Hölle. Sechs Stunden voller Taktik, knallharter Rad-an-Rad-Duelle und bester Stimmung auf den Rängen prägten das siebte NLS-Rennen des Jahres. Den Gesamtsieg sicherte sich nach 41 absolvierten Runden das Mercedes-AMG Team RAVENOL vor der Mannschaft von Schubert Motorsport und dem Team 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON.
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Im Mittelpunkt des Rennens stand die emotionale Rückkehr von Ralf Aron. Rund fünf Monate nach seinem schweren Unfall bei den 12 Hours of Bathurst feierte der Este im Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 80 ein beeindruckendes Renn-Comeback. Bereits im morgendlichen Zeittraining setzte Aron ein Ausrufezeichen, als er Mercedes-AMG GT3 mit einer Fabelzeit von 7:51.506 Minuten auf die Pole-Position stellte. Im Rennen überzeugte Aron zusammen mit Luca Stolz auf ganzer Linie und überquerte nach sechs Stunden fehlerfreier Fahrt als strahlender Gesamtsieger die Ziellinie.
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Für seinen Teamkollegen Stolz war der Triumph das perfekte Geschenk zum 31. Geburtstag. „Das war ein fantastisches Rennen für uns, das extrem viel Spaß gemacht hat. Sechs Stunden voller Action bei bestem Eifelwetter – ich habe immer noch ein breites Grinsen im Gesicht. Es ist wirklich das schönste Geburtstagsgeschenk. Wir haben einen rundum fehlerfreien Tag erwischt, das Auto hat kaum einen Kratzer abbekommen – einfach perfekt“, erklärte ein sichtlich gelöster Luca Stolz nach der Zieleinfahrt. Auch Ralf Aron verbarg seine Emotionen nicht: „Damit ist das Comeback perfekt und ich bin überglücklich. Davon habe ich im Vorfeld nicht einmal zu träumen gewagt. Es war mir eine riesige Freude, das Rennen gemeinsam mit Luca zu bestreiten.“
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Den zweiten Platz im Gesamtklassement sicherte sich nach 41 absolvierten Runden mit einem Rückstand von 39,480 Sekunden die Mannschaft von Schubert Motorsport. Im BMW M4 GT3 EVO mit der Startnummer 77 zeigten Jens Klingmann, Ugo de Wilde und Nordschleifen-GT3-Debütant Tim Tramnitz eine hochkonzentrierte Vorstellung. „Luca war ein enorm starker Gegner. Die Mercedes-Crew war schon im Qualifying extrem schnell unterwegs und hat sich den Sieg heute verdient. Wir lagen zwischendurch zwar in Schlagdistanz, aber immer wenn wir näher kamen, konnten sie noch einmal nachlegen. Ich bin mächtig stolz auf meine beiden Teamkollegen – allen voran auf Tim, der hier sein erstes GT3-Rennen auf der Nordschleife absolvierte“, fasste Routinier Jens Klingmann den Kampf an der Spitze zusammen. Tim Tramnitz zog ebenfalls ein rundum positives Fazit: „Es ist ein großartiges Gefühl. Nach meinem ersten Stint hatten wir zwar einen etwas kniffligen Boxenstopp, aber der Wagen lag hervorragend. Die Erfahrung von Jens hat mir besonders in der Vorbereitung auf das Wochenende enorm geholfen.“ Sein Teamkollege Ugo de Wilde freute sich ebenso über den Erfolg: „Dieses erste Nordschleifen-Podium wollte ich unbedingt einfahren. Tim hat bei seinem Einstand einen fantastischen Job gemacht.“
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Den verbleibenden Platz auf dem Gesamtsiegerpodest sicherten sich als Drittplatzierte und zugleich Sieger der Klasse SP9 PRO-AM 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON im Porsche 911 GT3 R EVO (#48). Das Trio mit Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira lieferte ebenfalls eine starke Leistung ab. Während Dylan Pereira unmittelbar nach seinem Renn-Einsatz die Weiterreise zum nächsten Einsatz nach Magny-Cours antrat, feierten Patrick Assenheimer und Tobias Müller den Pokalerfolg vor Ort alleine. „Dylan hat uns aus dem Auto per FaceTime angerufen und wir konnten seinen Jubel live miterleben. Er hat die ganze Fahrt über mitgefiebert. Das Rennen lief fantastisch und nach dem letzten Lauf stehen wir erneut auf dem Gesamtwertungs-Podium. Trotz einer leicht verstellten Spur haben wir eine absolut solide Vorstellung ohne Fehler und Strafen abgeliefert“, berichtete Tobias Müller.
