Peter Terting / Thomas Frank und Kyam Potez konnten jeweils einen Sieg feiern

Für die Spezial Tourenwagen Trophy (STT) steht vom 30. bis 31.05. das zweite Saisonhighlight auf dem Programm. In der Motorsport Arena Oschersleben bittet die Traditionsserie zum nächsten Schlagabtausch. Mit 42,75 Punkten liegt Joachim Bölting (Up2race) mit einem Porsche GT4 RS in der Meisterschaft uf Rang eins, gefolgt von dem Audi R8 GT3 EVO II Piloten Thomas Westarp (CCS Racing) mit 41,75 und dem Team Thomas Frank / Peter Terting (Up2race) ebenfalls auf einem Porsche GT4 RS unterwegs mit 38,25 Punkten.

In der Division I ist mit dem Donkervoort D8R von Johannes Kreuer (Classic & Speed) wieder mit am Start. Das sportliche Filetstück des Wochenendes wartet in der Division II. Hier ist die Leistungsdichte enorm hoch .So greift mit Christian Klien ein ehemaliger Formel-1-Pilot gemeinsam mit Alexander Lambertz ins Lenkrad. Das Duo startet für AP-Motorsport auf einem Lotus Emira GT4. Ebenfalls hochkarätig besetzt ist der Porsche GT4 RS von Up2race, den sich Peter Terting und Thomas Frank teilen. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Die CV Performance Group X JP Motorsport schickt gleich zwei Mercedes AMG GT4 ins Rennen. Einer davon wird von den schnellen Schweden Jonathan Engström und Kjell Holm pilotiert, während Kyam Potez den zweiten AMG GT4 steuert.

Auch Dörr Motorsport setzt auf eine starke Besetzung und bringt zwei Aston Martin GT4 Vantage an den Start. Einen davon pilotieren Andreas Schürmann und Michael Crossley-Wright, das Schwesterfahrzeug wird von Heike Schürmann bewegt. Komplettiert wird die Division II durch Jürgen Hemker im Audi R8 GT4 von Up2race, Niko Helmer im Porsche 991 GT3 Cup der equipe vitesse sowie Maurice Schramm, der für KS motorsport UG einen Audi TT-RS an den Start bringt. Zwei Fahrzeuge sind in der Division III am Start. Urs Burri tritt für Team Achsvermessung im Audi RS3 TCR LMS an und bekommt es mit Roland Hertner zu tun, der für das renommierte Liqui Moly Team Engstler einen Hyundai i30 TCR pilotiert. Zwei erfahrene TCR-Spezialisten, zwei unterschiedliche Konzepte – beste Voraussetzungen also für den nächsten spannenden Schlagabtausch der STT in Oschersleben.


Zwölf Fahrzeuge waren am Samstagvormittag bei herrlichstem Sommerwetter auf der Strecke. Die Pilotinnen und Piloten fuhren von 11.15 Uhr bis 11.55 Uhr ihre Startaufstellung für den Lauf am Nachmittag aus. Zunächst wehselten die Positionen den öfteren. Die Pole Position konnten am Ende Thomas Frank / Peter Terting (up2race) mit ihrem Porsche GT4 RS nach Hause bringen. Diese hatten sie nach 18 absolvierten Runden mit einer Zeit von 1:29,909 Minuten erzielt. Mit einem Rückstand von 0,367 Sekunden startet Kyam Potez (CV Performance Motorsport) mit seinem Mercedes AMG GT4 von Rang zwei, gefolgt von seinen Teamkollegen Jonathan Engström / Kjell Holm. Schnellster aus der Division 3 war Roland Hertner Liqui Moly Team Engstler) mit seinem Hyundai i30 TCR. Er nimmt das Rennen von Startposition sechs aus auf. Einzige Dame im Feld Heike Schürmann (Dörr Motorsport) steht mit ihrem Aston Martin Vantage GT4 in der fünften Startreihe. Direkt hinter ihr nimmt Johannes Kreuer (Classic & Speed) mit seinem Donkervoort D8R das Rennen auf.


