Moritz Groneck meldet sich im Kampf um die Meisterschaft zurück
- Hauptkategorie: ADAC Racing Weekend
- Tourenwagen Junior Cup
- 09. Juli 2026
- Cornelia Simon
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Nach zwei heimischen Rennen geht es nun zum ersten Auslandsrennen in dieser Saison und zwar nach Österreich in die Steiermark. Die Läufe fünf und sechs werden auf dem Red Bull Ring ausgetragen. Der Red Bull Ring ist eine moderne Motorsport-Rennstrecke in Spielberg. Die 4,326 km lange Strecke wurde 2011 auf dem Gelände des ehemaligen Österreichrings wiedereröffnet und bietet eine schnelle, flüssige Streckenführung mit zehn Kurven und markanten Höhenunterschieden. Mit 81 Punkten kommt Alex Mohr (TOPCARsport) als Führender in der Meisterschaft hier in die Steiermark, gefolgt von Linus Parbel (Konrad Motorsport) mit 55 Punkten. Der Teamkollege von Linus Parbel Matti Klasen nimmt Rang drei in der Meisterschaft mit 47 Zähler ein.
Insgesamt 15 Pilotinnen und Piloten begaben sich am Samstagmorgen um 9.00 Uhr bei herrlichstem Sommerwetter hinaus auf die 4,326 Kilometer lange Strecke um das zwanzigminütige freie Training unter die Räder zu nehmen. Hier wurden des öfteren die Rundenzeiten gestrichen wegen Überschreiten der Track limits. Im nachhinein hatte sich dann der Konrad Motorsport Pilot Linus Parbel als Schnellster erwiesen. Er hatte nach neun Runden für alle eine Zeit von 1:56,664 Minuten gefahren, gefolgt von Finn Niklas Wollnik (Georg Motorsport) mit einem rückstand von 0,166 Sekunden und dem Tabellenführer Alex Mohr (TOPCARsport). Matti Klasen (Konrad Motorsport) musste sich zunächst mit Rang vier zufrieden geben. Beste Dame im Feld war Lynn Neuhaus (die Teamkollegin von Alex Mohr) auf Platz zehn. Emely Abt wurde auf Rang dreizehn gewertet.
Am Samstagmittag um 13.05 Uhr bis 13.25 Uhr wurde es ernst für die Fahrerinnen und Fahrer, denn nun stand das Ausfahren der Startpositionen für den Lauf am Nachmittag an. Die Zeiten gegenüber morgens wurden nicht schneller. Nach elf Runden hatte Moritz Groneck (H&R Spezialfedern GmbH & Co KG) mit einer Zeit von 1:57,013 Minuten die Pole Position nach Hause gefahren. Hinter ihm werden Alex Mohr und Linus Parbel ins Rennen gehen. Matti Klasen steht in der dritten Startreihe. Die schnellste Dame im Feld Lynn Neuhaus startet von der achten Position. Emely Abt nimmt das Rennen aus der achten Startreihe aus auf.
Erneut entscheidete weniger als ein Wimpernschlag über den Sieg beim ADAC Tourenwagen Junior Cup auf dem Red Bull Ring. Moritz Groneck setzte sich auf der Strecke hauchdünn gegen Alex Mohr durch. Eine Strafe kostete Alex Mohr allerdings den Podestplatz. An der Spitze feierte Moritz Groneck den zweiten Saisonsieg in Folge. Zwar kreuzte er die Ziellinie nach einem dramatischen Windschattenduell nur winzige 0,021 Sekunden vor seinem Dauerrivalen Alex Mohr, doch Letzterer verlor wegen des wiederholten Überschreitens der Track Limits nachträglich seinen Podestplatz, sodass der offizielle Vorsprung Moritz Gronecks auf den neuen Zweitplatzierten Noah Beckmann 2,592 Sekunden betrug.
