Bernd / Robinson sind die Champions 2026
- Hauptkategorie: DTM Paket
- ADAC GT4 Germany
- 07. Oktober 2026
- Cornelia Simon
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Die ADAC GT4 Germany steht vor einem besonderen Highlight: Beim Saisonfinale vom 9. bis 11. Oktober im Rahmen der DTM auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg werden drei anstatt zwei Wertungsläufe ausgetragen. Das verspricht noch mehr Action und Spannung für die Titelentscheidung mit aktuell drei Fahrer-Duos von drei unterschiedlichen Marken innerhalb von nur fünf Punkten. Hintergrund für diese Entscheidung ist die Tatsache, dass das vorherige Rennwochenende auf dem Sachsenring aufgrund beschädigter Randsteine der Streckenbegrenzung mit nur einem Wertungslauf beendet wurde. Auf dem Hockenheimring werden nun zwei Rennen am Samstag und eines am Sonntag ausgetragen. Am Freitag steht für jedes der drei Rennen eine eigene Qualifikation an. Der Fahrer, der Q1 und Q3 drei bestreitet, beginnt auch das entsprechende Rennen. Der Pilot, der die zweite Qualifikation absolviert, sitzt im zweiten Rennen zunächst im Fahrzeug.
Auch in dieser Serie ist die Meisterschaft völlig offen. Es werden jeweils 25 Punkte pro Lauf vergeben. Es können damit also noch insgesamt 50 Zähler eingeahren werden. Mit 151 Punkte reisen Lachlan Robinson / Denny Berndt (AVIA W&S Motorsport) als Tabellenführer in ihrem Porsche hier ins Badische. Mit einem knappen Rückstand von nur zwei Zähler liegen Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok (Cosy Racing by ESM) mit ihrem Aston Martin auf Platz zwei direkt in Schlagdistanz, gefolgt von den BMW Piloten Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson ( FK Performance Motorsport) mit 146 Punkten.
Markus Eichele (Teamchef): „Wir wollen die ADAC GT4 Germany-Saison gerne mit einem Highlight abschließen und erneut um einen Podestrang kämpfen. Unser Ziel ist es, in diesem Jahr noch ein Podium einzufahren und unser Leistungsvermögen unter Beweis zu stellen. Zudem freuen wir uns, dass wir zahlreiche Gäste bei unserem Heimrennen begrüßen können.“
Am Freitagmorgen um 9.00 Uhr gingen insgesamt 18 Fahrzeuge bei sehr kühlen 8,6 Grad Außentemperatur und 12.,6 Grad Streckentemperatur hinaus um für 55 Minuten ihr erstes freies Training hinter sich zu bringen. Diese Session musste zwischendurch mit rot unterbrochen werden, da der BMW von razoon – more than Racing mit den Piloten Michael Maniszweski / Daniel Drexel von der Strecke abgekommen und eingeschlagen war. Danach wurde das Training dann wieder aufgenommen. Am Ende waren Lachlan Robinson / Denny Berndt mit fünf gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:47,094 Minuten die Schnellsten im Feld. Mit einem Rückstand von 0,079 Sekunden nahmen Lucas Cartelle / Hudson Schwartz (CRT) Rang zwei ein, gefolgt von Alon Gabbay / Maximilian Schreyer (AVIA W&S Motorsport). Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok und Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana / mussten sich mit den Rängen neun und acht zufrieden geben.
Lachlan Robinson (AVIA W&S Moorsport): „Es ist natürlich super, direkt so ins Wochenende zu starten. Aber wirklich zählen wird es in den Rennen am Samstag und Sonntag. Grundsätzlich hatte die Strecke am Freitagmorgen noch nicht sonderlich viel Grip, da es in den letzten Tagen wohl viel geregnet hat. Aber das wird sich im Laufe des Tages sicherlich noch ändern.“
Am Freitagmittag um 13.10 Uhr wurde es dann für 15 Minuten ernst, denn das erste Qualifying stand auf dem Zeitplan. Die Zeiten gegenüber morgens wurden schneller. Die Session wurde aber als wet session deklariert. Die Pole Position für das Rennen am Samstagvormittag hatten im nachhinein Lucas Cartelle / Hudson Schwartz nach drei Runden mit einer Zeit von 1:45,993 Minuten nach Hause gefahren. Startplatz zwei konnten sich Alex Connor / Marius Schmid (BWT Mücke Motorsport) mit einem Rückstand von 0,254 Sekunden sichern, gefolgt von Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson. Die Tabellenführer stehen in der vierten Startreihe. Eine Startreihe hinter ihnen werden Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob das Rennen aufnehmen.
