Lamborghini Piloten bauen ihre Tabellenführung weiter aus

Das zweite von drei Auslandsgastspielen steht für das ADAC GT Masters vom 22. bis 24.05. im Rahmen der DTM in den Niederlanden an. Das ADAC GT Masters gastierte zum ersten Mal 2014 auf dem 4,259 km langen Dünenkurs von Zandvoort. Die Strecke ist nicht nur für ihre Wetterkapriolen oder den aus den Dünen auf den Asphalt angewehten Sand bekannt, sondern vor allem für die im Kalender einzigartigen Steilkurven. Die Kurven drei und 14 weisen eine Neigung von teils 32 Prozent auf und so verbessern sich die Überholmöglichkeiten – vor allen nach der langen Start-Ziel-Geraden und in Kurve drei. Breite Kiesbetten neben der Strecke fordern Präzision von den Piloten und bieten nur wenig Spielraum.

Das Duo Felix Hirsiger / Finn Zulauf (Liqui Moly Team Engstler) reist nach einem bärenstarken Auftakt als Tabellenführer mit 45 Punkten an die Nordseeküste und möchte die Spitzenposition verteidigen, gefolgt von Kiano Blum / Niklas Kalus (Haupt Racing Team) mit 31 Zähler. Mit ebenfalls 31 Punkten liegen Mark Kastelic / Pavel Lefterov (razoon – more than Racing) auf Rang drei. Besonders im Fokus steht dabei erneut die „Road-to-DTM“-Wertung, in der Finn Zulauf aktuell das Tempo vorgibt. Das ADAC GT Masters wird zum insgesamt zwölften Mal in Zandvoort an den Start gehen. Die mit Abstand erfolgreichsten Marken der Vergangenheit waren Audi mit fünf und Lamborghini mit drei Siegen. Diese Statistik würde Simon Connor Primm gerne erweitern. Mit seinem Team HGL Racing, das 2026 im ADAC GT Masters debütiert, zeigte er beim Saisonauftakt starke Ergebnisse im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 und hat aus der abgelaufenen Saison auch schon einen Sieg in Zandvoort auf der Habenseite.

In Zandvoort wird Pure Rxcing mit einem Porsche 911 GT3 R als Gaststarter an Bord sein. Pilotiert wird das Auto mit der Startnummer 9 von Aliaksandr Malykhin (38/GBR) und Alexey Nesov (22). Das litauische Team Pure Rxcing wurde 2022 durch Teamchef Edgar Kochanovskij gegründet und ist seither international erfolgreich. Pilot Alex Malykhin hält dem Team von Beginn an die Treue. Er tritt in der Saison 2026 auch in einer anderen Rennserie gemeinsam mit Teamkollege Alexey Nesov an. Tim Zimmermann ist der dienst älteste Pilot des ADAC GT Masters und wurde vergangenes Jahr Vizechampion. Der BMW-Pilot blickt auf einen Sieg sowie zwei Podiumsplatzierungen auf dem Dünenkurs zurück und auch sein Team FK Performance Motorsport hat bereits zwei Erfolge in der Bilanz.

Finn Zulauf (Liqui Moly Team Engstler Motorsport): „Dort habe ich vergangenes Jahr meinen ersten Rennsieg im ADAC GT Masters gefeiert. Das war etwas ganz Besonderes. In der ersten Session des Wochenendes liegt immer extrem viel Sand auf der Strecke durch die Dünen rundherum. Die Gripverhältnisse sind schwierig einzuschätzen, weil das Wetter sehr schnell umschlägt und von Wind und Regen über Sonne und Wärme alles innerhalb kürzester Zeit passieren kann.“

Simon Connor Primm (HGL Racing): „Es sind natürlich schöne Erinnerungen und ein gutes Gefühl, an diese Strecke zurückzukehren. Die Atmosphäre direkt am Meer ist einzigartig und generell ist es ein spektakulärer Kurs. Unser Ziel ist es, erneut in die Top-5 zu fahren, aber über mehr beschweren wir uns selbstverständlich nicht.“

Teamchef Edgar Kochanovskij (Pure Rxing): „Wir freuen uns sehr auf den Gaststart im ADAC GT Masters. Die Leistungsdichte der Meisterschaft ist sehr hoch und es wäre vermessen, mit zu hohen Erwartungen an den Start zu gehen. Wir möchten die Serie gerne kennenlernen und ein Gaststart in Zandvoort erschien uns dazu die perfekte Gelegenheit.“

