Matteo Cairoli ist neuer Tabellenführer

Nach den beiden Auslandsrennen finden die Läufe fünf und sechs auf heimischen Boden statt. Vom 19. bis 21. Juni gastieren die Piloten auf dem 3,478 Kilometer lagen DEKRA Lausitzring. Zwölf Kurven (fünf Rechts-, sieben Linkskurven) werden gegen den Uhrzeigersinn befahren. Der Lausitzring zählt mit seinen zwölf teils sehr langsamen Kurven sowie wenigen Geraden zu den technisch schwierigsten DTM-Kursen. Markenzeichen der 3,478 Kilometer langen Strecke sind zudem die vielen Bodenwellen.

Mercedes-AMG reist mit einem klaren Ziel in die Lausitz. Tabellenführer Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol) und der Gesamtzweite Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) wollen ihre Spitzenpositionen behaupten. Sie führen mit 67 bzw. 61 Punkten in der Meisterschaft. Dahinter lauert BMW-Pilot Marco Wittmann (Schubert Motorsport) mit 52 Zähler als Gesamtdritter. In jedem der bisherigen vier Meisterschaftsläufen gab es einen anderen Sieger. Setzt sich diese Serie an diesem Wochenende fort? Dafür möchte Lucas Auer sorgen: Der Österreicher ist ein echter Lausitzring-Spezialist, gewann dort 2016 sein erstes DTM-Rennen und feierte im vergangenen Jahr bereits seinen vierten Sieg in der Lausitz. Baut Lucas Auer seine Erfolgsbilanz weiter aus, könnte er die Tabellenführung übernehmen.

Der aktuelle Spitzenreiter Maro Engel überzeugt mit kluger Strategie und schnellen Boxenstopps. Dadurch konnte der Wahl-Monegasse auch von hinteren Startplätzen aus weit nach vorn fahren – alle vier bisherigen Rennen beendete Maro Engel unter den Top-Sechs. Mit Rückenwind kommt Ben Dörr (Dörr Motorsport) in die Lausitz. Dank eines starken Auftritts in Zandvoort hat sich der McLaren-Pilot auf Tabellenplatz sechs vorgearbeitet. Formstark präsentiert sich auch Kelvin van der Linde (Schubert Motorsport). Der Südafrikaner feierte in Zandvoort seinen ersten DTM-Sieg für BMW und hat gute Erinnerungen an die Rennstrecke in Brandenburg. Das gilt auch für Neuling Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing). Der 20-Jährige war im Ford Mustang GT3 beim DTM-Test auf dem Lausitzring vor knapp zwei Wochen der Schnellste. Lamborghini-Pilot Maximilian Paul (TGI Team by GRT) aus Dresden gilt als Lokalmatador und freut sich auf sein Heimspiel und baut auf die Unterstützung der einheimischen Fans.

Ben Dörr (Dörr Motorsport): „In der vergangenen Saison hatten wir die Pace, haben aber zu viele unnötige Fehler gemacht. Entweder war ich schnell, dann liefen die Boxenstopps nicht optimal oder umgekehrt. Dieses Jahr bekommen wir alles auf den Punkt.“

Kelvin van der Linde (Schubert Motorsport): „Auf dem Lausitzring habe ich 2024 gewonnen und auch einen zweiten Platz geholt. Die Strecke macht viel Spaß, dort ist gutes Racing möglich. Wir fahren mit einem guten Momentum dorthin und sind voller Motivation.“

Maximilian Paul (TGI Team by GRT): „Es ist immer wieder etwas ganz Besonderes, vor den eigenen Zuschauern zu fahren. Das gibt einem extra Motivation. Man muss auf der anspruchsvollen Strecke jede Kurve exakt treffen, sonst wird die darauffolgende noch schwieriger und man verliert viel Zeit. Zudem ist das Fahrzeug-Handling bei den vielen Bodenwellen besonders wichtig.“


Für die 21 Fahrer stand das erste freie Training am Freitagvormittag bei hohen Temperaturen auf dem Zeitplan. Hier kam es immer wieder zu Positionsveränderungen. Nach den 55 Minuten hatte Arjun Maini (HRT Ford Racing) mit 22 absolvierten Runden und einer Zeit von 1:20,986 Minuten das Sagen. Mit knappen 0,006 Sekunden Rückstand nahm Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) Rang zwei ein. Mirko Bortolotti (TGI Team by GRT) platzierte sich mit seinem Lamborghini Temerario GT3 auf Platz drei. Der Tabellenführer Maro Engel (Winward Racing) musste sich zunächst mit Rang zwölf zufrieden geben. Marco Wittmann (Schubert Motorsport) war der beste BMW Fahrer und wurde auf Rang 16 gewertet.


