Erfolgreiches Wochenende für AVIA W&S Motorsport
- Hauptkategorie: DTM Paket
- ADAC GT4 Germany
- 30. Juni 2026
- Cornelia Simon
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Auf dem legendären Norisring in Nürnberg bestreitet die ADAC GT4 Germany ihr zweites Rennwochenende vom 03. bis 05.07. im Rahmen der DTM. Die Rennen haben einen ganz außergewöhnlichen Charakter. Denn der 2,162 Kilometer lange Kurs im Süden Nürnbergs ist mit langen Geraden und nur fünf Kurven der einzige Stadtkurs in Deutschland. Das verspricht einiges an Action und Spannung. Somit gilt es für Piloten, Rennwagen und Teams den ultimativen Null-Fehler-Job zu erledigen. Nur so kann die Herausforderung Norisring erfolgreich bewältigt werden. 19 Rennwagen der sechs Marken Aston Martin, BMW, Ginetta, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota sind für das Event auf den Straßen Nürnbergs eingeschrieben.
Als Tabellenführer reisen Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson (FK Performance Motorsport) mit 45 Punkten an den Norisring. Das BMW M4 GT4-Duo konnte beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring das Samstagsrennen gewinnen und stand auch in Lauf zwei auf dem Podium. Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson haben aktuell einen Vorsprung von neun Punkten auf die Porsche 718 Cayman GT4-Fahrer Denny Berndt / Lachlan Robinson (AVIA W&S Motorsport). Mit 14 Punkten Rückstand in der Tabelle treten Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok (COSY Racing by ESM) an. Auch die Aston Martin Vantage AMR GT4-Piloten waren beim Auftakt auf dem Red Bull Ring bereits siegreich.
Neben Aston Martin, BMW und Porsche zählt auf jeden Fall auch Mercedes-AMG zum ganz großen Favoritenkreis. Im Vorjahr gewann die Marke mit dem Stern beide Läufe im sogenannten fränkischen Monaco. Erstmals überhaupt in der Geschichte der ADAC GT4 Germany sind Fahrzeuge von Ginetta und Toyota auf dem Norisring unterwegs. Nach der gezeigten Performance zuletzt auf dem Red Bull Ring dürften auch diese beiden für eine vordere Platzierung in Frage kommen.
Gabriele Piana (FK Performance Motorsport): „Ganz klar, unser Ziel für den Norisring sind zwei Siege. Doch erst nach den freien Trainings am Freitag können wir wirklich einschätzen, wo wir stehen. Es soll wohl recht warm werden, was unserem Paket entgegenkommt, sodass wir konkurrenzfähig sein dürften. Somit fahre ich entspannt zum Norisring und möchte die Tabellenführung verteidigen. Der Norisring hat ein spannendes Layout. Insbesondere die Kurvenkombination auf dem Rückweg in Richtung Steintribüne gefällt mir, da man dort mit viel Speed durchfährt. Für die Zuschauer und die Show im Allgemeinen ist der Norisring ideal.“
Philipp Gogollok (Cosy Racing by ESM): „Ich freue mich sehr auf den Norisring. Hoffentlich können wir dort genauso weitermachen wie zuletzt in Österreich. Da wir dieses Jahr den Titel gewinnen möchten, sind zwei Podiumsplatzierungen das Ziel fürs Rennwochenende. Die Qualifikation wird eine Schlüsselrolle inne haben, da auf einem Stadtkurs das Überholen in der Regel nicht einfach ist. Es gilt, keine Risiken einzugehen und keine Fehler zu machen, denn die nächste Leitplanke/Mauer ist nie weit entfernt. Doch mein Teamkollege JP und ich sind professionell genug, uns von den Wänden fernzuhalten. Grundsätzlich kommt unser Aston Martin mit dem neuen Pirelli-Reifen sehr gut zurecht. Insgesamt sollten wir also gut aufgestellt sein, um auf dem Norisring angreifen zu können.“
Bei angenehmen 21 Grad Außentemperatur nahmen die Piloten der ADAC GT4 Germany ihr einstündiges freies Training am Freitagmorgen um 9.00 Uhr in Angriff. In dieser Session kam es immer wieder zu Positionsverschiebungen. Am Ende hatten sich die Wimmer Werk Motorsport Fahrer Laurenz Rühl / Jesper Bruno Jensen mit ihren Porsche 718 Cayman nach 41 Runden mit einer Zeit von 54,017 Sekunden in Szene gesetzt. Hinter ihnen lagen zwei weitere Porsche Fahrzeuge mit den Fahrern Denny Berndt / Lachlan Robinson (AVIA W&S Motorsport) und Maximilian Schreyer / Alon Gabbay (AVIA W&S Motorsport). Die Tabellenführer mussten sich mit Rang zehn zufrieden geben. Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob (Cosy Racing by ESM) wurden auf Platz 16 gewertet.