Tim Zimmermann (FK Performance Motorsport): „Ich gehe ohne Erwartungen nach Zandvoort, da viele Faktoren eine Rolle spielen. Für mich ist es die Rennstrecke mit dem größten Charakter. Ich mag sie sehr und sie liegt mir auch. In den vergangenen Jahren hat es immer gut gepasst.“


Für die Protagonisten des ADAC GT Masters ging es am Freitagmorgen um 9.10 Uhr zum ersten Mal auf die 4,259 Kilometer lange Strecke hinaus. Es stand das erste freie Training auf dem Programm. Tim Zimmermann / Leyton Fourie (FK Performance Motorsport) waren mit ihrem BMW M4 GT3 Evo nach den fünfzig Minuten mit einer Zeit von 1:36,092 Minuten und 21 absolvierten Runden die Schnellsten im Feld, gefolgt von den Gaststartern Alexey Nesov / Aliaksandr Malykhin (Pure Rxing) auf einem Porsche 911 GT3 (992) unterwegs, diese hatten nur einen knappen Rückstand von 0,044 Sekunden und Niklas Kalus / Kiano Blum (Haupt Racing Team) mit ihrem Ford Mustang. Die Tabellenführer mussten sich zunächst mit Rang neun zufrieden geben. Pavel Lefterov / Mark Kastelic (razoon – more than racing) hatten sich mit ihrem Lamborghini Huracan GT3 EVO 2 auf Platz fünf gefahren.


Die Zeiten im zweiten freien Training am Freitagnachmittag wurden gegenüber dem ersten freien Training schneller. Für diese Session hatten die Piloten nun 45 Minuten Zeit. Am Ende hatten sich dann die BMW Piloten Sandro Holzem / Juliano Holzem (Schubert Motorsport) gegenüber ihrer Konkurrenz behaupten können. Mit einer Zeit von 1:35,689 Minuten und 24 gefahrenen Runden waren sie die Schnellsten im Feld. Platz zwei nahmen die Aston Martin Fahrer Jamie Alon Day / Baudouin Detout vom Comtoyou Racing Team ein. Auf Rang drei hatten sich Kiano Blum / Niklas Kalus platziert. Felix Hirsiger / Finn Zulauf hatten sich verbessert und nahmen Rang vier ein. Tim Zimmermann /Leyton Fourie und Alexey Nesov / Aliaksandr Malykhin wurden auf den Plätzen fünf und sieben gewertet. Hingegen konnten sich Mark Kastelic / Pavel Lefterov nicht verbessern. Sie lagen diesmal nur auf dem dreizehnten Rang.

Sandro Holzem (Schubert Motorsport): „Wir haben viel mit unserem Longrun-Setup probiert und es gut hinbekommen, womit wir für Samstag gut aufgestellt sein sollten. In der Vormittags-Session war sehr viel Sand auf der Strecke und entsprechend wenig Grip. Das hat sich zum Nachmittag hin deutlich verbessert und der Wind ist nicht so stark, dass er laufend neuen Sand herträgt. Die hohen Temperaturen werden in Sachen Reifen und Reifendrücke allerdings zur Herausforderung für alle werden.“

Felix Hirsiger (Liqui Moly Team Engstler):. „Wir haben uns heute fürs Qualifying ein gutes Gefühl geholt und es sollte recht gut aussehen. Für das Rennen müssen wir noch ein paar Dinge anpassen. Mit einem Top-5-Ergebnis wären wir im Qualifying am Samstag zufrieden. Das primäre Ziel ist Punkte zu sammeln und mit unseren Konkurrenten in der Meisterschaft mitfahren zu können.“


Die Piloten des ADAC GT Masters waren die Ersten am Samstagmorgen auf der Strecke. Es stand nämlich das Ausfahren der Startpositionen für den Lauf am Nachmittag an. Die Zeiten wurden nochmals gegenüber den vorhergegangenen Trainingssitzungen schneller. Nach 20 Minuten konnten die Holzem Brüder jubeln, denn sie hatten nach sieben Runden mit einer Zeit von 1:34,352 Minuten die Pole Position nach Hause gebracht. Hinter ihnen werden Alexey Nesov / Aliaksandr Malykhin und Niklas Kalus / Kiana Blum ins Rennen gehen. Finn Zulauf / Felix Hirsiger werden aus der dritten Startreihe starten. Mark Kastelic / Pavel Lefterov mussten sich mit der elften Startposition zufrieden geben.