Die Zeiten im zweiten freien Training, welches am Freitagnachmittag anstand wurden schneller. Wie in der ersten Sitzung wechselten auch hier immer wieder die Positionen. Diesmal hatte Maro Engel ein Zeichen gesetzt. Er war nach fünf gefahrenen Runden mit einer Zeit von 1:20,408 Minuten der schnellste Pilot im Feld. Rang zwei und drei nahmen Lucas Auer mit nur 0,002 Sekunden Rückstand und Arjun Maini ein. Mirko Bortolotti musste sich nun mit dem achten Rang zufrieden geben und war damit der beste Lamborghini Fahrer. Kelvin van der Linde hatte sich verbessern können und war von Rang 20 bis auf Platz dreizehn vorgefahren. Der Drittplatziert in der Meisterschaft Marco Wittmann musst e sich mit Platz 21 zufrieden geben.

Maro Engel (Winward Racing): „Das Auto fühlt sich super an! Nach dem ersten Freien Training haben wir am Fahrzeug ein paar Dinge am Setup optimiert, das hat sich ausgezahlt. Der Lausitzring ist eine Strecke, die mir schon immer gelegen hat. Ich freue mich auf das Wochenende und möchte in beiden Rennen aufs Podium fahren.“


Bei strahlendem Sonnenschein und 28 Grad Celsius Lufttemperatur wurde das Qualifying am Samstagmorgen um 9:00 Uhr auf dem Lausitzring gestartet. In den letzten fünf Minuten des Zeittrainings schalteten die Fahrer in den Angriffsmodus. Nicki Thiim sorgte für den ersten Paukenschlag und stellte gut dreieinhalb Minuten vor Schluss einen neuen Qualifyingrekord auf, den er mit der Topzeit in seinem siebten Umlauf noch einmal unterbot. Die Pole Position hatte der Aston Martin Pilot sich mit einer Zeit von 1:19,463 Minuten gesichert. Arjun Maini gelang seine schnellste Runde kurz vor Schluss, kam aber nicht näher als 0,062 Sekunden an den Dänen heran.

Die Top-Fünf-Piloten blieben unter der alten Qualifying-Bestzeit, das gesamte Feld lag innerhalb einer Sekunde. Lucas Auer wird von Rang drei ins Rennen gehen. Maro Engel und Marco Wittmann mussten sich mit der dritten bzw. neunten Startreihe zufrieden geben. Der Teamkollege von Arjun Maini Finn Wiebelhaus war schon in den beiden freien Trainingssitzungen gut mit von der Partie. Dort belegte der die Positionen vier und sechs. Er konnte sich zeitmäßig war verbessern, wird aber hinter Maro Engel von Rang sechs aus ins Rennen gehen.

Nicki Tiim (Comtoyou Racing): „Meine erste Pole-Position für Aston Martin in der DTM, das ist ein ganz besonderer Moment für mich. Für einen Dänen herrschen in der Lausitz an diesem Wochenende ungewohnt heiße Temperaturen. Auf genau solche Bedingungen habe ich mich zu Hause in der Sauna vorbereitet. Ich bin ein riesiger Fan vom Lausitzring und freue mich aufs Rennen.“


Als die Piloten in der Startaufstellung standen wurde es immer dunkler und windiger und es fing heftig an zu regnen. Das Rennen wurde als wett race erklärt. Im nachhinein wurde das Rennen dann auch später gestartet und zwar um fünf Minuten. Es hatte zwischenzeitlich wieder aufgehört zu regnen und die Sonne kam wieder hinaus. Einige der Piloten blieben auf Regenreifen, andere wiederum pokerten und ließen die Slicks wieder montieren. Nach den zwei Einführungsrunden funktionierte der fliegende Start ohne Probleme und der Pole Setter konnte seine Position nicht behaupten, denn Lucas Auer hatte einen Bombenstart. In der ersten Kurve drehte sich Tom Kalender und konnte dem Feld hinterher eilen. Im gesamten Feld ging es hoch her. Nicki Thiim war bis auf Rang dreizehn zurück gefallen.