Moritz Groneck und Alex Mohr bestimmten das Geschehen von Anfang an. Moritz Groneck hatte sich die Pole Position gesichert, Tabellenführer Alex Mohr lauerte direkt daneben. Der Tabellenführer verlor beim Start zunächst eine Position an Linus Parbel holte sich den zweiten Rang in Kurve 3 aber sofort wieder zurück. Nur eine Kurve später übernahm Alex Mohr sogar die Führung - wenn auch eher unfreiwillig: Beim harten Anbremsen von Kurve 4 brach ihm das Heck aus, das er gekonnt wieder abfangen konnte und an Moritz Groneck vorbeizog. Den unkonventionell gewonnen Spitzenplatz behauptete er auf eindrucksvolle Weise beim Sprint in die nächste Kurve.
Kurze Zeit später neutralisierte das Safety-Car das Rennen, nachdem Lynn Neuhaus und Robin Böhm kollidiert waren, was für die Schweizerin das vorzeitige Aus bedeutete. Nach dem Re-Start fackelte Moritz Groneck nicht lange und holte sich in Kurve 3 die Führung von Alex Mohr zurück. Abschütteln ließ sich der Hockenheim-Doppelsieger jedoch nicht; Alex Mohr attackierte unentwegt, biss sich am Führenden aber die Zähne aus. Im Zuge dieses intensiven Schlagabtauschs verließ Alex Mohr die Rennstrecke einmal zu oft und fing sich eine Drei-Sekunden-Zeitstrafe ein. Ungeachtet dessen kam es auf dem Zielstrich zu einem sensationellen Fotofinish, bei dem Moritz Groneck den Sieg mit 0,021 Sekunden Vorsprung ins Ziel rettete - noch einmal drei Tausendstelsekunden enger als das denkwürdige Finish zwischen Mike Müller und Julian Konrad im Vorjahr.
Durch das Strafmaß rutschte Alex Mohr im offiziellen Klassement bis auf den vierten Rang zurück. Die Zeitstrafe spülte die Akteure des packenden Kampfes um Platz drei weiter nach vorne. Beim Re-Start lag dieser Rang zunächst in den Händen von Linus Parbel. Von Startplatz sieben aus stürmte jedoch Finn Niklas Wollnik heran, der sich gewohnt spektakulär an Linus Parbel vorbeizog. Das wollte der Nürburgring-Samstagssieger nicht auf sich sitzen lassen und setzte eine Runde später in Kurve 4 zum Gegenangriff an. Das Manöver gelang nicht: Linus Parbel geriet mit zwei Rädern ins Kiesbett und musste seinen 150 PS starken Boliden artistisch abfangen.
Nutznießer war Noah Beckmann, der sich von Startplatz zehn kontinuierlich nach vorne gearbeitet hatte. Kurz vor dem Ende des Rennens attackierte der mehrfache Kartmeister auch noch seinen Teamkollegen Finn Niklas Wollnik und setzte sich in einem sehenswerten Zweikampf über drei Kurven hinweg durch. Noah Beckmann kreuzte die Linie als Dritter, was durch die Strafe gegen Alex Mohr im offiziellen Ergebnis den zweiten Platz bedeutete. Finn Niklas Wollnik erbte den verbliebenen Podestrang. Hinter Alex Mohr verbuchte Linus Parbel den fünften Rang, dicht gefolgt von Matti Klasen. Dahinter war eine Verfolgergruppe im harten Fight unterwegs.
Hier überquerte Mattis Bachnick zwar vor Ben Henschel die Ziellinie. Da Mattis Bachnick wegen zu frühen Ausscherens aus der Formation beim Start ebenfalls eine Drei-Sekunden-Strafe erhielt, wurden die Plätze getauscht: Ben Henschel wurde als Siebter gewertet, Mattis Bachnick als Achter. Die letzten Meisterschaftspunkte gingen an Mika Delkus der nach einem Ausritt ins Kiesbett Boden verloren hatte, sowie an Luca Treusch.
Das zweite Zeittraining nahmen die Pilotinnen und Piloten am Sonntagvormittag unter die Räder. Die Zeiten gegenüber dem ersten Qualifying wurden deutlich schneller. Wiederum kam keiner der anderen Kontrahenten an die Zeit von Moritz Groneck heran. Nach sieben Runden holte er sich mit einer Zeit von 1:55,947 Minuten Startplatz eins. Matti Klasen und Alex Mohr werden von den Positionen zwei und drei ins Rennen gehen. Linus Parbel steht in der zweien Startreihe. Lynn Neuhaus hatte an dem Qualifying nicht teilgenommen. Emely Abt startet als Dreizehnte.