Lucas Cartelle ( CRT): „Wir waren zuvor noch nie in Hockenheim gewesen, insofern haben wir nicht wirklich mit diesem Ergebnis gerechnet. Aber mir ist die fast perfekte Runde gelungen. Das Auto fühlt sich hier richtig gut an. Wir schauen am Rennwochenende zunächst einmal auf Rennsiege, denn der Abstand zu den Top Drei in der Tabelle ist recht groß. Aber mal sehen, wie sich alles entwickelt. Wir geben nicht auf.“
Die Piloten mussten ihr zweites Qualifying am späten Freitagnachmittag und zwar um 17.30 Uhr unter die Räder nehmen. Gegenüber dem ersten Zeittraining wurden die Zeiten nicht schneller. In der Schlussphase hatten sich Maximilian Schreyer / Alon Gabbay mit einer Zeit von 1.50,934 Minuten auf Rang eins gefahren, gefolgt von Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana und Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok. Die Tabellenführer lagen auf Rang sieben. In der letzten Minute konnten sich Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok mit einer Zeit von 1:50,62 Minuten auf Rang eins fahren. Denny Berndt / Lachlan Robinson hatten zwei Plätze eingebüßt. Im nachhinein konnten dann Maximilian Schreyer / Alon Gabbay nochmals eins drauf legen und holten sich nach sieben Runden mit einer Zeit von 1:49,714 Minuten die Pole Position. Startplatz zwei und drei nahmen Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok und Benjamin Sylverstersson / Gabriele Piana ein. Die Tabellenführer stehen in der fünften Startreihe.
Maximilian Schreyer (AVIA W&S Motorsport): „Die Pole-Position ist natürlich mega. Das Team hat mir ein super Auto hingestellt – und unsere Reifenentscheidung war letztendlich richtig.“
Nach einer kurzen Pause ging es erneut hinaus auf die 4,574 Kilometer lange Strecke. Jetzt nahm man das dritte Qualifying, welches ausschlaggebend für das Rennen am Sonntag ist in Angriff. Zunächst kam es immer wieder zu Positionsverschiebungen. Als noch sechs Minuten auf der Uhr standen wurde das Zeittraining mit rot unterbrochen, weil die Tabellenführer auf der Start und Zielgeraden, nachdem man auf die Curbs gekommen war mit 120 km/h heftigst einschlug. Zu dieser Zeit führten Alex Connor / Marius Schmid mit einer Zeit von 1:49,20 Minuten vor Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob und Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson. Die Tabellenführer lagen auf Platz sieben. Ob sie bei den morgigen Rennen an den Start gehen werden war fraglich, denn der Porsche war ziemlich kaputt. Laut Rennleitung sollte der Re-Start um 18.22 Uhr erfolgen.
Als das Qualifying dann wieder für die letzten Minuten aufgenommen wurde, konnten sich Frederic Zebis / Nicolas Guillaume zunächst in Szene setzten. Sie hatten sich mit einer Zeit von 1:47,483 Minuten auf Rang eins gefahren. Dabei sollte es aber nicht bleiben, denn in der letzten Minute wurden die Zeiten nochmals schneller. Am Ende hatten sich dann Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson nach acht Runden mit einer Zeit von 1:46,647 Minuten die Pole Position nach Hause gefahren. Hinter ihnen werden Alexzander Kristiansson / Erik Bertilsson und Lucas Cartelle / Hudson Schwartz starten. Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob starten von Position sieben.
