Rennen wurde mit der roten Flagge vorzeitig abgebrochen
- Hauptkategorie: DTM Paket
- BMW M2 Cup
- 17. Juni 2026
- Cornelia Simon
- Zugriffe: 21
Nachwuchstalente können sich in einer neuen Einsteigerserie im Rahmen der DTM präsentieren: Der ADAC bringt den BMW M2 Cup wieder auf die Strecke. Gefahren wird in der Serie mit dem neuen BMW M2 Racing. Fünf Events sind für die Saison 2026 geplant, alle im Rahmen der reich weiten starken DTM. Saisonstart für den Cup ist vom 19. bis 21. Juni auf dem Dekra Lausitzring. Der BMW M2 Cup wird Teil des Road to DTM-Programms des ADAC, das junge Talente durchgängig vom Kartsport bis in die DTM fördert.
Der BMW M2 Cup wird in diesem Jahr insgesamt fünf Rennwochenenden im Rahmen der DTM absolvieren. Nach dem Saisonstart in Brandenburg steht mit dem Norisring das absolute Saisonhighlight auf dem Programm. Die Saison wird im Oktober auf dem Hockenheimring beendet. Pro Rennwochenende werden zwei Rennen über je 25 Minuten und eine Runde ausgetragen. Zudem bindet der ADAC den BMW M2 Cup in die „Road to DTM“ ein: Der Meister in der Fahrerwertung erhält vom ADAC die Nenngebühren für den Aufstieg in die ADAC GT4 Germany. Zudem wird er von BMW zur Sichtung für die BMW M Racing Academy 2027 eingeladen und erhält einen Test im BMW M4 GT4.
Von 14.40 Uhr bis 15.05 Uhr gingen die Piloten des BMW M2 Cup zum ersten Mal hinaus auf die 3,478 Kilometer lange Strecke um das erste freie Training bei sehr hohen Temperaturen hinter sich zu bringen. Wie immer kam es auch hier zu Positionsverschiebungen. In dem zehnköpfigen Feld hatte sich nach elf Runden Moritz Groneck (ME Motorsport) gegenüber allen anderen behaupten können. Er hatte nach elf Runden für alle eine Zeit von 1:35,024 Minuten gefahren. Er war voriges Jahr noch im Tourenwagen Junior Cup unterwegs. Mika König (MK Motorsport) hatte sich mit einem Rückstand von 0,190 Sekunden auf Rang zwei platziert. Der einzige ProAM Pilot und ehemaliger ADAC GT4 Germany Meister Michael Schrey (Hofor Racing by Bonk Motorsport) konnte sich auf Rang drei fahren. Das VIP Fahrzeug was von Pole Promotion eingesetzt wurde und vom fünffachen Deutschen Rallye Meister Marijan Griebel pilotiert wurde, nahm Platz zehn ein.
Mika König (MK MMotorsport): „Ein cooler Erfolg zum Auftakt. Gleich die Tagesbestzeit zu holen, ist natürlich super. Wir haben das Setup nochmal verbessert und sind sehr zufrieden. Für morgen sind wir zuversichtlich.“
Moritz Groneck (ME Motorsport): „Das erste offizielle Training hier am Lausitzring lief perfekt. Das Auto hat sich gut angefühlt, die Mechaniker haben einen super Job gemacht. Danke an das Team, ich hoffe, dass es genauso weitergeht.“
Als letzte Serie mussten die Piloten des BMW M2 Cups am Freitagabend von 18.10 Uhr bis 18.35 Uhr nochmals hinaus um das zweite freie Training zu absolvieren. In der Anfangsphase hatte sich Mika König mit einer Zeit von 1:35,753 Minuten auf Rang eins gefahren, gefolgt von Michael Schrey und Farin Megger. Moritz Groneck lag zu dieser Zeit nur auf Rang neun. Es dauerte nicht lange und Tatu Siipola hatte sich an die Spitze gesetzt. Immer wieder wechselten die Namen an der Führungsposition. Als noch zwölf Minuten auf der Uhr standen hatte sich Moritz Groneck bereits auf Rang zwei nach vorne gefahren. Unterdessen führte Christopher Holst mit einer Zeit von 1:35,144 Minuten. Michael Schrey und Tatu Siipola waren auf die Plätze fünf und acht zurückgefallen.