Laurenz Rühl (Wimmer Werk Motorsport): „Einen besseren Start ins Rennwochenende kann man sich nicht wünschen. Ich hätte mit einem Platz in den Top 15 gerechnet. Doch es wurde Platz eins. Das Team hatte mir die gute Nachricht gar nicht am Funk verraten. Erst als im Teamzelt gefeiert wurde, klärten sie mich auf. Das Ziel für die Rennen am Norisring ist ein Platz in den Top Zehn.“
Am Freitagnachmittag ging es dann zum zweiten freien Training nochmals hinaus auf die Strecke. Gegenüber morgens wurden die Zeiten schneller. Nach der einen Stunde hatten Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg (PROsport Racing) mit ihrem Mercedes AMG sich nach 22 Runden mit einer Zeit von 53,731 auf Platz eins gefahren. Mit einem Rückstand von 0,020 Sekunden lagen Alon Gabbay / Maximilian Schreyer auf Rang zwei, gefolgt von den BMW M4 Piloten Luca Link / Luis Moser (FK Performance Motorsport). Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana konnten sich nicht verbessern. Sie büßten einen Rang ein. Denny Berndt / Lachlan Robinson wurden auf Rang zwölf gewertet. Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok konnten zwei Plätze gegenüber morgens gut machen.
Marek Böckmann (PROsport Racing): „Ich hatte schon bei der Anreise ein ganz gutes Gefühl. Aber dass es gleich so gut klappt, hätte ich überhaupt nicht erwartet. Somit bin ich mehr als zufrieden und werde heute ganz entspannt einschlafen.“
Ernst wurde es dann am frühen Samstagmorgen um 8.40 Uhr, da stand das Ausfahren der Startpositionen für das Rennen am Nachmittag bei 19 Grad Außentemperatur auf dem Programm. Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok hatten nach vier Runden sich mit einer Zeit von 54,606 Sekunden auf Platz eins gefahren, gefolgt von Luca Link / Luis Moser und Kyam Potez / Jonathan Engström. In diesen 15 Minuten kam es immer wieder zu Positionsverschiebungen. Die Tabellenführer befanden sich auf Platz sechs. Bei noch siebeneinhalb Minuten hatten sich Lachlan Robinson / Denny Berndt auf Rang eins geschoben. Sie hatten für alle eine Zeit von 53,120 Sekunden gefahren. Im nachhinein konnten sie ihre eigene Bestzeit nochmals unterbieten. In der Schlussphase wurden die Zeiten immer schneller.
Am Ende der Sitzung war dann niemand schneller als Lachlan Robinson / Denny Berndt. Sie hatten sich mit einer Zeit von 52,866 Sekunden die Pole Position gesichert. Hinter ihnen werden Maximilian Schreyer / Alon Gabbay und Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg starten. Die Tabellenführer mussten sich mit der dritten Startreihe zufrieden geben. Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob nehmen das Rennen von Startposition fünf aus auf.
Lachlan Robinson (AVIA W&S Motorsport): Nach dem Training am Freitag war uns klar, dass wir hier stark sein würden und in der Qualifikation eine Rolle spielen könnten. Im Rennen gilt es dann zunächst vorsichtig zu agieren, da es hier nicht wirklich viele Auslaufzonen gibt. Somit kann viel passieren. Durch die Qualifikation haben wir nun schon mal die beste Ausgangslage. Mal sehen, wie es ausgeht.“
Nach einer Pause von zehn Minuten ging die Jagd auf die zweie Pole Position von Neuem los. So nach und nach begaben sich dann die Fahrzeuge wieder auf die Strecke hinaus. In der Anfangsphase hatten Benjamin Sylverstersson / Gabriele Piana sich auf Rang eins gefahren und zwar mit einer Zeit von 54,100 Sekunden, gefolgt von Luis Moser / Luca Link. Es dauerte nicht lange und es schoben sich Alexzander Kristansson / Erik Bertilsson an die Spitze mit einer Zeit von 53,677 Sekunden. Denny Berndt / Lachlan Robinson lagen zunächst nur auf Platz 17. Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob waren im nachhinein auf Rang neun zurückgefallen.