Gabriele Piana (FK Performance Motorsport): „Damit habe ich nicht gerechnet. Insbesondere bei gemischten Bedingungen ist es immer schwierig. Meine Runde war aber grundsätzlich gut, auch wenn die Reifen nicht mehr im Peak waren. Mal sehen, was das Ergebnis für das Titelrennen bedeutet.“
Die Tabellenführer hatten ein neues Fahrzeug zur Verfügung gestellt bekommen und konnten nun am Rennen teilnehmen. Das erste von drei Rennen nahmen die Protagonisten am Samstagmittag bei Sonnenschein unter die Räder. Es wurden zwei Einführungsrunden gefahren. Der fliegende Start funktionierte dann ohne Probleme und die Pole Setter konnten ihre Position behaupten. Hier und dort kam es schon zum Lackaustausch. Lachlan Robinson / Denny Berndt konnten einen Platz gut machen und lagen auf Rang sieben. Nach der ersten Runde führten die Pole Setter mit einem Vorsprung von 1,083 Sekunden vor Alex Connor / Marius Schmid und Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson. Im Verlauf der zweiten Runde hatten sich die ersten drei bereits vom übrigen Feld abgesetzt.
Die Tabellenführer hatten Boden verloren und waren auf Rang zehn hinter Simon Connor Primm / Kyam Potez unterwegs. Denis Robin Wolf / Damon Surzyshyn waren unterdessen auf Abwegen unterwegs. Man lag auf Rang dreizehn. Philipp Gogollok / Jan Philip Springob lagen auf Rang 18. In der sechsten Runde konnten Lachlan Robinson / Denny Berndt Hendrik Still / Tim Horrell niederringen und sich damit auf Platz sieben fahren. Beim Anfahren der Spitzkehre verbremsten sich Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob und kamen erst weit im Notausgang zum Stehen. Damit war man wieder auf dem letzten Rang unterwegs. Die Ginetta Fahrer versuchten immer wieder die Tabellenführer unter Druck zu setzen. Sie mussten aber aufpassen, denn hinter ihnen drückten rundenlang Hendrik Still / Tim Horrell.
Von alledem bekamen Lucas Cartelle / Hudson Schwartz an der Spitze nicht mit. Aber ihr Vorsprung war auf 0,627 Sekunden geschrumpft. Bei einem Kampf zwischen Lukas Stiefelhagen und Hendrik Still / Tim Horrell waren Luca Link / Luis Moser innen vorbei gegangen. Nach zehn Runden hatte das Boxenzeitfenster sich geöffnet. Linus Hahne / Philip Wiskirchen schubsten Hendrik Still / Tim Horrell etwas von der Strecke. Diese Aktion lag dann bei den Sportkommissaren. Linus Hahne / Philip Wiskirchen mussten den Platz mit Hendrik Still / Tim Horrell tauschen. Nach zwölf Runden waren bereits sechs Fahrzeuge aus dem hinteren Feld zum Boxenstopp herein gekommen. Eine Runde später vollzogen dann die Tabellenführer ihren Stopp. Sieben Fahrzeuge mussten noch herein kommen. Die Reihenfolge geriet wieder immer durcheinander. Die ersten drei waren nach vierzehn Runden zum Fahrerwechsel herein gekommen.
Tim Horrell / Hendrik Still waren sich mit Luis Moser / Luca Link nicht einig und Letztere flogen von der Strecke, schlugen zunächst in die Streckenbegrenzung kamen wieder zurück und dann schlug man noch einmal in die Mauer ein. Zur gleichen Zeit waren auch Denny Berndt / Lachlan Robinson auf Abwegen unterwegs. Um die Havaristen in aller Ruhe bergen zu können wurde Full Course Yellow angezeigt. Zwischenzeitlich hatten alle ihren Pflichtboxenstopp hinter sich gebracht und es führten weiterhin Hudson Schwartz / Lucas Cartelle vor Marius Schmid / Alex Connor und Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana. Nach 16 Runden erfolgte der Re-Start der zu Gunsten der Führenden ausging. Die Mercedes Piloten konnten den Toyota Piloten direkt folgen. Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana auf Rang drei hatten etwas Abstand.