Moritz Groneck hatte unterdessen noch einiges zugelegt und war der erste Pilot der unter 1:35 Minuten fuhr. Er hatte für alle eine Zeit von 1:34,972 Minuten gefahren, gefolgt von Christopher Holst und Mika König. In den letzten sieben Minuten war Tatu Siipola wieder bis auf Rang zwei vorgefahren. Eine Minute später war Moritz Groneck in die Box gekommen. Wenig später ging Moritz Groneck wieder auf die Strecke. Zu dieser Zeit hatte Mika König sich mit 1:34,399 Minuten an die Spitze gesetzt. Unterdessen waren Michael Schrey und Noah Eichele in die Box gekommen. Als noch vier Minuten auf der Uhr standen nahmen sie ihre Fahrt wieder auf. Auf den Plätzen drei und zehn liegend kamen jetzt Tatu Siipola und Marijan Griebel zu ihrer Crew in die Box.
In der Schlussphase wurde Full Course Yellow geschwenkt. Damit konnten zunächst keine Zeitverbesserungen erreicht werden. Für zweieinhalb Minuten konnte das Training wieder im Renntempo aufgenommen werden. Im nachhinein konnte aber niemand an die Zeit von Mika König heran kommen. Er war mit 1:34,399 Minuten der Schnellste, gefolgt von Moritz Groneck und Farin Megger. Michael Schrey und Marijan Griebel mussten sich mit den Plätzen sechs und zehn zufrieden geben.
Das Ausfahren der beiden Startaufstellungen stand für die Piloten am Samstagvormittag auf dem Programm. Hierzu hatten sie genau 15 Minuten Zeit. Die schnellste Runde war ausschlaggebend für den Lauf am Samstagnachmittag und die zweitschnellste Zeit zählt für das Rennen am Sonntag. Die erste Poe Position hatte sich Michael Schrey nach drei gefahrenen Runden mit einer Zeit von 1:33,632 Minuten gesichert. Hinter ihm werden Niklas Hirsch und Mika König ins Rennen gehen. Moritz Groneck und Marijan Griebel werden aus der zweiten bzw. fünften Startreihe aus das Rennen aufnehmen.
Auch die zweitschnellste Zeit ging ebenfalls an Michael Schrey. Damit geht er auch am Sonntagvormittag von der Pole aus ins Rennen. Diese hatte er nach vier Runden mit einer Zeit von 1:33,641 Minuten nach Hause gefahren. Startposition zwei und drei nahmen Mika König und Christopher Holst ein. Niklas Hirsch und Moritz Groneck mussten sich nun mit der dritten bzw. vierten Startreihe zufrieden geben. Marijan Griebel wird erneut von Platz zehn aus zehn aus ins Rennen gehen.
Die Rennleitung gab um 14.37 Minuten am Samstag ein neues Ergebnis betreffend des Qualifyings heraus und zwar hatte man Mika König disqualifiziert, weil dieser vier Kilogramm zu leicht war. Daher wird Moritz Groneck von Rang drei aus am Samstag ins Rennen gehen. Am Sonntag wird Christopher Holst von zwei und Farin Megger von drei starten. Mika König kann die Rennen von ganz hinten aus aufnehmen.
Ihren ersten Lauf nahmen die Protagonisten am Samstagnachmittag stehend in Angriff. Nach der Einführungsrunde funktionierte dieser ohne Probleme und Michael Schrey konnte seine Position behaupten und führte die Meute in die erste Kurve. Er konnte sich auch direkt etwas absetzen. Mika König, der von hinten gestartet war, hatte bereits zwei Plätze gut gemacht. Nach der ersten Runde führte weiterhin der Pole Setter vor Niklas Hirsch und Moritz Groneck. Mika König befand sich auf Rang neun. Im Verlauf der zweiten Runde war Noah Eichele etwas auf Abwegen unterwegs. Er konnte seine siebte Position aber behaupten. Ende Start und Ziel hatte sich Farin Megger verbremst und nahm noch Tatu Siipola mit ins Aus. Beide standen havariert neben der Strecke.
Die Rennleitung schickte das Safety Car heraus. Nach fünf Runden wurde das Rennen wieder aufgenommen. Dieses ging zu Gunsten von Michael Schrey aus und dieser konnte wieder mehre Wagenlängen hinter sich und der Konkurrenz bringen. Noah Eichele musste absolute Kampflinie fahren, denn Mika König drückte und drückte von hinten. Im nachhinein konnte der ME Pilot Mika König nicht halten und musste ihn ziehen lassen. Christopher Holst hatte auch nichts zu lachen, denn Ben Marquardt versuchte ihn rundenlang in einen Fehler zu treiben. Hier ging es um die vierte Position. Von alledem bekam Michael Schrey an der Spitze nichts mit, denn er hatte sich mit über zwei Sekunden abgesetzt.