In den letzten vier Minuten wurden die Zeiten wieder schneller. Die zweite Pole Position hatten dann Alon Gabbay / Maximilian Schreyer mit einer Zeit von 52,951 Sekunden nach Hause gefahren. Startplatz zwei und drei nahmen Denny Berndt / Lachlan Robinson und Hendrik Still / Tim Horell ein. Die Tabellenführer mussten sich mit der siebten Startposition zufrieden geben. Zwei Positionen vor ihnen werden die Drittplazierten in der Meisterschaft Philipp Gogolliok / Jan Philipp Springob ins Rennen gehen.
Alon Gabbay (AVIA W&S Motorsport): „Die Freude ist natürlich riesig, da ich zum ersten Mal überhaupt vom ersten Startplatz aus in der ADAC GT4 Germany losfahren werde. Wir haben nun eine sehr gute Ausgangslage für beide Rennen und werden richtig Gas geben. Unser klares Ziel sind zwei Siege.“
Bei sommerlichen Temperaturen von 25 Grad nahmen die Fahrer ihren dritten Lauf in dieser Saison am Samstagnachmittag unter die Räder. Nach den zwei Einführungsrunden funktionierte der fliegende Start und die Pole Setter konnten ihre Position behaupten und führten die Meute in die Grundigkehre. Im gesamten Feld wurden harte Kämpfe ausgetragen. Aber das Überholen auf dem Stadtkurs ist schwierig. Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg waren auf Rang fünf zurückgefallen. Lucas Cartelle / Hudson Schwartz hatten sich auf Platz drei gefahren. Die Tabellenführer hatten Boden gut gemacht und lagen nach der ersten Runde bereits auf Platz vier. Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok hatten einen Rang eingebüßt.
Egor Litvinenko /Oskar Dix hatten alle Hände voll zu tun sich gegenüber drei Kontrahenten zur Wehr zu setzen. In der Grundigkehre erhielten sie einen leichten Schubser von Philip Wiskirchen / Linus Hahne. Beim nächsten Umlauf hatten Egor Litvinenko /Oskar Dix zwei Ränge verloren. Victor Nielsen / Gianni van de Craats hatten sich ebenfalls an Egor Litvinenko / Oskar Dix vorbeidrängen können, doch die Porsche Piloten konnten beim Anfahren der Grundigkehre innen vorbeigehen und sich wieder Rang neun zurückholen. Zwischen den Porsche und BMW Piloten ging es immer wieder hin und her. An der Spitze konnten sich die Pole Setter und Maximilian Schreyer / Alon Gabbay mit über zwei Sekunden vom übrigen Feld absetzen.
Im Verlauf der 17. Runde machten Leon Bauchmüller / Lukas Stiefelhagen einen Fehler. Da sie zu schnell waren mussten sie in der Grundigkehre weit nach außen und sofort konnten Alex Connor / Marius Schmid und Erik Bertilsson / Alexzander Kristiansson vorbeigehen. Damit hatten sie gleich zwei Plätze verloren und lagen nur noch auf Rang dreizehn. Unterdessen konnten Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson auf Rang drei vorfahren. Auch Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg hatten sich nach vorne auf Platz vier gearbeitet. Nach 27 Runden öffnete das Boxenzeitfenster und gleich kamen vier Fahrzeuge herein. An der Spitze wurde der Druck der Teamkollegen auf die Pole Setter immer stärker. Bei noch 26 Minuten zu fahrender Zeit waren Maximilian Schreyer / Roman Fellner-Feldegg zum Boxenstopp herein gekommen.