Sandro Holzem (Schubert Motorsport): „Ich bin sehr glücklich, dass wir die Pole haben. Das war eine Bomben-Runde und das Auto war extrem gut, das Team hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Nach der guten Leistung gestern wussten wir, dass die Basis stimmt und sind mit Selbstvertrauen ins Qualifying gegangen. Am Ende braucht es aber immer auch ein bisschen Glück und das war heute auf unserer Seite. Die kühleren Temperaturen kamen uns etwas entgegen, aber auch fürs Rennen sollten wir in Sachen Setup gut vorbereitet sein. Das Ziel ist ganz klar: Wir starten von Platz eins und wollen das Rennen auch auf dieser Position beenden.“


Bei sommerlichen Temperaturen und rund 43 Grad Streckentemperatur blieben am Start zunächst die Polesetter vorne, hatten über ihren gesamten Stint aber mit Gaststarter Alexey Nesov / Aliaksandr Malykhin zu kämpfen. Vor dem Fahrerwechsel trennten die Kontrahenten weniger als eine Sekunde, während sie sich gemeinsam von ihren Verfolgern absetzten und zum Ende des Stints einen Vorsprung von über sechs Sekunden auf Niklas Kalus / Kiano Blum hatten, die das Verfolgerfeld anführten. Zu dieser Zeit lagen die späteren Sieger nur auf Rang sechs.

Die Boxenstopp-Phase würfelte das Feld nochmals durcheinander, da sowohl Niklas Kalus / Kiano Blum als auch die späteren Viertplatzierten, Felix Hirsiger / Finn Zulauf eine Strafe für einen zu kurzen Boxenstopp erhielten. Leyton Fourie / Tim Zimmermann fanden sich kurz nach dem Fahrerwechsel bereits auf Rang drei wieder und griffen sofort den zweitplatzierten Porsche von Pure Rxcing an. Eine Safety-Car-Phase brachte nochmals alle Konkurrenten zusammen und Leyton Fourie / Tim Zimmermann sahen ihre Chance gekommen. In Kurve eins zogen sie außenherum an die Führenden Holzem Brüdern vorbei und übernahmen die Führung.

Dahinter kamen Niklas Kalus / Kiano Blum trotz Strafe auf Rang drei ins Ziel und waren überglücklich mit dem Ergebnis. Hinter dem Lamborghini von Finn Zulauf / Felix Hirsiger kamen mit Leo Pichler/ Colin Bönighausen, Aliaksandr Malykhin / Alexey Nesov und Mark Kastelic / Pavel Lefterov drei Porsche 911 GT3 R ins Ziel. Jan Duran / Joseph Ellerine und ihre Teamkollegen Storm Gjerdrum / Fabio Rauer landeten auf den Rängen acht und neun. Die Top-10 komplettierten Max Cuccarese / Alain Valente.

Leyton Fourie (FK Performance Motorsport): „Ich habe eine Wette mit ein paar Jungs aus dem Team abgeschlossen. Vergangenes Jahr habe ich hier zwei Autos außenherum überholt, deshalb musste es jetzt mindestens einmal klappen. Zandvoort ist gut zu uns. Wir wussten, dass unsere Rennpace hier gut sein würde. Unser schwieriges Wochenende am Red Bull Ring war eine harte Erfahrung, aber ich habe nie an uns und dem Team gezweifelt und wusste, dass wir in Zandvoort stark zurückkommen würden.“

Tim Zimmermann (FK Performance Motorsport ): „Ich hatte keinen guten Start und habe zwei Positionen verloren. Unser Plan war, die Reifen zu schonen, denn das Rennen in Zandvoort wird im zweiten Stint gewonnen. Alle anderen sind extrem gerutscht und waren am Limit, während ich versucht habe, ruhig zu fahren. Der Plan ging auf. Zandvoort ist ein gutes Pflaster für uns – bis jetzt. Aber das kann sich jederzeit ändern. Ich genieße den Moment und unseren Sieg, bin aber schon gespannt, wie es weitergeht.“