Zwischenzeitlich hatte sich Sebastian Buus im Kiesbett eingegraben. Die Rennleitung schickte sofort das Safety Car hinaus. Unterdessen führte Lucas Auer das Feld an vor Jules Gounon und Maro Engel. Arjun Maini konnte sich gegenüber Maro Engel nicht zur Wehr setzen und war nur noch auf Rang vier unterwegs. Finn Wiebelhaus hatte seinen sechsten Rang behaupten können. Tom Kalender war in der Safety Car Phase in die Box gekommen und wechselte die Reifen. Nach vier Runden erfolgte dann der Re-Start, der zu Gunsten des Österreichers ausging. Doch Jules Gounon drückte von hinten und setzte sich neben Lucas Auer. Dieser konnte sich zunächst zur Wehr setzen. Die Rennzeit war auf 55 Minuten plus drei Runden angesetzt worden.

An der Spitze behackten sich die zwei Mercedes Piloten immer wieder. Marco Wittmann hatte sich von Rang 19 bereits bis auf Platz 16 nach vorne gefahren. Das Geburtstagskind Kelvin van der Linde hatte schon mächtig an Boden gut gemacht. Er lag auf Rang zehn. Gestartet war er von Platz 16. Da die Strecke nun immer mehr abtrocknete, konnte Nicki Thiim mit riesen Schritten nach vorne kommen. Nach acht Runden lag der Pole Setter schon wieder auf Rang sieben. Rennleitung ordnete Platztausch zwischen Thomas Preining und Luca Engstler wegen unkorrektem Überholmanöver an. Zwei Runden später hatte sich Nicki Thiim bereits im Windschatten von Lucas Auer gefahren. Nach zehn Runden öffnete das Boxenstoppfenster.

Jetzt war Arbeit in der Boxengasse angesagt, denn es kamen zehn Fahrzeuge gleichzeitig in die Box. An der Spitze hatte sich Nicki Thiim mit über sechs Sekunden auf und davon gemacht. Unterdessen stand Timo Glock mit Problemen auf der Strecke. Finn Wiebelhaus hatte das Rennen zu dieser Zeit bereits in seiner Garage früher beendet als geplant. Der Däne hatte sich nach dreizehn Runden neue Reifen geholt und führte trotzdem weiterhin das Feld an. Full Course Yellow wurde angezeigt, weil Timo Glock auf der Strecke stand. Zu dieser Zeit hatte Marco Wittmann die Führung übernommen. Er war aber noch nicht in der Box gewesen. Nachdem das Rennen wieder frei gegeben worden war, schmiss Maro Engel das Fahrzeug weg. Er hatte Glück, dass er aus dem Kiesbett von alleine heraus kam.

Hinter Marco Wittmann tobte ein harter Kampf zwischen Marco Mapelli und Tom Kalender. Nachdem dann alle ihren Stopp hinter sich gebracht hatten, führte Marco Mapelli das Feld an vor Ben Dörr und Ricardo Feller. Der Kampf um die zweite Position hielt rundenlang an. Ben Dörr musste absolute Kampflinie fahren um den Schweizer in Schach zu halten. Ben Dörr touchierte dann ganz leicht die Mauer eingangs Start und Ziel. Maro Engel stand unter Beobachtung wegen Überholens während der Full Course Yellow Phase. Die ersten drei waren mit riesen Schritten dem Feld enteilt. Marco Wittmann auf Platz fünf hatte gleich vier Fahrzeuge im Schlepptau. Luca Engstler musste das Rennen auch frühzeitig in der Box beenden wegen defekter Servolenkung.

Thierry Vermeulen auf Platz sechs hielt einen riesigen Zug von Fahrzeugen hinter sich auf. Unter ihnen war auch Lucas Auer. Maximilian Paul, Ricardo Feller, Tom Kalender, Marco Mapelli, Jules Gounon und Maro Engel lagen unter Beobachtung wegen zu hoher Geschwindigkeit bei Full Course Yellow. Die Sache wird nach dem Rennen von den Sportkommissaren bearbeitet. Nicolas Baert hatte es übertrieben und war im Kies gelandet. Er konnte sich aber von selbst befreien. Die Rennleitung ordnete Platztausch zwischen Maro Engel und Thomas Preining wegen unkorrektem Überholens an. Es ging um die vierzehnte Position. Zwei Minuten später erhielt Maro Engel eine Verwarnung wegen Abdrängens von Thomas Preining.