Die Reihenfolge geriet unterdessen erst einmal durcheinander. Nachdem dann alle ihren Pflichtstopp hinter sich gebracht hatten, führten weiterhin Denny Berndt / Lachlan Robinson vor Alon Gabbay / Maximilian Schreyer und Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana. Die Drittplatzierten in der Meisterschaft lagen auf Rang sieben. Um Platz acht war ein harter Kampf zwischen Gianni van de Craats / Victor Nielsen und Linus Hahne / Philip Wiskirchen entstanden. An der Spitze hatte sich das Dreierfeld mit über sieben Sekunden abgesetzt. Bei noch 17 Minuten zu fahrender Zeit konnten die Pole Setter sich von ihren Verfolgern mit 1,113 Sekunden befreien. Hudson Schwartz / Lucas Cartelle hatten sich bis auf 0,511 Sekunden an Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann herangefahren.
Einen Platzwechsel hatte es auf Rang zwei gegeben und zwar hatten diesen Rang jetzt die Tabellenführer eingenommen. Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob auf Rang vier hatten Gianni van de Craats / Victor Nielsen und Linus Hahne / Philip Wiskirchen im Schlepptau. Hier ging es um die siebte Position. Alexzander Kristiansson / Erik Bertilsson waren in den Notausgang geschossen, weil die Bremsscheibe vorne links Probleme gemacht hatte. Unterdessen wurde jetzt für die letzten neun Minuten Full Course Yellow geschwenkt. Das Rennen konnte dann für die letzten fünf Minuten wieder im Renntempo aufgenommen werden. In den letzten Runden ging es noch einmal richtig rund.
Die Tabellenführer erlitten in den letzten Minuten einen Reifenschaden. Sie entschieden sich das Rennen aber zu Ende zu fahren und wurden im nachhinein dann auf Rang neun gewertet. Den Sieg holten sich nach 62 Runden Denny Berndt / Lachlan Robinson vor Alon Gabbay / Maximilian Schreyer und Hudson Schwartz / Lucas Cartelle. Philip Gogollok / Jan Philip Springob beendeten das Rennen auf Platz acht.
Lachlan Robinson (AVIA W&S Motorsport): „Ich könnte nicht glücklicher sein. Natürlich reisen wir hier alle an, um zu gewinnen. Doch uns ist es dieses Mal gelungen. Wir freuen uns sehr über das Resultat und versuchen morgen alles, um direkt noch einmal vorne zu sein.“
Denny Berndt (AVIA W&S Motorsport): „Hier zu gewinnen, ist natürlich super. Somit werden wir heute auch gemeinsam ein wenig feiern. Wir starten das Sonntagsrennen ebenfalls aus der ersten Reihe und wollen dann direkt noch einmal nachlegen. Hoffentlich gelingt uns dann erneut ein gutes Resultat.“
Maximilian Schreyer (AVIA W&S Motorsport): „Der Ergebnis fühlt sich mega an. Der Norisring ist eine meiner Lieblingsstrecken - denn hier zu fahren, ist immer speziell. Das Rennen lief für uns recht gut. Wir hatten aber auch ein wenig Glück, als der BMW kurz vor Schluss zurückfiel. In Summe sind wir richtig happy mit unserer Performance.“
Alon Gabbay (AVIA W&S Motorsport): „Es ist mein erstes Podium auf dem Norisring. Darauf habe ich wirklich lange hingearbeitet. Somit ist für mich gerade alles extrem emotional. Morgen starte ich von der Pole-Position. Dann möchten wir uns den Sieg holen.“
Lucas Cartelle (CRT): „Ein Podium tut einfach immer gut, insbesondere da wir am Red Bull Ring einen schlechten Saisonstart hatten. Nun konnten wir gute Punkte für die Meisterschaft einfahren. Hoffentlich können wir im Sonntagsrennen direkt das nächste Podium erzielen.“
Hudson Schwartz (CRT): „Lucas hat in der ersten Rennhälfte klasse vorgelegt. Als ich dann ins Auto stieg, fokussierte ich mich darauf, auf die vor mir fahrenden Fahrzeuge aufzuschließen. Natürlich sind wir super glücklich über den dritten Platz. Danke an Toyota und an unser Team.“
Das zweite Rennen an diesem Wochenende fand am Sonntagnachmittag bei Sonnenschein statt. Nach den zwei Einführungsrunden konnten die Pole Setter den fliegenden Start für sich verbuchen. Weit gefächert ging es auf die Grundigkehre zu. Hier kamen sie alle ordentlich hindurch. Überall im Feld wurde bereits um jede Position gekämpft. Nach der ersten Runde führten weiterhin Alon Gabbay / Maximilian Schreyer vor Denny Berndt / Lachlan Robinson und Hendrik Still / Tim Horrell. Die Tabellenführer hatten zwei Ränge eingebüßt und lagen nur noch auf Platz neun. Dafür konnten sich Phlipp Gogollok / Jan Philipp Springob auf Platz vier fahren. Die ersten drei hatten sich bereits ein wenig vom Feld abgesetzt. Einen harten Kampf lieferten sich Frederic Zebis / Nicolas Guillaume und Marius Schmid / Alex Connor. Hier ging es um den zwölften Rang.