Sandro Holzem (Schubert Motorsport): „Mein Stint war relativ gut und ich habe versucht, die Reifen zu managen. Die Pace passte und ich konnte Juliano das Auto mit einem guten Abstand übergeben. Leider war der Re-Start nach dem Safety Car etwas schwierig und Fourie ist direkt vorbeigezogen. Zum Ende hin war Julianos Pace wieder gut. Natürlich ist es jetzt ein bisschen enttäuschend, aber Platz zwei ist ein gutes Ergebnis und morgen ist ein neuer Tag, an dem wir wieder angreifen.“

Niklas Kalus (Haupt Racing Team): „Ich freue mich sehr über dieses Podium, denn wir haben das Maximum herausgeholt. In meinem Stint lag der Lamborghini ständig hinter mir und es war Glück, dass ihr Boxenstopp ebenfalls zu kurz war und sie so hinter uns geblieben sind. Dass unsere Pace im Vergleich zu den direkten Konkurrenten zum Ende des Rennens noch so gut war, hat mich besonders gefreut.“


Am Sonntagmorgen ging die Jagd auf die zweite Pole an diesem Wochenende von Neuem los. Die Zeiten gegenüber dem ersten Zeittraining wurden nicht schneller. Nach fünf Runden mit einer Zeit von 1.34,673 Minuten hatten Kiano Blum / Niklas Kalus ihren Ford Mustang auf die Pole Position gefahren. Startplatz zwei und drei nahmen Felix Hirsiger / Finn Zulauf und Leyton Fourie / Tim Zimmermann ein. Pavel Lefterov / Mark Kastelic standen in der zweiten Startreihe. Juliano Holzem / Sandro Holzem mussten sich diesmal mit der sechsten Startposition zufrieden geben. Die Gaststarter gehen von Rang vierzehn aus ins Rennen.

Kiano Blum (Haupt Racing Team): „Ich bin unglaublich happy. Es freut mich sehr, dass sich die harte Arbeit seit dem Winter auszahlt. Diese Pole motiviert mich, noch härter weiterzuarbeiten. Ich musste eine zusätzliche Aufwärmrunde fahren, weshalb mir nur ein einziger Run in Richtung Pole-Position blieb. Der hat dafür ziemlich perfekt funktioniert. Im Rennen versuchen wir natürlich, die erste Position zu halten. Gleichzeitig wissen wir, dass es eine wirkliche Herausforderung über die Distanz wird und wir alles geben müssen.“


Am Sonntagnachmittag spielte das Wetter wieder mit. Das Rennen fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Starte ohne weiteres und die Pole Setter konnten ihre Position behaupten und führten die Meute in die erste Kurve. Dahinter waren schon harte aber faire Zweikämpfe im Gange. Einen sehr guten Start hatten Jan Duran / Joseph Ellerine hingelegt, denn sie hatten sich bereits auf Rang drei gefahren. Alain Valente / Massimiliano Cuccarese erhielten eine Penalty Lap wegen eines Fehlstarts. Nach dem Absitzen der Strafe lag man am Ende des Feldes. Dier Führenden hatten unterdessen nichts zu lachen, den Leyton Fourie / Tim Zimmermann saßen ihnen arg im Nacken. Felix Hirsiger / Finn Zulauf waren auf Platz vier zurückgefallen.

Nach sieben gefahrenen Runden hatten die Pole Setter sich ein wenig Luft verschaffen können. Die ersten zwölf lagen innerhalb von acht Sekunden. Zu dieser Zeit hatten Storm Gjerdrum / Fabio Rauer zwei Ränge verloren, nachdem man zu weit draußen war. Sofort konnten die Holzem Brüder und auch Robin Rogalski / Simon Connor Primm vorbeigehen. Es dauerte aber nicht lange und Storm Gjerdrum / Fabio Rauer konnten wieder einen Rang gut machen. Robin Rogalski / Simon Connor Primm bekamen es jetzt mit Max Reis / Emil Gjerdrum zu tun. Es dauerte nicht lange und sie wurden von den Ford Mustang Piloten niedergerungen. Damit lagen die FK Performance Piloten nur noch auf Platz zehn. Die ersten vier konnten sich ein wenig vom Feld absetzen.