An der Spitze hatte sich Marco Mapelli mit 3,204 Sekunden abgesetzt, gefolgt on Ben Dörr und Ricardo Feller. In der letzten Runde hatte Lucas Auer alle Hände voll zu tun sich Jules Gounon vom Hals zu halten. Nach 38 Runden wurde Marco Mapelli als Sieger abgewunken vor Ben Dörr und Ricardo Feller. Nicki Thiim kam als Vierter ins Ziel. Maro Engel, Lucas Auer und Marco Wittmann überquerten die Ziellinie auf den Plätzen 15, acht und fünf. Das Ergbnis ist noch vorläufig.

Um 18.49 Uhr gab die Rennleitung ein neues Rennergebnis heraus. Unter anderem erhielten Marco Mapelli, Ricardo Feller, Maximilian Paul und Maro Engel jeweils eine 15-Sekunden-Ersatzstrafe anstelle von 3 Pitstop-Penaltys wegen zu hoher Geschwindigkeit bei Full Course Yellow. Damit wurde Ben Dörr als Sieger erklärt, gefolgt von Marco Mapelli und Ricardo Feller. Nicki Thiim und Maro Engel wurden auf den Rängen vier und 15 gewertet. Lucas Auer und Marco Wittmann sahen die Zielflagge auf den Plätzen sechs und fünf.

Ben Dörr (Dörr Motorsport): „Dieser Sieg ist etwas ganz Besonderes für mich! Am liebsten hätte ich diesen Erfolg natürlich auf dem Podium gefeiert, trotzdem ist dieser Moment für mich unbeschreiblich. In unserem dritten DTM-Jahr war es unser Ziel, ganz vorne mitzuspielen. Das ist uns gelungen und genauso wollen wir weitermachen.“

Ricardo Feller (Manthey): „Das war ein richtig gutes Rennen von uns“, bilanzierte Feller. „Ich freue mich riesig über mein erstes DTM-Podium für Porsche und Manthey. In den ersten Runden ging es einfach nur darum, das Fahrzeug auf der Strecke zu halten. Unser Matchplan ist voll aufgegangen, dazu hatten wir einen super Boxenstopp. Natürlich hätte ich gern um den Sieg gekämpft, doch dafür hat mir einfach die Pace gefehlt.“


Am Sonntagmorgen um 9.05 Uhr als das zweite Qualifying für die Piloten anstand, zeigte das Thermometer bereits 27 Grad. Die Piloten warteten zunächst alle ab, bevor sie dann um 9.16 Uhr auf die Jagd um die Pole auf die Strecke gingen. Immer wieder kam es zu Positionswechseln. Selbst in der letzen Minute änderten sich die Namen auf der Pole Position auf dem Monitor. Am Ende kam niemand an Arjun Maini vorbei. Er hatte die Pole Position mit einer Zeit von 1:19,7560 Minuten nach Hause gebracht. Hinter ihm werden Matteo Cairoli und Nicki Thiim ins Rennen gehen. Für den Inder ist es die zweite Pole in dieser Saison. Finn Wiebelhaus hatte wieder ein starkes Qualifying abgeliefert und nimmt das Rennen von Rang vier aus auf. Maro Engel steht in der vierten Startreihe. Lucas Auer musste sich mit Startposition dreizehn zufrieden geben. Der Drittplatzzierte in der Meisterschaft Marco Wittmann nimmt das Rennen aus der vierten Startreihe aus auf.