Mika König versuchte in der zehnten Runde Ende Start und Ziel an Ben Marquardt vorbeizugehen. Er musste aber zurückziehen. Da diese beiden sich immer wieder behackten, konnte Noah Eichele sich Luft verschaffen und etwas absetzen. Beim nächsten Umlauf konnte Mika König an gleicher Stelle Ben Marquardt niederringen. Damit war er der neue Fünfplatzierte. Auch um Platz zwei ging es mächtig zwischen Niklas Hirsch und Moritz Groneck zur Sache. Von alledem profitierte Michael Schrey. Er konnte sich Runde um Runde weiter absetzen. In der vorletzten Kurve konnte Moritz Groneck endlich Niklas Hirsch niederringen und sich auf Platz zwei zu fahren.
Michael Schrey wird als erster Sieger des neuen BMW M2 Cup nach 17 Runden abgewunken. Moritz Groneck und Niklas Hirsch überquerten die Ziellinie auf Rang zwei und drei. Mika König hatte zwischenzeitlich an Boden verloren und wurde als Achter gewertet.
Das zweite Rennen nahmen die Protagonisten am Sonntagvormittag bei 30 Grad Außentemperatur unter die Räder. Auch der zweite Start funktionierte nach der Einführungsrunde ohne Probleme. Michael Schrey der Pole Setter konnte sich erneut behaupten und setzte sich direkt wieder ein wenig ab. Hinter ihm gingen die Kämpfe um die Positionen los. Marijan Griebel hatte eine Position verloren. Wie an der Perlenschnur aufgezogen fuhren sie zunächst hintereinander her. Nach der ersten Runde hatte sich Michael Schrey bereits mit über 1,6 Sekunden vom Feld abgesetzt, gefolgt von Christopher Holst und Tatu Siipola. Dieser hatte bereits zwei Ränge gut gemacht. Farin Megger war bis auf Platz sieben zurückgefallen. Er setzte nun Noah Eichele unter Druck und konnte im Verlauf der dritten Runde vorbeigehen.
Christopher Holst führte die Truppe mit Tatu Siiipola, Nikolas Hirsch und Moritz Groneck an. Danach riss das Feld etwas ab. Es dauerte nicht lange und Farin Megger hatte den Anschluss an Moritz Groneck gefunden und versuchte diesen niederzuringen. Runde um Runde baute Michael Schrey seinen Vorsprung immer weiter aus. Ende Start und Ziel hatte sich Farin Megger neben Moritz Groneck gesetzt und konnte ihn niederringen. Nach acht Runden war Marijan Griebel mit Problemen unterwegs. Er wurde immer langsamer. Zwischenzeitlich hatte sich hinter Christopher Holst auf Rang zwei eine Armada von sechs Fahrzeugen gebildet. Marijan Griebel steuerte dann die Box an.
Es dauerte etwas, aber man konnte den Gaststarter dann wieder auf die Reise schicken. Farin Megger war zwischenzeitlich etwas in den Dreck geraten. Dies konnte sofort Niklas Hirsch nutzen und zog vorbei. Damit hatte er sich auf Rang vier gefahren. Aber Moritz Groneck versuchte immer wieder Niklas Hirsch zu attackieren. Bei noch acht Minuten zu fahrender Zeit musste das Rennen neutralisiert werden, weil Farin Megger das Fahrzeug nicht mehr auf der Strecke halten konnte und heftigst einschlug. Er blieb stark havariert auf der Strecke liegen. Die Rennleitung brach dann im nachhinein das Rennen mit der roten Flagge ab. Michael Schrey hatte damit auch das zweite Rennen gewonnen mit einem Vorsprung von über elf Sekunden. Platz zwei und drei auf dem Siegerpodest nahmen Christopher Holst und Tatu Siiipola ein.
In der Meisterschaft führt Michael Schrey mit 50 Punkten vor Christopher Holst mit 36 und Niklas Hirsch mit 33 Punkten. Ebenfalls führend in der ProAM-Wertung ist Michael Schrey mit 25 Zähler. Niklas Hirsch liegt in der Rookie-Wertung mit 45 Punkten auf Rang eins, gefolgt von Christopher Holst mit ebenfalls 45 und Noah Eichele mit 32 Punkten. Hofor Racing by Bonk Motorsport hat in der Team-Wertung mit 83 Punkten das Sagen. Dahinter liegen ME Motorsport mit 59 und MK Motorsport mit 20 Punkten.
Markus Eichele (Teamchef ME Motorsport): „Wir sind mit dem Rennwochenende in der Lausitz mehr als zufrieden! In beiden Rennen hinter Michael Schrey auf Platz zwei zu fahren, war das Maximum, was wir einfahren konnten. Dies stimmt uns für die kommenden Rennen im BMW M2 Cup sehr zuversichtlich. Uns hat die Serie sehr gut gefallen. Das Umfeld ist für Nachwuchssportler optimal und sie haben nach dem M2 Cup tolle Aufstiegsmöglichkeiten auf der DTM-Plattform. Wir hoffen, dass sich zukünftig noch mehr Teilnehmer finden.“