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Auf dem vierten Gesamtrang lief der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 4 von Goroyan RT by Car Collection ein, pilotiert von Artur Goroyan, Alex Fontana und Nico Menzel, die sich damit den zweiten Rang in der Klasse SP9 PRO-AM sicherten. Den fünften Gesamtrang schnappte sich im packenden Schlussakkord das Team FK Performance Motorsport im BMW M4 GT3 EVO (#1). Das Quartett Leyton Fourie, Dan Harper, Pavel Lefterov und Maxime Oosten überholte in der allerletzten Runde noch den Porsche 911 GT3 R EVO (#123) von Mühlner Motorsport, der von Martin Rump, Ben Bünnagel und Noah Nagelsdiek gefahren und somit auf Platz sechs gewertet wurde.
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In der Klasse SP9 AM setzte sich nach einem dramatischen Kampf nach dem letzten Boxenstopp der Lamborghini Huracan GT3 EVO II (#786) von Renazzo Motorsport durch, gefahren von Sak Nana, Christoph Breuer und Thomas Mutsch. Sie verwiesen den Porsche 911 GT3 R (#5) von BLACK FALCON Team EAE mit Mustafa Mehmet Kaya, Gabriele Piana und Mike Stursberg auf den zweiten Klassenrang.
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Emotionale Momente und Action in den Markenpokalen
Auch abseits der Top-Kategorie SP9 lieferte der sechsstündige Eifel-Klassiker einmalige Geschichten. Für ein ganz besonderes Highlight sorgte das Gemeinschaftsprojekt von Porsche Heritage und Museum und dem Team75 Bernhard. Im exklusiv gestalteten Porsche 718 Cayman GT4 RS CS (#718) verabschiedeten die beiden Nordschleifen-Legenden und Porsche-Markenbotschafter Timo Bernhard und Jörg Bergmeister den allerletzten in Zuffenhausen gebauten Mittelmotor-Rennwagen dieser Baureihe gebührend. „Dieses Auto war ein extrem wichtiges Kundensport-Modell für Porsche. Wir wollten ihm einen würdigen Abschied bereiten. Der Empfang durch die Fans war einfach gigantisch – das macht einen unheimlich stolz“, erklärte Timo Bernhard sichtlich gerührt vor dem Start. Jörg Bergmeister ergänzte schmunzelnd: „Als die Anfrage kam, musste ich nicht lange überlegen. So wie wir damals zusammen angefangen haben, schließt sich hier nun auf der Nordschleife der Kreis.“ Das Duo spulte fehlerfreie 37 Runden ab und krönte den emotionalen Abschiedseinsatz mit dem vierten Rang in der Klasse SP10.
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In den stark besetzten Markenpokal-Klassen ging es ebenso hoch her. In der Wertungsklasse CUP2 feierte das Team BLACK FALCON Team ZIMMERMANN einen souveränen Klassensieg. Alexander Hardt, Benjamin Hites und Benjamin Koslowski setzten sich im Porsche 911 GT3 Cup (#900) gegen die Markenkollegen Ryan Harrison, Raphael Rennhofer und Leon Wassertheurer vom Team LIQUI MOLY by BLACK FALCON (#902) durch. Den dritten Platz auf dem CUP2-Podium sicherten sich Patrik Grütter und Fabio Grosse für das SRS Team Sorg Rennsport (#901).
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In der CUP3-Kategorie (Porsche Endurance Trophy Nürburgring) holten Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach ihren vierten Sieg. Im Porsche 718 Cayman GT4 CS (#953) von Smyrlis Racing zeigten die beiden nach einer verhängten Durchfahrtsstrafe wegen eines Frühstarts eine furiose Aufholjagd und bogen nach sechs Stunden als Klassensieger ab. Sie verwiesen Lorenz Stegmann und Moritz Oberheim von W&S Motorsport (#962) sowie Marius Rauer, Michal Makes und Toby Goodman (#961, ebenfalls W&S Motorsport) auf die Ränge zwei und drei.
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Spannende Ausgangslage im Meisterschaftskampf
Mit dem erneuten Klassensieg beim Saisonhighlight zementierte das Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert vom Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels seine Führung in der Gesamtwertung. Mit makellosen 79,00 Punkten feierte das BMW-M240i-Gespann (#650) bislang in jedem bestrittenen Saisonlauf den Klassensieg. Dahinter folgen Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg (64,00 Punkte) sowie das Trio Anton Abée, Yannik Himmels und Jörg Viebahn (56,00 Punkte). Benjamin Albers und Raphael Rennhofer komplettieren mit jeweils 55,00 Zählern die Top-10. Da es in dieser Saison keine Streichergebnisse mehr gibt, fließen ausnahmslos alle Resultate in die Wertung ein – was den Titelkampf enorm brisant macht: Die Führenden müssen in den verbleibenden Läufen weiter verlässlich punkten und dürfen sich keinerlei Patzer oder Ausfälle erlauben.