Beim Schlusspunkt des ADAC Racing Weekends kam es bereits beim Start z einem Drama. Der Drittplatzierte des Vortages, Finn Niklas Wollnik kam nicht vom Fleck und musste alle Hoffnungen vorzeitig begraben. An der Spitze verteidigte Moritz Groneck die Führung beim Erlöschen der Ampeln erfolgreich. Dahinter lauerte Alex Mohr der sich den zweiten Platz von Matti Klasen geschnappt hatte. In der zweiten Runde blies der Tabellenführer in Kurve 4 zum Angriff auf den Führenden, doch Moritz Groneck wehrte den Vorstoß geschickt ab. Alex Mohr geriet am Kurvenausgang mit zwei Rädern in den Kies, verlor die Kontrolle über seinen VW up! GTI und bog scharf nach rechts ab. Dabei riss er den unglücklichen Matti Klasen mit in die Leitplanke. Für beide war das Rennen auf der Stelle beendet, was den Einsatz des Safety-Cars erforderlich machte.
Nach dem Re-Start ließ Moritz Groneck nichts mehr anbrennen. Souverän baute er seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Noah Beckmann mit jeder Runde kontinuierlich aus und fuhr unbedrängt seinem dritten Saisonsieg entgegen. Dank der Maximalausbeute an diesem Wochenende und der gleichzeitigen Nullrunde von Alex Mohr ist Moritz Groneck im Kampf um die Meisterschaftskrone wieder in absolute Schlagdistanz gerückt und liegt nur noch 13 Punkte zurück. Noah Beckmann fuhr unbedrängt einen sicheren zweiten Platz nach Hause. Dahinter musste sich Mattis Bachnik in der letzten Runde Angriffen von Linus Parbel erwehren. Dieser hatte nach dem Re-Start bei einer Attacke auf Mattis Bachnick kurzzeitig Schwung verloren, wodurch Lennard Zerbe vorbeigeschlüpft war.
Linus Parbel kämpfte sich zwar wieder an Lennard Zerbe vorbei und robbte sich an das Heck von Mattis Bachnick heran, für ein ernsthaftes Manöver reichte es jedoch nicht mehr. Mattis Bachnick rettete einen Vorsprung von 0,189 Sekunden über die Linie und feierte damit sein erstes Podium im ADAC Nachwuchscup. Ab dem fünften Platz war das Rennen nach dem Re-Start völlig offen. Das gesamte restliche Feld lieferte sich einen spektakulären Stoßstange-an-Stoßstange-Krimi um die verbliebenen Zähler, bei dem zeitweise bis zu vier der 150 PS starken Boliden nebeneinander in die Kurven hineinstachen. Aus diesem wilden Pulk ging letztlich Mika Delkus als Sieger hervor, der sich den fünften Platz hart erkämpfte.
Auf der Strecke überquerte Lennard Zerbe die Ziellinie als Sechster, doch der 18-Jährige hatte die Track Limits einmal zu oft missachtet. Die fällige Drei-Sekunden-Zeitstrafe warf ihn im offiziellen Klassement auf den zehnten Platz zurück. Nutznießer der Strafe war Robin Böhm der den sechsten Rang erbte, gefolgt von seinem Teamkollegen Ben Henschel sowie Luca Treusch. Einen besonderen Meilenstein verbuchte zudem Emely Abt. Die Allgäuerin kreuzte die Ziellinie als Neunte und feierte damit ihre allerersten Punkte im Automobilsport überhaupt.
In der Meisterschaft führt weiterhin Alex Mohr mit 93 Punkten vor Moritz Groneck mit 80 und Linus Parbel mit 77 Punkten. Konrad Motorport hat in der Team-Wertung mit 98 Zähler die Nase vorne, gefolgt von TOPCAR sport mit 93 und H&R Das Juniorteam – PT Sports by UP2race mit 80 Zähler.