Arjun Maini /HRT Ford Racing): „Ich freue mich riesig, dass mir so eine super Runde gelungen ist. Durch die zwei Boxenstopps wird es im Rennen vor allem auf die richtige Strategie ankommen. Ich hoffe, dass es anders als am Samstag ein trockener Sommertag bleibt und kein Regen aufzieht.“


Der Start zum zweiten Rennen am Sonntagmittag fand bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen statt. Auch dieser fliegende Start funktionierte nach der Einführungsrunde. Arjun Maini konnte seine Pole Position behaupten und bog als Erster in die erste Kurve. Mit viel Disziplin ging es her hindurch. Jules Gounon war im Dreck gewesen und verlor zwei Plätze. Auch Marco Wittmann war auf Abwegen unterwegs. Nach der ersten Runde führte weiterhin Arjun Maini vor Matteo Cairoli und Nicki Thiim. Marco Wittmann hatte einen Platz verloren. Nach der ersten Runde schickte die Rennleitung das Safety Car heraus, weil ein Karbonteil von einem Grasser Lamborghini auf der Start und Zielgeraden lag. Jules Gounon befand sich nur noch auf Platz 20. Der Re Start erfolge nach drei Runden und ging zu Gunsten des Pole Setters aus. Matteo Cairoli wurde direkt von Nicki Thiim bedrängt.

Einen harten Kampf lieferten sich Thomas Preining und Ricardo Feller um Platz zehn. Unterdessen war Marco Mapelli auf Abwegen in der Wiese. Lucas Auer hatte einen Rang verloren. Finn Wiebelhaus hatte seine vierte Position behauptet In der sechsten Runde berührten sich Kelvin van der Linde und Bastian Buus ganz leicht. Es ging um die zwölfte Position. Nach sieben Runde hatte das Boxenzeitfenster geöffnet. Es kamen auch gleich sechs Fahrzeuge herein. Unter ihnen war auch Lucas Auer. An der Spitze hatte sich der Inder mit einigen Wagenlängen absetzen können. Aus der Spitzengruppe kam Matteo Cairoli nach neun Runden in die Box. Es folgten ihm Thomas Preining und Marco Wittmann. Die Reihenfolge geriet erst einmal durcheinander.

So nach und nach vollzogen dann auch die anderen Piloten ihren Pflichtboxenstopp. Arjun Maini vollzog seinen Stopp nach elf Runden. Unterdessen führte jetzt Nicki Thiim das Feld an. Er musste aber noch in die Box kommen. Einen harten Kampf lieferten sich Ben Dörr und Lucas Auer. Dazu gesellten sich nun auch noch Jules Gounon und Ricardo Feller. Hier ging es um die zwölfte Position. Von alledem bekam Nicki Thiim an der Spitze nichts mit. Er war der Letzte der zum Stopp in die Box kam. Er reihte sich auf Rang zwei wieder ein. Doch Arjun Maini konnte mit warmen Reifen an dem Dänen vorbei gehen. Matteo Cairoli führte unterdessen was Feld mit einigen Wagenlängen an. Maro Engel hatte eine Penaltylap wegen Verstoß gegen die Boxenstopp-Regularien (Rad nicht dauerhaft festgehalten) bekommen. Danach war er nur noch auf Platz zehn unterwegs.

Matteo Cairoli führte das Feld mit 0,7 Sekunden an vor Arjun Maini und Nicki Thiim. Jules Gounon erhielt ebenfalls eine Penaltylap wegen des gleichen Vergehens wie Maro Engel. Die ersten beiden konnten sich von dem Dänen etwas absetzen. Finn Wiebelhaus auf Rang vier hatte nach vorne und hinten genug Luft. Zur gleichen Zeit wurde Ben Dörr von Lucas Auer unter Druck gesetzt. Letzterer hatte noch Maximilian Paul im Schlepptau. Im Verlauf der 24. Runde konnte der Österreicher endlich an dem McLaren vorbei gehen. Marco Wittmann auf Rang sieben hatte auch alle Hände voll zu tun sich Thomas Preining vom Hals zu halten. Dahinter lauerten noch Kelvin van der Linde, gefolgt von Maro Engel, Bastian Buus und Tom Kalender.

Als das Boxenzeitfenster zum zweiten Mal öffnete hatte Lucas Auer den Anschluss an Ricardo Feller gefunden. Beim Einfahren in die Boxengasse hätte Tom Kalender beinahe Sebastian Buus im Heck getroffen. Es kamen nun Runde um Runde immer mehr zum zweiten Boxenstopp. Maximilian Paul war unterdessen in langsamer Fahrt im Notausgang unterwegs. Der Führende vollzog seinen zweiten Stopp nach 31 Runden. Wenig später beendete Jules Gounon vorzeitig das Rennen in der Box. Nachdem die Reihenfolge das zweite Mal wieder hergestellt war, führte Matteo Cairoli mit einem Vorsprung von über zwei Sekunden vor Nicki Thiim und Arjun Maini. Zur gleichen Zeit musste Maro Engel absolute Kampflinie fahren, um sich Kelvin van der Linde vom Hals zu halten. Hier ging es um die siebte Position.

