Doppel-Sieg für Nikita Mazepin
- Hauptkategorie: ADAC Racing Weekend
- STT Spezial Tourenwagen Trophy
- 28. August 2026
- Cornelia Simon
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Für die Spezial Tourenwagen Trophy (STT) steht der fünfte Saisonlauf des Jahres vom 28.08 bis 30.08. im Rahmen des ADAC Racing Weekends auf dem Programm. Auf dem traditionsreichen Circuit de Spa-Francorchamps werden die Läufe neun und zehn absolviert. Hier wartet auf die Teilnehmer eine der anspruchsvollsten Rennstrecken Europas. Als Tabellenführer reisen Thomas Frank / Peter Terting (Up2race) mit 125,25 Punkten in die Ardennen, gefolgt von Michael Crossley-Wright / Andreas Schürmann (Dörr Motorsport) mit 116,75 und Roland Hertner (Liqui Moly Team Engstler) mit 116,50 Punkten.
In der Division I sorgt erneut eine interessante Mischung aus GT3-Boliden und spektakulären Rennwagen für Aufmerksamkeit. Thomas Ambiel bringt mit Rinaldi Racing einen Duqueine D-08 LMP3 an den Start. Mit Henry Walkenhorst feiert zudem ein erfahrener Pilot in seinem BMW M6 GT3 STT Premiere. Auf dem Nürburgring zeigten Rolf Ludwig Becker und Klaus Niesen (Mercedes AMG GT3 / Schmickler Performance powered by Ravenol) bei ihrem STT-Einstand eine starke Leistung. In Belgien ist das Duo nun zum zweiten Mal am Start. Einen weiteren Mercedes AMG GT3 bringt zudem das Team Motopark nach Spa-Francorchamps. Johannes Kreuer im bewährten Donkervoort D8R von Classic & Speed kann an diesem Wochenende wegen eines Motorschadens nicht mit von der Partie sein.
Besonders eng dürfte es erneut in der Division II zugehen. Gleich mehrere GT4-Boliden kämpfen um die Spitzenpositionen. Helmut Baumann startet für Schmickler Performance powered by Ravenol auf einem Porsche Cayman 718 GT4 CS. Michael Luther und Markus Schmickler teilen sich einen BMW M4 GT4. Dörr Motorsport bringt mit Michael Crossley-Wright und Andreas Schürmann einen Aston Martin GT4 Vantage an den Start. Das Schwesterfahrzeug wird von Heike Schürmann und Eric Wagner pilotiert. Auch Christian Klien und Alex Lambertz sind mit dem Lotus Emira GT4 von AP-Motorsport wieder dabei. Das Duo zählt ebenso zum Kreis der Favoriten wie Thomas Frank und Peter Terting im Porsche GT4 RS von Up2race. Frank und Terting führen aktuell die Meisterschaft mit 125,25 Punkten an und haben damit nur einen überschaubaren Vorsprung auf die Verfolger.
In der Division III steht dagegen Roland Hertner besonders im Fokus. Der Heilbronner liegt nach dem bisherigen Saisonverlauf mit 116,50 Punkten auf dem dritten Tabellenrang und damit nur 0,25 Punkte hinter dem zweitplatzierten Duo Crossley-Wright/Schürmann. Hertner greift für das LIQUI MOLY Team Engstler erneut im Hyundai i30 TCR an. Mit Marko Akmadza im Hyundai i30 N und Yannik Bohmann im Hyundai i30 TCR stehen zwei weitere Piloten am Start.
14 Fahrzeuge waren beim ersten Zeittraining am Freitagmittag auf der 7,004 Kilometer langen Strecke unterwegs um ihre Startaufstellung für das Rennen am Samstagmittag auszufahren. In diesen 40 Minuten kam es des öfteren zu Positionsverschiebungen. Die Pole Position hatte nach zwölf Runden der Russe Nikita Mazepin (Team Motopark) mit seinem Mercedes AMG GT3 eingefahren. Er hatte für alle eine Zeit von 2:16,618 Minuten in den Asphalt gebrannt. Mit einem Rückstand von 4,160 Sekunden wird Thomas Ambiel (Rinaldi Racing) mit seinem Duqueine D-08 von Rang zwei ins Rennen gehen, gefolgt von Henry Walkenhorst mit seinem BMW M6 GT3. Die Tabellenführer mussten sich mit der fünften Startposition zufrieden geben. Roland Hertner aus der Division 3 steht in der fünften Startreihe.
Im ersten Rennen erarbeitete sich Nikita Mazepin schnell einen Vorsprung auf das restliche Teilnehmerfeld. Dadurch konnte der Mercedes-Pilot im zweiten Rennabschnitt das Tempo herausnehmen. Trotzdem zeigte die Uhr am Ende 16,660 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei an. Thomas Ambiel zeigte sich mit seiner Premiere in der Spezial Tourenwagen Trophy zufrieden. Zunächst war der LMP3-Pilot in der Startphase noch hinter Henry Walkenhorst (BMW M6 GT3) zurückgefallen, konnte sich aber rasch wieder an die zweite Stelle setzen. An Nikita Mazepin war dagegen kein Herankommen möglich, auch wenn Thomas Ambiel gegen Ende noch einmal deutlich aufholte.
Nach der gelungenen Premiere auf dem Nürburgring landeten Klaus Niesen und Rolf Ludwig Becker auch in Spa auf dem Gesamtpodium. Klaus Niesen war zunächst hinter Henry Walkenhorst auf Rang vier unterwegs, ehe der BMW mit Kupplungsschaden ausfiel. Danach hatte Klaus Niesen freie Fahrt und überquerte als Gesamtdritter die Ziellinie. Roland Hertner aus der Division 3 beendete das Rennen auf Platz neun. Alex Lambertz musste sich im nachhinein Michael Crossley-Wright / Andreas Schürmann geschlagen geben und überquerte die Ziellinie auf Rang acht.