Kiano Blum / Niklas Kalus führten weiterhin diese Truppe an. Doch der geringe Vorsprung war bei noch 45 Minuten zu fahrender Zeit stellenweise futsch, denn Leyton Fourie / Tim Zimmermann waren wieder direkt im Windschatten. Kurz vor dem Boxenstopp hatten sich Kiano Blum / Niklas Kalus und Leyton Fourie / Tim Zimmermann absetzen können, da die Meute hinter ihnen sich immer wieder in Zweikämpfe verstrickte. Bei noch 35 Minuten öffnete das Boxenzeitfenster und es kamen gleich sechs Fahrzeuge zum Pflichtboxenstopp herein. Aus der Spitzengruppe waren Felix Hirisger / Finn Zulauf in die Box gekommen. Beim nächsten Umlauf suchten Leyton Fourie / Tim Zimmermann die Box auf. Kiano Blum / Niklas Kalus nahmen bei noch 31 Minuten zu fahrender Zeit ihren Fahrerwechsel vor.

Zu dieser Zeit mussten noch fünf Fahrzeuge in die Box kommen. Nachdem Niklas Kalus / Kiano Blum aus der Boxengasse herauskamen, kam es direkt zu einem Duell zwischen Tim Zimmermann / Leyton Fourie. Im nachhinein konnten die Ford Mustang Piloten die BMW Fahrer nicht halten und mussten sie ziehen lassen. Danach wurden sie auch noch von Fabio Rauer / Storm Gjerdrum niedergerungen. Als alle ihren Pflichtboxenstopp hinter sich gebracht hatten, führten Finn Zulauf / Felix Hirisger vor Tim Zimmermann / Leyton Fourie und Joseph Ellerine / Jan Duran. Das Rennen musste bei noch 21 Minuten zu fahrender Zeit neutralisiert werden, weil Massimiliano Cuccarese / Alain Valente ausgangs Turn 14 in die Mauer eingeschlagen waren. Simon Connor Primm / Robin Rogalski waren auch noch in Mitleidenschaft gezogen worden.

Zuvor waren Massimiliano Cuccarese / Alain Valente in den Kies gekommen, wollten dann auf die Strecke zurück und trafen dann unglücklich Simon Connor Primm / Robin Rogalski. Danach schlug man dann rückwärts in die Mauer ein. Sofort schickte die Rennleitung das Safety Car hinaus. Da die Bergung der Fahrzeuge länger dauerte wurde das Rennen für zehn Minuten mit der roten Flagge unterbrochen. Zu dieser Zeit führten weiterhin Finn Zulauf / Felix Hirsiger vor Tim Zimmermann /Leyton Fourie und Fabio Rauer /Storm Gjerdrum. Niklas Kalus / Kiano Blum lagen auf Platz sechs. Der Re-Start erfolgte hinter dem Safety Car. Das Rennen konnte dann für 18 Minuten wieder im Renntempo aufgenommen werden.

Die Führenden konnten sich behaupten und führten weiterhin das Feld an. Man setzte sich dann zusammen mit Tim Zimmermann / Leyton Fourie und Fabio Raauer / Storm Gjerdrum direkt etwas ab. Niklas Kalus / Kiano Blum auf Rang sechs versuchten rundenlang an Emil Gjerdrum / Max Reis vorbeizugehen. Bei noch vierzehn Minuten hatten die Pole Setter es dann endlich geschafftan ihre Teamkollegen vorbeozugehen. Direkt hinter ihnen konnten auch noch Colin Bönighausen / Leo Pichler an dem Ford Mustang vorbeigehen. Bei dem Überholversuch von Niklas Kalus / Kiano Blum hatten sie ihre Teamkollegen etwas ins Aus geschickt, dafür erhielten sie dann eine Strafe von der Rennleitung. Sie mussten dann die Plätze wieder tauschen.