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Für die Piloten des AMC Duisburg verlief das Wochenende nicht so gut, Michaell Bohrer vom Team FS Motorsport im VW Golf 8.5 GTI Clubsport hatten von Anfang an diesen mit technischen Probleme zu kämpfen. Das Team mit Pascal Otto Fritsche und Alex Schneider versuchten alles den Golf ins Ziel zu bringen mussten aber mit 24 Runden Rückstand aufgeben. Das Schwesterauto mit Thomas Schönfeld, Dennis Surace und Fiavia Pellegrino Fernandes überquerte die Ziellinie auf Platz drei in der Klasse.
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Die Grüne Hölle begrüßte 132 Starter am Samstag, darunter 24 GT3-Fahrzeuge, von denen Max Kruse Racing gleich drei ins Rennen schickte. Die Audi R8 LMS GT3 Evo II des Duisburger Rennteams präsentierten sich alle in der alternativen Kraftstoffklasse AT 1 und zeigten beeindruckende Rundenzeiten.
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Mit der Startnummer 11, die von Christoph Lenz, Christian Kohlhaas und Team-Debütant Finn Zulauf pilotiert wurde, sicherte sich das Trio nach sechs Stunden den Klassensieg und zudem eine Gesamtplatzierung auf Rang 15. Lenz hierzu: „Wir sind ein sauberes und gutes Rennen gefahren, mit einer cleveren Strategie. Ich habe an diesem Rennwochenende viel dazugelernt und konnte mich von Runde zu Runde steigern, obwohl das bei extrem viel Verkehr und vielen Code-60-Phasen nicht so einfach war. Ein besonderer Dank geht an das ganz Team für die top Vorbereitung des Autos und natürlich auch an Christian und Finn.“
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Die Zweitplatzierten in der Klasse (#19), das niederländische Duo Tom Coronel und Jan Jaap van Roon, schlossen das Rennen auf dem 19. Gesamtplatz ab. Coronel hierzu „Dank der tollen Vorbereitung des Teams und dem erstklassigen Feedback des Fahrzeugs, was nicht zuletzt dank der guten Reifenkombination ermöglicht wurde, konnten wir schnell in die Kurven steuern und gleich zu Beginn die Lücken suchen, um mit einer konstant guten Pace am Ende in den Top 20 abzuschließen.“
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Der dritte GT3-Boldie vom AMC Duisburg war ebenfalls mit einer guten Pace im Rennen vertreten, hatte jedoch bereits am Freitag mit Elektronikproblemen zu kämpfen, wie Benny Leuchter berichtet. „In Vorbereitung auf den Renntag hatten wir gedacht, das Problem gefunden zu haben, jedoch blieb dieses auch während des Rennens bestehen, sodass wir trotz zwischenzeitlichem fünften Gesamtrang nach etwas mehr als fünf Stunden das Fahrzeug vorzeitig abstellen mussten. Wir sind uns sicher, dass wir unter optimalen Bedingungen und ohne eine Berührung auf der Grand-Prix-Strecke mit einem anderen Fahrzeug sicherlich mit einem starken Ergebnis hätten abschließen können.“
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Simon van Roon platzierte zusammen mit Rudy van Buren den Porsche Cayman GT4 (#990) innerhalb der Cup 3 Klasse auf Platz zehn von insgesamt 21 Startern. Eine stolze Leistung erbrachten auch die drei Nordschleifen-Debütanten des VW Polo Cups: Die Brüder Franco und Carlos Fahrbach als auch Luca Wieninger sammelten ihre ersten Erfahrungen im Permit-B-Fahrzeug (VW Golf VII GTI TCR) mit der Startnummer 819. Ihr Debüt krönten die drei am Ende mit einem Klassensieg in der SP3T. Benny Leuchter, der auch als Coach für die VW Polo Cup-Piloten fungiert, sei ebenfalls sehr stolz auf die drei Junioren.
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Nach dem erfolgreichen Sechsstunden-Spektakel verabschiedet sich die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie in eine kurze Sommerpause, ehe am 12. und 13. September 2026 mit dem großen Double-Header aus NLS8 und NLS9 das nächste Highlight auf dem Nürburgring ansteht.