Der fliegende Start nach den zwei Einführungsrunden am Samstagnachmittag verlief ohne Probleme. Peter Terting / Thomas Frank legten gleich zu Beginn ein Tempo vor, das keiner der übrigen Kontrahenten mitgehen konnte. Sie bauten an der Spitze den Vorsprung schnell aus. Dabei spielte dem Porsche-Duo eine Full-Course-Yellow-Phase in die Karten, die Peter Terting / Thomas Frank beim Pflichtstopp erwischte. Nach dem Fahrerwechsel auf Thomas Frank schmolz der Vorsprung zwar noch einmal zusammen, den Sieg ließ sich das Duo aber nicht mehr nehmen. Dahinter landete Kyam Potez bei seiner STT-Premiere auf dem zweiten Gesamtrang. Der junge Slowene verringerte den Rückstand im Verlauf seines Stints von über 40 Sekunden auf nur noch wenige Sekunden, ehe eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen zu schnellen Fahrens unter FCY den Abstand auf acht Sekunden vergrößerte.

Einen souveränen dritten Gesamtrang holten sich Jonathan Engström / Kjell Holm im zweiten Mercedes AMG GT4 von CV Performance Group X JP Motorsport. Roland Hertner aus der Division 3 war von Position sechs gestartet und beendete als Fünfter und damit auch bester Division 3 Pilot das Rennen. Er konnte den Schweizer Urs Burri hinter sich lassen. Dieser sah die Zielflagge auf Rang neun. Die einzige Dame im Feld Heike Schürmann ging aus der fünften Startreihe aus ins Rennen und konnte einige Plätz gut machen. Sie wurde als Siebte gewertet. Der Sieg in die Division 1 an Johannes Kreuer mit seinem Donkervoort D8R.

Peter Terting (up2Race): „Das Auto ist konstant schnell über die Renndistanz. Dadurch konnte ich einen guten Vorsprung herausfahren. Aber der Schlüssel zum Sieg liegt auch bei meinem Kollegen. Das hat er in seinem zweiten Rennen sehr gut umgesetzt.“

Thomas Frank (up2Race): „Es war natürlich super, dass Peter so einen Vorsprung herausfahren konnte. Aber ich stand trotzdem unter Druck, weil ich wusste, dass ich gegenüber den guten Fahrern schon drei bis vier Sekunden pro Runde verlieren würde.“

Kyam Potez (CV Performance Group X JP Motorsport): „Das war ein gutes Rennen und ich hatte eine gute Pace. Zuvor hatte ich den Abstand nach vorne von 46 Sekunden auf drei Sekunden verringert.“

Jonathan Engström (CV Performance Group X JP Motorsport): „Das Rennen verlief für mich sehr gut. Es war das erste Mal mit dem GT4 hier in Oschersleben.“

Kjell Holm (CV Performance Group X JP Motorsport): „Das war heute mein drittes Rennen überhaupt und mein zweites Podium. Ich bin natürlich sehr glücklich darüber.“


Am Sonntagmorgen wurde es für die Fahrerinnen und Fahrer erneut ernst. Um 9.00 Uhr stand das zweite Zeittraining über vierzig Minuten auf dem Zeitplan. Gegenüber Samstag wurden die Zeiten schneller. Es führte kein Weg an Thomas Frank / Peter Terting vorbei. Sie hatten sich erneut mit einer Zeit von 1:29.106 Minuten nach 20 Runden Startplatz eins gesichert. Startplatz zwei und drei nahmen Kyam Potez und Christian Klien / Alex Lambertz (Team AP Motors) mit ihre Lotus Emira GT4 ein. Jonathan Engström / Kjell Holm mussten sich diesmal mit der neunten Startposition zufrieden geben. Roland Hertner war wiederum der Schnellste aus der Division drei. Er startet von Rang fünf. Heike Schürmann hatte sich verbessern können und geht von der vierten Startreihe aus ins Rennen. Johannes Kreuer hatte seine elfte Startposition behaupten können.