Es dauert auch nicht lange und der Südafrikaner ging außen an dem Mercedes Piloten vorbei. Lucas Auer legte sich zu dieser Zeit Bastian Buus zurecht. In Kurve eins konnte der Österreicher kurzen Prozess machen und ging vorbei und lag jetzt auf Platz elf. Finn Wiebelhaus auf Platz vier machte sich nun über den Inder her. Dieser musste absolute Kampflinie fahren. Der Däne legte sich in der Schlussphase den Italiener zurecht. Hier ging es um den Sieg. Finn Wiebelhaus hatte sich dann neben Arjun Maini gesetzt und konnte innen vorbeigehen. Er setzte sich auch direkt von dem Inder ab. Nicki Thiim biss sich an Matteo Cairoli die Zähne aus. Nach 42 Runden sah Matteo Cairoli als Erster die Ziellinie vor Nicki Thiim und Finn Wiebelhaus. Lucas Auer, Maro Engel und Marco Wittmann überquerten die Ziellinie auf den Plätzen elf, sieben und acht.

In der Meisterschaft hat Matteo Cairoli jetzt die Führung mit 78 Punkten übernommen, gefolgt von Maro Engel mit 77 und Lucas Auer mit ebenfalls 77 Punkten. Finn Wiebelhaus führt die Rokkie-Wertung oft the year Champion 2026 mit 150 Zähler an. Platz zwei und drei belegen Nicolas Baert mit ebenfalls 150 und Tom Kalender mit 147 Zähler. Auf Rang eins in der Team-Wertung befindet sich Schubert Motorsport mit 119 Punkten vor Emil Frey Racing mit 115 und Winward Racing mit 113 Punkten. Im Manufacturer Cup hat Mercedes AMG mit 161 Zähler das Sagen. Dahinter liegen BMW mit 123 und Ferrari mit ebenfalls 123 Zähler.

Matteo Cairoli (Emil Frey Racing): „Das ist einer der schönsten Siege meiner Karriere! Nicki Thiim hat mich bei den sowieso schon heißen Temperaturen ordentlich ins Schwitzen gebracht. Er hat in den letzten Runden unglaublich viel Druck gemacht. Meine Reifen waren ziemlich am Ende und die Hitze extrem herausfordernd. Ich wollte unbedingt gewinnen und bin überglücklich.“

Nicki Thiim (Comtoyou Racing): „Was für ein Achterbahn-Wochenende! Erst die Pole-Position am Samstagmorgen, danach den Sieg unglücklicherweise verpasst und zum Abschluss in einer Hitzeschlacht den zweiten Platz geholt. Das Rennen hat richtig Spaß gemacht, vor allem die Duelle mit Matteo Cairoli und Arjun Maini.“

Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing): „Mit dem Podium erfüllt sich für mich ein großer Kindheitstraum. Ich habe erst 2020 mit dem Motorsport begonnen und es innerhalb von sechs Jahren vom Kart bis in die DTM geschafft. Das macht mich unglaublich stolz. Mein Teamkollege Arjun Maini und ich hatten einen intensiven Zweikampf mit leichtem Lackaustausch, dabei ging es aber jederzeit fair zu.“


DTM

Ergebnis Lauf 5 – DEKRA Lausitzring

3. Rennen DTM – 19.06. – 21.06. 2026 Klettwitz / D

Gestartet: 21 Fahrzeuge - Gewertet: 16 - Streckenlänge: 3,478 km - Renndistanz: 132,16 km - Dauer: 38 Runden