Ende Start und Ziel versuchten Marius Schmid / Alex Connor an die Führenden vorbei zu gehen. Sie zogen zu früh rüber. Der Mercedes stieg etwas auf und blieb dann später neben der Strecke liegen. Hudson Schwartz / Lucas Cartelle fuhren mit einem Reifenschaden vorne links von der Strecke. Für beide war das Rennen nun zu Ende. Erneut musste Full Course Yellow angezeigt werden. Die Nutznießer der ganzen Sache waren Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana. Sie übernahmen die Führung mit einem Vorsprung von über 18 Sekunden vor Maximilian Schreyer / Alon Gabbay und Nicolas Guillaume / Frederic Zebis. Für die letzten fünf Minuten konnte das Rennen dann wieder aufgenommen werden. In der Schlussphase waren Erik Bertilsson / Alexzander Kristiansson auf von der Strecke abgekommen und es ging durch die Rabatten.
Danach war man auf Rang sieben unterwegs. Man konnte dann aber in der vorletzten Runde an Kyam Potez / Simon Connor Primm vorbeigehen und sich auf Platz sechs fahren. Die Tabellenführer befanden sich auf Rang neun. Man versuchte noch an Oskar Dix / Egor Litvinenko vorbei zu gehen. Nach 24 Runden holten sich Benjamin Sylvestersson / Gariele Piana ihren dritten Saisonsieg mit einem Vorsprung von 8,614 Sekunden vor Maximilian Schreyer / Alon Gabbay und Philip Wiskirchen / Linus Hahne. Die Tabellenführer beendete das Rennen auf Rang acht.
Gabriele Piana (FK Performance Motorsport): „Ich bin überglücklich. Denn das Ergebnis bedeutet gleichzeitig auch den einhundertsten Sieg in meiner bisherigen Motorsport-Karriere. Sicherlich hatten wir heute ein wenig Glück, aber wir haben auch gut abgeliefert. Mein Plan war, zunächst Ruhe zu bewahren und Benjamin ein gutes Auto zu übergeben. Das ist gelungen. Am Sonntag ist der Titel das Ziel.“
Benjamin Sylvestersson (FK Performance Motorsport): „Der Sieg ist klasse und ein großer Schritt in Richtung Titel. Aber am Sonntag gibt es noch ein Rennen, in dem alles passieren kann. Somit gilt es, die Konzentration aufrecht zu halten. Wir starten am Sonntag von der Pole-Position und setzen alles daran, die Spitze nicht mehr abzugeben.“
Als letzte Serie ging noch einmal die ADAC GT4 Germany am späten Samstagnachmittag zu ihrem zweiten Rennen an diesem Wochenende hinaus auf die Strecke. Auch dieser fliegende Start funktionierte nach zwei Einführungsrunden ohne Probleme. Maximilian Schreyer / Alon Gabbay konnten ihre Pole Position behaupten und führten alle in die erste Kurve. Mit viel Disziplin waren sie zunächst unterwegs. In der Spitzkehre hatten sich Hudson Schwartz / Lucas Cartelle verbremst. Danach musste man sich auf Rang sieben wieder einreihen. Überall im Feld wurde bereits hart um jede Position gekämpft. Eingangs Start und Ziel waren schon einige neben der Strecke unterwegs. Die Pole Setter führten weiterhin das Feld an vor Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok und Leon Bauchmüller / Lukas Stiefelhagen.
Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana waren bis auf Platz sechs zurückgefallen. Denny Berndt / Lachlan Robinson hatten sich nach vorne bis auf Platz vier gefahren. Im Verlauf der vierten Runde waren sich Luis Beilicke / Gianni van de Craats und Erik Bertilsson / Alexzander Kristiansson nicht ganz einig. Beide berührten sich und lagen dann neben der Strecke. Die Rennleitung schickte nun das Safety Car hinaus um die Havaristen zu bergen. Der Re-Start erfolgte nach sieben Runden und ging zu Gunsten der Führenden aus. Das Hauen und Stechen ging dann wieder von vorne los. Es dauerte nicht lange und Denny Berndt / Lachlan Robinson konnten die Führung übernehmen, gefolgt von Maximilian Schreyer / Alon Gabbay und Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok.
