Pole Setter holen sich ihren ersten Sieg in der ADAC GT Masters - 1. Rennen
- Hauptkategorie: DTM Paket
- ADAC GT Masters
- 09. Juli 2026
- Cornelia Simon
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Ihren siebten Meisterschaftslauf nahmen die Protagonisten am Samstagmittag bei strahlendem Sonnenschein und 27 Grad Außentemperatur unter die Räder. Nach den zwei Einführungsrunden funktionierte der fliegende Start ohne Probleme und die Pole Setter gaben das Tempo vor und konnten im nachhinein das weit gefächerte Feld in die erste Kurve führen. Emil Gjerdrum / Max Reis griffen direkt die Tabellenführer an und konnten sie auch niederringen. Robin Rogalski / Simon Connor Primm lieferten sich einen harten Fight mit Pavel Lefterov / Mark Kastelic. Hier ging es um die zehnte Position. Nach der ersten Runde führten weiterhin Felix Hirsiger / Finn Zulauf vor Niklas Kalus / Kiano Blum und Emil Gjerdrum / Max Reis. Victor Nielsen / Joseph Ellerine hatten an Boden verloren und waren nur noch auf Rang sieben unterwegs.
Leo Pichler / Alexander Tauscher hatten eine Durchfahrtsstrafe erhalten wegen der Aktion mit Robin Rogalski / Simon Connor Primm. Enrico Förderer / Jay Mo Härtling hatten sich auf Platz acht gefahren. Nico Hantke / Felice Jelmini und Gottfried Grasser / Gerhard Tweraser lagen auf den Rängen zwölf und dreizehn. Die ersten fünf Fahrzeuge lagen dicht beieinander. Danach riss das Feld ein wenig ab. Leyton Fourie / Tim Zimmermann mussten sich harten Attacken gegenüber Juliano Holzem / Sandro Holzem erwehren. Es ging hier um Rang vier. An der Spitze hatten sich nach fünf Runden Felix Hirsiger / Finn Zulauf mit 1,271 Sekunden von ihren Kontrahenten absetzen können. Niklas Kalus / Kiano Blum die auf Platz zwei fuhren hatten nach vorne und hinten Luft.
Zwischenzeitlich hatten Baudouin Detout / Jamie Alon Day einen Dreher zu verzeichnen und waren bis auf den vorletzten Rang zurückgefallen. Einen Platz nach vorne gefahren hatten sich Victor Nielsen / Joseph Ellerine. Sie hatten Storm Gjerdrum / Fabio Rauer im Nacken sitzen. Im Verlauf der neunten Runde setzten sich Leyton Fourie / Tim Zimmermann neben Emil Gjerdrum / Max Reis. Am Ende der Start und Zielgeraden ging dann der BMW an dem Ford Mustang vorbei. Die Tabellenführer konnten sich auch sofort mit einigen Wagenlängen absetzen. Von alledem bekamen die Führenden nichts mit, denn sie bauten Runde um Runde ihren Vorsprung immer weiter aus. Zwischen Tim Hütter / Ethan Brown und Baudouin Detout / Jamie Alon Day kam es zu einer Berührung, in dem der Lamborghini zunächst quer stand und dann die Fahrt am Ende des Feldes wieder aufnahm.
Die Piloten von Comtoyou Racing versuchten unterdessen Gottfried Grasser / Gerhard Tweraser zu attackieren. Die Gebrüder Holzem hatten immer noch keinen Weg gefunden an Emil Gjerdrum / Max Reis vorbeizugehen. Gottfried Grasser / Gerhard Tweraser hatten nichts zu lachen, den der Druck der Aston Martin Piloten wurde immer stärker. Die Lamborghini Fahrer mussten absolute Kampflinie fahren. In den Kurven waren Baudouin Detout / Jamie Alan Day immer an den Österreichern dran. In der 15. Runde war der Lamborghini etwas auf Abwegen unterwegs. Mit aufgeblendeten Scheinwerfern versuchten die Comtoyopu Fahrer weiter Druck auszuüben. Nach 15 Runden öffnete das Boxenzeitfenster. Es kamen sofort Juliano Holzem / Sandro Holzem, Storm Gjerdrum / Fabio Rauer herein. Vier weitere Piloten vollzogen jetzt auch ihren Fahrerwechsel.
Unter ihnen war auch Gottfried Grasser, der das Lenkrad jetzt an Gerhard Tweraser übergab. Die Tabellenführer kamen nach 16 Runden zum Pflichtboxenstopp herein. Felix Hirsiger / Finn Zulauf und Niklas Kalus / Kino Blum blieben weiterhin draußen. Max Reis / Emil Gjerdrum bekamen eine Penaltylap weil sie zu schnell in der Boxengasse waren. Den Fahrerwechsel vollzogen Niklas Kalus / Kiano Blum nach 17 Runden. Die Reihenfolge geriet unterdessen erst einmal durcheinander. Nach 18 Runden mussten noch fünf Fahrzeuge in die Box kommen. Die Pole Setter kamen nach 19 Runden herein. Finn Zulauf / Felix Hirsiger kamen vor Kiano Blum / Niklas Kalus wieder auf die Strecke. Beim nächsten Umlauf übergab Leo Pichler das Steuer an Alexander Tauscher.