Zuvor wurden sie von Simon Birch / Daniel Drexel niedergerungen. Im nachhinein waren Frederic Zebis / Nicolas Guillaume auf Rang vierzehn zurückgefallen. Von alledem bekamen die ersten beiden Fahrzeuge nichts mit, denn sie hatten sich mit über zwei Sekunden vom Feld abgesetzt. Hudson Schwartz / Lucas Cartelle auf Platz fünf hatten gleich vier Fahrzeuge im Schlepptau. Marius Schmid / Alex Connor auf Platz zwölf mussten sich gegenüber Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann und Frederic Zebis / Nicolas Guillaume zur Wehr setzen. Von alledem bekamen die Pole Setter nichts mit, denn sie hatten sich mit 1,391 Sekunden von ihren Verfolgern absetzen können. Bei noch 40 Minuten zu fahrender Zeit hatten die Tabellenführer Boden gut gemacht und sich auf Rang sieben gefahren.
Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob hatten Hudson Schwartz / Lucas Cartelle ziehen lassen müssen und waren jetzt nur noch auf Rang fünf unterwegs. Danach wurden sie von Linus Hahne / Philip Wiskirchen unter Druck gesetzt. Bei noch 35 Minuten zu fahrender Zeit hatte es sich zugezogen. Zu dieser Zeit öffnete sich das Boxenzeitfenster. Es kamen nun die ersten vier Fahrzeuge zum Fahrerwechsel herein. Um 16.03 Uhr setzte erneut etwas Regen ein. Hamisch Forrest / Simon Birch mussten sich harten Attacken gegenüber Egor Litvinenko / Oskar Dix erwehren. Diese beiden hatten ihren Fahrerwechsel vorgenommen. Acht Fahrzeuge waren bei noch 28 Minuten zu fahrender Zeit noch nicht in der Box gewesen. Der Regen hatte unterdessen aufgehört.
Die ersten drei vollzogen ihren Stopp nach 36 Runden gleichzeitig. Auch die letzten vier Fahrzeuge kamen jetzt zum Pflichtboxenstopp herein. Nachdem alle ihren Stopp hinter sich gebracht hatten und die Reihenfolge wieder hergestellt war führten weiterhin die Pole Setter vor Lachlan Robinson / Denny Berndt und Tim Horrell / Hendrik Still. Da Lachlan Robinson / Denny Berndt zu schnell in der Boxengasse waren erhielten sie zwei Penaltylap. Der Druck um den letzten Platz auf dem Podest wurde hart, denn Tim Horrell / Hendrik Still setzten Lucas Cartelle / Hudson Schwartz arg unter Druck. Die Tabellenführer versuchten in der letzten viertel Stunde Lucas Cartelle / Hudson Schwartz auf Rang drei zu attackieren. Hier ging es um den letzten Platz auf dem Siegerpodest.
Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok konnten sich von Tim Horrell / Hendrik Still befreien und setzten sich direkt mit einigen Wagenlängen ab. Im nachhinein mussten sich die Porsche Fahrer dann auch noch Philip Wiskirchen / Linus Hahne geschlagen geben. Von alldem bekamen Maximilian Schreyer / Alon Gabbay an der Spitze nichts mit, den sie hatten einen Vorsprung von über zehn Sekunden herausgefahren. In den letzten fünf Minuten hatten Egor Litvinenko / Oskar Dix einen Dreher zu verzeichnen, nachdem sie zuvor einen Schubser von Victor Nielsen / Gianni van de Craats erhalten hatten. Danach steuerten die Porsche Piloten dann die Box an. In der Schlussphase waren die Tabellenführer endlich an den Toyota Piloten dran.