Zwischenzeitlich waren Hudson Schwartz / Lucas Cartelle in die Box gekommen. Das Boxenzeitfenster hatte nach zwölf Runden geöffnet. Es kamen auch gleich sechs Fahrzeuge aus dem Mittelfeld herein. Die Spitzengruppe blieb weiter draußen. Maximilian Schreyer / Alon Gabbay mussten absolute Kampflinie fahren, denn ihnen im Nacken saßen Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok. Dahinter lauerten dann noch Philip Wiskirchen / Linus Hahne. So nach und nach folgten dann auch die anderen Piloten und nahmen ihren Fahrerwechsel vor. Die Reihenfolge geriet wieder einmal durcheinander. Nachdem dann alle ihren Pflichtboxenstopp vollzogen hatten führten Lachlan Robinson / Denny Berndt vor Alon Gabbay / Maximilian Schreyer und Lukas Stiefelhagen / Leon Bauchmüller. In der 20. Runde mussten Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob sich mit Fredric Zebis / Nicolas Guillaume auseinander setzen. Hier ging es um die fünfte Position.
An der Spitze hatten sich die Führenden mit 5,458 Sekunden auf und davon gemacht. Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson befanden sich auf Rang vier. Sie setzten nun immer mehr Lukas Stiefelhagen / Leon Bauchmüller unter Druck. Hier ging es um den letzen Podestplatz. Die ersten vier fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. In den letzten fünfeinhalb Minuten hatten Gariele Piana / Benjamin Sylvestersson endlich einen Weg gefunden Lukas Stiefelhagen / Leon Bauchmüller niederzuringen. Doch sie durften sich keinen Fehler erlauben, denn die Verfolger blieben hartnäckig an ihnen dran und hatten auch noch Frederic Zebis / Nicolas Guillaume im Schlepptau. Lachlan Robinson / Denny Berndt holten sich nach 31 Runden den Sieg mit einem Vorsprung von 3,784 Sekunden vor Alon Gabbay / Maximilian Schreyer und Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson. Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob kamen auf Platz fünf ins Ziel.
Denny Berndt (AVIA W&S Motorsport): „Mein Stint war offensichtlich ganz gut. Schon am Start hatte ich eine gute Position. Als ich in Führung lag, wollte ich für Lachlan noch ein wenig die Reifen schonen. Das hat geklappt. Nachdem der Freitag und auch Rennen eins schwierig waren, freuen wir uns nun über das Resultat. Mal schauen, ob es morgen zum Titel reicht.“
Lachlan Robinson (AVIA W&S Motorsport): „Danke an das Team. Alle haben am Wochenende eine unfassbare Arbeit geleistet. Das gilt auch für Denny im Cockpit. Mein Stint im zweiten Rennen war recht einfach. Ich musste eigentlich nur das Auto nachhause fahren. Morgen wird es sicherlich hart, aber wir haben heute schon gezeigt, was wir können. Das wollen wir morgen wiederholen.“
Immer wieder wechselte bei regnerischen Bedingungen im letzten Saisonrennen die Tabellenspitze. Letztendlich triumphierten Denny Berndt / Lachlan Robinson, die damit ihre Kontrahenten Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson noch von der Tabellenspitze verdrängen konnten. Den Laufsieg sicherten sich Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok. Zunächst deutete vieles auf eine Titelentscheidung zugunsten von Gabriele Piana / Bejamin Sylvestersson hin, die das Rennen auch von der Pole-Position aus starteten. Durch einen Crash in der Qualifikation musste der Porsche von Denny Berndt / Lachlan Robinson von der 15. Position aus losfahren. Gabriele Piana / Lachlan Robinson behaupteten zunächst die Spitze, doch Lachlan Robinson / Denny Berndt hatten sich im Porsche in der ersten Rennhälfte bereits bis in die Top Sechs vorgearbeitet. Über allem schwebte das Thema Regen. Während der Aston Martin von Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok als einziges Fahrzeug mit profilierten Reifen losfuhr, setzte das gesamte restliche Feld auf Slicks – und als sich der Niederschlag zu Rennmitte intensivierte, war klar, dass das COSY Racing by ESM-Duo richtig entschieden hatte. So konnten Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok einen ungefährdeten Laufsieg einfahren, der für Philipp Gogollok auch den Tages-Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Nach dem Wechsel auf Regenreifen im restlichen Feld ging es im Titelkampf noch mehr zur Sache. Rund 25 Minuten vor Rennende setzten Denny Berndt / Lachlan Robinson, das entscheidende Überholmanöver gegenüber Benjamin Sylvestersson / Gariele Piana. Bis zum Fallen der Zielflagge konnten Denny Berndt / Lachlan Robinson noch bis auf die zweite Position nach vorne fahren und so den Titel für sich klarstellen.