Zur gleichen Zeit waren auch Pavel Lefterov / Mark Kastelic in der Box. Letztere konnten vor den Piloten von razoon – more than racing wieder aus der Box gehen. Nachdem alle ihren Stopp absolviert hatten und die Reihenfolge wieder hergestellt war, führten Finn Zulauf / Felix Hirsiger vor Kiano Blum / Niklas Kalus und Tim Zimmermann / Leyton Fourie. Fabio Rauer / Storm Gjerdrum hatten alle Hände voll zu tun Jay Mo Härtling / Enrico Förderer in Schach zu halten. Hier ging es um Rang fünf. Joseph Ellerine / Victor Nielsen mussten sich harten Attacken gegenüber Mark Kastelic / Pavel Lefterov erwehren. Die hatten noch Alexander Tauscher / Leo Pichler im Schlepptau. Wenig später hatten Mark Kastelic / Pavel Lefterov zu viel riskiert. Man war in der Kurzanbindung zu weit rausgekommen und verlor dadurch gleich drei Plätze. Man war nun nur noch auf Platz zwölf unterwegs.
Im nachhinein erhielten Mark Kastelic / Pavel Lefterov noch eine Penaltylap wegen Blockierens von Alexander Tauscher / Leo Pichler. Von alledem bekamen die Führenden nichts mit, denn sie waren mit 3,721 Sekunden auf und davon gefahren. Um Platz neun war ein harter Kampf entstanden. Simon Connor Primm / Robin Rogalski führten eine Meute von drei Fahrzeugen an. Die ersten vier Autos hatten nach vorne und hinten genug Luft. Danach kämpften Fabio Rauer / Storm Gjerdrum rundenlang mit Jay Mo Härtling / Enrico Förderer. Zu diesen beiden gesellten sich jetzt auch noch Max Reis / Emil Gjerdrum. Nach 27 Runden mussten die BMW Fahrer dann die Mercedes Piloten ziehen lassen. Zu dieser Zeit stand noch eine viertel Stunde auf der Uhr bevor das Rennen abgewunken wurde.
Der Überholvorgang von Jay Mo Härtling / Enrico Förderer lag unter Beobachtung der Rennleitung. Nach 29 Runden erfolgte eine Full Course Yellow Phase. Eine Verwarnung erhielten Jay Mo Härtling / Enrico Förderer wegen Abdrängens von Fabio Rauer / Storm Gjerdrum. Fabio Rauer / Storm Gjedrum führten ein Trio an in denen Max Reis / Emil Gjerdrum und Alexander Tauscher / Leo Pichler hinter ihnen lagen. In den letzten acht Minuten ging es zwischen Alexander Tauscher / Leo Pichler und Simon Connor Primm / Robin Rogalski mächtig zur Sache. Hier ging es um die achte Position. Max Reis / Emil Gjerdrum auf Rang sieben erhielten drei Penaltylaps weil sie in der Full Course Yellow Phase zu schnell waren. Die Pole Setter fuhren an der Spitze ein einsames Rennen, denn der Vorsprung betrug zwischenzeitlich 6,636 Sekunden.
Gerhard Tweraser / Gottfried Grasser hatten sich nach vorne auf Rang neun gearbeitet. Joseph Ellerine / Victor Nielsen auf Platz zehn hatten Mark Kastelic / Pavel Lefterov im Schlepptau. Fabio Rauer / Storm Gjerdrum hatten in der letzen Runde immer noch Alexander Tauscher / Leo Pichler und Simon Connor Primm / Robin Rogalski im Nacken sitzen. Nach 39 Runden holten sich Finn Zulauf / Felix Hirsiger mit einem Vorsprung von 5,737 Sekunden den Sieg vor Kiano Blum Niklas Kalus. Leyton Fourie / Tim Zimmermann und Sandro Holzem /Juliano Holzem überquerten die Ziellinie auf den Rängen drei und vier. Gerhard Tweraser / Gottfried Grasser, Jay Mo Härtling / Enrico Förderer und Felice Jelmini / Nico Hantke wurden auf den Plätzen neun, fünf und 16 abgewunken.
Felix Hirsiger (Liqui Moly Team Engstler): „Wir sind sehr glücklich. Wir haben wirklich alles aus dem Auto herausgeholt, was möglich war. Ich hatte einen guten Start und wusste, die ersten zehn bis zwanzig Minuten des Rennens werden entscheidend sein, um am Ende etwas Puffer zum Schonen der Reifen zu haben.“
Finn Zulauf (Liqui Moly Team Engstler): „Der Reifenverschleiß ist bei diesen Temperaturen extrem, deshalb habe ich in meiner Hälfte versucht, den Sieg sicher ins Ziel zu bringen. Dass wir die Meisterschaft jetzt wieder anführen ist ein gutes Gefühl. Ich mag es, der Gejagte zu sein. Wirklich wichtig ist uns aber, nach dem letzten Saisonrennen oben in der Tabelle zu stehen.“
Niklas Kalus (Haupt Racing Team): „Es ist eine sehr große Erleichterung, wieder auf dem Podium zu stehen. Wir sind alle extrem glücklich. Als mir nach dem Qualifying gesagt wurde, dass ich Dritter bin, konnte ich es kaum glauben, weil niemand von uns damit gerechnet hat, so weit vorne zu stehen. Am Start wollte ich diesmal unbedingt eine Position gewinnen und das ist mir gelungen. Von da ab haben Kiano und ich jede Runde gepusht, aber Platz eins war zu weit weg. Vielen Dank an HRT, die über Nacht nochmal das komplette Setup geändert und das Podium so möglich gemacht haben.“
Leyton Fourie (FK Performance Motorsport): „Der Start war ein bisschen knifflig, weil die Außenlinie noch dreckig von den Trucks zuvor war. Ich habe es aggressiv versucht, um vielleicht noch eine Chance in Richtung des Lamborghini zu erhalten. Das ging leider nach hinten los und beide Ford gingen vorbei. Als der Ford einen Fehler gemacht hat, konnte ich wieder vorbeigehen, aber mehr war nicht möglich. Wir haben mit diesem dritten Rang das Maximum heute für die Meisterschaft herausgeholt.“