Thomas Ambiel (Rinaldi-Racing): „Das Rennen ist gut gelaufen. Auch mit dem Verkehr der unterschiedlichen Fahrzeuge hat es gut funktioniert. Nach vorne war nicht mehr möglich und nach hinten bestand eigentlich auch keine Gefahr.“
Klaus Niesen (Schmickler Performance by RAVENOL): „Am Nürburgring hatten wir schon Lunte gerochen, was mit dem Auto möglich ist. Deshalb haben wir uns im Vorfeld auf Spa besonders gefreut. Ich hatte ein super Rennen. Alles ist nach Plan abgelaufen. Ich bin top zufrieden.“
Das zweite Qualifying an diesem Wochenende stand am Sonntagmorgen von 9.05 Uhr bis 9.45 Uhr auf dem Zeitplan. Die Zeiten wurden gegenüber dem ersten Quaifying schneller. Wiederum war Nikita Mazepin das Maß der Dinge. Erneut hatte er sich nach sieben Runden mit einer Zeit von 2:15,697 Minuten die Pole Position gesichert. Hinter ihm werden erneut Thomas Ambiel und Rolf Ludwig Becker / Klaus Niesen ins Rennen gehen. Die Tabellenführer hatten sich um einen Startplatz verbessern können und starten von Startposition vier. Roland Hertner war der Schnellste aus der Division 3 und steht in der fünften Startreihe.
Auch am Sonntag war Nikita Mazepin im Mercedes AMG GT3 nicht zu schlagen. Der Mercedes-Pilot gewann erneut das Rennen souverän vor Thomas Ambiel (Duqueine D-08) und Rolf Ludwig Becker/Klaus Niesen (Mercedes AMG GT3). Dagegen blieb Thomas Ambiel im zweiten Durchgang länger am GT3-Boliden dran. Ganz los wurde Nikita Mazepin den Zweitplatzierten nicht, konnte aber nach Ablauf der 40-minütigen Distanz mit 7,140 Sekunden Vorsprung den Sieg letztendlich sicher nach Hause bringen. Zwar war Nikita Mazepin auch am Sonntag der klar dominierende Mann an der Spitze, doch diesmal ließ sich Thomas Ambiel nicht abschütteln. Am Ende wurde es ein souveräner zweiter Gesamtrang. Am Sonntag übernahm Teamkollege Rolf Ludwig Becker das Volant. Der setzte sich sofort an die dritte Gesamtposition und brachte diese souverän ins Ziel.
Hochspannung war wieder einmal in der stark besetzten Division II angesagt. Das bekannte Spielchen aus den letzten Rennen wiederholte sich auch in Spa. Peter Terting dampfte im Porsche Cayman GT4 RS von Up2race vorneweg. Die Aufgabe für Peter Terting war indes klar: möglichst viel Boden auf die Konkurrenz gutmachen. Dass die Taktik nicht ganz aufging, lag an Teamkollege Joachim Bölting. Der konnte zwar das Tempo von Peter Terting nicht ganz mitgehen, war aber dennoch schnell genug, um Thomas Frank in beiden Rennen noch abzufangen. Somit feierte Joachim Bölting wie schon bei seinem Auftritt in Hockenheim einen Doppelerfolg. Während es für die Meisterschaftsführenden im ersten Durchgang noch zum zweiten Platz mit genügend Vorsprung auf Michael Luther reichte, war es am Sonntag eine echte Zitterpartie.
Diesmal kam Michael Luther in großen Schritten immer näher an Thomas Frank heran. Im letzten Umlauf war der M4 in Schlagdistanz, doch Thomas Frank rettete sich mit 0,509 Sekunden Vorsprung gerade noch über die Ziellinie. Ähnlich spannend war dahinter der Kampf um Rang vier, allerdings mit einem anderen Ausgang. Musste sich Alex Lambertz im ersten Heat noch mit Platz fünf in der Division zufriedengeben, startete der Lotus-Pilot am Sonntag die Aufholjagd. In der letzten Runde quetschte sich Alex Lambertz noch an Andreas Schürmann / Michael Crossley-Wright vorbei und holte sich mit nur 0,248 Sekunden Vorsprung Platz vier in der Division 2 und im Gesamt Platz acht. Roland Hertner kam diesmal als Siebter ins Ziel.
Rolf Ludwig Becker (Schmickler Performance by RAVENOL): „Wir sind auf P3 gestartet und konnten die Position auch relativ entspannt halten. Nach vorne war nicht mehr möglich, nach hinten hatten wir ein gutes Polster.“
Joachim Bölting (UP2Race): „Ich habe versucht, zunächst an Peter Terting näher dranzubleiben. Dabei bin ich in der zweiten Runde einmal durchs Kiesbett. Dabei habe ich auch den Anschluss verloren. Aber es hat ja zum Schluss ganz gut hingehauen.“
Thomas Frank (UP2Race): „Wie im ersten Rennen konnten wir wieder den zweiten Platz ins Ziel bringen und wertvolle Punkte für die Meisterschaft sammeln. Am Ende war es noch ein schöner Kampf mit dem M4 mit Michael Luther. Der ist mir ganz schön im Nacken geklebt.“
Roland Hertner (Liqui Moly Team Engstler): „Ich habe mein Ziel erreicht, genau das, was ich wollte. Ich bin weiterhin in der Meisterschaft gut im Rennen. Jetzt wird es richtig spannend.“