Beide wurden zusätzlich auch Junior-Champion. Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana, die ebenfalls Vollgas gaben, beendeten das Rennen auf Platz vier – damit verpassten sie die Meisterehren denkbar knapp. Platz drei in der Tageswertung ging an Alon Gabbay / Maximilian Schreyer. Mit dem Plätzen fünf und sechs für Nicolas Guillaume / Frederic Zebis sowie Hendrik Still / Tim Horrell zeigte AVIA W&S Motorsport eine geschlossene Mannschaftsleistung. Frederic Zebis erkämpfte somit auch den Tagessieg in der Rookie-Wertung und Hendrik Still / Tiim Horrell in der PRO-AM-Wertung. Platz sieben ging an Lucas Cartelle / Hudson Schwartz vor Gianni van de Craats / Luis Beilicke und Oskar Dix / Egor Litvinenko. Die Top Zehn komplettierten Linus Hahne / Philip Wiskirchen.
Denny Berndt / Lachlan Robinson wurden mit 204 Punkten Meister 2026, gefolgt von Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana mit 200 und Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok mit 185 Punkten. Auch die Junior-Wertung ging an Denny Berndt / Lachlan Robinson mit 206 Zähler. Platz zwei und drei nehmen Benjamin Sylvestersson mit 202 und Philipp Gogollok mit 186 Zähler ein. Lukas Stiefelhagen konnte die Rookie-Wertung mit 212 Punkten für sich verbuchen. Hinter ihm liegen Marius Schmid mit 196 und Frederic Zebis mit 172 Punkten. Die ProM-Wertung ging an Tim Horell / Hendrik Still mit 261 Zähler. Auf Rang zwei und drei liegen Laurenz Rühl / Brunoj Jesper Jensen mi 183 und Daniel Drexel mit 146 Zähler. AVIA W&S Motorsport konnten die Team-Wertung mit 379 Punkten gewinnen vor FK Performance Motorsport mit 330 und ME Motorsport mit 210 Punkten.
Jan Philipp Springob (COSY Racing by ESM): „Es war das verrückteste Rennen, das ich jemals gefahren bin. Wir haben in der Startaufstellung gesehen, dass alle auf Slicks gingen. Somit wollten wir genau das Gegenteil machen. In den ersten Minuten sahen wir aus, wie die größten Verlierer. Doch dann schlug das Pendel zu unseren Gunsten aus. Der Laufsieg ist ein versöhnliches Saisonende.“
Philipp Gogollok (COSY Racing by ESM): „Ein lachendes und ein weinendes Auge. Denn unser Ziel war die Meisterschaft. Das funktionierte leider nicht, da wir gestern unfassbar viel Pech hatten. Heute pokerten wir in Bezug auf die Reifenwahl. Das hat sich ausgezahlt. Wir freuen uns über die Laufsieg und Platz drei in der Gesamtwertung ist auch nicht schlecht.“
Lachlan Robinson (AVIA W&S Motorsport): „Ich kann es noch gar nicht fassen. Als ich am Freitag ins Bett ging, dachte ich alles wäre verloren. Doch dann entwickelte sich alles in unsere Richtung und wir haben es umgesetzt. Wir sind natürlich überglücklich.“
Denny Bernd (AVIA W&S Motorsport): „Es war ein turbulentes Wochenende – und aktuell habe ich noch nicht wirklich realisiert, was wir erreicht haben. Das ist aber wohl normal in so einer Situation. Der Titel war absolutes Teamwork. Wir werden heute alle zusammen ordentlich feiern. Es ist der größte Erfolg meiner bisherigen Karriere.“