An der Spitze hatten Finn Zulauf / Felix Hirsiger einen Vorsprung von 2,8 Sekunden. Da zwischenzeitlich Emil Gjerdrum / Max Reis des öfteren ins Schlingern gerieten, konnten die nachfolgenden Piloten vorbeigehen. Marek Kastelic / Pavel Lefterov auf Rang vier versuchten den Anschluss an Fabio Rauer / Storm Gjerdrum zu bekommen. Hier ging es um den letzten Platz auf dem Treppchen. In den letzten fünf Minuten betrug der Abstand zu den Vordermännern nur noch 0,7 Sekunden. Die Holzem Brüder hatten in der Schlussphase aller Hände voll zu tun sich Jamie Alan Day / Baudouin Detout vom Hals zu halten. Die hatten noch John Paul Southern / Jonas Karklys im Schlepptau. Nachdem die Holzem Bürder zu weit draußen waren, konnten die beiden Nachfolger direkt vorbeiziehen. Doch diese Situation wollte sich die Rennleitung noch einmal ansehen, ob der BMW nicht einen Schubser von den Aston Martin Piloten erhalten hatte.

Im nachhinein erhielten dann Jamie Alan Day /Baudouin Deout eine Penalty Lap wegen der Aktion mit den BMW Fahrern. Finn Zulauf / Felix Hirsiger wurden am Ende als Sieger abgewunken vor Tim Zimmermann / Leyton Fourie und Fabio Rauer / Storm Gjerdrum. Niklas Kalus / Kiano Blum sahen das Ziel auf Rang sechs. Mit dem Sieg hatten Finn Zulauf / Felix Hirsiger ihre Tabellenführung weiter ausgebaut.

In der Meisterschaft liegen Felix Hirsiger / Finn Zulauf weiterhin auf Rang eins mit 85 Punkten vor Leyton Fourie / Tim Zimmermann mit 67 und Kiano Blum / Niklas Kalus mit 62 Punkten. Finn Zulauf führt auch die Road to DTM-Wertung mit 97 Zähler an, gefolgt von Leyton Fourie mit 78 und Kiano Blum mit 74 Zähler. Ebenfalls in der Silver Cup-Wertung haben Felix Hirsiger / Finn Zulauf mit 85 Punkten das Sagen. Platz zwei und drei nehmen Leyton Fourie / Tim Zimmermann mit 67 und Kiano Blum / Niklas Kalus mit 62 Punkten ein. In der Team-Wertung hat FK Performance Motorsport mit 112 Zähler das Sagen. Dahinter liegen Engstler Motorsport mit 104 und razoon – more than racing mit 99 Zähler.

Finn Zulauf (Liqui Moly Team Engstler): „Das war ein perfektes Rennen. Wir hatten absolut nicht mit dem Sieg gerechnet, umso besser fühlt es sich jetzt an. Unsere Strategie hat noch besser funktioniert als gedacht, Als ich auf die Strecke zurückkam, meinte mein Ingenieur, ich solle Quali-Mode fahren. Das Auto lief wirklich gut und Felix hat mir die Reifen in einem super Zustand überlassen, sonst wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen.“

Felix Hirsiger (Liqui Moly Team Engstler): „ Am Start war wichtig, nur kalkuliertes Risiko einzugehen und dranzubleiben, um mit der Strategie auf die Autos vor uns zu reagieren. Es war unglaublich schwierig, in der Box zu stehen und Finn zuzusehen, aber er war so ruhig und gefasst und hat das super gemacht. Wir haben das Maximum aus diesem Wochenende herausgeholt und hoffen jetzt, dass es am Lausitzring genauso weitergeht

Leyton Fourie (FK Performance Motorsport): „Wir haben Zandvoort aus dem letzten Jahr kopiert, nur die Reihenfolge der Ergebnisse geändert. Platz zwei war mit dem Erfolgsballast nach dem Sieg gestern das Maximum für uns. Der Reifenabbau ist hier ohnehin recht herausfordernd, mit mehr Gewicht wird das nicht einfacher. Ich bin sehr happy über das Ergebnis und möchte mich beim Team für das tolle Auto bedanken. Die Saison hat etwas schwierig begonnen, aber wir wussten, dass wir hier stark sein würden und haben das bestmöglich ausgenutzt.“

Fabio Rauer (FK Performance Motorsport): „Ich bin sehr glücklich. Es war ein gutes, aber sehr ereignisreiches Rennen. Es ist schon in Storms Stint so viel passiert. Nach dem Stopp war das Auto wieder mega. Als der Porsche aus der Box kam, habe ich den Moment direkt genutzt und es hat geklappt. Ich musste schnell reagieren und das war die richtige Entscheidung, sonst hätte es am Ende nochmal richtig eng mit dem Podium werden können.“