Platz Start-Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / Rückstand
1 025 Dörr, Ben Dörr Motorsport McLaren 720S GT3 Evo 59:21,929
2 010 Mapelli, Marco Abt Sportsline Lamborghini Temerario GT3 + 13,136
3 090 Feller, Ricardo Manthey Racing Porsche 911 GT3 R Evo + 17,732
4 007 Thiim, Nicki Comtoyou Racing Aston Martin Vantage GT3 + 23,435
5 011 Wittmann, Marco Schubert Motorsport BMW M4 GT3 Evo + 24,749
6 022 Auer, Lucas Team Landgraf Mercedes-AMG GT3 + 34,419
7 048 Gounon, Jules Winward Racing Mercedes-AMG GT3 + 34,660
8 014 Cairoli, Matteo Emil Frey Racing Ferrari 296 GT3 Evo + 36,016
9 036 Maini, Arjun HRT Racing Ford Mustang GT3 Evo + 36,432
10 003 Van der Linde, Kelvin Schubert Motorsport BMW M4 GT3 Evo + 37,699
11 084 Kalender, Tom Team Landgraf Mercedes-AMG GT3 + 38,199
12 091 Preining, Thomas Manthey Racing Porsche 911 GT3 R Evo + 38,763
13 069 Vermeulen Thierry Emil Frey Racing Ferrari 296 GT3 Evo + 39,230
14 019 Paul, Maximilian TGI Team by GRT Lamborghini Temerario GT3 + 44,879
15 080 Engel, Maro Winward Racing Mercedes-AMG GT3 + 54,307
16 008 Baert, Nicolas Comtoyou Racing Aston Martin Vantage GT3 +59,029
- 130 Engstler, Luca Abt Sportsline Lamborghini Temerario GT3 - 15 laps
- 063 Bortolotti, Mirko TGI Team by GRT Lamborghini Temerario GT3 - 23 laps
- 064 Wiebelhaus, Finn HRT Racing Ford Mustang GT3 Evo - 26 laps
- 016 Glock, Timo Dörr Motorsport McLaren 720S GT3 Evo - 27 laps
- 029 Buus, Bastian Land Motorsport Porsche 911 GT3 R Evo --
Schnellste Runde: Start-Nr.80, Engel, Maro in 1:20,694 Min. = -155,1 km/h in Runde 23

DTM

Ergebnis Lauf 6 – DEKRA Lausitzring 

3. Rennen DTM – 19.06. – 21.06. 2026 Klettwitz / DGestartet: 21 Fahrzeuge - Gewertet: 18 - Streckenlänge: 3,478 km - Renndistanz: 146,07 km - Dauer: 42 Runden

Platz Start-Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / Rückstand
1 014 Cairoli, Matteo Emil Frey Racing Ferrari 296 GT3 Evo 58:55,357
2 007 Thiim, Nicki Comtoyou Racing Aston Martin Vantage GT3 + 0,413
3 064 Wiebelhaus, Finn HRT Racing Ford Mustang GT3 Evo + 5,392
4 036 Maini, Arjun HRT Racing Ford Mustang GT3 Evo + 8,118
5 063 Bortolotti, Mirko TGI Team by GRT Lamborghini Temerario GT3 + 8,607
6 130 Engstler, Luca Abt Sportsline Lamborghini Temerario GT3 + 17,956
7 080 Engel, Maro Winward Racing Mercedes-AMG GT3 + 25,406
8 011 Wittmann, Marco Schubert Motorsport BMW M4 GT3 Evo + 26,399
9 003 Van der Linde, Kelvin Schubert Motorsport BMW M4 GT3 Evo + 26,427
10 091 Preining, Thomas Manthey Racing Porsche 911 GT3 R Evo + 28,952
11 022 Auer, Lucas Team Landgraf Mercedes-AMG GT3 + 29,049
12 029 Buus, Bastian Land Motorsport Porsche 911 GT3 R Evo + 30,103
13 090 Feller, Ricardo Manthey Racing Porsche 911 GT3 R Evo + 30,693
14 069 Vermeulen Thierry Emil Frey Racing Ferrari 296 GT3 Evo + 31,077
15 010 Mapelli, Marco Abt Sportsline Lamborghini Temerario GT3 + 41,842
16 025 Dörr, Ben Dörr Motorsport McLaren 720S GT3 Evo + 50,744
17 008 Baert, Nicolas Comtoyou Racing Aston Martin Vantage GT3 + 51,032
18 084 Kalender, Tom Team Landgraf Mercedes-AMG GT3 - 4 laps
- 016 Glock, Timo Dörr Motorsport McLaren 720S GT3 Evo - 6 laps
- 048 Gounon, Jules Winward Racing Mercedes-AMG GT3 - 11 laps
- 019 Paul, Maximilian TGI Team by GRT Lamborghini Temerario GT3 - 13 laps
Schnellste Runde: Start-Nr.36, Maini, Arjun in 1:20,423 Min. = -155,6 km/h in Runde 14