Runde um Runde wurde der Druck der BMW Piloten immer stärker. Lucas Cartelle / Hudson Schwartz mussten absolute Kampflinie fahren. Nach 64 Runden wurden Maximilian Schreyer / Alon Gabbay mit einem Vorsprung von 5,287 Sekunden als Sieger abgewunken, gefolgt von Lachlan Robinson / Denny Berndt und Lucas Cartelle / Hudson Schwartz. Die Tabellenführer hatten alles versucht die Toyota Fahrer noch in einen Fehler zu treiben was ihnen aber leider nicht gelang. Damit mussten sie sich mit Rang vier zufrieden geben. Hinter ihnen überquerten Jan Philip Springob / Philip Gogollok die Ziellinie.
In der Meisterschaft führen Lachlan Robinson / Denny Berndt mit 81 Punkten vor Maximilian Schreyer / Alon Gabbay mit 72 und Gabriele Pina / Benjamin Sylvestersson mit 65 Punkten. Marius Schmid liegt in der Rookie-Wertung auf Rang eins mit 90 Zähler, gefolgt von Lukas Stiefelhagen mit 70 und Hamish Forrest mit 59 Zähler. Führend in der ProAM-Wertung sind Tim Horrell / Hendrik Still mit 75 Punkten. Platz zwei und drei nehmen Laurenz Rühl / Jesper Brunhoj Jensen mit 65 und James Jack / Harald Hubert mit 16 Punkten ein. Auch in der Junior-Wertung nehmen Denny Berndt / Lachlan Robinson mit 81 Zähler Platz eins ein. Die Ränge zwei und drei belegen Alon Gabbay / Maximilian Schreyer mit 72 und Benjamin Sylvestersson mit 65 Zähler. AVIA W&S Motorsport haben in der Team-Wertung mit 153 Punkten die Nase vorne. Dahinter liegen FK Performance Motorsport mit 113 und ME Motorsport mit 60 Punkten.
Alon Gabbay (AVIA W&S Motorsport): „Es ist wirklich grandios, hier zu gewinnen. Ich bin zudem sehr stolz auf Maximilian, denn es ist erst sein zweites Jahr im GT4-Sport. Heute haben wir es gerockt. Zwei Podien am Norisring machen mich überglücklich.“
Maximilian Schreyer (AVIA W&S Motorsport): „Das Wochenende war einfach nur mega – und ich bin sprachlos. Nach Platz zwei gestern konnten wir nun den Sieg feiern. Vielen Dank an das ganze Team und Alon für die harte Arbeit. Der Norisring lag uns bereits letztes Jahr ganz gut. Nun freuen wir uns auf die nächsten Rennwochenenden.“
Denny Berndt (AVIA W&S Motorsport): „Final Platz zwei nachdem wir von der zweiten Position losgefahren waren, geht sicherlich in Ordnung. Leider hatten wir ein Problem mit dem Armaturenbrett, sodass wir bei der Einfahrt in die Boxengasse keinen Speedlimiter hatten. Das machte es heute ein wenig schwierig. Unsere grundsätzliche Pace war aber gut. Platz zwei sind klasse Punkte für die Meisterschaft.“
Lachlan Robinson (AVIA W&S Motorsport): „Ich bin so glücklich wie man eben sein kann. Ohne Anzeigen auf dem Armaturenbrett war es nicht einfach, durch das Rennen zu kommen. Wir sind die gesamte Saison richtig gut unterwegs – und genauso wollen wir auch in Oschersleben weitermachen. Wir denken aber noch nicht zu sehr in Richtung Titel, da noch viele Rennen anstehen und somit noch einiges passieren kann.“
Lucas Cartelle (CRT): „Die letzten zehn Runden machten richtig Spaß, als ich mit Gabriele Piana um das Podium kämpfte. Mit Platz drei konnten wir viele Punkte in der Gesamtwertung einfahren. Toyota und das Team haben uns hier eine regelrechte Rakete hingestellt – dafür vielen Dank.“
Hudson Schwartz (CRT): „Ich fühle mich großartig. Mein Stint war wirklich tricky, insbesondere da es auch leicht zu regnen begann. Ich versuchte, so viele Konkurrenten wie möglich zu überholen und das Auto auf der Strecke zu halten. Danke an alle für das super Resultat.“