Im zweiten Rennen am Sonntagmittag schlug Kyam Potez zurück und feierte seinen ersten Gesamtsieg. Zwar setzten sich Peter Terting / Thomas Frank zunächst erneut an die Spitze, diesmal gelang es den Porsche-Piloten jedoch nicht, sich entscheidend abzusetzen. Kurz vor den Stopps betrug der Vorsprung auf Kyam Potez um die acht Sekunden, während Christian Klien / Alexander Lambertz im Lotus Emira GT4 auf dem dritten Rang folgten. Kyam Potez kam eine Runde früher an die Box und machte anschließend kontinuierlich Boden gut. Kurz nach dem Fahrerwechsel zog der Slowene am Porsche von Thomas Frank / Peter Terting vorbei und setzte sich ab. Mit 30,6 Sekunden Vorsprung holte sich Kyam Potez den Sieg.

Spannend blieb es dahinter im Kampf um die weiteren Podestplätze. Christian Klien / Alexander Lambertz hatten sich zunächst auf Rang drei etabliert und der Boxenstopp funktioniere planmäßig. Während Thomas Frank/ Peter Terting den zweiten Platz zunächst verteidigten, arbeiteten sich Alexander Lambertz / Christian Klien immer näher heran. In der letzten Kurve vor Start und Ziel gelang das entscheidende Überholmanöver, womit der Lotus noch auf den zweiten Gesamtrang nach vorne fuhr. Thomas Frank / Peter Terting mussten sich diesmal mit Rang drei zufriedengeben

Deutlich anspruchsvoller gestaltete sich der zunächst das Rennen für Roland Hertner. Er hing lange hinter dem Aston Martin Vantage GT4 von Andreas Schürmann / Michael Crossley-Wright fest. Weil der GT4-Sportwagen nicht in seiner Wertung unterwegs war, vermied der Engstler-Pilot jedes unnötige Risiko. Erst beim Pflichtstopp gelang die entscheidende Wende. Roland Hertner kam vor dem Aston Martin wieder auf die Strecke und verteidigte anschließend den vierten Gesamtrang bis ins Ziel. Heike Schürmann wurde als Achte abgewunken. Für Johannes Kreuer war das Rennen bereits zu Ende bevor es überhaupt angefangen hatte. In der zweiten Einführungsrunde riss hinten links die Antriebswelle ab.

Kyam Potez ((CV Performance Group X JP Motorsport): „Heute war es natürlich besser, dass mir keine FCY dazwischenkam. So konnte ich von Anfang an pushen und den Abstand nicht zu groß werden lassen. Nach dem Boxenstopp kam ich immer näher und konnte auch an dem Porsche vorbeifahren.“

Christian Klien (AP-Motorsport): „Ich bin als Dritter losgefahren und als Dritter aus dem Auto gestiegen. Das war das Maximum, was unser Auto kann.“

Alexander Lambertz (AP-Motorsport): „Kurz vor Schluss konnte ich den vor mir liegenden Fahrer noch überholen und auf Platz zwei fahren. Wir können sehr zufrieden sein. Es hat alles super funktioniert und wir haben das Maximum aus dem Auto herausgeholt.“

Thomas Frank (up2Race): „Peter hatte wieder super vorgearbeitet. Die Pace bei mir hat auch gepasst. Ich konnte den Platz aber nicht halten. Trotzdem bin ich zufrieden.“

Roland Hertner (Liqui Moly Team Engstler): „Mir war im Voraus schon klar, dass, wenn nichts passiert, nur der Klassensieg mein Ziel sein kann. Die Zeiten im Qualifying haben darauf hingedeutet. Es geht hauptsächlich um die Punkte. Ich war im Prinzip schneller als die Aston Martin Piloten kam aber nicht vorbei. Erst nach dem Boxenstopp lag ich vor ihnen. Mein Minimalziel habe ich erreicht. Das Auto lief wieder top. Meine Mechaniker haben wieder gute Arbeit geleistet.“

Johannes Kreuer (Classic & Speed): Zum Glück war die Geschwindigkeit nicht so hoch und dadurch wurde nicht so viel zusätzlich beschädigt.