DTM 2026

Fahrerwertung nach 6 von 16 Rennen

Platz Start-Nr. Fahrer Fahrzeug Gesamt 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16
1 014 Cairoli, Matteo Ferrari 296 GT3 Evo 78 8 2 25/3 5 8 25/2
2 080 Engel, Maro Mercedes-AMG GT3 77 16/3 25 19 13 1 9
3 022 Auer, Lucas Mercedes-AMG GT3 77 20 16/1 20/1 3 10/1 5
4 011 Wittmann, Marco BMW M4 GT3 Evo 71 11 20 5 16 11 8
5 025 Dörr, Ben McLaren 720S GT3 Evo 67 /2 9 11 20 25 0
6 007 Thiim, Nicki Aston Martin Vantage GT3 61 6 11 7 0 13/3 20/1
7 091 Preining, Thomas Porsche 911 GT3 R Evo 56 25/1 3 9 8 4 6
8 003 Van der Linde, Kelvin BMW M4 GT3 Evo 54 0 10/3 0 25/3 6 7
9 069 Vermeulen Thierry Ferrari 296 GT3 Evo 46 3 7 16/2 11/2 3 2
10 036 Maini, Arjun Ford Mustang GT3 Evo 43 9 5 4 0 7/2 13/3
11 090 Feller, Ricardo Porsche 911 GT3 R Evo 42 7 4 6 6 16 3
12 048 Gounon, Jules Mercedes-AMG GT3 39 0 13 13 4 9 0
13 010 Mapelli, Marco Lamborghini Temerario GT3 31 0 0 1 9 20 1
14 064 Wiebelhaus, Finn Ford Mustang GT3 Evo 31 5 8/2 0 0 0 16
15 130 Engstler, Luca Lamborghini Temerario GT3 30 1 0 8 10/1 0 10
16 019 Paul, Maximilian Lamborghini Temerario GT3 24 4 0 2 7 0 11
17 084 Kalender, Tom Mercedes-AMG GT3 19 13 0 0 1 5 0
18 016 Glock, Timo McLaren 720S GT3 Evo 13 10 1 0 2 0 0
19 029 Buus, Bastian Porsche 911 GT3 R Evo 12 2 6 0 0 0 4
20 063 Bortolotti, Mirko Lamborghini Temerario GT3 5 0 0 3 0 2 0
21 008 Baert, Nicolas Aston Martin Vantage GT3 0 0 0 0 0 0 0

DTM 2026

Rookie oft the year nach 6 von 16 Rennen

Platz Start-Nr. Fahrer Fahrzeug Gesamt 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16
1 064 Wiebelhaus, Finn Ford Mustang GT3 Evo 150 20/9 25/10 25/9 /8/-1 /10 25/10
2 008 Baert, Nicolas Aston Martin Vantage GT3 150 /8 20/8 20/8 20/10 20/8 20/8
3 084 Kalender, Tom Mercedes-AMG GT3 147 25/10 /9 /10 25/9 25/9 16/9

Teamwertung nach 6 von 16 Rennen

Platz Team Gesamt 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16
1 Schubert Motorsport 119 11 30 5 41 17 15
2 Emil Frey Racing 115 11 9 41 16 11 27
3 Winward Racing 113 16 38 23 17 10 9
4 Manthey Racing 97 32 7 15 14 20 9
5 Landgraf Motorsport 93 33 16 20 4 15 5
6 Dörr Motorsport 78 10 10 11 22 25 0
7 HRT Ford Racing 67 14 13 4 0 7 29
8 Abt Sportsline 60 1 0 9 19 20 11
9 Comtoyou Racing 57 6 11 7 0 13 2
10 GRT Grasser Racing Team 29 4 0 5 7 2 11
11 Land Motorsport 12 2 6 0 0 0 4

Herstellerwertung nach 6 von 16 Rennen

Platz Hersteller Gesamt 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16
1 Mercedes AMG 161 36 41 33 18
2 BMW 123 13 31 6 41
3 Ferrari 123 13 12 41 17
4 Porsche 108 33 12 17 15
5 McLaren 86 11 13 11 24
6 Lamborghii 86 8 2 13 19
7 Ford 78 16 15 8 3
8 Aston Martin 70 7 14 10 3